Lexikon


Das A-Z der alten Ansichtskarte und Postkarte

Adressseite


Jede Art von Postkarte ist in bestimmte Bereiche eingeteilt. Die Vorderseite verfügt über zwei gleich große Abschnitte, die häufig durch einen senkrechten Strich voneinander getrennt sind. Während die linke Kartenhälfte Platz bietet für die Adresse des Absenders sowie die Benachrichtigung an den Empfänger und dieser Bereich meist blanko gestaltet ist, befinden sich auf der rechten Seite im oberen Eck ein kleines, vorgedrucktes Viereck für die Briefmarke, darunter sind Linien, um die Empfängeradresse einzutragen. In der Regel sind es drei bis vier Linien, die vierte dient der Eintragung des Landes, in welches die Postkarte verschickt werden soll.

Ansichtskarten

Viele kennen Ansichtskarten aus dem Urlaub, mit denen Grüße an die Familie und Freunde über den Postweg versendet werden. Auf der einen Seite der Karte ist Platz für die Adresse des Empfängers und ein paar nette Zeilen, auf der anderen Kartenseite ist eine Landschaftsfotografie oder eine Collage von Sehenswürdigkeiten oder Wahrzeichen des Ortes abgebildet.


Früher gab es Ansichtskarten vor allem in Geschäften wie Buchläden oder Supermärkten zu kaufen. Heutzutage ist es durchaus auch möglich, schnell und einfach an einem Fotoautomaten, zum Beispiel im Fotobereich der Drogerie, eigene Fotografien aus dem Urlaub als Postkartenmotiv zu erstellen und auszudrucken, um es dann per Post an die Freunde und Verwandte zu schicken.

Autographensammler

Das Wort Autograph beschreibt einen eigenhändig verfassten Text. Bei dem Begriff des Autographensammlers geht es im Speziellen um eine Person, die von Hand geschriebene Postkarten berühmter Persönlichkeiten wie Schauspielern oder Komponisten sammelt, vorwiegend aus früheren Jahrhunderten. Einen besonderen Wert haben diese Karten, wenn sie nicht nur von bekannten Persönlichkeiten verfasst, sondern auch von ihnen unterzeichnet wurden. Neben Postkarten und Briefen gehören auch alte Notenblätter und weitere Schriftstücke zum Sammelgebiet der Autographensammler. Viele dieser Schriften befinden sich entweder in privatem Besitz oder sind in Archiven, Museen oder Bibliotheken zu finden und zu betrachten.

Beschriftung

Wer eine Postkarte innerhalb Deutschlands verschickt, hat es mit der Beschriftung recht leicht. In das Empfängerfeld werden Name, Straße und Hausnummer sowie die Postleitzahl und der Wohnort der Person eingetragen, die die Karte erhalten soll. Schwieriger wird es, wenn man die Karte aus dem Ausland nach Deutschland verschicken möchte, denn dann muss auch das Empfängerland eingetragen werden. An sich nicht schwierig, doch in welcher Sprache schreibt man das Land auf, in das die Postkarte geschickt werden soll, fragen sich dann viele. Damit die Sortiermaschinen der Post es leicht haben, empfiehlt es sich, entweder das Land so niederzuschreiben, wie es in dem Urlaubsland genannt wird (Deutschland wäre im spanischen Raum also als Allemagne anzugeben) oder auf Englisch (also Germany). Alle anderen Bezeichnungen führen ebenfalls dazu, dass die Karte ankommt, doch dauert die Ankunft dann meist länger. Länderkürzel wie sie zum Beispiel auf Nummernschilder von Autos zu finden sind, gehören nicht auf eine Postkarte.

Bildseite

Mit der Bildseite einer Postkarte ist dessen Rückseite gemeint. Sie ist zwar auch in blanko erhältlich, meist ziert sie allerdings ein Motiv. Das können gemalte Bilder sein, Landkarten, aber auch Landschaftsaufnahmen, Fotografien oder Schriftzüge. Die Bildseite ist in vielen unterschiedlichen Qualitäten erhältlich. Manche sind mit einer glänzenden Oberfläche, die der Fotoqualität sehr nahe kommt und werden häufig für Fotomotive eingesetzt. Andere Karten wiederum verzichten auf eine extra Oberfläche. Ihre Motive sind direkt auf das Papier bzw. den Karton gedruckt oder es wurden mithilfe eines speziellen Verfahrens verschiedene Ebenen geschaffen, die die Karte sowohl optisch als auch haptisch attraktiv macht. Daneben gibt es auch Bildseiten mit einer speziellen Technik bedruckt, die einen 3D-Effekt auf der Bildseite der Karte erzeugen und so das Motiv durch Bewegung verändern und „lebendiger“ erscheinen lassen. Sie werden auch als Wackelbild bezeichnet.

Ebenfalls beliebt sind Bildseiten einer Postkarte, die mit Glanzfolie ein finish erhalten haben. Vor allem bei Grußkarten sind diese Effekte oft zu finden, um entweder den Schriftzug optisch aufzuwerten oder kleinere Elemente wie Kreise drum herum hervor zu heben.



