Warum heißt der Kröpcke-Platz eigentlich Kröpcke?
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Die Straßenkreuzung entstand im Jahr 1843 beim voranschreitenden Städtebau Hannovers. 1872 fuhr die erste Pferdebahn über die Kreuzung, die ab 1897 durch eine elektrische Straßenbahn ersetzt wurde. 1920 sollte ein Kreisel den zunehmenden Verkehr bändigen. Der Platz wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Nach dem Ende der Bauarbeiten für die U-Bahn Hannover im Jahr 1971 ist der Platz nun Fußgängerzone und der wichtigste Knotenpunkt für die Stadtbahn Hannovers.
Die Georgstrasse (mit Café Kröpcke) - Atelier Römmler & Jonas | CDV | 1897 1869 wurde das Café Robby vom Hofkonditor Georg Robby (1802-1881) an der Georgstraße gegründet, Architekt war Otto Götze (1832-1894), der das Gebäude als Pavillon aus Gusseisen entwarf. Das Kaffeehaus wurde 1876 an Eleonore Sophie und Wilhelm Siercke (????-1878) verpachtet. Nach Wilhelm Sierckes Tod 1878 unterstützte Wilhelm Kröpcke (1855-1919), Kröpcke war Oberkellner im Kaffee Robby, dessen Witwe mit der Fortführung und pachtete das Kaffeehaus 1885. Im gleichen Jahr ließ der Bürgerverein Hannover von Architekt Conrad Oertel (1851-1886 ?) eine Wettersäule mitsamt Uhr aufstellen, die Kröpcke Uhr. 1893 erwarb die Stadt Hannover das Gebäude und ließ es im folgenden Jahr von Architekt Emil Lorenz (1857-1944) erweitern. Ab 1895 führte Wilhelm Kröpcke das Kaffeehaus unter dem Namen Café Kröpcke. Es wurde ein beliebter Treffpunkt, vor allem auch für Künstler, insbesondere in den 1920er Jahren bestimmte der Kröpcke das kulturelle Leben in der Stadt. |
Café Kröpcke | 12.10.1899 |
Café Kröpcke, Hannover | 02.04.1924 |
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Als der Pachtvertrag 1909 auslief, wollte die Stadt Hannover das Kaffeehaus abreißen lassen und von Architekt Alfred Sasse (1870-1937) einen größeren Neubau erstellen lassen. Der Magistrat der Stadt wollte es in eigener Regie übernehmen, um die hohen Gewinne, die der Pächter machte, der Stadt zukommen zu lassen. Dieses wurde jedoch von den Bürgervorsteher-Collegien abgelehnt. Wilhelm Kröpcke konnte das Kaffee erneut pachten, jedoch zu einem bedeutend höherem Pachtpreis. Kröpcke betrieb das Kaffee bis ins Jahr 1919, in dem er starb. Nach Wilhelm Kröpckes Tod übernahmen die Hannoveraner schnell seinen Namen für den Platz vor dem Kaffee. Wilhelm Kröpckes Nachfolger wurde der aus Karlsruhe stammende Gastronom Emil Pfefferle (1880–1936), der auch das naheliegende Café Continental besaß. |
Adolf Hitler Platz mit Kaffee Kröpcke bei Nacht |
Café Continental - Blick nach der
Kramarschstraße |
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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das am 26. Juli 1943 zerstörte Café Kröpcke wieder aus Leichtmetall, Holz und Glas in gleicher Weise aufgebaut und als „Café am Kröpcke“ fortgeführt. 1948 bekam der Ort erstmals offiziell den Namen Kröpcke. 1976 wurde ein Neubau nach einem Entwurf der Architekten-Arbeitsgemeinschaft Matthaei/Elschner und Fischer/von Bassewitz an gleicher Stelle errichtet, das heutige „Mövenpick“. Seit 1983 ist es ein zentraler gastronomischer Treffpunkt Hannovers. |
Café am Kröpcke | 05.01.1956 |
Café am Kröpcke mit Opernhaus | 12.10.1966 |
Die Kröpcke-Uhr geht auf eine 1885 von Conrad Oertel entworfene Wettersäule mit Uhr zurück. Einweihung war im November 1885. Die Uhr wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine schmucklose moderne ersetzt, die heute an der Kurt-Schumacher-Straße (Steintor) steht.
Kröpcke | 24.07.1967 1977 wurde von der historischen Uhr eine vereinfachte Rekonstruktion von Wilhelm Hoffmann (1878-1979) angefertigt und am alten Standort wieder aufgestellt. |
Die Kröpcke-Uhr | 1982 |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Adress- und Fernsprechbücher der
Stadt Hannover |



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