Walter Rilla (1894-1980)
Walter Wilhelm Karl Ernst Rilla wurde am 22. August 1894 in Neunkirchen, im Saarland geboren. Er war Drehbuchautor, Schauspieler und Schriftsteller. Der Sohn des Eisenbahningenieurs Friedrich Wilhelm Rilla und seiner Ehefrau Karoline besuchte die Universität in Königsberg. Walter Rilla studierte Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Breslau, Lausanne und Berlin. Walter Rilla war in erster Ehe mit der Jüdin Theresa Klausner (?-1948) verheiratet; aus der Verbindung stammte der 1920 geborene Sohn Wolf Rilla (1920-2005), der sich ebenfalls einen Namen als Drehbuchautor und Regisseur machte; Wolf Rilla verstarb am 19. Oktober 2005. Nach dem Tod seiner Ehefrau Theresa im Jahre 1948 heiratete Walter Rilla 1953 die französische Schriftstellerin Alix Degrelle-Hirth du Frênes. 1919 gründete er die Literaturzeitschrift „Erde“. Er engagierte sich zeitweise für die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bzw. nach deren Gründung für deren Linksabspaltung Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD). Ab 1920 arbeitete er als Dramaturg für Berliner Theater. Seit den 1920er Jahren gehörte er zu den wichtigsten deutschen Charakterschauspielern. 1926 spielte er neben Elisabeth Bergner (1897-1986) in Der Geigenspieler von Florenz (1926), 1928 neben Marlene Dietrich (1901-1992) in Prinzessin Olala (1928). 1933 emigrierte er nach England, wo er bis zum Ende der 1950er Jahre als anerkannter Nebendarsteller in Produktionen wie Der Stern von Indien (1954) verblieb. |
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Wieder in Deutschland hatte er seine erste Rolle in Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1957) an der Seite von Horst Buchholz (1933-2003). Er spielte in den Edgar Wallace-Verfilmungen Der Fälscher von London (1961) und Zimmer 13 (1964) und in Das Testament des Dr. Mabuse (1962) sowie Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963). Darüber hinaus war Walter Rilla Schriftsteller, Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Fernsehschauspieler. Er hatte seinen letzten Auftritt neben Martin Held (1908-1992) in Unordnung und frühes Leid (1976). 1966 erhielt er das Filmband in Gold für sein Wirken im deutschen Film. Walter Rilla starb am 21. November 1980 im oberbayerischen Rosenheim. Er wurde auf dem Friedhof in Oberaudorf neben seiner Frau Alix Degrelle-Hirth du Frênes beigesetzt. |
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



