Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Theater und Konzerthäuser
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Hannoversche Theater und Konzerthäuser | Das Opernhaus | Das Mellini-Theater u. a.

Opernhaus (Hoftheater)

Das Opernhaus wurde 1852 im spätklassizistischen Stil an der Georgstraße errichtet, Architekt war der Oberhofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864), der mit den Baubeamten Justus Molthan und Heinrich Tramm (1854-1932) eines der schönsten Gebäude der Stadt Hannover schuf. Die erste Opernaufführung (Mozarts Figaro) fand am 5. September 1852 statt. Das Opernhaus löste das Schlosstheater ab, in dem seit 1689 Opernaufführungen stattfanden. Es wurde bis 1918 als königliches Hoftheater geführt, dann für kurze Zeit als Preußisches Staatstheater; seit 1921 war es eine städtische Bühne.

Gruss aus Hannover - Köngl. Theater | 26.06.1899

Der neue Vorhang im Kgl. Theater | 08.09.1899

Im Juli 1943 wurde das Opernhaus bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau im historischen Stil, nach den Plänen des Hamburger Architekten Werner Kallmorgen (1902-1979) wurde es am 30. November 1950 wieder in Betrieb genommen. Von 1950 bis 1964 folgten weitere Aus- und Zubauten, unter anderem wurden die Foyerräume im Stil der Nachkriegsmoderne gestaltet. 1985 erfolgte eine Modernisierung durch den Architekten Dieter Oesterlen (1911-1994).

Hof-Theater (Opernhaus) | 27.07.1900

Hannover - Hoftheater | 19.09.1903

Das Opernhaus bietet für 1207 Zuschauer Platz. Mit dem Opernhaus in Hannover ist die Erinnerung an berühmte Künstler verbunden: Heinrich August Marschner (Hofkapellmeister der Oper von 1831 bis 1853), Hans von Bülow (Intendant am Opernhaus von 1877 bis 1879), Franziska Ellmenreich (Schauspielerin von 1865 bis 1875 in Hannover tätig), Albert Niemann (Opernsänger, Tenor und Wagnerinterpret) und viele andere Künstler wirkten hier. Weitere Opernhaus-Karten.

Opernhaus | 05.04.1933

Opernhaus | 04.09.1971

Mellini-Theater

Der Zauberkünstler und Artist Hermann Mehl (1843-1923) kam in den 1870er Jahren nach Hannover und trat dort unter dem Künstlernamen „Hermann Mellini“ auf. Im Jahr 1889 ließ er in der damaligen Artilleriestraße 10 (seit 1953: Kurt-Schumacher-Straße 25/27) ein Varieté und Operetten-Theater mit 1667 Plätzen errichten. Das Mellini-Theater wurde am 7. September 1889 nach nur sieben Monaten Bauzeit eröffnet. Die Architekten waren Theodor Hecht (1850-1917) und Heinrich Siepmann (1892-?). Der Giebel des Gebäudes war mit symbolischen Darstellungen des Tanzes, des Gesangs und der Akrobatik von Carl Dopmeyer (1824-1899) geschmückt. Das Deckengemälde des Theaters schuf der Maler Ernst Pasqual Jordan (1858-1924).

Der in Berlin geborene Operettentenor und Schauspieler Walter Jankuhn (1888-1953) hatte nach seiner Ausbildung als Sänger diverse Engagements am Mellini-Theater in Hannover. Ab dem Jahr 1892 sang und spielte er dann auch an Berliner Bühnen. Walter Jankuhn gehörte später zu den bekanntesten Operettentenören Berlins der zwanziger und dreißiger Jahre.

Mellini-Theater | 15.10.1911

Ab 1897 tauchten erstmals laufende Bilder als Teil von Varieté-Vorstellungen auf, dies waren die "Lebenden Photographien" der Madame Olinka. Wer sich hinter dem Künstlernamen Olinka verbarg ist unbekannt. Im Februar 1897 waren Olinkas Filmvorführungen im Mellini-Theater zu sehen. Das Theater zeigte bald darauf regelmäßig zum Abschluss der Vorstellungen "lebende Photographien". Damit sind in Hannover sehr früh die typischen Strukturen von Varieté mit Film (Kino) entwickelt.

Neben dem Mellini-Theater befand sich das Casion-Restaurant von Heinrich Feuering. Das Restaurant in der Artilleriestraße 11 war einer der vornehmsten Gastronomiebetriebe der Stadt.

 

Gruss aus dem Mellini-Theater | 1897

Gruss aus Casino-Restarant, Inhaber H. Feuering Artilleriestrasse 11 | 18.01.1897

Im Jahr 1900 wurde das Haus verkauft; Hermann (Mellini) Mehl blieb aber künstlerischer Leiter des Theaters. 1906 fand die Ringkampfveranstaltung „Internationale Ringkampf-Konkurrenz“ im Theater statt. Ab 1910 wurde damit begonnen, das Mellini-Theater zu renovieren und der Innenraum wurde komplett umgestaltet. Der jüdische Dirigent und Komponist Adolf Wohlauer (1893-1943) war noch während seiner Studienzeit, 1913 in Hannover, Kapellmeister im Mellini-Theater. Am 29. Januar 1943 wurde er in das Konzentrationslager Auschwitz in Polen deportiert. Seitdem ist Adolf Wohlauer verschollen.

Eintrittskarte (Balcon Sitz No. 115 links) des
Mellini-Theater Saison 1906/07

Dank an Julia Klasen
Theaterkarten Sammlung Klasen

Programmheft des
Mellini-Theaters | um 1930

Gruss aus dem Mellini-Theater Hannover  | 01.12.1913

Im Jahr 1930 wurde das Theater von Anton Lölgen jun. gekauft, der seit 1907 auch die Direktion des Zentral-Theaters (1.800 Plätze) in Magdeburg innehatte. Er wandelte das Haus in ein reines Operettentheater um. Man führte im gleichen Jahr unter anderem die Operette "Die Hose des Tenors" und als Gastspiel "Dienstmann Nr. 48", Regie Wilhelm Hartstein, auf. 1939 wurde damit begonnen das Haus zu sanieren und im Oktober 1939 wurde Wiedereröffnung gefeiert. Die Umbauarbeiten wurden durch den Göttinger Architekten Diez Brandi (1901-1985) durchgeführt. Er ließ die Fassade im Stil der Architektur des NS-Regimes umgestalten. Von 1939 bis 1945 war das Theater ein Teil des "Kraft durch Freude" Programms der Nationalsozialisten. In den Jahren von 1939 bis 1941 trat die in Hamburg geborene Volksschauspielerin Brigitte Mira (1910-2005) hier auf, auch der Regisseur Franz Köchel und der Wiener Operettensänger Hans Beirer (1911-1993) feierten hier erste Bühnenerfolge.

Mellini-Theater Foyer | 28.11.1917

Mellini-Theater Tunnel | 02.12.1918

Im Zweiten Weltkrieg, 1943 wurde das Mellini-Theater durch Fliegerbomben stark beschädigt. Nach Aufräumungsarbeiten in den Kellerräumen des Theaters wurden dort 1946 zeitweise die neu gegründeten Kammerspiele Hannover, unter der Leitung von Jürgen von Alten (1903-1994) und Hans-Günther von Klöden (1907-1986) eröffnet. Man führte unter anderem Bertolt Brechts (1898-1956) Dreigroschenoper auf. Im Jahr 1954 wurde das Gebäude abgerissen. Heute befindet sich auf dem Grundstück das Hauptgeschäftsstelle der Hannoverschen Volksbank eG.

