Waterlooplatz | Adolfstraße | Waterloo-Säule | Welfenplatz
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Um das Waterlooplatz | Waterloo-Säule |
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öffnen. Waterlooplatz Der Waterlooplatz ist eine ca. 4 ha große Rasenfläche. Auf dem Platz steht die Waterloosäule. Platz und Säule entstanden im 19. Jhs. zur Erinnerung an die Schlacht bei Waterloo. Während die Platzanlage bei ihrer Entstehung ursprünglich ein Kasernenareal umgab, liegt sie heute inmitten des Regierungs- und Verwaltungsviertels Hannovers. Gruss aus Hannover | 16.12.1899 Waterlooplatz | 09.03.1900 Der Platz entstand gemeinsam mit der Waterloosäule. Beides diente der Erinnerung an den Sieg, in der Schlacht bei Waterloo, am 18. Juni 1815 gegen Kaiser Napoléon I. (1769-1821). Der Platz war der erste größere Exerzier- und Militärparadeplatz in Hannover, den die hier stationierten Soldaten nutzten. Die Kasernen rund um den Waterlooplatz lagen damals noch vor den Toren der Stadt. Die bastionsartige Stadtbefestigung wurde ab 1763 entfestigt. Dabei wurden Wälle und Mauern geschleift, um die Bebauung und das Straßennetz ausdehnen zu können. Der Platz wurde am Reißbrett des Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) entworfen. Die Platzanlage erweiterte die Sichtachse des damaligen Leineschlosses (heute: Niedersächsischer Landtag) nach Südwesten. Die Arbeiten zur Anlage von Platz und Säule dauerten von 1825 bis 1832 an. Ursprünglich war der Platz eine rechteckige Fläche mit halbrunden Stirnenden. Südlich des Platzes führte ein Graben vorbei zur Leine, der Abwässer der Kasernen entsorgte. Mit der Einführung einer Kanalisation um 1900 wurde der Graben zugeschüttet. Waterlooplatz und Säule | 13.12.1903 Totalansicht, Blick von der Waterloosäule | 18.01.1905 Mit dem Waterlooplatz entstanden, an seinen Seiten zahlreiche Militärbauten. Eine ähnlich militärisch bedingte Entstehungs- weise ist in Hannover nur beim Welfenplatz und dem Königsworther Platz der Fall. Unmittelbar am Platz standen an der Nord-West-Seite die Infanteriekasernen II und III, anfangs als Gardejäger- und Gardegrenadier-Kasernen bezeichnet. Gegenüber an der Süd-Ostseite lagen die Infanteriekaserne I, die spätere Hindenburgkaserne und das Hauptzeughaus, das spätere Artilleriedepot. Seit der Entstehungszeit bis ins 20. Jhs. waren unmittelbar am Waterlooplatz etwa 1.100 Infanteristen stationiert. Im weiteren Umfeld des Platzes lagen etwa 25 Militäreinrichtungen, wie Lazarett, Arresthaus, Bekleidungskammer und repräsentative Dienstwohnungen von Offizieren und Kommandeuren. Das Zeughaus und spätere Artilleriedepot war der größte Gebäudekomplex. In ihm lagerte militärisches Gerät, wie Geschütze, Fahrzeuge, Schießpulver, Geschirr und Waffen aller Art. Der Zeughaus-Komplex entstand 1845 bis 1849 an der Südostseite des Waterlooplatzes. Dazu gehörte das Hauptzeughaus als 85 m langer und 18 m breiter Bau mit drei Geschossen, und zwölf Zugängen. Das Haus wies zwei 40 m lange Gebäudeflügel auf. Im Erdgeschoss waren Kanonenrohre und Fahrzeuge gelagert. Im ersten und zweiten