Briefmarke

Die Briefmarke (auch Frankierung oder amtliches Postwertzeichen genannt) ist die Bestätigung einer Zahlung in Form des aufgedruckten Betrages, um die Zahlung an das Postamt zu bestätigen und die Beförderung der Post somit zu ermöglichen. Ihre Anfänge hatte die Briefmarke im Jahr 1840, doch bereits lange vorher im 16. Jahrhundert wurden erste Vorläufer der heutigen Briefmarke in Umlauf gebracht.

Üblicherweise ist die Briefmarke mit dem Geldbetrag und einem Motiv versehen, hat eine Gummieirung auf der Rückseite, die an dem Papier von Briefumschlag oder Postkarte kleben bleibt, sobald sie befeuchtet wurde und ist ringsherum gezackt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Motive, die die Briefmarke zieren, auch individuelle Gestaltungen sind heute möglich. Auch der Geldwert der Marken ist in unterschiedlichen Beträgen käuflich zu erwerben. Im Zuge der Digitalisierung lassen sich Briefmarken heutzutage bequem von zu Hause aus online kaufen und ausdrucken und sind mit einem QR-Code versehen. Darüber hinaus ist es nun auch möglich, ganz ohne Briefmarke Post zu versenden, indem man bei der Post den Wert der Marke kauft und statt dieser eine Zahlenreihenfolge erhält, die man mit einem Rautezeichen voran einfach auf das Couvert oder die Postkarte schreibt.

Das Sammeln alter Briefmarken ist noch immer sehr beliebt und einige der alten Marken haben heute einen großen finanziellen Wert.

Chromolithografie


Chromolithografie bezeichnet das von Alois Sennenfeld erfundene Steindruckverfahren, durch das mehrfarbiger Druck möglich war. Seit 1799 waren dadurch nicht nur schwarz-weiß Drucke auf Papier möglich, sondern auch farbige Motive, was auch die Gestaltung von Postkarten auf eine neue Ebene hob. Heute wird ein ähnliches, aber wirtschaftlich deutlich effektiveres Verfahren genutzt, nämlich der Offsetdruck.

Dankeskarten


Mit einer Dankeskarte wird dem Dank des Absenders gegenüber dem Empfänger noch einmal großer Ausdruck verliehen. Dankeskarten kommen gern zum Einsatz, um sich nach einer Feier noch einmal in persönlicher Form bei den Gästen für ihre Anwesenheit und / oder das Geschenk zu bedanken. Besonders beliebt bei der Gestaltung der Dankeskarte sind Fotos des Absenders als Motiv oder selbst gebastelte und gestaltete Karten. Bei einem Brautpaar beispielsweise werden Aufnahmen des Hochzeitspaares gern als Motiv verwendet.

Auch nach einer Beerdigung versenden die Hinterbliebenen gern Dankeskarten an die Menschen, die zusammen mit ihnen Anteil nahmen am Verlust einer geliebten Person.

Digitaldruck

Bei dem Digitaldruck ist keine Druckform im ursprünglichen Sinne mehr nötig. Stattdessen werden Motive direkt vom Computer auf den Drucker übertragen und dieser druckt das Motiv auf den gewünschten Untergrund. Dieses Druckverfahren ist sehr effektiv, kostengünstig und eignet sich für viele unterschiedliche Bilder, die auf Karten gedruckt werden sollen. Der Digitaldruck kann somit verwendet werden für Fotomotive wie auch für Graphiken oder Zeichnungen. Sonderfarben und Veredelungen sind mit der Digitaldruck-Variante zwar kaum möglich, doch durch die sehr hohe Rasterfrequenz und dazu sehr kleine Tonerpartikel können elektrografische Digitaldrucke durchaus halbtonartige Fotoqualität erlangen. Die verwendeten Farben bei dem Digitaldruck sind Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz in Form von feinkörnigem Pulver. Zudem können die mit Toner bedruckten Stellen im Anschluss über ein weiteres Hitzeverfahren mit speziellen Folien veredelt werden, die nur auf dem Gedruckten halten, der Rest der Folie lässt sich nach dem Erkalten ganz einfach und rückstandslos abziehen.

Drucktechniken

Der Sammelbegriff Drucktechnik beinhaltet alle Verfahren, um Druckvorlagen zu vervielfältigen. Darunter fallen unter anderem der Buchdruck, Offsetdruck, Digitaldruck, Tiefdruck, Flexodruck und Siebdruck. Diese Drucktechniken haben gemein, dass sich mit einer einzigen Druckvorlage Massenanfertigungen an Druckerzeugnissen produzieren lassen.

Weitere Drucktechniken sind der Tampondruck, Stempeldruck, Prägedruck, Zerrdruck und Porchoir.

Zu den elektronischen Druckverfahren gehören die Methoden des Thermodirektdrucks, Thermotransferdrucks, Thermosublimationsdrucks sowie die Laserbeschriftung.

Zuletzt gibt es auch den 3D-Druck, der allerdings bei der Gestaltung von Kartenmotiven keine Verwendung findet.

Echtfotopostkarte

Mit Echtfotopostkarten sind allgemein hin Ansichtskarten gemeint, deren Motive nicht von Hand durch einen Künstler illustriert worden sind, sondern es werden Fotografien verwendet. Diese Aufnahmen als Kartenmotiv sind heute noch weit verbreitet. Vor allem, wenn es sich um Postkarten aus Urlaubsregionen handelt oder von berühmten Bauten, sind Echtfotopostkarten als Souvenir sehr beliebt.

