Tätowierte | Tattoo-Karten
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Ansichts- und Postkarten wie die hier abgebildeten wurden von den diversen Schaubuden-Freaks auf den Jahrmärkten in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. als Souvenirs verkauft. „Miss Käthe“ stellte dabei unter den zahlreichen menschlichen Schauobjekten eine echte Attraktion dar, verkörperte sie doch als „tätowierte Kolossaldame“ gleich zwei beliebte Sujets in einer Person. Dabei weckte zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten zum Ausleben der eigenen Individualität sehr begrenzt waren, bereits ein tätowierter Körper allein das Interesse des Publikums. |
Zum Andenken an die tätowierte Dame ANITA | 04.07.1912 Bei diesen "Schaubuden-Freaks" handelte es sich in der überwiegenden Mehrzahl um Frauen, die damit warben, am ganzen Körper tätowiert zu sein und dies bis an die Grenzen des damals Schicklichen auch unter Beweis stellten. Dem Publikum eröffneten sich so unter dem Vorwand einer eingehenden Betrachtung der "Kunstwerke" willkommene Gelegenheiten "einen Blick zu riskieren".
Barnum and Bailey Limited | 20.06.1901 Viele Tätowierte präsentierten in den Schaubuden ein kleines artistisches Programm, häufig Feuerspucken oder Schlangenvorführungen. Noch mehr mögen die Besucher jedoch von den Geschichten über die angebliche Herkunft der Bilder gefesselt gewesen sein. Oftmals ging es dabei um schmerzhafte kultische Tätowierungsriten Eingeborener, die sie auf Reisen in entlegene Weltgegenden erleiden mussten. Motive wie Jesus Christus am Kreuz oder Engel waren mit solchen Geschichten allerdings schwerlich in Einklang zu bringen. Offensichtlich fielen dem Publikum jedoch derartige Ungereimtheiten nicht auf, weil das Interesse tatsächlich weniger den Bildern galt…
Tätowierte Dame in Unterwäsche auf dem Sofa ca. 1915 1911 wurde in Deutschland das Verbots-Gesetz vollständig tätowierter Damen erlassen. Ab 1932 wurde mit dem "Brachtschen Erlass" endgültig das öffentliche Auftreten und Zurschaustellen von Tätowierten allgemein verboten. |
Miss Käthe einzig reisende tätowierte
Kolossal-Dame
Mia Askaria, der Stern der Kunst ca. 1910
Fräulein Marie, tätowierte Dame, |
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Das Wort “tätowieren” stammt von dem tahitischen Wort “Tatau”, was soviel bedeutet wie “die Haut ritzen”, ab. Annie
Frank kunstvollst tätowierte
La bella Angora, die
kunstvollst
Salome - Die einzig dastehende Tatour de
l`afrique |
02.07.1902
Madiah
Surith
Leute die zur See fahren wollen |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann /
Postkarten Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers. | 10/2008 |