Stockwerk wurden Gewehre und Säbel aufbewahrt. Zwei weitere Nebenzeughäuser entstanden an der Ostseite des Grundstücks an der heutigen Waterloostraße gegenüber der Kriegsschule. Die beiden dreigeschossigen Zeughäuser waren 81 m lang und etwa 13 m breit. In ihnen waren Fahrzeuge und Geschirre untergebracht. Die Gebäude wurden bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Auf den Grundstücken befindet sich heute das Niedersächsische Justizministerium. Blick von der Waterloo-Säule (Zeughaus) | 27.09.1913 Waterlooplatz Das Hauptgebäude der Infanteriekaserne I, die spätere Hindenburg-Kaserne wurde 1833 als 52 m langer Ziegelsteinbau an der Süd-Ostseite errichtet. Das Kasernengebäude verfügte über drei Geschosse und war unterkellert. Es war in der Länge zur Straßenfront errichtet und wies in der Tiefe des Grundstücks zwei Flügel von je 20 m Länge auf. Das Kellergeschoss hatte 27 Räume in denen sich die Küche, Waschküche, Kohlenkeller und Vorratsräume befanden. Die Mannschaftsstuben waren meist mit 10 bis 15 Soldaten belegt. Jedem Soldaten standen 17 m³ an Raum zur Verfügung, den Offizieren doppelt bis viermal so viel. Das Haus hatte ein Fassungsvermögen für 560 Soldaten, war aber um 1900 nur mit 450 Soldaten belegt. Davon hatten 420 Soldaten Mannschaftsdienstgrade, 30 waren Offiziere. Darüber hinaus bestand eine Reihe von Nebengebäuden, wie ein etwa 50 m langer Bau mit Küche, Speiseraum, Krankenrevier, Baderaum und Werkstätten, wie die des Büchsenmachers. Weitere Gebäude waren ein 38 m langes Exerzierhaus und eine Latrine. Da die Kaserne in der Leineniederung stand, trat in bei Hochwasser öfters Wasser in die Keller. Um 1900 war das Gelände so weit entwässert und reguliert, das dies nicht mehr auftrat. Heute ist in dem gut erhaltenen Gebäude die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte untergebracht Kgl. Militairlehrschmiede Hannover | 25.10.1904 Waterlooplatz - Kriegsschule | 28.04.1909 Die Infanteriekaserne II an der Nord-Westseite des Platzes entstand 1831 und war als Kommandantur vorgesehen. 1839 wurde das 40 m lange Gebäude durch den Anbau eines Flügels erweitert und zur Kaserne bestimmt. Das Hauptgebäude wies drei Geschosse und Unterkellerung auf. Die Belegungsverhältnisse waren ähnlich der Infanteriekaserne II. Ebenso waren ähnliche Nebengebäude vorhanden. Das Gebäude war für 415 Mann ausgelegt, war um 1900 aber nur mit etwa 320 Soldaten belegt. Heute sind die Bauten nicht mehr vorhanden. Sie befanden sich etwa in Höhe des heutigen Finanzamts Hannover-Mitte und des Niedersächsischen Innenministeriums. Die Infanteriekaserne III an der Nord-Westseite des Platzes entstand 1831 unmittelbar neben der Kaserne II. Das 52 m lange Hauptgebäude aus Ziegelsteinen wurde dreigeschossig mit Keller errichtet. Es verfügte über zwei Gebäudeflügel. Die Kaserne war um 1900 mit etwa 400 Soldaten belegt. Die Belegungsverhältnisse waren ähnlich der Infanteriekaserne I. Ebenso waren ähnliche Nebengebäude vorhanden. Die Kaserne ist heute nicht mehr vorhanden; sie befand sich ebenso, etwa in Höhe des heutigen Finanzamts Hannover-Mitte.