Einfarbige Lithografien


Das Wort Lithografie leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet so viel wie „Steinzeichnung“. Gemeint ist damit eine Druckvorlage mit dazu gehöriger Druckform, um mithilfe des so genannten Steindruckverfahrens Motive beliebig oft vervielfältigen zu können.Dabei wird vom Stein unter Verwendung einer Steindruckpresse ein Abzug des Motivs auf spezielles Papier gebracht. Es handelt sich bei dieser Methode um das älteste Flachdruckverfahren (auch Reaktionsdruckverfahren genannt), das auch für farbige Drucke zum Einsatz kam.

Erfunden hat die Methode der Vervielfältigung Alois Senefelder im Jahr 1798 und ist der Vorläufer des heutigen Offsetdruck-Verfahrens.

Einschreiben

Mit dem Versand per Einschreiben sind die Inhalte der Briefsendung gegen Verlust, Entwendung oder Beschädigung des Briefes sowie dessen Inhalt versichert. Befördert wird diese Post wie alle anderen Postsendungen auch, neben der Versicherung ist der höhere Preis für das Einschreiben der wesentliche Unterschied zur Standard Frankierung. Ebenfalls anders als bei gängiger Post ist, dass der Empfang des Briefes per Einschreiben vom Empfänger persönlich mittels der Unterschrift quittiert werden muss, bevor die Post ausgehändigt wird. Die Aushändigung wird dem Empfänger im Anschluss mitgeteilt.

Etwas anders verhält es sich mit dem sogenannten „Einschreiben Einwurf“. Auch hier ist das Porto etwas teurer als für eine gängige Briefmarke und auch hier greift der Versicherungsschutz, doch durch das 1997 eingeführte Einschreiben Einwurf entfällt das Unterzeichnen des Empfängers, der Absender wird dennoch über die erfolgreiche Übermittlung des Briefes informiert. Mit dieser Form des Einschreibens wird ein Nachweis des Briefeinwurfs erbracht, der als Anscheinsbeweis gültig ist, stellt aber keine förmliche Zustellung dar und ist damit die förmliche Zustellung gerichtlich nicht als bewiesen gilt. „Einschreiben Einwurf“ wird häufig gewählt, wenn es darum geht, dass bestimmte Fristen eingehalten werden sollen, werden darum also gern von Behörden verwendet.

Feldpost

Unter dem Begriff Feldpost ist das Versenden und Empfangen von militärischer und privater Postsendungen von Militärangehörigen zu verstehen. Im Krieg war der Nachrichtenverkehr mittels Post die gängigste Methode um Nachrichten zu überbringen. Damals wurden dazu Boten eingesetzt, um über riskante Wege die Post vom Absender zum Empfänger zu überbringen, mit der Zunahme der Kriegseinsätze und dem damit verbundenen vermehrten Aufkommen von Nachrichten entstand schließlich ein eigener militärischer Nachrichtenverkehr, der vor allem in den Zeiten der Weltkriege an Struktur und Organisation gewann.

Mit den späteren Fortschritten im Verkehrswesen konnten Briefe wesentlich schneller übermittelt werden und brauchten längst nicht mehr um die zwei Wochen oder gar länger, um dem Empfänger übermittelt zu werden. Diese schnellere Beförderung ist vor allem dem Schienenverkehr zu verdanken, aber auch dem Einrichten lokaler Sammelstellen, in denen die Post über eigens angestellte Feldpostbeamte gebündelt und verteilt wurde.

Im Laufe der Zeit erkannte man zudem an, dass der Kontakt zwischen Soldaten im Einsatz und deren Angehörigen zu Hause für beide Seiten enorm wichtig war, was das Briefaufkommen zusätzlich steigerte.

Fotopostkarten

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Fotopostkarten und Postkarten mit einem Fotomotiv auf der Rückseite. Sie werden gern als Urlaubskarten genutzt, um Grüße in die Heimat zu verschicken und gleichzeitig einen Eindruck des Urlaubsortes mittels des Fotos zu ermöglichen. Fotopostkarten zieren deshalb häufig Aufnahmen der Region, dort beheimateter Tiere, typischer Architektur, aber auch Personen in der dort typischen Kleidung. Diese Fotos sind entweder als Einzelaufnahme auf der Postkarte abgebildet oder als Collage mit weiteren Motiven zusammen gestellt. Daneben werden auch berühmte Persönlichkeiten oder Impressionen, wie es früher dort aussah, gern als Motive verwendet.

Heutzutage lassen sich neben den herkömmlichen Fotopostkarten, die es in nahezu jedem Geschäft zu kaufen gibt, auch individuelle Postkarten mit ganz eigenen Fotomotiven erstellen und an Freunde und Verwandte verschicken.

Frühe Ansichtskarten

Wann genau die erste Ansichtskarte versandt wurde, ist nicht sicher belegt. Man geht aber davon aus, dass bereits um 1770 die Postkarten bereits mit Bildern versehen waren. Sie zierten Zeichnungen und aufwendig gestaltete Schriftzüge, später kamen weitere Motive durch Fotografien hinzu. Sie zeigten neben Landschaften und Gebäuden auch Momentaufnahmen des alltäglichen Lebens.