Mellini-Theater Vestibül | 16.06.1918

Mellini-Theater Zuschauerraum | 21.12.1923

Alhambra-Theater

Das Alhambra-Theater befand sich in der Limburgstraße 2 und wurde am 23. März 1907 eröffnet, wann es geschlossen wurde, ist nicht bekannt. Direktor des Theaters war Hans Kasprzewski. Laut Adressbuch von 1927/28, 1934, 1938 und 1941/42 war der Wurstfabrikant Fritz Ahrberg (1866-1959), Besitzer der Immobilie. Ahrberg betrieb hier eine seiner Schlachtereien.

Alhambra-Lichtspieltheater | Eden-Lichtspiele

In der Bahnhofstraße 9 befand sich seit dem Jahr 1910 das Alhambra-Lichtspieltheater mit 230 Sitzplätzen. Von 1920 bis 1928/29 bekam das Kino den Namen Eden-Lichtspiele. Besitzer und Direktor war Henry Thies, der laut Adressbuch von 1920 und 1928/29 in der Ifflandstraße 5 wohnte. Danach wurde das Kino zur Alhambra-Lichtspieltheater GmbH. Laut Adressbuch von 1934 und 1938 war Frau Anna Ewald Besitzerin des Lichtspielhauses. Das Kino wurde nach 1942 geschlossen.

Alu-Palast

Am 20. August 1947 eröffnete der Alu-Palast am Aegidientorplatz. Mit seinen 1.300 Sitzplätzen stand er neben dem Theater am Aegi. Bis 1943 stand an gleicher Stelle das UFA-Lichtspieltheater. Der Varieté-Unternehmer Alex Guidos hatte den Alu-Palast aus Leichtmetall und in transportabler Bauweise innerhalb kurzer Zeit errichten lassen. Der Alu-Palast musste 1949 wegen baupolizeilicher Mängel wieder abgebaut werden. Er wurde daraufhin nach Hamburg verfrachtet und dort wieder aufgebaut.

Apollo-Theater

Das Apollo-Theater befand sich bis 1906 in der Schillerstraße 39. Besitzerin und Theaterdirektorin war Frau Marie Fiedler. Regelmäßig war das Hannoversche Künstler-Sextett im Theater zu Gast. 1904 fand im Theater die Ringkampfveranstaltung „Große Internationale Ringkampf-Konkurrenz" statt. Im Jahr 1907 wurde das Apollo-Theater wegen finanzieller Probleme geschlossen und das Haus an die Stilts-Brauerei aus Minden verkauft, die dort dann eine Bierstube eröffnete.

Gruss vom Apollo-Theater | 01.10.1900

Hannoversches Künstler-Sextett Originelles Ensemble!
An Vielseitigkeit unübertroffen!
Direktion: Rudolf Freise | 05.11.1901

Ballhof

Das Gebäude des Ballhofes wurde bereits in den Jahren 1649 bis 1664 durch Herzog Georg Wilhelm (1624-1705) errichtet. Es sollte Festen, aber auch dem Federballspiel dienen. 1664 wurde der Ballhof dem Kammerdiener des Herzogs, Francesco Maria Capellini (1640-1694) genannt Stechinelli, geschenkt. 1667 fanden im Ballhof erste Auftritte von Komödianten statt. Von 1672 bis 1852 war er der größte Veranstaltungssaal Hannovers. Das Gebäude wurde als Ausstellungsraum (auch für Tierschauen), als Theater- und Konzertraum und als Gaststätte genutzt.

Anfang 1920 war das umliegende Viertel mit dem Altstadtkern von verfallener mittelalterlicher Bausubstanz geprägt. Es wurde von Angehörigen der unteren Sozialschichten bewohnt, die hygienischen Bedingungen waren katastrophal. Zu Beginn der Weimarer Republik fand im Ballhof für wenige Jahre, 1919 bis etwa 1922 ein für diese Zeit recht offenes und reges schwul-lesbisches Leben statt. Im Ballhof befand sich 1919 die erste öffentlich bekannte Schwulenkneipe Hannovers, das "National-Theater-Restaurant". Fritz Haarmann (1879-1925) sagte in seinem Prozess aus: "Frauen haben da keinen Zutritt." Ob dies stimmt, ist nicht belegt, aber wahrscheinlich. Dort traf er sich mit seinem Freund Hans Grans (1901-1975). Fritz Haarmann, der mindestens 24-fache Mörder, wurde 1925, im Gerichtsgefängnis Hannover, geköpft.

Von 1936 bis 1939 fanden umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten am Ballhof statt. Ab 1939 kam es im Stadtviertel zur Altstadtsanierung, bei der die alten Fachwerkhäuser ringsherum abgerissen wurden. Nur das Ballhofgebäude blieb stehen. Die Absicht der Nationalsozialisten bestand darin, die "rote" Arbeiterwählerschaft des Viertels zu zerstreuen. Am 2. Juli 1939 wurde der Ballhof ein Heim der Hitler-Jugend (HJ) und des Bundes Deutscher Mädel (BDM). Im Krieg wurde er zunehmend für Veranstaltungen zur Erfassung und Mobilisierung der Jugend für die Wehrmacht und die Schutzstaffel (SS) genutzt. Nachdem 1943 beide bespielten Häuser der Niedersächsischen Staatstheater infolge der Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden waren, zog das Ensemble in den Ballhof. Nach dem Krieg fand 1946 die erste Nachkriegs- aufführung in Hannover im Ballhof statt. In den Jahren 1973/74 wurde der Ballhof in ein Kammerspieltheater umgebaut.

Der Ballhofbrunnen entstand im Jahr 1975 und wurde von dem Münchener Bildhauer Helmut Otto Schön geschaffen. Schön widmete den Brunnen Carl Orff (1895-1982) zum achtzigsten Geburtstag. 1990 fand eine Gebäudeerweiterung statt, bei der ein weiteres, kleineres Theater mit der Bezeichnung "Ballhof zwei" entstand. Bis zur Einweihung des neuen Schauspielhauses im Jahr 1992 war der Ballhof die Hauptspielstätte des Schauspiels des Niedersächsischen Staatstheaters. Der Ballhof gehört zum Niedersächsischen Staatstheater (Schauspiel Hannover). Der „Ballhof eins" hat 300 Plätze. Hier werden modernere und experimentellere Stücke aufgeführt. Der „Ballhof zwei" hat 130 Plätze und wird für Jugendinszenierungen und Jugendtheater genutzt. Vor dem Ballhof finden auch Musikveranstaltungen statt.

Bellevue, Crystall-Palast, später Zigarettenfabrik, dann Herrenhäuser Brauerei-Gaststätte

Der Crystall-Palast wurde in den Jahren 1912 bis 1914 auf dem Grundstück des abgebrochenen und im Jahr 1896 eröffneten Café-Bellevue-Festsäle vom Gastwirt und Hotelier Heinrich Battermann erbaut, er betrieb unter anderem auch in der Gr. Packhofstraße 11-12 ein Hotel mit Restaurant. Die Gebäude standen an der Herrenhäuser Straße 59, Ecke Spargelstraße.

