Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Walter Slezak
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Walter Slezak (1902-1983)

Walter Slezak wurde am 3. Mai 1902 in Wien/Österreich geboren. Er war ein österreichischer Filmschauspieler.

Portrait und Szenenkarten

Walter Slezak war der Sohn des Operntenors Leo Slezak (1873-1946). Die Schauspielerin Margarete Slezak (1901-1953) war seine Schwester. Er studierte anfänglich Medizin, entschied sich dann aber für den sicheren Beruf eines Bankangestellten. Sein Freund Michael Curtiz (1888-1962) überredete ihn 1922, eine Rolle in dessen Film Sodom und Gomorrha (1922) zu übernehmen. Slezak verzichtete auf die Banklaufbahn und konzentrierte sich von da an ganz auf das Medium Film. In jenen Tagen noch schlank, spielte er den romantischen Liebhaber in einer Reihe von deutschen Stummfilmen.

1930 versuchte sich Slezak am Broadway und debütierte in der Produktion Meet My Sister. Er fand Geschmack und blieb zwölf Jahre der Bühne treu. Mittlerweile ganz in die USA gezogen, erhielt er 1936 die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Gewichtsprobleme zwangen Walter Slezak zum Umstieg ins Charakterfach. 1942, in seinem ersten Film in den USA, Once Upon a Honeymoon (1942), mimte er den Ehemann von Ginger Rogers (1911-1995). Im Jahr 1943, zwei Jahre vor Ende des Zweiten Weltkrieges, hatte er einen seiner bekanntesten Auftritte in Alfred Hitchcocks (1899-1980) Das Rettungsboot - Lifeboat (1943). In seiner differenzierten Darstellung als kompetenter und verschlagener Nazi-Kapitän Willy gelangt er nach der Versenkung eines amerikanischen Passagierschiffes und gezwungen durch den Untergang seines eigenen U-Bootes an Bord des Rettungsbootes der Amerikaner, auf dem er schließlich das Kommando übernimmt.

Seine Fähigkeit, sowohl schurkische als auch komische Rollen darstellen zu können, verband er in Filmen wie The Princess and the Pirate (1944) oder The Inspector General (1949). Bis Anfang der 1970er Jahre folgte Film auf Film, zunehmend in komischen Rollen mit prominenten Partnern und mit stetig wachsender Popularität. Dazwischen machte er immer wieder Ausflüge an die Bühne und seine Rolle als Cesar im Musical Fanny brachte ihm 1955 den Tony Award ein. Von 1965 bis 1966 hatte er im deutschen Fernsehen auch seine eigene Revue-Show Mein lieber Schwan. Seinen letzten Film drehte er 1980, danach musste Walter Slezak sich aus gesundheitlichen Gründen, aus dem Filmgeschäft zurückziehen.

Entmutigt von den vielen Krankheiten, erschoss sich Walter Slezak am 21. April 1983 in Flower Hill, New York, kurz vor seinem 81. Geburtstag. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof Rottach-Egern beim oberbayerischen Miesbach.

 

Junges Blut mit Lya de Putti | 1926

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1922: Sodom und Gomorrha
  • 1924: Michael
  • 1942: Once Upon A Honeymoon
  • 1943: The Fallen Sparrow
  • 1943: This Land Is Mine
  • 1944: Das Rettungsboot - Lifeboat
  • 1944: The Princess and the Pirate
  • 1945: Cornered
  • 1945: The Spanish Main
  • 1947: Born To Kill
  • 1947: Sindbad der Seefahrer - Sinbad the Sailor
  • 1948: Der Pirat - The Pirate
  • 1949: Die sündige Stadt - The Inspector General
  • 1950: Abbott und Costello in der Fremdenlegion

 

  • 1950: The Yellow Cab Man
  • 1951: People Will Talk
  • 1953: Madame macht Geschichte(n)
  • 1957: Ten Thousend Bedrooms
  • 1959: Madonna mit den zwei Gesichtern
  • 1961: Happy End im September
  • 1962: Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm
  • 1964: Emil und die Detektive
  • 1965: In Beirut sind die Nächte lang
  • 1965: Mein lieber Schwan - TV-Show bis 1966
  • 1968: Heidi kehrt Heim
  • 1971: Black Beauty
  • 1972: Die Schatzinsel - Treasure Island

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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