Gattungen


Mit Gattungen sind im Postkartenbereich die verschiedenen Arten von Karten und Gestaltungen gemeint. Hierzu zählen unter anderem Fotopostkarten, Künstlerpostkarten und weitere Motivkarten.



Glückwunschpostkarten

Trotz moderner Formen der Kommunikation sind Postkarten zum Gratulieren nach wie vor sehr beliebt. Sie sind zumeist aufwändig gestaltet und sind häufig auf der Rückseite bereits mit vorgefertigten Glückwunsch-Sprüchen versehen. Sie sind für die unterschiedlichsten Anlässe erhältlich wie zum Beispiel Geburtstag, Hochzeit, Geburt, Taufe, Kommunion / Konfirmation oder Jubiläum. Auf der Vorderseite findet sich nicht immer ein extra Adressfeld, denn meist werden die Karten in dem beigefügten Couvert an den Empfänger verschickt oder persönlich übergeben.

Allgemein gehaltene Glückwunschkarten werden gern verwendet, um zu bestandenen Prüfungen und Abschlüssen zu gratulieren.

Herstellung

Bei der Herstellung von Postkarten ist zunächst auf die Festigkeit des Materials zu achten. Üblicherweise bestehen Postkarten aus dickem Papier oder Karton, andere werden auch aus Kork oder leichtem Sperrholz gefertigt.

Die Standardmaße für Postkarten sind 10,5 x 14,8 cm oder DIN A6, um sie ohne Umschlag als Postkarte versenden zu können. Auch größere Maße wie 11 x 23 cm oder 11,5 x 23 cm sind noch für den Postkarten-Versand zulässig, alle weiteren Maße müssen in einem Umschlag verschickt und entsprechend der Umschlaggröße und dessen Gewicht frankiert werden, um bei dem Empfänger anzukommen.

Mithilfe verschiedener Drucktechniken lassen sich Motive, Muster und Fotos auf die Karte bringen, auch von Hand bemalte Karten können problemlos über den Postweg verschickt werden.

Wichtig ist bei der Herstellung von Postkarten neben dem passenden Format, dass sich auf der Vorderseite deutlich sowohl die Briefmarke als auch die Empfängeradresse erkennen lassen. Darum ist diese Seite in der Regel weiß gehalten. Zudem steht der Name sowie die Anschrift des Empfängers immer auf der rechten Seite, die Daten des Absenders gehören auf den linken Bereich der Karte.

Korrespondenzkarte

Seit der Einführung der Postkarte im Jahr 1869 wurde sie als Korrespondenzkarte bezeichnet. Ursprünglich hatte sie nicht den Zweck mit schönen Motiven und ein paar netten Zeilen versehen zu werden, sondern galt vorrangig als wichtiges Kommunikationsmittel vor allem während Kriegen. Erst im weiteren Verlauf der Jahre gewann die Korrespondenzkarte zunehmend auch an Bedeutung für Privatzwecke und den schriftlichen Austausch zwischen Freunden und Familienangehörigen und veränderte somit neben dem ursprünglichen Zweck auch das Design.

Künstlerpostkarten

Künstlerpostkarten sind eigenhändig gestaltete Ansichtskarten. Ihr Motiv wird in der Regel auf die Verwendung als Postkartenmotiv hin gestaltet. Die Künstler lassen das von ihnen gemalte Motiv entweder in Serie drucken oder fertigen ein einzelnes Unikat an. Solche Künstlerkarten werden entweder wie andere Postkarten auch versendet oder bleiben als Kunstwerk unversendet.

Künstlerpostkarten werden häufig auf der Rückseite entweder gezeichnet, gedruckt oder auch aquarelliert. Somit entstehen Kunstwerke im Kleinformat, die sich über den Postweg versenden lassen.

Ebenfalls üblich ist auch, ein bereits bestehendes Gemälde als Postkartenmotiv zu reproduzieren. Als erste ihrer Gattung gilt eine Karte, die der Maler Phillip Franck im Juni 1880 an seine Schwester kreierte und verschickte.

Lichtdruck

Beim Lichtdruck handelt es sich um ein Edeldruckverfahren, das heute nur noch selten angewandt wird. Es wurde im Jahr 1856 von Louis-Alphonse Poitevin entwickelt und beschreibt fotomechanische Flachdruckverfahren zur Wiedergabe von Halbtönen ohne Raster. Poitevin bezeichnete es auch als Collotypie. Das Verfahren wurde 1870 von Joseph Albert verbessert um somit größere Auflagen herstellen zu können. Bereits neun Jahre später entwickelte Karl Klietsch daraus die Heliogravüre. Für die damalige Zeit war das Lichtdruckverfahren die beste Möglichkeit, um Gemälde, Zeichnungen oder Fotografien in hoher Qualität zu drucken. Um den Druck möglich zu machen, musste im Vorfeld eine Druckform erstellt werden. Sie bestand aus einer zehn Millimeter dicken und matt geätzten, sehr planen Glasplatte. Alternativ verwendete man stattdessen eine Metallplatte. Auf die Platte werden zwei Lagen einer lichtempfindlichen Emulsion aus Chramtgelatine aufgebracht. Die beiden Schichten werden als Vorschicht und Druckschicht bezeichnet. Im Halbdunkel trocknet diese. Danach erfolgt das Aufbringen eines fotografischen Halbton-Negativs, indem Licht mit hohem UV-Anteil auf die Platte aufbelichtet wird. Das Besondere hierbei ist, dass das Negativ bei diesem Verfahren nicht gerastert ist. Durch das Belichten entsteht die Kopierschicht, bei der für das spätere Bild das Verhältnis zwischen Lichtmenge und Grad der Aushärtung von Bedeutung ist. Der Druckvorgang ist ebenfalls aufwändig, dafür aber auch mit unterschiedlichen Farben möglich. Um drucken zu können, wurden oft umgebaute Steindruckmaschinen verwendet, um die sogenannten „Quellreliefs“ zu fertigen.