Gruss vom Cafe Bellevue Herrenhausen | 02.05.1898

Bellevue Festsäle Herrenhausen | 27.03.1911

Der Gebäudekomplex bestand aus mehreren Festsälen, einem Konzert- und einem Ballsaal, mit Bühne und einem Bier- und Kaffeegarten mit Platz für mehr als 5000 Besucher. Im Ersten Weltkrieg dienten die Räume als Reserve-Lazarett VII. In den Jahren von 1924 bis 1927 wurde der Crystall-Palast als Zigaretten- und Zigarrenfabrik genutzt. Danach wieder als Restaurant.

Crystall-Palast Hannover | 15.08.1921

Crystall-Palast Hannover - Park-Ansicht | 23.05.1927

 

Im Jahr 1937 übernahm die Herrenhäuser Brauerei AG das Gebäude und richtete dort ihre Brauerei-Gaststätte ein. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude stark beschädigt und danach die noch erhaltenen Gebäudeteile wieder aufgebaut.

1989 wurde dann auch die Brauerei-Gaststätte geschlossen und das Haus abgerissen. Heute wir das Grundstück von der Herrenhäuser Brauerei AG als Lagerplatz genutzt.

Crystall-Palast Herrenhausen - Saal I | 06.06.1921

Crystall-Palast Hannover - Saal IV | 10.05.1927

Brauerei-Gaststätte Herrenhausen | 31.07.1958

Capitol-Kino im Capitol-Hochhaus

Das turmartige Gebäude des Capitol-Hochhauses am Schwarzen Bären, das von 1929 bis 1930 errichtet wurde, wird der Stilrichtung der expressionistischen Architektur („Backstein-Expressionismus“) zugerechnet. Es entstand nach Plänen des Architekten Friedrich Hartjenstein (1881-1941). Weitere Gebäude dieser Art und Epoche in Hannover sind das 1926 fertiggestellte Franzius-Institut (damals: Institut für Bauingenieurwesen) an der Nienburger Straße, der 1931 nach Plänen von Prof. Karl Elkart (1880-1959) fertiggestellte Neubau der Stadtbibliothek Hannover an der Hildesheimer Straße (war das erste Bibliotheks-Hochhaus Europas) und das 1927 bis 1928 erbaute Anzeiger-Hochhaus. Das Anzeiger-Hochhaus wurde als Verlagshaus der Verlagsgesellschaft Madsack nach einem Entwurf von Fritz Höger (1877-1949) errichtet.

Das Capitol-Hochhaus wurde auf dem Grundstück Schwarzer Bär 2 (früher: Deisterstraße 2) errichtet. Im Jahr 1819 kaufte der Hofarchitekten Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) dem Unternehmer Johann Hinrich Egestorff (1772-1834) das Grundstück ab um sich ein Wohnhaus zu bauen. Kurze Zeit später verkaufte der Hofarchitekt die klassizistische Villa an den Sohn Georg Egestorff (1802-1868), der die Villa als Wohnhaus für seine Familie nutzte. Anfang 1913 wurde das Gebäude abgerissen und das Grundstück bis zum Bau des Capitol-Hochhauses in den Jahren 1929/30 als Lagerplatz genutzt.

Hochhaus an der Ihme-Brücke | 08.09.1931

Hochhaus an der Ihmebrücke (Capitol) | 08.05.1950

Nach dem Krieg wurde im Kinosaal des Capitols ein internationales Theater-Programm zusammengestellt, das sich großer Resonanz erfreute. Auch die englischen Besatzungstruppen nutzten das Capitol für ihre Soldaten. Zunächst waren von der britischen Militärregierung alle Kinos in Hannover geschlossen worden. Aber bald war man auch seitens der Besatzer daran interessiert, den Hannoveranern Abwechslung vom Alltag zu ermöglichen. Der Varieté-Unternehmer  Alex Guidos hatte 1945 im Capitol die erste Varieté-Vorstellung Hannovers nach dem Krieg zusammengestellt. Am 25. Dezember 1948 gastierte Lale Andersen (1905-1972) und am 20. Januar 1949 Cläre Waldoff (1884-1957) im Capitol. 1966 wurde das Capitol geschlossen.

In den 1980er Jahren wurde das Capitol-Kino zur Diskothek mit Live-Bühne umgebaut und dient seitdem als Auftrittsort in einer Größenordnung von bis zu 2.500 Zuschauern. Gelegentlich werden auch Filme auf einer Großbildleinwand gezeigt.

Central-Theater (Kinematographen-Restaurant), später Regina-Lichtspiele | Regina-Kinocenter

Das Central-Theater befand sich am Ernst-August-Platz 2-5, gegenüber dem Hauptbahnhof Hannover. Es wurde im Oktober 1906 unter dem Namen Zur Schwalbe eröffnet und war ein sog. Kinematographen-Restaurant. Inhaber und Theaterdirektor war der Lübecker Kinounternehmer Arthur Mest. 1910 wurde aus dem Lokal "Zur Schwalbe" dann das Central-Theater.

Laut Adressbuch von 1920 war Otto Blume aus der Oeltzenstraße 24, später (1928/29) Hohenzollernstraße 55, Besitzer des Kinos. Geschäftsführer war ein Herr Stolzenfels. Um 1930, nach Otto Blums Tod wurde sein Sohn, der Dipl. Kaufmann Walter Blume Geschäftsführer der Firma.

Ab 1933 war die Tonfilm-Theater GmbH aus der Deisterstraße 2 in Hannover-Linden, mit ihrem Geschäftsführer Felix Voigt Inhaber des Kinos. 1934 wurde dann der Kaufmann Fritz Spieker zum Geschäftsführer bestellt.

Bahnhofsvorplatz| 17.07.1950
rechts die Regina-Lichtspiele, heute Galleria Kaufhof

Im Februar 1943 wird das Theater zum Soldatenkino mit 600 Sitzplätzen umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1950 heißt das Haus Regina-Lichtspiele und 1973 dann Regina-Kinocenter, es gab drei Kinosäle. Die Immobilie wird heute von einer Kaufhauskette genutzt. In den 1980er Jahren gestaltete man das Gebäude und die Fassade um. Dabei wurde die vorhandene Fassade, leider durch dunkle Metallplatten überlagert.

Georgspalast (GOP)

Der Georgspalast Endstand im Jahr 1912/13 als Geschäfts- und Bürohaus an der Georgstraße 36. Errichtet wurde das erste hannoversche Stahlskelettgebäude von den Architekten Wilhelm Mackensen (1869-1955) und Friedrich Torno (1881-1962). Das integrierte „Café-Restaurant Georgspalast“ rückte ab Mitte der 1920er Jahre als Tanzcafé an die Spitze der hannoverschen Spielorte für jazzorientierte Musik.

Georgs-Palast | 10.03.1916

Auch während der Kriegsjahre traten im Georgspalast immer wieder große Orchester auf, wie zum Beispiel das des Bühnenorchester Paul von Béky (1903-1960). Im Jahr 1943 wurde der Georgspalast durch Fliegerbomben zerstört.

