Schützenfest Hannover | 14. Deutsches Bundesschießen 1903
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Archiv - Schützenfest Hannover
Die erste urkundliche Erwähnung des hannoverschen Schützenwesens geht auf einen Brief von Herzog Wilhelm der Siegreiche (1392-1482) an den Rat der Stadt 1468 zurück. Darin beschwerte sich der Herzog über die wehrsportlichen Übungen der Hannoveraner. Ihm war bekannt geworden, dass die Hannoveraner mit Armbrüsten auf einen an einer Stange befestigten bunten Holzpapageien schossen, wenn sie mit ihrem Landesherren in Fehde lagen. Armbrust und Gewehr waren damals Verteidigungswaffen zum Schutz der Stadt. Aus den sportlichen Übungswettkämpfen in Friedenszeiten ergab es sich, dass die besten Schützen mit Preisen und Auszeichnungen geehrt wurden. Der Grundstein zum Fest wurde 1529 gelegt, als Herzog Erich I. (1470-1540) von Calenberg-Göttingen Hannover mit dem Privileg ausstattete, jährlich ein Schützenfest zu feiern.
Gruss vom Schützenfest Hannover | 08.07.1896 |
Einzug der Schützen | 11.07.1925 |
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Um Ausschreitungen während der Schützenfeste zu verhindern, wurde bereits im Jahr 1575 eine Schützenordnung erlassen, die den Festbetrieb regelte. 1710 wurden dann die sogenannten "Bruchmeister" bestellt, die als Hilfsbeamte offiziell für einen geregelten und geordneten Ablauf des Schießens zu sorgen hatten. Bereits seit 1303 sorgten die Bruchmeister in Hannover – als offiziell bestellte städtische Ordnungspersonen – für die Einhaltung der städtischen Gesetze und Verordnungen. Die Aufgaben der Bruchmeister sind über die Jahrhunderte gleich geblieben. Während die Schützen am Anfang in ziviler Kleidung antraten, entstand 1837 eine neue Schützenordnung. Sie gestattete, dass gleichmäßig gekleidete Gruppen auftraten. Daher gilt das Jahr 1837 als Geburtsstunde der Schützenvereine, weil sich seitdem in den Stadtteilen unterschiedliche Schützenvereinigungen herausbildeten. Das Schützenhaus in der Ohe Das erste Schützenhaus Hannovers wurde 1573/74 am Klagesmarkt erbaut. 1797 sollte das Gebäude ersetzt werden; dies scheiterte aber an den Kosten für einen Neubau. Der Hannoversche Politiker und Stadtdirektor Rudolph Wilhelm Rumann (1784-1857) veranlasste dann 1825 einen Neubau am Nordrand der Ohe, da das alte Schützenhaus nicht mehr nutzbar war. Der Hofarchitekt Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) baute nach Auftragserteilung durch die Stadt Hannover ein klassizistisches Gebäude, zweigeschossig und mit Seitenflügel. Es wurde am 15. Juli 1827 eingeweiht. Die Schießstände waren täglich geöffnet, und es wurde auch als Ausfuglokal genutzt. Das Gebäude stand in etwa am Eingang der heutigen AWD-Arena und wurde durch Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. |
Gruss vom Schützenhaus Hannover |
Hannover - Schützenhaus | 26.12.1926 |
14. Deutsches Bundesschießen vom 5.-12. Juli 1903
Das 14. Deutsche Bundesschießen fand vom 5. bis 12. Juli 1903 in Hannover statt. An 152 Schießständen kamen 2700 Schützen aus vier Nationen auf dem Schützenplatz zusammen. Nach 1872 wurde zum zweiten Mal ein Bundesschießen in der Provinzial-Haupstadt Hannover ausgetragen.
XIV. Deutsches Bundesschiessen - Gruss aus dem Bayerischen Schützenhaus Münchner Bürger-Bräu | 07.07.1903 |
14 tes Deutsches Bundesschissen Hannover
1903 |
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Vom 14. bis 21. Juli 1872 fand das 4. Deutsche Bundesschießen erstmals in Hannover statt. An 90 Schießständen kamen 4200 Schützen aus vier Nationen zusammen. Das 21. Deutsche Bundesschießen in Hannover fand vom 1. bis 10. Juli 1955 statt. An 212 Schießständen kamen 3000 Schützen aus 14 Nationen zusammen. Erst zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg konnte wieder ein Bundesschießen organisiert werden. Wiederum war Hannover der Austragungsort. Vom 25. Juni bis 4. Juli 1965 fand das 23. Deutsche Bundesschießen in der Landeshauptstadt Hannover statt. An 175 Schießständen kamen 3000 Schützen aus neun Nationen zusammen. Dies war das letzte Bundesschießen des Deutschen Schützenbundes. Und Hannover durfte zum vierten Mal ein Bundesschießen ausrichten. Die sportliche Tradition des Bundesschießens wird seitdem durch die Deutschen Meisterschaften im Sportschießen in München übernommen, der traditionsorientierte Teil der Veranstaltungen wird beim "Bundestreffen der historischen Schützenvereinigungen" und bei großen Schützenfesten fortgeführt. |
Gruss vom 14. Deutschen Bundesschiessen 1903
Hannover |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Geschichte der Stadt Hannover I/II
| Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag
| 1994 |