Der hohe Aufwand gegenüber den eher geringen Druckerzeugnissen rentierte sich über die Zeit nicht und war darüber hinaus sehr teuer, dafür war die Qualität des fertig erzeugten Drucks hochwertig und war für damalige Verhältnisse mit den Druckerzeugnissen aus anderen Herstellungsarten mit geringerer Qualität nicht vergleichbar. Heute wird stattdessen der Offsetdruck verwendet, der sehr hohe Auflagen ohne großen Aufwand und mit dennoch überzeugender Qualität produziert.



Lithografien

Die Lithographie ist eine grafische Technik, um Motive im Flachdruckverfahren vervielfältigen zu können. Für den Druck wurde die Zeichnung auf eine präparierte Steinplatte mit fetthaltiger Kreide oder einer lithographischen Tusche aufgebracht, bevor es gedruckt werden konnte.

Um das Motiv auf die Steinplatte zu bringen, sind verschiedene Techniken möglich. Eine davon ist die Federtechnik, bei der eine Federzeichnung direkt auf den glatt geschliffenen Stein aufgebracht wird. Mithilfe von Transparentpapier werden die Konturen der Originalzeichnung übertragen und im Anschluss daran wird die Rückseite des Papiers entweder mit Graphit oder Rötelkreide eingerieben. Danach wird das Papier seitenverkehrt am Stein befestigt. Mit einer Stahlnadel oder Rohrfeder werden die Konturen nachgefahren und so auf den Stein projiziert. Heute werden dazu Episkope verwendet. Die Federtechnik gilt als eines der ältesten Verfahren in der Lithografie.


Bei der Kreidelithografie wird der Stein zunächst mit Sand gekörnt um eine raue Oberfläche zu erzeugen. Früher wurde hierzu Quarzsand verwendet, heutzutage greift man lieber auf Siliziumcarbid zurück. Die Übertragung des Motivs erfolgt wie bei der Federtechnik seitenverkehrt, allerdings mit einer angespitzten Kreide anstelle einer Stahlnadel. Harte Kreiden erzeugen helle Bildpartien, weiche Kreide erzeugt dunkle Stellen im Bild. Unter Verwendung eines Estompe, einem speziellen Wischer, sowie das Verreiben der Kreide lassen sich weichere Übergänge erzielen. Die Kreidelithografie zählt zu den ausdrucksstärksten Techniken im Bereich der Grafik.


Eine dritte Variante ist die Steingravur. Sie findet aufgrund der feinen Linienzeichnung vorrangig Verwendung bei Visitenkarten, Briefköpfen oder Wertpapieren. Für den Druck wird ein Kalkstein geschliffen und im Anschluss daran mit Kleesalz (einem Kaliumbioxalat) poliert, wodurch sich die Poren des Steins schließen. Im Folgenden wird über den Stein eine dunkel gefärbte Schicht Gummi arabicum gezogen. Nach einer Vorzeichnung kommt die Graviernadel zum Einsatz. Sie durchstößt die Gummieschicht und ritzt mit einem Gravurdiamanten höchstens 0,2 mm tiefe Linien in den Stein. Bevor die Gummischicht wieder entfernt wird, wird der Stein in Olivenöl getränkt. Die Farbe wird dann entweder mit einer Lederwalze oder einem Tampon auf saugfähiges und leicht angefeuchtetes Papier aufgetragen.

Mehrfarbige Chromolithografien

Chromolithografie beschreibt eine farbige Variante der Lithographie, die auch als Farbsteindruck oder Farblithografie bekannt ist und unter dem Begriff der Chromolithografie 1837 von Godefroy Engelmann patentiert wurde.

Für dieses Verfahren wurden Kreidelithografien mit einer Tonplatte (auch Chamoiston genannt) unterlegt und mit einer Schabtechnik wurden daraus die Lichter herausgenommen. Auf diese Weise entstand der Eindruck der mehrfarbigen Lithografie.

Bis in die 1930er Jahre war dieses Verfahren das am meisten verbreitete für farbige Illustrationen von hoher Qualität. Hierzu kamen bis zu 25 verschiedene Farben zum Einsatz, was das Verfahren sehr aufwendig und kostspielig machte, denn für jede Farbe musste eine exakte Vorlage auf Stein gefertigt werden, damit die einzelnen Farbschichten im späteren Druckverlauf passgenau übereinander lagen.