Hannover „Georgs-Palast“ - Februar 1941 Gastspiel des Bühnenorchesters Paul von Béky | 16.02.1941

 

Das GOP Varieté etablierte sich schnell als Bühne von nationalem und internationalem Rang. Viele bekannte und berühmte Sänger, Volksschauspieler und Filmstars traten im GOP Varieté auf. Es gab kaum jemanden mit Rang und Namen, der in den 1950er Jahren nicht im GOP auf der Bühne stand. Paul Hörbiger (1894-1981) und Gert Fröbe (1913-1988) waren hier ebenso unter Vertrag wie Josephine Baker (1906-1975) oder Heinz Erhardt (1909-1979). Und als Zarah Leander (1907-1981) 1960 einen Monat lang im GOP gastierte, drängten sich Hunderte von schaulustigen Fans vor dem Eingang.

Auch das GOP blieb von der Verbreitung des Fernsehens nicht verschont: Wie auch für viele andere Theater bedeutete diese Entwicklung, für das GOP Varieté in Hannover das vorläufige Aus. Das Inventar wurde versteigert und als eines der letzten großen Varieté-Häuser in Deutschland, stellte es nun auch Mitte 1962 seinen Showbetrieb ein.

Georgs-Palast gegeüber dem Kgl. Hoftheater | 20.08.1915

Georgspalast - Teilansicht des Hauptrestaurants
01.09.1936

Während der ersten Hannover Messe im Jahr 1948 eröffnete der neue Eigentümer Wilhelm Hirte (1902-1991) zunächst das GOP Varieté und später die Gondel-Bar im Georgspalast. Am 27. Mai 1948 fand eine erste gemeinsame Veranstaltung statt. 1951 wurde das Haus der 1000 Schnäpse eröffnet.

Georgs-Palast (GOP) - Die Gondel | 11.11.1954

Die Räume wurden danach von verschiedenen Unternehmen genutzt, 1963 als Löwenbräu Gaststätte, nach Umbau und Erweiterung 1981 als Diskotheken, zunächst Ex, 1985 Palace und 1987 als Check In. Im Jahr 1992 eröffnen die Bochumer Unternehmer Hubertus und Hubert Grote das GOP Varieté-Theater wieder neu. Auf die Tradition, die das Theater in den 1950er Jahren zum Inbegriff für Kunst und Unterhaltung gemacht hat, baut das neue GOP auf. Seit der Wiedereröffnung entwickelt das Team moderne Varietékunst. Mittlerweile hat das GOP Varieté-Theater Kultcharakter. 2001 wurde das legendäre Restaurant Gondel wieder eröffnet. Seit 2006 gibt es eine kreative Erweiterung des kulinarischen Angebots: Das Restaurant Pastaria direkt im GOP überrascht mit abwechslungsreichen Pasta-Ideen, so bunt und abwechslungsreich wie die Welt des Varietés.

Gartentheater in den Herrenhäuser Gärten.

Das schöne Boskett, Garten- oder Heckentheater entstand in der Zeit von 1689-1690 unter der Leitung von Brand Westermann (1646-1716). Für die Pflanzungen war der Hofgärtner Martin Charbonnier (1655-1720) verantwortlich.

Sommertheater im Herrenhäuser Garten | 23.07.1908

Gartentheater | 01.08.1912

Die Bühne ist eine 62 x 58 Meter große rechteckige Fläche, die sich nach hinten verjüngt und leicht ansteigt, wodurch eine perspektivische Wirkung erzielt wird. Vergoldete Bleifiguren und Taxuspyramiden bilden den Abschluss der Hainbuchenhecken, die gleichzeitig als Kulisse und als Umkleidekabine dienen. Der Zuschauerraum ist im Stil eines Amphitheaters gestaltet und bietet 1000 Besuchern Platz. An der Rückfront des Theaters erbaute Johann Friedrich de Münter 1892 die "Kleine Kaskade".

Sommertheater im Herrenhäuser Garten | 09.06.1916

Grotte am Gartentheater | 28.07.1917

Münchener Bierhalle

Die Münchener Bierhalle befand sich in der Luisenstraße 5. Architekt, der 1880 im gotischen Stil erbauten Bierhalle, war Helne (?). Im Jahr 1897 waren Ernst Meyer, 1903 Heinrich Scharpenberg, der auch das Concerthaus Hannover betrieb und um 1908 Carl Deussner, Inhaber des Etablissements. Am 3. Februar 1906 wurde in der Münchener Bierhalle die erste Mitgliederversammlung des Fischereiverein Hannover e.V. von 1906 einberufen.

           

                                Gruss aus Hannover                                     Gruss aus der Münchener Bierhalle | 17.08.1903
             Münchener Bierhalle Ernst Meyer | 13.07.1900

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bierhalle in Löwenhof und Löwenbräu (Varieté) umbenannt. Zu dieser Zeit hat Carl Ehlers das Lokal bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Löwenhof-Betriebe Am Marstall 10 ansässig.

Gruss aus der Münchener Bierhalle | 12.05.1908

Gruss aus den Münchener Bierhallen | 26.06.1908

Münchener Bierhalle Ernst Meyer | 20.08.1897

Neuer Hannoverscher Festsaal | Concerthaus Hannover

1891 wurde Am Marstall 3, vom Architekten Albrecht Haupt (1852–1932), die südliche Hälfte des Marstall-Gebäudes für den Arbeiterverein - Verein für Fortbildung – umgebaut. Hier wurden die Neuen Hannoverschen Festsäle eröffnet. 1920 fand in den Hannoverschen Festsälen die Ringkampfveranstaltung „Große internationale Ringkampf-Konkurrenz um die Meisterschaft von Deutschland" statt. Veranstalter war der Internationale-Ringer-Verband (IRV Berlin).

Gruss aus dem Neuen Hannoverschen Festsaal | 11.02.1919

Concerthaus Hannover

Das Concerthaus Hannover befand sich Am Marstalle 6 / Am Hohen Ufer 3. Die Straße wurde 1747 unter dem Namen Dreck Wall angelegt. Ab 1856 wurde aus dem Dreck Wall, Am Marstalle und 1912 die Straße Am Hohen Ufer. Das Konzerthaus wurde 1878 vom Architekten und Bauunternehmer Ferdinand Wallbrecht (1841-1905) erbaut. Es gab zwei Säle für 1800 Personen. Vor 1911 war zuerst Heinrich Scharpenberg und danach Alfred Zaubitzer Inhaber des Konzerthauses, 1911 geschlossen.

Gruss vom Concerthaus Heinrich Scharpenberg | 05.02.1911

Concerthaus Hannover Inh. Alfred Zaubitzer

Niewerth´s Concerthallen (Alte Flöte und Karmarschkeller)

Die Konzerthallen befanden sich in der Georgstraße 16 und 18. Gegründet wurden die Hallen im Jahr 1883. Besitzer und Direktor war August Niewerth. Vertreter und Artistischer-Leiter war Max Bürkner. Als Kapellmeister wurden A. Jummel und Rudi Westphal beschäftigt, und als Hausagent wurde Julius Erbeck eingesetzt.