Waterlooplatz - Kgl. Kriegsschule |
21.01.1905
Partie a. d. Maschpark mit neuem Polizeipräsidium Eine weitere militärische Einrichtung war die Königliche Kriegsschule. Der Gebäudekomplex entstand an der heutigen Waterloostraße in den Jahren 1842/43 als Königliche Kadettenanstalt. Das Hauptgebäude war 60 m lang und wies in der Tiefe des Grundstücks zwei 20 m lange Seitenflügel auf. Daran wurden 1894 ein Zwischenbau sowie ein etwa 25 langes Lehrgebäude angesetzt. Die Häuser waren unterkellert und wiesen drei Geschosse auf. Die Fassaden waren im Rundbogenstil gehalten. Nebengebäude waren eine überdachte Reitbahn, ein Fecht- und Turnschuppen, Latrine, Geschützschuppen, Kegelbahn und Pferdeställe. In der Kriegsschule waren 120 Kriegsschüler untergebracht. Ihnen stand bei der Unterbringung ein Raum von 52 m³ pro Person zur Verfügung, was mehr als das doppelte des Raums für Soldaten anderer Kasernen war. Das Raumvolumen wurde durch die außergewöhnliche Geschosshöhe von 5 m erreicht, was die Heizfähigkeit der Räume stark beeinträchtigte. Nach der Annexion des Königreichs Hannover durch die Preußen, wurde 1867 die Einrichtung in Preußische Kriegsschule umbenannt. Seit 1919 gehören die Bauten dem damaligen Polizeipräsidium und der heutigen Polizeidirektion Hannover, die auf dem Nachbargrundstück im Jahr 1903 einen Neubau errichtet hatte. Das Hauptgebäude der ehemaligen Kriegsschule wurde durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt. Erhalten geblieben ist das Erdgeschoss, das noch die ursprüngliche Eingangstür zur Straßenfront aufweist. Das Lehrgebäude der Kriegsschule blieb vollständig erhalten. Heute wird der Waterlooplatz gelegentlich für Heißluftballonstarts und Veranstaltungen, wie Zirkusvorführungen und Showauftritte, genutzt. Im Jahr 2006 wurde eine Arena aufgebaut, in der eine öffentliche Übertragung (Public Viewing) der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf einer Großleinwand stattfand. |
Adolfstraße | Garnisonlazarett und Hilfslazarett
Die Adolfstraße ist benannt nach Herzog Adolph Ferdinand von Cambridge (1774-1850), dem jüngsten Bruder des Königs Ernst August I. von Hannover (1771-1851). Die Straße wurde, gemeinsam mit der Molthanstraße und der Kommandanturstraße, im zweiten Viertel des 19. Jhs. angelegt, anstelle eines Teils der ehemaligen Stadtbefestigung. Erst nach einer Teil-Zuschüttung des Grabens am Adolfswall begann die Besiedelung, zunächst mit ergänzenden Bauten für die schon um den Waterlooplatz errichteten Militärbauten, später auch mit anspruchsvollen Wohngebäuden. Die Straße sollte eine direkte Verbindung zwischen der Altstadt und dem Vorort Linden herstellen, der nur über die Brücke, über den Ihme-Fluß am Schwarzen Bären erreichbar war. Am Beginn der Straße stand der schon zuvor 1790 errichtete Leibniztempel an der Esplanade des Waterlooplatzes.
1846 bezog das Kronprinzenpaar Georg, später König Georg V. (1819-1878) und Marie von Sachsen-Altenburg (1818–1907) das Ernst-August-Palais, in der Adolfstraße 2-3. Das Ernst-August-Palais ist heute leider nicht mehr vorhanden. In den Jahren 1852 bis 1856 baute der Architekt Hermann Hunaeus (1812-1893) unter Mitwirkung von Louis Stromeyer (1804-1876) das General-Militärhospital, um sich hier 1856/57 dann ein eigenes Wohnhaus zu errichten, beide Bauten sind nicht mehr erhalten.
Villa Victoria (Pensionat Stock) Adolfstrasse 7 | 09.11.1900
Dem General-Militärhospital gegenüber, an der heutigen Adolfstraße 8 wurde 1859/60 ein neues Gebäude für die Militär-Bekleidungskommission errichtet. Aus farblich abgesetztem Backstein schuf Hermann Hunaeus ein Bauwerk im damals typischen Rundbogenstil. Nach einigen Jahren wurde das Haus zum Hilfslazarett umgebaut. Nach der Annexion des Königreichs Hannover im Jahre 1866 kamen in dem Gebäude preußische Armeeangehörige unter. Noch bis gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus für den Sanitätsdienst genutzt. Das Militärkrankenhaus wurde durch Bomben im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört; das ehemalige Hilfslazarett indes wurde nur wenig beschädigt. In den 1950er Jahren befand sich dort das Landesversorgungsamt für Behinderte, später auch das Prüfungsamt der Universität Hannover. Mitte der neunziger Jahre erwarb die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA), die Erwachsene Fort- und weiterbildet, das denkmalgeschützte Gebäude. Noch heute besteht das Treppenhaus aus Holz. Mit einem quadratischen Grundriss verbreitet es den Eindruck perfekter Symmetrie. Ringsum ziehen sich mehrere Galerien. Mit Schnitzereien verzierte Säulen und Wandkonsolen stützen die jeweils nächsthöhere Etage; Treppengeländer in gedecktem Weiß und Graublau und ein weites Oberlicht verbreiten dezente Eleganz.
