Sammlung - Peter Klasen | Adel, Militärs und Reichskanzler des wilhelminischen Kaiserreichs
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Peter Klasen aus Ummeln bei Algermissen in Niedersachsen ist eigentlich Briefmarkensammler. Doch von Zeit zu Zeit erwirbt er auch Ansichts- und Postkarten bekannter Persönlichkeiten aus der wilhelminischen Kaiserzeit und somit gehört er auch zur großen Gemeinde der Post- und Ansichtskartensammler (Philokartisten). Einige der schönsten Karten, aus seiner Sammlung gibt es nun im Postkarten-Archiv zu sehen. Wie gewohnt sollen nicht nur die Karten zu sehen sein: Es soll - wie auch bei allen anderen Themengruppen - auf meiner Postkarten-Archiv-Seite der geschichtliche Hintergrund zu den Postkarten, hier speziell die wilhelminische Kaiserzeit, informativ nahegebracht werden. Falls Sie fragen zu einzelnen Karten haben, senden Sie eine E-Mail an Herrn Klasen. Ich bedanke mich ausdrücklich bei Herrn Klasen für die kostenlos zur Verfügung gestellten Exponate. |
Wilhelm II. und das Deutsche Kaiserreich
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Das Deutsche Kaiserreich wurde am 18. Januar 1871 nach dem Sieg des Norddeutschen Bundes und der mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten im deutsch-französischen Krieg im Jahr 1870/71 gegründet. Auf kleindeutscher Grundlage und unter der Herrschaft der preußischen Hohenzollern war damit erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden. Der offiziell als Deutsches Reich bezeichnete Bundesstaat war bis zur Novemberrevolution und der Abdankung Wilhelms II. (1859-1941) am 9. November 1918 eine konstitutionelle Monarchie. Nach der Proklamation der Republik durch Philipp Scheidemann (1865-1939) am Ende des Ersten Weltkriegs konstituierte die verfassunggebende Nationalversammlung das Reich mit der neuen Verfassung vom 11. August 1919 als semipräsidentielle parlamentarische Demokratie. Nach dem Tagungsort der Versammlung (Weimar) wird das Deutsche Reich für die demokratische Periode zwischen den Jahren 1919 und 1933 als Weimarer Republik bezeichnet.
Kaiser
Wilhelm II. |
26.08.1914 Kaiserin
Auguste Viktoria | 30.10.1915
Prinz Heinrich von Preußen im Osten Die dreißigjährige Regentschaft Wilhelms II. im Deutschen Kaiserreich von 1888-1918 wird als die wilhelminische Epoche bezeichnet. Wesentliches Merkmal war das Streben des Kaisers, das Deutsche Reich als wichtige politische Größe unter den bereits bestehenden Weltmächten England, Frankreich, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika zu etablieren. Als Deutscher Kaiser sah Wilhelm II. seine Aufgabe darin, allzeit Mehrer des Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiet nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung, wie es sein Großvater Wilhelm I. (1797-1888) es formuliert hatte. Wilhelm II. legte viel Wert auf internationales Prestige. Eng verbunden mit diesem Anspruch waren die militärische Aufrüstung des Kaiserreichs sowie die Forcierung der Kolonialpolitik in Afrika, China und der Südsee. Dies und die Verwicklung des Deutschen Reichs in verschiedene internationale Krisen wie zum Beispiel die Daily-Telegraph-Affäre 1908 und den Eulenburg-Prozessen führte zu einer Destabilisierung der deutschen Außenpolitik. Zur Erinnerung an die
Silberhochzeit des
deutschen
Deutschlands Kaiserhaus Die Vorliebe des Kaisers für militärischen Prunk, die sich beispielsweise in zahlreichen Paraden zu den unterschiedlichsten Anlässen ausdrückte, führte gesellschaftlich zu einer Überbetonung des Militärs und der militärischen Hierarchie bis hinein ins privat Leben der Gesellschaft, in der für eine berufliche Laufbahn – nicht nur im Verwaltungsapparat – die Ableistung des Militärdienstes und der militärische Rang eines Menschen von entscheidender Bedeutung war (Militarismus). Einen Rang als Reserveoffizier zuhaben, galt als Eintrittskarte in die gehobene bzw. privilegierte Gesellschaft, ebenso wie das Fehlen eines militärischen Ranges ein einschlägiges Karrierehindernis darstellte. Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands während Wilhelms Regentschaft, verbunden mit technologischem, naturwissenschaftlichem und industriellem Fortschritt, begünstigte eine auch vom Kaiser Wilhelm II. mit getragene allgemein verbreitete Technik- und Fortschrittsgläubigkeit. Kaiser
Friedrich III - Lerne leiden ohne zu
klagen
Prinz Wilhelm der jüngste Hohenzoller | 17.11.1906 Innenpolitisch setzte Wilhelm II. die für ihre Zeit als modern und fortschrittlich geltende Sozialpolitik Otto von Bismarcks (1815-1898) fort und erweiterte sie sogar. Der Kaiser setzte sich für die Abschaffung des Sozialistengesetzes ein. Er wollte sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik wesentlich stärker als sein Großvater Wilhelm I. beeinflussen. Das „persönliche Regiment“ des Kaisers war jedoch oft eine von häufig wechselnden Beratern gesteuerte Politik, die die Entscheidungen oft widersprüchlich und letztlich unberechenbar erscheinen lassen. Die Marokkokrisen in den Jahren 1905/06 und die Erklärung des unbeschränkten U-Boot-Krieges sind nur zwei Beispiele für Entscheidungen, die den Ruf des Deutschen Kaisers heute nachhaltig belasten. Auch war seine Amtszeit von politischen Machtkämpfen zwischen den einzelnen Parteien geprägt, die es den amtierenden Reichskanzlern nur schwer möglich machten, längerfristig im Amt zu bleiben. So wurden im Kampf zwischen dem sogenannten Nationalliberal-Konservativen Kartell, Bülow-Block und Sozialdemokraten fünf von sieben Reichskanzlern unter Mitwirken des Parlaments vom deutschen Kaiser Wilhelm II. entlassen. Unser Kaiserpaar und die Kaiserliche Familie
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15.08.1915
Unser Kaiserpaar mit den drei ältesten Prinzen Während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 wurde Wilhelms strategische und taktische Unfähigkeit offenbar. Ab 1916 enthielt er sich zunehmend relevanter politischer Entscheidungen und gab die Führung des Reiches faktisch in die Hände der Obersten Heeresleitung, namentlich in die der Generäle Paul von Hindenburg (1847-1934) und Erich Ludendorff (1865-1937), die die konstitutionelle Monarchie während der letzten Kriegsjahre mit starken Zügen einer Militärdiktatur versahen.