Gruss aus Hannover | August Niewerth`s Concerthallen
Alte Flöte, Karmarschkeller | 02.10.1899

Gruss aus Hannover | August Niewerth`s Concerthallen
Alte Flöte | 21.11.1904

Odeon-Konzertgarten, später Kriegerheim, dann Volksheim

Das Odeon wird erstmals 1798 als Gartenlokal mit Tanz erwähnt. Zu dieser Zeit hieß das Lokal noch Wegeners Garten. Das Gartenlokal lag vor dem Steintor am Nikolai-Friedhof. 1871 wird das Lokal von Eduard Christian Ochsenkopf übernommen, der Konzerte, Promenaden und Illuminationen anbot. Zu dieser Zeit hieß das Lokal Ochsenkopfs Garten. Nach einem aufwendigen Umbau wurde das Gartenlokal am 23. Juni 1850 als Konzertgarten Odeon wiedereröffnet. 1865 wird der Konzertgarten im Auftrag der Besitzer Heinrich Kasten (1821-1893), der auch Hotelbesitzer (Kastens Hotel Luisenhof) war, und J. H. Grobmeyer von Erwin Oppller (1831–1880) nach dem Vorbild der Thermen des Caracalla als baumreicher Garten mit Gipsbauten im römischen Stil umgebaut. Es gab den großen Konzertgarten, Clubzimmer, eine Kegelbahn, Säle für Bälle und Familienfeste, den Königssaal und die Königshalle. Insgesamt hatte das Etablissement über 1.200 Plätze. 1878 wurde das Vorderhaus in der Nikolaistraße neu errichtet. Architekt war Christoph Hehl (1847–1911). Der Odeon-Konzertgarten war eines der ersten öffentlichen Lokale mit Gasbeleuchtung in Hannover. Auf dem hinteren Teil des Odeons wird 1894 die Odeonstraße angelegt.

Kriegerheim Hannover Nicolaistrasse 10 | 13.11.1898

Gruss aus dem Kriegerheim Hannover | 31.03.1913

Vor dem Jahr 1898 wird das Odeon als Kriegerheim (Vereinsheim der Kriegervereine Hannovers) genutzt. Zu dieser Zeit war der Gastwirt August Zunke Inhaber des Lokals. Die Burschenschaft Arminia von 1898 hatte von 1900 bis 1903 ihren Sitz im Kriegerheim. 1913 wird der Wirt Adolf Krug als Inhaber genannt. Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 dienten die Räume als Reserve-Lazarett III. Nachdem die Kriegervereine im Jahr 1919 aufgelöst wurden, wurden die Grundstücke in der Nikolaistraße 10 (heute: Goseriede) und Odeonstraße 12 von der Hannoverschen Gewerkschaft erworben und durch Renovierung zu einem Volksheim (Haus der Deutschen Arbeit) umgewandelt.

Gewerkschaftshaus | 24.03.1913

Partei- und Gewerkschaftshaus Hannover Restaurant | 1905

Am 1. April 1933 besetzen SA und SS Leute das Gewerkschaftshaus und Volksheim mit den Einrichtungen der hannoverschen Gewerkschaften und der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschland). Dies war nicht nur ein erster Schritt zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung in Hannover, sondern auch die Generalprobe zum Verbot aller Gewerkschaften, die am 2. Mai 1933 in ganz Deutschland folgte. Besitzer der Immobilien ist nun, laut Adressbuch von 1934 und 1938, die Vermögensverwaltung der Deutschen Arbeitsfront Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wird das Odeon-Volksheim-Gebäude völlig zerstört. Heute befindet sich an gleicher Stelle, ein Erweiterungsbau des DGB-Gewerkschaftshauses.

Palmengarten, dann Wintergarten, Eispalast, Kammerlichtspiele und Atrium-Lichtspiele

Im ehemaligen Königlichen Reithaus (Wagenremise) am Marstall wurde im Jahr 1881, das Konzerthaus Palmengarten eröffnet. Zunächst unter der Adresse Goethestraße 15-17 (die Goethestraße wurde 1870 angelegt), dann Goethestraße 41. Architekt war Gustav Wilhelm Otto Goetze (1832-1894). Am 7. April 1887 wurde im Konzerthaus der Fabrikantenverein für Linden und die Stadt Hannover gegründet, heute: Industrie-Club Hannover e.V.

Gruss vom Concerthaus und Palmengarten | 15.07.1902

Wintergarten - Norddeutschlands grösster Bierpalast und Concert-Etablissement | 06.01.1904

 

Wintergarten Hannover - 6 Original-Dornfels
Impresario: O. Büttner, Leipzig-R., Hauptstr. 11 | 01.01.1907

Ab 1903 wurde das Haus in Wintergarten und im Oktober 1910 in Eispalast (geöffnet von 10 Uhr bis 1 Uhr nachts) umbenannt. In den Jahren von 1904 bis 1907 und 1910 fanden internationale Ringkampfveranstaltungen statt. Veranstalter war jeweils Carl Spieker. 1912 wurden aus dem Eispalast, die Kammer-Lichtspiele. Besitzer war wie auch schon zuvor beim Eispalast der Gastronom Carl Spieker. Das Kino hatte 1200 Plätze. Es wurde am 18. Oktober 1925 ein Lichtbildvortrag über die Probleme von Deutschen Auswanderern in Mittel- und Südamerika gezeigt. Im Jahr 1936 wurde es in Atrium-Lichtspiele umbenannt. Und nach einer aufwendigen Modernisierung wurde am 2. August 1937 Wiedereröffnung gefeiert. Es gab nun einen neuen Balkon und neue Seitenlogen. Zu dieser Zeit war Erich Schamofske aus der Deisterstraße 2, in Hannover-Linden, der Besitzer.

Hannoverscher Eispalast | 04.03.1911

Hannoverscher Eispalast Besitzer Carl Spieker, Goethestrasse Grösstes und vornehmstes Sport u. Vergnügungs-Etablissement der Residenz | 08.10.1911

Zwischen den Jahren 1910 und 1915 hatten der Eispalast und die Kammer-Lichtspiele auch die Anschrift Am hohen Ufer 9 und nach dem Ersten Weltkrieg wieder Goethestraße 41. Um 1915 gab es in der Großen Packhofstraße 21, das Cafè Wintergarten.

Parkhaus-Konzertgarten am Georgengarten

1874 erwirbt Wilhelmine Möhle für 7500 Thaler ein Grundstück in der Feldmark Herrenhausen. Gegenüber der Obstplantage der Herrenhäuser Gärten entsteht unter dem Architekten Ludolf und Franz Heußner (1842-?) ein Gebäude mit Türmchen, Terrassen und großen Festsälen. Es beherbergt ist auch ein Restaurant, und erste Konzerte finden statt. Zu dieser Zeit ist Konrad Möhle Inhaber des Lokals. Aufgrund seiner Lage am Georgengarten wird das Gebäude Restaurant Parkhaus genannt. Zu erreichen war das Parkhaus bereits in seinen Anfangstagen per Straßenbahn. Im Oktober 1872 war in Hannover die erste Pferdeeisenbahnlinie bis zum Königsworther Platz errichtet worden. Ab 1873 fuhr sie zum Großen Garten in Herrenhausen. 1880 kauft der Gastwirt Wilhelm Graeve das Lokal. Wie der Tivoli-Konzertgarten, Bella-Vista und Odeon gehört es schnell zu den bekanntesten Tanzlokalen Hannovers. Vor allem bei den in der Gegend stationierten Soldaten ist es besonders beliebt.