Garnisonlazarett und Hilfslazarett | 14.03.1911 Zur Erinnerung Res. Laz. 8 Hannover | November 1919
Das Haus der heutigen Blindow-Schule wurde 1860 als Kriegsministerium und 1939 als Standort-Lazarett-Hannover genutzt. Ab 1960 gehörte es zur Oberfinanzdirektion Hannover. Die denkmalgeschützten Häuser mit den Hausnummern 5, 6, 7 und 8 a. entstanden erst nach der Annexion des Königreichs Hannover. Durch die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude in der Adolfstraße zerstört; bis heute zeugt davon noch ein großer umzäunter, unbefestigter Platz als Behelfsparkplatz. An der Humboldtstraße 1., Ecke Adolfstraße befand sich das bekannte Fotoatelier von Wilhelm Nordahl.

Standort-Lazarett-Hannover (Adolfstraße) | 01.04.1930 Palais des comm. Generals, Adolfstrasse | 13.10.1909
Waterloosäule
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Die Waterloosäule in Hannover ist eine 46,31 m hohe Siegessäule. Sie wurde auf dem Waterlooplatz in den Jahren von 1825 bis 1832 nach einem Entwurf von Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) errichtet. Gekrönt ist die Säule mit einer Statue der Victoria. Der Stil der Säule, ist der klassischen Antike nachempfunden und orientiert sich an der dorischen Säulenordnung. In der römischen Mythologie ist Victoria die vergöttlichte Personifikation des Sieges (lat. victoria), Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Sie ist die Entsprechung der griechischen Göttin Nike. Waterloosäule | 14.04.1926 Waterlooplatz am Abend Im Jahr 1816 gründeten acht Bürger eine Kommission für ein vaterländisches Monument zum Andenken an die bei Waterloo gebliebenen Hannoveraner. Das Denkmal erinnert an den Sieg in der Schlacht bei Waterloo, auch Schlacht bei Belle-Alliance genannt, den England, Hannover und Preußen am 18. Juni 1815 gemeinsam gegen Kaiser Napoléon I. (1769-1821) errangen. Die Säule konnte erst nach knapp zehnjähriger Diskussion und Planung verwirklicht werden. 1825 wurde das Projekt zur Staatsangelegenheit. Baubeginn war 1829. Eingeweiht wurde die Waterloosäule am 18. Juni 1832, dem 17. Jahrestag der Niederlage Napoléons. Das Bauwerk erhebt sich über einem sechsstufigen Sockel samt würfelförmigem Unterbau mit der Widmungsinschrift: „DEN HELDEN VON WATERLOO DAS DANKBARE VATERLAND“. Namenstafeln der Gefallenen sowie erbeutete Kanonen ergänzen das Ensemble. Waterloo-Säule | 11.06.1909 Waterloosäule | 30.12.1909 Waterloosäule | 27.03.1912 Durch den hohlen kannelierten Schaft der Säule, mit einem Durchmesser von 3,75 m führt eine Wendeltreppe bis zu einer quadratischen Aussichtsplattform mit der auf einem Tambour und einer Kugel stehenden Figur der Victoria. Diese Statue wurde im Auftrage des Herzogs von Cambridge (1774-1850) für den Preis von 200 Louis d’or unter Verwendung von 10 Zentnern Kupfer nach einem Entwurf des Bildhauers Heinrich L. August Hengst (1796–1868) von dem hannoverschen Hofspengler Konrad Beckmann (1780–1850) und seinem Sohn Franz Beckmann (1811–?) gefertigt. Seit dem Jahr 2000 kann die Plattform am Kopf der Säule wieder an Sonn- und Feiertagen bestiegen werden. |
Welfenplatz
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Der Welfenplatz ist ein etwa 6 ha großes Parkgelände, der Platz entstand 1856 als Militärgelände vor den Toren der Garnisonsstadt Hannover. Der Welfenplatz ist benannt nach dem Geschlecht der Welfen, das zur Entstehungszeit des Platzes das Königreich Hannover (1814–1866), regierte. Schon wenige Jahre später wurden die Welfen 1866 nach der Niederlage in der Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866 von den Preußen entthront.
