Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Walter Rilla
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Walter Rilla (1894-1980)

Walter Wilhelm Karl Ernst Rilla wurde am 22. August 1894 in Neunkirchen, im Saarland geboren. Er war Drehbuchautor, Schauspieler und Schriftsteller.

Der Sohn des Eisenbahningenieurs Friedrich Wilhelm Rilla und seiner Ehefrau Karoline besuchte die Universität in Königsberg. Walter Rilla studierte Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Breslau, heute Polen, Lausanne/Schweiz und Berlin.

Walter Rilla war in erster Ehe mit der Jüdin Theresa Klausner (?-1948) verheiratet; aus der Verbindung stammte der 1920 geborene Sohn Wolf Rilla (1920-2005), der sich ebenfalls einen Namen als Drehbuchautor und Regisseur machte; Wolf Rilla verstarb am 19. Oktober 2005. Nach dem Tod seiner Ehefrau Theresa im Jahre 1948 heiratete Walter Rilla 1953 die französische Schriftstellerin Alix Degrelle-Hirth du Frênes.

1919 gründete er die Literaturzeitschrift "Erde". Er engagierte sich zeitweise für die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bzw. nach deren Gründung für deren Linksabspaltung Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD).

Ab 1920 arbeitete er als Dramaturg für Berliner Theater. Seit den 1920er-Jahren gehörte er zu den wichtigsten deutschen Charakterschauspielern. 1926 spielte er neben Elisabeth Bergner (1897-1986) in Der Geigenspieler von Florenz (1926), 1928 neben Marlene Dietrich (1901-1992) in Prinzessin Olala (1928). 1933 emigrierte er nach England, wo er bis zum Ende der 1950er-Jahre als anerkannter Nebendarsteller in Produktionen wie Der Stern von Indien (1954) verblieb.

Ross Verlag 1520/1

Wieder in Deutschland hatte er seine erste Rolle in Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1957) an der Seite von Horst Buchholz (1933-2003). Er spielte in den Edgar Wallace-Verfilmungen Der Fälscher von London (1961) und Zimmer 13 (1964) und in Das Testament des Dr. Mabuse (1962) sowie Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963). Darüber hinaus war Walter Rilla Schriftsteller, Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Fernsehschauspieler. Er hatte seinen letzten Auftritt neben Martin Held (1908-1992) in Unordnung und frühes Leid (1976). 1966 erhielt er das Filmband in Gold für sein Wirken im deutschen Film.

Walter Rilla starb am 21. November 1980 im oberbayerischen Rosenheim. Er wurde auf dem Friedhof in Oberaudorf/Bayern neben seiner Frau Alix Degrelle-Hirth du Frênes beigesetzt.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1922: Hanneles Himmelfahrt
  • 1924: Sprung ins Leben
  • 1924: Die Puppe vom Lunapark
  • 1925: Die Prinzessin und der Geiger
  • 1925: Liebesfeuer
  • 1926: Dürfen wir schweigen?
  • 1927: Die Spork`schen Jäger
  • 1927: Die weiße Spinne
  • 1927: Orientexpreß
  • 1928: Prinzessin Olala
  • 1929: Die fidele Herrenpartie
  • 1929: Ehe in Not
  • 1930: Komm zu mir zum Rendezvous
  • 1930: Namensheirat
  • 1930: Zweierlei Moral
  • 1931: Schatten der Manege
  • 1931: Leichtsinnige Jugend
  • 1931: 24 Stunden aus dem Leben einer Frau
  • 1933: Hände aus dem Dunkel
  • 1933: Ein gewisser Herr Gran
  • 1933: Abenteuer am Lido
  • 1934: Der Springer von Pontresina
  • 1935: Lady Windermeres Fächer
  • 1936: Liebeserwachen
  • 1936: Ein Lied klagt an
  • 1937: Königin Viktoria (Victoria the Great)
  • 1950: Herrliche Zeiten
  • 1950: Der goldene Salamander (Golden Salamander)
  • 1950: Dämon Uran (My Daughter Joy)
  • 1953: Sekunden der Verzweiflung (Desperste Moment)
  • 1954: Der Stern von Indien
  • 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
  • 1958: …und nichts als die Wahrheit
  • 1959: Die Wahrheit über Rosemarie
  • 1960: Nur wenige sind auserwählt (Song Without End)
  • 1961: Der Fälscher von London
  • 1961: Riviera-Story
  • 1961: Unser Haus in Kamerun
  • 1962: Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm
  • 1962: Das Testament des Dr. Mabuse
  • 1962: Kairo – null Uhr (Cairo)
  • 1963: Todestrommeln am großen Fluß
  • 1963: Scotland Yard jagt Dr. Mabuse
  • 1964: Zimmer 13
  • 1964: Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse
  • 1965: Ich, Dr. Fu Man Chu (The Face of Fu Manchu)
  • 1965: 4 Schlüssel
  • 1966: General Fiaskone (Martin soldat)
  • 1966: Die Rechnung – eiskalt serviert
  • 1967: Der Tod ritt dienstags
  • 1967: Asche und Glut
  • 1968: Detektive
  • 1969: Die sieben Männer des Sumuru
  • 1969: Die Lümmel von der ersten Bank
  • 1971: Der Teufel kam aus Akasava
  • 1971: Malpertuis
  • 1976: Die Tannerhütte
  • 1977: Unordnung und frühes Leid

Portrait und Szenenkarten

                       

                  Ross Verlag 1241/1                               Ross Verlag 1750/1                              Ross Verlag 3083/1

Die Sporck'schen Jäger | Walter Rilla - Elizza La Porta
D 1927 | Iris Verlag 821/1

 

                        

                   Ross Verlag 3226/1                              Ross Verlag 6314/1                    Der Sprung ins Leben | Walter Rilla
                                                                                                                            Xenia Desni | D 1924 Iris Verlag 5014

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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