      

           Gruss vom Stadtpark Hannover | 09.10.1899         Gruss vom Stadtpark und Parkhaus Hannover | 01.10.1900

Unter dem jüdischen Bankier Alexander Moritz Simon (1837-1905) erfährt das Parkhaus im Jahr 1891 eine Erweiterung. In der Nachbarschaft besaß Moritz Simon unter anderem eine künstliche Burgruine am Herrenhäuser Kirchweg. Das erste Parkhaus ließ er abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Simon bezieht das Parkhaus, in die Grundstücke zwischen Nienburger Straße, Herrenhäuser Kirchweg und Alleestraße mit ein. Den neobarocken Neubau führt 1894/95 der Bauunternehmer und Architekt Max Küster (1862-1941) aus. Küster war von 1900 bis 1919 der Erste Vorsitzende des 1893 gegründeten Haus und Grundbesitzervereins (heute: Haus & Grundeigentum Hannover) und erbaute 1903/04 das Kaiserhaus in der Prinzenstraße 1., am Thielenplatz. Auf einem Stadtplan Hannovers aus dem Jahr 1896 ist das Parkhaus an der spitzen Kreuzung, der schon damals vorhandenen Appel- und Nienburger Straße 17 verzeichnet. Eine Steintafel am Eingang des Gebäudes datiert die Entstehung. Um 1900 sind die Gastwirte Tesch & Steffen Inhaber der Gaststätte. 1905 ist Otto Kopp Inhaber des Ausflugslokals und 1914 erwirbt die Lindener Brauerei das Gebäude. Noch immer dient es als Konzertsaal und Tanzlokal.

      

         Parkhaus Hannover Bes. Otto Kopp | 17.04.1911                 Parkhaus Grosser Konzertsaal | 29.05.1916

Während des Zweiten Weltkriegs werden im Juli 1943 durch Bombentreffer, der große Saal und andere Gebäudeteile zerstört. Nur der Küchenbereich bleibt erhalten und wird als Luftschutzraum genutzt. 1957 pachtet das Ehepaar Oppermann das Lokal. Mit dem Ende des letzten Pachtvertrags 1965/66 wird die Bewirtschaftung eingestellt und die Städtische Lagerbierbrauerei AG (Gilde-Brauerei) verkauft das Grundstück mit sämtlichen Gebäuden an das Land Niedersachsen.

      

     Gruss aus dem Konzertgarten Parkhaus | 14.11.1909                               Parkhaus | 19.08.1924

Die Leibniz Universität Hannover (damals noch Technische Hochschule) übernimmt das Gebäude. Aus dem Saal und dem Restaurant werden nun Hörsäle und kleine Büros. Der an der Appelstraße gelegene Seitenflügel wird für die Lehrstühle und Institute Elektrische Anlagen und Steuerungstechnik, Schiffsmaschinen sowie Messtechnik im Maschinenbau angemietet. Neben den Instituten für Energieversorgung und Hochspannungstechnik, Geobotanik, Landschaftspflege und Naturschutz, ist das Institut für Mess- und Regelungstechnik in den Räumen zu Hause.

Residenz-Theater

Das Residenz-Theater in der Marktstraße 47, in der Altstadt, wurde 1880 als Privatbühne durch den Kommissionsrat Karl Röpke gegründet. Es entstand in den Räumen des ehemaligen Thalia-Saales und hatte 1374 Plätze. Verantwortlich für den Umbau 1879 war der Architekt Otto Goetze (1832-1894). Bis etwa 1900 war es das führende Theater in der Residenzstadt Hannover. 1921 wird Heinz Rühmann (1902-1994) am Residenz-Theater Hannover engagiert, wo er zusammen mit dem Hannoveraner Theo Lingen (1903-1978) auftrat. Nur ein Jahr später, 1922 musste das Theater schließen.

Die Jubiläums- (100.) Aufführung von "Alt Heidelberg" im Residenz-Theater zu Hannover II Act.

Saalbau Hannover, später Metropol-Theater (Metropol-Lichtspieltheater GmbH)

Der Saalbau Hannover wurde 1894 in der Oberstraße 7, in der Hannover-Nordstadt erbaut und war mit 1100 Sitzplätzen eine der größten Veranstaltungshallen der Stadt. Im Februar 1899 trat das Damen-Orchester Quinta aus Chemnitz/Sachsen hier auf. Impresario (Manager) des Orchesters war Willibald Quinta. Im Jahr 1900 wurde der Saalbau Hannover mit Hannovers größtem Konzertsaal und dem Biertunnel zur Baumannshöhle schon wieder geschlossen. Wenig später wurde das Veranstaltungshaus als Metropol-Theater wiedereröffnet.

In den Jahren 1901, 1905, 1911/12 und 1914 fanden im Metropol-Theater internationale Ringkampfveranstaltungen statt. Veranstalter war der Internationale-Ringer-Verband (IRV Berlin). Im Juli 1910 wurde das Stück "Der Graf von Monte Christo" im Metropol-Theater aufgeführt. Ab 1912/13 wurde das Theater in ein Lichtspielhaus mit 1160 Plätzen umgebaut. Um 1920 lautet die Firmenbezeichnung Vereinigte Theater, Hagen & Sander KG und laut Adressbuch von 1927 und 1934 Ufa-Theater, Hagen & Sander KG, Büro Aegidientorplatz 2. 1936 wurde das Gebäude komplett renoviert und nannte sich weiter Ufa-Theater.

 

Prosit Neujahr! - Gruss aus dem Metropol-Theater | 01.01.1905
  Oberstr. 7. am Klagesmarkt - Direction L. Pirokowski = Piori

Metropoltheater - Krone u. Fessel | 06.09.1908

Während des Zweiten Weltkriegs, 1943 wurde das Haus bei einem Luftangriff zerstört und etwas versetzt mit 550 Plätzen als Metropol-Lichtspieltheater GmbH, mit neuem Eingang am Engelbosteler Damm 5, wieder aufgebaut. Ab 1949 war Georg H. Will aus Bergen-Belsen bei Celle, Inhaber des Kinos. Anfang der 1960er Jahre wurde das Lichtspielhaus dann geschlossen.

Saalbau Konzert-Etablissement, später Rollschuh-Palast

Im ehemaligen Saalbau Konzert-Etablissement an der Hildesheimer Straße 45 gab es schon 1905 einzelne Filmvorführungen. Der Saalbau wurde aber hauptsächlich für Tanzveranstaltungen und Bälle genutzt. Die Filme waren damals nur Bestandteile ganzer Abendprogramme, etwa in Kombination mit einer Damenkapelle oder mit einem Damenringkampf. Im Jahr 1906 war Christian Mühlhause Inhaber. 1908 fanden im Saalbau internationale Ringkampfveranstaltungen statt. Veranstalter war der Internationale-Ringer-Verband (IRV Berlin). 1909 wurde der Saalbau geschlossen.