Welfenplatz - Artilleriekaserne |
15.10.1905
Welfenplatz - Kaserne des Infanterie Regiments Nr.
74 Der Welfenplatz entstand auf freiem Feld als Exerzierplatz. Um 1850 kaufte das Hannoversche Kriegsministerium den Bauern des Dorfes List, eine größere Weidefläche auf sandigem, unfruchtbarem Boden ab. 1857 begann der Bau von drei Kasernen an der Nordseite des Platzes für Soldaten des Königreichs Hannover. 1867 ließ der preußische Staat, der ein Jahr zuvor das Königreich Hannover übernommen hatte, an der Ostseite des Platzes zwei weitere Kasernen errichten. Alle Kasernenbauten wurden in rotem Backstein auf einem hellen Sandsteinsockel errichtet. Gegen ende des 19. Jhs. war der Bereich um den Welfenplatz ein Militärviertel. Seine Kasernen für Infanterie- und berittene Artillerieeinheiten beherbergten ca. 2.000 Soldaten, 500 Pferde und 50 Feldgeschütze. Die Kasernengebäude hatten mit jeweils 100 m Straßenfront und bis zu 30 m Gebäudehöhe für die damalige Zeit enorme Ausmaße. Für die Soldaten herrschte im Inneren drangvolle Enge, da bis zu 28 Mann in einem 40 m² großen Raum untergebracht waren. Den Pferden in den weitläufigen Stallungen stand mehr Platz zur Verfügung. Welfenplatz | 20.02.1910 Welfenplatz | 03.07.1918 Während des Zweiten Weltkrieges entstand auf dem Welfenplatz ein Hochbunker gegen feindliche Luftangriffe. Sein schräges, ziegelgedecktes Dach war nur Attrappe, um angreifenden Bombern ein Wohngebäude vorzutäuschen. Bei den Luftangriffen vom 25. und 28. März 1945 mit je 600 Bombern wurden drei der fünf Kasernen am Welfenplatz so stark beschädigt, dass nur ein Abriss infrage kam. 1945 wurde die Hälfte des Platzes als Gemüsemarkt genutzt. Seit dem Krieg nutzt die niedersächsische Polizei (LKA) die früheren Kasernenflächen. In der unbeschädigt gebliebenen Kaserne (Infanteriekaserne IV) an der Nordseite des Platzes wurde ein Polizeirevier eingerichtet. In den Stallungen der Artilleriekaserne XI an der Ostseite residiert seither die Reiterstaffel der Polizei Hannover. Auf den Trümmergrundstücken der zerstörten Kasernen entstanden 1953 die Werner von Siemens Schule und 1959 die Albrecht Dürer Schule. Der Kalkstein-Obelisk an der Ostseite des Welfenplatzes wurde 1885 von der Vahrenwalder Heide an den Platz verlegt. Er erinnert an die gefallenen Soldaten, die einst in den Kasernen stationiert waren. Sie gehörten zum Feldartillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10. und zum 6. Artillerie-Regiment der Reichswehr. 1937 wurde die Widmung für die gefallenen Soldaten des Artillerie-Regimentes 19. der Wehrmacht erweitert. Der Welfenplatz ist heute eine grüne Oase mit Rasenflächen, einem Bolzplatz, Tischtennisplatten, Bäumen, einem Kinderspielplatz sowie mit einer Rollschuh- und Skatebahn, lädt der Platz zum Spielen und Verweilen ein. Bebaut ist der Platz mit einer Schule, einem Kindergarten, einer Tankstelle, Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie einem Containerdorf für jugendliche Obdachlose. Das heutige Aussehen erhielt der Platz erst nach 1945. |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Geschichte der Stadt Hannover I/II
| Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag
| 1994 |