Motivpostkarten

Bei Motivpostkarten handelt es sich allgemein hin um Postkarten, deren Rückseite mit einem Motiv versehen ist. Dabei kann es sich um Schriftzüge, Zeichnungen, Drucke oder Fotografien handeln. Motivpostkarten sind für jeden Anlass und jede Gegebenheit erhältlich. Darüber hinaus lassen sie sich auch selbst gestalten. Neben dem Zweck, die Postkarten zu versenden, werden schöne Motive der Postkarten auch gern für dekorative Zwecke in den eigenen vier Wänden verwendet, zum Beispiel als kleine Bilder im Zimmer.

Motivpostkarten aus Holz oder Kork können zum einen bedruckt sein oder ihre Motive wurden mit Hilfe eines Lötkolbens in das Material eingraviert.

Offsetdruck


Hierbei handelt es sich um ein indirektes Flachdruckverfahren, denn die Druckplatte und der Druckträger kommen bei dem Druckvorgang nicht miteinander in Berührung. Stattdessen wird die Farbe erst auf einem Gummituchzylinder übertragen und von dort aus auf den Bedruckstoff. Dieses Verfahren eignet sich für das Bedrucken sämtlicher Oberflächen, von Papier über Keramik bis hin zu Blechen und DVDs, kommt bei dem Druck von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen sowie dem Bedrucken von Werbe- und Verpackungsmaterialien am häufigsten zum Einsatz.

Philatelie

Philatelie ist ein anderer Begriff für Briefmarkenkunde und beschreibt das systematische Sammeln von Briefmarken (oder Postwertzeichen) sowie Belege ihrer Verwendung auf Postsendungen in jeder Form. Dazu gehört auch die Erforschung postgeschichtlicher Dokumente. Ebenfalls bekannte Bezeichnungen für Menschen mit dieser Sammelleidenschaft sind „Briefmarkensammler“ oder „Briefmarkenliebhaber“.

Der Begriff Philatelie ist zurückzuführen auf Georges Herpin, der ihn in der Zeitschrift für Briefmarkensammler Le Collectionneur de timbres-postes verwendete.

Für Philatelisten haben Briefmarken in erster Linie einen Sammlerwert, wobei manche Marken durchaus auch einen hohen finanziellen Wert besitzen, wenn sie beispielsweise sehr alt, lediglich in geringer Stückzahl oder mit einem Druckfehler versehen sind. Gesammelt werden die Marken heute in speziell konzipierten Alben, um sie vor Licht, Schmutz und anderen Faktoren zu schützen, die die Marke sonst beschädigen könnten.

In Briefmarkenkatalogen und Briefmarkenverzeichnissen sowie Fachzeitschriften erfahren Philatelisten alles Wissenswerte über Briefmarken sämtlicher Epochen und können sich in Vereinen über ihre Sammlungen und ihr Wissen austauschen. Auch Veranstaltungen speziell für Philatelisten sind heutzutage Gang und Gebe, um der Leidenschaft für die kleinen Marken nachzukommen.



Pop-up Karten

Hierbei handelt es sich um Klappkarten, deren Inneres so konzipiert ist, dass es sich beim Öffnen der Karte empor hebt und somit ein 3D-Effekt erzielt wird. Beim Schließen der Karte klappt sich das Innere wieder zusammen, wodurch sich die Karte so schmal zusammen legen lässt, dass sie problemlos in ein Kuvert passt. Der aufklappbare Innenteil der Karte ist sehr filigran gefertigt aus Papier oder dünnem Fotokarton und macht jede Karte zu einem besonderen und kleinen Kunstwerk. Pop-up Karten gibt es für die unterschiedlichsten Anlässe und in vielen verschiedenen Designs. Sie werden gern verwendet für Geburtstage, als Glückwunschkarte, zu Weihnachten oder weiteren freudigen Anlässen wie Taufe, Geburt, Mutter- oder Vatertag.

Postkarten

Postkarten ist ein allgemeiner Begriff für ein rechteckiges, dickes Papier oder Pappe mit den Standardmaßen von einer Länge mit 14 – 23,5 cm und einer Breite von 9 bis höchstens 12,5 cm. Sie haben bei der Post einen eigenen und günstigeren Frankierungswert, wenn sie ohne Umschlag verschickt werden, andernfalls gilt für sie der übliche Portowert eines Briefes. Postkarten haben stets auf der rechten Kartenhälfte der Vorderseite im oberen Bereich Platz für die Briefmarke, darunter wird die Adresse des Empfängers

Poststempel

Mit dem Poststempel erhält die Postsendung einen farbigen Abschlag auf der Briefmarke, wodurch diese entwertet wird. Üblicherweise sind auf dem Poststempel der Ort, das Datum und die Uhrzeit dokumentiert, an dem die Postsendung bei dem Postamt eingegangen ist. Darüber hinaus gibt es Stempel, die lediglich für einen bestimmten Anlass zum Einsatz kommen, sie werden daher Sonderstempel genannt. Ersttagsstempel nennt man solche, deren Datum mit dem Datum der entwerteten Briefmarke übereinstimmen. Werden auf die Postsendung zu dem Poststempel noch weitere Stempel hinzugefügt, werden diese als Nebenstempel bezeichnet.

Der erste bekannte Stempel kam im Jahr 1449 in Venedig, Italien zum Einsatz. Darauf abgebildet war das Wappen des Mailänder Grafen Francesco Sforza.