Saalbau Konzert-Etablissement (Hildesheimer Straße 45)
28.12.1906

Gruss aus dem Rollschuh-Palast Hannover - American Roller Rink Co. - C. P. Crawford, F. A. Wilkins Generaldirektoren
08.11.1911

Der Rollschuh-Palast wurde 1909 gegründet und befand sich im ehemaligen Saalbau Konzert-Etablissement. Im Jahr 1914 fand im Rollschuhpalast die „7. Große Internationale Ringkampf-Konkurrenz", Ringkampfveranstaltung statt. Veranstalter war der Internationale-Ringer-Verband (IRV Berlin). Betreiber des Hauses war August Grimme, 1929/30 wurde aus dem Rollschuh-Palast das Luna-Imperator-Lichtspieltheater und ab dem 27. März 1937 der Gloria-Palast mit 583 Sitzplätzen.

Im Zweiten Weltkrieg, 1943, wurde das Kino ausgebombt und nach dem Krieg wieder aufgebaut. Der Gloria-Palast wurde am 30. Januar 1980 geschlossen; vor der Schließung wurden auf der Breitfilmleinwand noch einmal die alten Monumentalfilme gezeigt: Vom Winde verweht, Quo vadis, Der Untergang des Römischen Reiches, Dr. Schiwago und Ben Hur. Das Gebäude wurde abgerissen, an seiner Stelle entstand dann, dass Maritim Stadthotel, das es heute auch nicht mehr gibt.

Schauburg (Schauspielhaus)

Die Schauburg wurde von dem Architekten Franz Bubenzer (1872-1934), er war auch Schauspieler und später erster Intendant der Schauburg, sowie den Architekten Rudolf Goedeke (1877-1950) und Wilhelm Leyn (1875-1921) geplant, und in den Jahren von 1910 bis 1911 als privates Theater für die "Hannoversche Schauspielhaus-Gesellschaft m.b.H." erbaut. Die Schauburg sollte als eigenständige Bühne für das Schauspiel in der Provinzhauptstadt Hannover dienen. Es gab 1000 Sitzplätze.

Schauburg (Hildesheimer Straße 229) | 05.12.1911

Schauburg (Hildesheimer Straße 229) | 09.04.1912

Die Schauburg an der Hildesheimer Straße 229, Ecke Adelheidstraße, in der Südstadt startet am 15. Mai 1911 mit Goethes Faust (I. Teil). Unter der Leitung von Felix Meinhardt wurden später auch Operetten aufgeführt. Im Jahr 1921 debütierte der Hannoversche Schauspieler Theo Lingen (1903-1978) ohne jegliche Bühnenausbildung an der Schauburg. Im März 1923 pachtete die Stadt Hannover das Gebäude um es dann im Jahr 1925 käuflich zu erwerben und im Folgejahr in „Städtisches Schauspielhaus“ umzubenennen. Zusammen mit der Oper bildet die Schauburg (Schauspielhaus) die städtischen Bühnen. Direktoren waren bis 1927 Rolf Roennecke, bis 1933 Georg Altmann (1884-1962) und bis 1943 Alfons Pape (1885-1950).

Während der Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in der Nacht vom 8. auf den 9. September 1943 völlig zerstört. In der Folge zog das „Städtische Schauspielhaus“ in den Ballhof um, wo unter Direktor Heinrich Koch (1911-2006) der Betrieb bis zur Schließung sämtlicher deutschen Theater am 1. September 1944 fortgeführt wurde.

Stadthalle, heute Hannover Congress Centrum

Die Stadthalle (heute: Hannover Congress Centrum HCC) wurde von den Architekten Paul Bonatz (1877-1956) und Friedrich Eugen Scholer (1874-1949) entworfen. In den Jahren 1911 bis 1914 wurde die Halle auf einem ehemaligen Militärgelände in der nähe, der Schackstraße errichtet. Eröffnet wurde die Stadthalle mit dem Kuppelsaal (3642 Plätze), dem Beethovensaal (753 Plätze) und dem weitläufigen Stadthallenpark am 10. Juni 1914.

Stadthalle | 20.02.1920

Stadthalle Hannover - Grüner Köppensaal | 25.06.1919

Vom 24. Juni bis 10. Oktober 1933 fand die Jahresschau Deutscher Gartenkultur und Landschaftspflege (JaDeGa) im nun erweiterten Stadthallengarten statt. Der erweiterte Stadthallengarten wurde von Karl Wilhelm Hübotter (1895-1976) zur JaDeGa umgestaltet. Im März 1939 gaben die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler (1886-1954) auf Einladung der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ im Kuppelsaal ein Konzert. Zu dieser Zeit lautete die Adresse Hermann-Göring-Platz 2. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadthalle durch Bombenangriffe der Alterierten schwer beschädigt.

Jahresschau Deutscher Gartenkultur | 01.08.1933

Jahresschau Deutscher Gartenkultur | 16.09.1933

In den Jahren von 1947 bis 1961 tagte in der Stadthalle, der Niedersächsische Landtag. Am 28. April 1951 wurde im Stadthallenpark die erste Buga (Bundesgartenschau) Deutschlands eröffnet, die Gartenschau dauerte bis zum 31. Oktober 1951 und hatte mehr als 1,6 Mio. Besucher in den Stadthallenpark gelockt. In den Jahren 1960 bis 1963 wurde die Stadthalle von Ernst Zinsser und der Architekten-Gemeinschaft Brandes erneuert. Seit Anfang der 1980er Jahre ist die Gartenanlage des Stadthallenparks als Gartendenkmal unter Schutz gestellt.

Im Stadthallengarten | 12.03.1939

Weitere Stadthallen-Karten

Hannover-Stadthallengarten | 22.10.1962

Stadt-Theater, später Deutsches Theater

Das Deutsche Theater, vormals Stadt-Theater befand sich in der Reuterstraße 10, im ehemaligen Königlichem Reithaus am Marstall. Das Gebäude wurde 1877 von Ferdinand Wallbrecht (1841-1905), im Auftrag des Kommissionsrat Karl Röpke (er betrieb auch den Tivoli-Konzertgarten), zum Theater umgebaut und hatte 2000 Plätze. Eröffnet wurde am 30. Dezember 1878. 1885 wurde das Theater nochmals umgebaut und in Deutsches Theater umbenannt, es hatte danach nur noch 850 Sitzplätze.

Deutsches Theater, Hannover - Der Weg zur Hölle | 01.09.1908

Deutsches Theater, Hannover - "Die fünf Frankfurter"

Nachdem die Vorbesitzer Willy Kaufmann und Bertha Spanier das Theater 1926 an die Stadt Hannover verkauft hatten, leiteten Ewald Schindler und Dr. Hans Schindler als Direktoren das Haus, als Operettenhaus. Ende Oktober 1933 wurde das Deutsche Theater wegen Konkurs geschlossen. Am 25. März 1934 öffnete das Haus nochmals, da die berühmten Comedian Harmonists hier ihr letztes Konzert in Deutschland gaben. Das ehemalige Theatergebäude diente einige Zeit als Lagerhaus, heute befindet sich dort ein Teil der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG Verwaltung.

Thalia-Theater (Operettentheater)

Das Thalia-Theater mit seinen fast 1100 Sitzplätzen befand sich ab 1946/47 an der Göttinger Straße 14, am Deisterplatz, direkt über der Haupteinfahrt, in einem ehemaligen Kantinen-Saal (heute: Ernst-Winter-Saal) der HANOMAG AG in Linden. Architekt der umgebauten Kantine war der Hannoveraner Ernst Fr. Brockmann (1920-1978). Man startete als Johann-Strauß-Theater, doch schon am 28. November 1946 zog das Theater in den Gemeindesaal (Gertrud-Marien-Heim) der St.-Martins-Kirchen-Gemeinde an der Badenstedter Straße 37 um. Am 8. Dezember 1946 wurde die Thalia-Theater GmbH gegründet und das Theater in der HANOMAG von 1947 bis 1958 in Thalia-Theater umbenannt. Die Hamburgerin Agnes Brüning war die Direktorin des Theaters. Im Juni 1948 gaben die berühmten Berliner Philharmoniker ein Gastspiel im Thalia-Theater.

Thalia Operettentheater Programmheft

Peter Stanchina - Inszenierung Walzerrausch

In dem 700 Quadratmeter großen Saal der HANOMAG AG fand vom 9. bis 11. Mai 1946 die Gründungsversammlung bzw. der erste Parteitag der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) für die drei Westzonen statt, in deren Zuge Dr. Kurt Schumacher (1895-1952) erwartungsgemäß zum Vorsitzenden gewählt wurde. Später wurde der Saal in „Ernst-Winter-Saal" umbenannt. Namensgeber war der Betriebsratsvorsitzende der HANOMAG AG, Ernst Winter (1888-1954), der nach dem Tod von Dr. Kurt Schumachers dessen Nachfolger für den hannoverschen Wahlkreis in den Deutschen Bundestag einzog. Heute nutzt das Service Center der Deutschen Telekom den Ernst-Winter-Saal, nach einem Umbau, wieder als Kantine.

Da das Thalia-Theater keinerlei finanzielle Unterstützung von der Stadt Hannover erhielt, ging das Operettentheater leider am 3. September 1958 in Konkurs. Am 13. September 1958 wechselte die Spielstätte von der Göttinger Straße in das Theater am Aegi, wo neben Gastspielen auch andere Veranstaltungen ihr Publikum fanden. Gerhard Bönicke (1913-1999) übernahm das Thalia-Theater in Eigenregie und führte es noch bis zum 31. Juli 1973 erfolgreich weiter.

Tivoli-Konzertgarten

Der Tivoli-Konzertgarten lag an der Königstraße 1 und Schiffgraben 48, unmittelbar hinter den Eisenbahngleisen. Wer mit der Eisenbahn von Osten oder Süden heranrollte, der suchte sich einen Platz auf der rechten Seite. Und wenn dann der Zug über die Schiffgrabenbrücke fuhr, hingen die Leute in den Fenstern, um einen Blick auf den prachtvollen Konzertgarten werfen zu können. Der Tivoli-Konzertgarten war Hannovers schönste Terrassenanlage, mit Springbrunnen, Holzbauten und Illumination.

Zur ausführlichen Beschreibung des Tivoli-Konzertgartens

Union-Theater, auch Sommer-Theater genannt.

Das Union-Theater, auch Sommer-Theater genannt, war ein Theater mit Restaurantbetrieb. Es befand sich in der Maschstraße 12 in der Hannover-Südstadt. Das Restaurant im Theater, „Zum Uniongarten“ führte 1887 August Stein, der 1890 den Namen Schwanenburg für das gleichnamige Ausflugslokal in Hannover-Limmer erfand, welches er auch betrieb. 15 Jahre vorher war laut Adressbuch von 1872 Friedrich Meyer, der Inhaber des Restaurants. Ob zu dieser Zeit auch schon Theateraufführungen stattfanden, ist nicht überliefert. Laut Adressbuch von 1897 war seit dem 13. Dezember 1890 der Gastronom Friedrich Lüders, der auch das Theater Orchester leitete, Betreiber des Union-Theaters samt Restaurant. Er war nun auch Eigentümer der Immobilie mit dem Hinterhaus 12 a. Friedrich Lüders wohnte privat am Aegidiendamm 1 a.

Gruss vom Uniongarten | 11.10.1897

Sommertheater Union, Hannover - Dir. Fritz Stammer
02.09.1903 - Zur Erinnerung an die Saison 1903 und...

Im Jahr 1903 führte man das Theaterstück „Er und seine Schwester“ auf. Im gleichen Jahr war auch Fritz Stammer Direktor des Theaters. Im Union-Theater machte der Film- und Theater-Schauspieler Viktor Schwanneke (1880-1931) seine ersten Bühnenerfahrungen, bevor er im Herbst 1904, für sein erstes Festengagement nach Rudolstadt und danach, nach Frankfurt an der Oder und Stettin verpflichtet wurde.1920 fand im Union-Theater die Ringkampfveranstaltung „Großer Ringer-Wettstreit um den Großen Preis von Hannover" statt. Veranstalter war der Internationale-Ringer-Verband (IRV Berlin).

Union-Theater - Maschstrasse | 11.12.1905

Union-Theater Orchester - Fr. Lüders | 29.01.1908

Im Adressbuch von 1928/29 und 1934 wird als Besitzer der Immobilie die Firma Union Kaufmännischer Verlag GmbH geführt. Das Theater und Restaurant wird nun nicht mehr genannt. Im Adressbuch von 1941 ist nun der Garagenbesitzer Wilhelm Orbach (Union-Garagen GmbH) Eigentümer der Häuser 12 und 12 a. Die Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Heute steht ein Neubau an gleicher Stelle.

Vereinigte Theater-Lichtspiele | diverse

Die Firma Hagen & Sander richtete 1912 an der Hildesheimer Straße 11 ein Lichtspieltheater mit dem Namen Vereinigte Theater-Lichtspiele ein. 1922 wurden durch Übernahme der Ufa aus den Vereinigten Theater-Lichtspielen die UFA-Lichtspiele mit 1042 Sitzplätzen. Da die Stadtverwaltung Hannover das Grundstück für den Neubau der Stadtbibliothek Hannover benötigte, wurde das Lichtspielhaus im Jahr 1929 abgerissen.

Concethaus Zur Münze

Besitzer des Konzerthauses war H. Dahle.

Oppermanns Variété

Oppermanns Variété wurde im Jahr 1893 gegründet. Inhaber war F. Oppermann und als Kapellmeister wurde Leopold Butenuth beschäftigt.


Krüger´s intern. Künstler-Agentur für Variété, Zirkus und Konzert Kanalstraße 13.

Theater-, Spezialitäten- und Konzert-Agentur Julius Erbeck Fernroderstraße 11.

Vereinigte Theater-Lichtspiele
Inh. Hagen & Sander (Hildesheimer Straße 11)

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Geschichte der Stadt Hannover II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
1939. Hannovers Weg in den Zweiten Weltkrieg | Wolfgang Steinweg | Verlagsgesellschaft Madsack Hannover | 1989
Hannover, Die Grosstadt im Grünen | Fr. Stadelmann | Verkehrs-Verein Hannover e.V. Hannover | 1927
Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Nach dem Krieg war immer Theater | Horst Deuker | Projekt - www.lebensraum-linden.de | 2010
Stadtarchiv Hannover
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart | Dr. Klaus Mlynek,
Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
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