Der erste bekannte Stempel mit Datumsangabe stammt aus dem Jahr 1661. Zuvor waren die Poststempel lediglich mit einer Ortsangabe versehen. Die Ausweisung mit dem Datum des Postein- und Ausganges sowie des Postortes sollte die Dokumentation erleichtern. Spätere Stempel verfügten dann sogar über eine Zeitangabe.

1681 wurden in London „Bezahlt“-Stempel verwendet, um das im Vorfeld bezahlte Porto zu bestätigen.

Mit der späteren Einführung der Briefmarke galt der Stempel als Nachweis der Beförderung des Briefes, dem bezahlten Porto und somit der Entwertung der Briefmarke und verhinderte gleichzeitig, dass die selbe Marke mehrfach benutzt werden konnte.

Nebenstempel wiesen unter anderem darauf hin, in welcher Form der Brief versendet werden soll (zum Beispiel per Luftpost) und ob eventuell unzureichendes Porto bei der Zustellung durch den Empfänger nachgezahlt werden muss.

Hinter der Bezeichnung „stumme Stempel“ verbirgt sich ein Stempel ohne die Angaben von Ort und Zeit, die vor allem für Feldpost des Militärs verwendet wurde.

Die Stempelform hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, ebenso die darauf zu findenden Angaben sowie die unterschiedlichen Farben der Stempel, was vor allem für Briefmarkensammler von großem Interesse ist.

Propagandapostkarten

Propagandapostkarten sind spezielle Ansichtskarten, deren Motivwahl die Stimmung der Bevölkerung ideologisch bzw. politisch beeinflussen sollte. Ihre Motive und Stile sind meist extremistisch, diskriminierend, rassistisch, chauvinistisch, nationalistisch oder auch kriegsverherrlichend. Solche Postkarten wurden entweder für das eigene Volk verwendet oder explizit für den Feind in dessen Landessprache als Karikatur gefertigt.

RPPC

RPPC ist die Abkürzung des englischen Begriffs „real photo postcard“ und beschreibt eine Ansichtskarte, dessen Rückseite eine Fotografie zeigt. Im Deutschen werden solche Karten auch als Bildpostkarte oder Fotopostkarte bezeichnet.

Rückseite

Auf der Rückseite einer Postkarte befindet sich meist ein Motiv. Das kann eine Zeichnung, ein Druck, ein Foto oder ein Schriftzug sein. Je nach Art und Anlass der Karte sind sie entsprechend gestaltet und farbig passend kreiert. Es gibt aber auch Karten, die klassisch einfarbig sind oder bei denen komplett auf eine farbige Gestaltung verzichtet wurde.

Sammler

Sammler gibt es auf vielen verschiedenen Gebieten zu finden, so auch im Bereich des Postwesens. Neben alter Kleidung von Postbeamten und deren Equipment, gilt die Sammelleidenschaft vor allem alten Briefen, seltener Postkarten sowie Briefmarken aus aller Welt und jeden Wertes. Beim Sammeln kommt es in der Regel weniger darauf an, wie groß der finanzielle Gewinn der gesammelten Stücke ist, sondern hier sind meist andere Faktoren maßgeblich, die vom jeweiligen Sammler abhängig sind. Die einen sammeln nur Post und Briefmarken aus bestimmten Epochen, andere von speziellen Künstlern oder Fotografen, wieder andere haben sich auf einzelne Länder spezialisiert oder sammeln alles rund um diverse Serienproduktionen von Briefen, Karten oder Briefmarken. Bei Treffen können sich die Sammler aus aller Welt austauschen, ihre Erfahrungen miteinander teilen und neue Kontakte knüpfen. Darüber hinaus gibt es Vereine für Sammler, Fachzeitschriften und Fachliteratur.

Sammelgebiete

Bestimmte Gebiete oder zeitliche Eingrenzungen werden als Sammelgebiete bezeichnet. Sie besitzen vor allem einen hohen historischen Wert für Sammler. Briefmarken, Briefe und Karten aus der DDR bilden zum Beispiel ebenso ein Sammelgebiet wie Raritäten aus der Weimarer Republik oder der Alliierten Besatzung. Die Einteilung in Sammelgebiete erleichtert das Finden von passenden Sammelobjekten ungemein und verhindert somit langes Suchen.

Auch themenbezogene Raritäten fallen unter den Begriff der Sammelgebiete. Hierzu zählen zum Beispiel Briefmarken, die zum Gedenktag einer wichtigen Persönlichkeit in den Druck gegangen sind.

Schriftzug

Postkarten mit Schriftzügen sind neben Motivkarten mit Bildern gern gewählte Karten. Die Schriftzüge können klassisch gehalten sein, in 3D Optik gefertigt oder in Kalligraphie-Schrift. Manche sind farbig unterlegt, andere wiederum zieren florale Muster und liebevoll gestaltete Umrandungen. Besonders hervorgehoben werden Schriftzüge mit einem finish aus Glanzfolie.

Spruchkarten

Neben Bildern sind auch Karten mit aufgedruckten Sprüchen sehr beliebt. Die Palette reicht von zeitlosen Zitaten über freundliche Worte bis hin zu Witzen und lustigen Sprüchen. Ob vorgeschriebene Glückwünsche oder auch Mitleidsbekundungen, die vom Absender lediglich noch persönlich unterzeichnet werden brauchen schaffen oft dann Abhilfe, wenn man sich selbst nicht im Stande sieht, die passenden Worte zu finden.

Steindruck


Bei dem sogenannten Steindruck handelt es sich um ein Flachdruckverfahren, welches als Vorgänger des heutigen Offsetdrucks gilt. Für den Steindruck wird ein geschliffener Stein als Druckform genutzt, auf dessen Oberfläche das zu druckende Motiv aufgetragen wird. Dieses Verfahren wird auch als Lithografie bezeichnet.

Stempel

Stempel fanden bereits vor der Einführung der ersten Briefmarke Verwendung im Postwesen. Sie gaben an, wann und wo ein Brief zum Versenden in Auftrag gegeben wurde. Später diente der Stempel zudem als Entwertung der Briefmarke, um diese für weitere Verwendungen unbrauchbar zu machen. Abgesehen von den Stempeln für die Feldpost des Militärs beinhalteten sie die Angaben von Ort und Zeit des Absendens. Weitere Poststempel werden als Nebenstempel bezeichnet, die Formen und Farben der Stempel sind nicht länderübergreifend einheitlich festgelegt und ändern sich mit den Jahren immer wieder.

Topografie-Karten

Topografie-Karten zeigen einen bestimmten Landstrich aus der Vogelperspektive. Es sind Zeichnungen, die veranschaulichen, wie die topographischen Gegebenheiten der abgebildeten Region sind. Sie zeigen zum Beispiel Berglandschaften auf, Flüsse, Seen oder das Meer. Hierbei stehen nicht Ästhetik oder geschmackvolle Gestaltungen einer Karte im Vordergrund, sondern detailgetreue Wiedergaben eines Landstrichs dargestellt entweder in Farbe zur Unterscheidung von Berg- und Flachland, bei schwarz-weiß Zeichnungen durch entsprechende Schattierungen.

Vierfarbdruck

Bei allen heute gängigen Druckverfahren kommt der sogenannte Vierfarbdruck zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die vier genormten Hauptfarben cyan, magenta, gelb und schwarz (entsprechend ihrer englischen Namen zusammengefasst auch CMYK abgekürzt, wobei schwarz aufgrund der Eigenschaft, jedem Druck die nötige optische Tiefe zu verleihen als „Key“ bezeichnet wird), aus denen durch subtraktive Farbmischung alle anderen Farben gemischt werden.

Bei dem Druckverfahren werden im ersten Schritt Farbabzüge erstellt. Bei dieser Druckvorstufe wird die Vorlage nacheinander durch die Farbfilter belichtet und zwar getrennt auf jede Farbe. So entstehen auf dem ersten Film nur die Anteile des Cyan des Bildes, auf dem zweiten die Magenta-Anteile, auf dem dritten die Gelbanteile und die Dunkelstufe. Schließlich muss alles aufgerastert werden, was entweder mit einer Gravur- oder einem Kontrastraster geschieht. Das Halbtonbild wird belichtet und somit in kleine quadratische, kreisförmige, elliptische oder rautenförmige Bildpunkte zerlegt. Durch die Rasterung wird beim Druckverfahren angezeigt, welches Raster Farbe und welches keine Farbe erhalten soll. Wichtig bei dem Vierfarbendruck ist der sogenannte Rasterwinkel. Wird dieser nicht beachtet, entsteht ein unerwünschter Moiré-Effekt auf dem druckfertigen Erzeugnis, das bedeutet, die Farben wirken marmoriert und damit optisch nicht ansprechend.

Vorderseite

Die Vorderseite der Postkarte ist für das Eintragen des Empfängers auf der rechten Kartenhälfte bestimmt. Darüber wird die Briefmarke angebracht. Die linke Hälfte der Karte auf der Vorderseite bietet Platz für die Angabe des Absenders sowie die persönliche Botschaft an den Empfänger. Häufig werden die beiden Bereiche durch eine schmale, senkrechte Linie in der Mitte voneinander getrennt. Darüber hinaus sind viele Postkarten mit entsprechenden Linien auf der rechten Hälfte der Vorderseite für die Empfängerangaben vorgedruckt. Hier lassen sich Name, Straße und Hausnummer sowie die Postleitzahl und der Wohnort eintragen. Eine vierte Linie ist vorgesehen, um das Zielland, in welches die Karte geschickt werden soll, einzutragen. Fehlt diese Linie, schreibt man das Land einfach unter den Wohnort. Über dem Adressfeld ist häufig in der rechten Ecke ein kleines Viereck zu sehen. Hierüber wird die Briefmarke geklebt.

Vorläufer-Karten


Bevor Ansichtskarten salonfähig waren und in großen Mengen produziert wurden, galten bebilderte Postkarten noch als Rarität. Diese seltenen Karten werden heute als Vorläufer-Karten oder frühe Ansichtskarten bezeichnet und sind vor allem unter Sammlern aufgrund ihrer Seltenheit sehr gefragt.

Werbekarten


Um potentielle Neukunden auf sich aufmerksam zu machen, kommen gern spezielle Werbekarten zum Einsatz. Auf ihrer Rückseite ist die Werbung angebracht, auf der Vorderseite stehen die Angaben des werbenden Unternehmens sowie ein meist allgemein gehaltener, werbender Text oder Slogan.

Auch Bestandskunden können mit Werbekarten auf neue Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam gemacht werden.