Der
Kaiser mit seinen 6 Söhnen |
09.10.1915
Zur Erinnerung an das 200 jährige Bestehen des Als Wilhelm II. sich nach Ende des Kriegs in Folge der Novemberrevolution, die zum Ende der Monarchie und zur Ausrufung der Weimarer Republik führte, zur offiziellen Abdankung am 28. November 1918 drängen ließ und in die Niederlande ins Exil ging, hatte das Deutsche Kaiserreich den Krieg verloren. Mehr als 10 Millionen Menschen waren auf den Schlachtfeldern gefallen. Wilhelm II. starb am 4. Juni 1941 in Doorn, in den Niederlanden nach einer schweren Lungenembolie im Alter von 82 Jahren. |
Wilhelm von Preußen (1882-1951)
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Kronprinz Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen, geboren am 6. Mai 1882 in Potsdam; gestorben am 20. Juli 1951 in Hechingen. Er war der erste Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. - und der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen, sowie nach dem Tode seines Vaters von 1941 bis 1951 Chef des Hauses Hohenzollern. Kronprinz Friedrich Wilhelm | 12.04.1916 Kronprinzessin Cecilie | 02.07.1911 Unser Kronprinzenpaar | 24.06.1916 |
Wilhelm von Preußen war seit dem 6. Juni 1905 mit Cecilie Auguste Marie Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin, geboren am 20. September 1886 in Schwerin; gestorben am 6. Mai 1954 in Bad Kissingen verheiratet. Sie war die Tochter von Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg (1851-1897) und der Großfürstin Anastasi Michailowna Romanowa (1860-1922). Sie war als Ehefrau Wilhelm von Preußens von 1905 bis 1918 die letzte Kronprinzessin des deutschen Kaiserreichs.
Kronprinzessin Cecilie mit ihren sechs Kindern |
Zur Erinnerung an die Hochzeit des deutschen Kronprinzenpaares zu Berlin 6. Juni 1905 | 27.06.1905 |
Eitel Friedrich von Preußen (1883-1942)
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Wilhelm Eitel Friedrich Christian Karl von Preußen, geboren am 7. Juli 1883 in Potsdam; gestorben am 8. Dezember 1942 in Potsdam. Er war der zweite Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. 1906 heiratete er in Berlin Sophie Charlotte von Oldenburg, geboren am 2. Februar 1879 in Oldenburg; gestorben am 29. März 1964 in Westerstede. Sie war die älteste Tochter des Großherzogs Friedrich August II. von Oldenburg (1852-1931) und seiner ersten Ehefrau Elisabeth Anna von Preußen (1857-1895). Nach ihrer Heirat mit Prinz Eitel Friedrich von Preußen war Sophie Charlotte nach der damals üblichen Sprechweise auch bekannt als Prinzessin Eitel Friedrich. Prinz Eitel von Preußen |
22.12.1915 Prinzessin
Eitel Friedrich von Preußen |
Adalbert von Preußen (1884-1948)
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Adalbert Ferdinand Berengar Viktor von Preußen, geboren am 14. Juli 1884 in Potsdam; gestorben am 22. September 1948 in La Tour-de-Peilz am Genfersee/Schweiz. Er war der dritte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. Prinz Adalbert von Preussen |
21.04.1917
Prinzessin Adalbert
(Adelheid)
Prinz und Prinzessin Adalbert |
August Wilhelm von Preußen (1887-1949)
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August Wilhelm Heinrich Günther Viktor von Preußen, geboren am 29. Januar 1887 in Potsdam; gestorben am 25. März 1949 in Stuttgart. August Wilhelm von Preußen war der vierte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er ein hoher SA-Führer im Rang eines Obergruppenführers. Prinz August Wilhelm von Preussen |
1915 Prinz
August Wilhelm und Prinzessin Prinz August
Wilhelm und Braut Original Aufnahme |
Oskar von Preußen (1888-1958)
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Oskar Karl Gustav Adolf von Preußen, geboren am 27. Juli 1888 in Potsdam; gestorben am 27. Januar 1958 in München. Oskar war der fünfte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. und 35. Herrenmeister des Johanniterordens. Prinz Oscar von
Preußen |
01.01.1915
Prinz Oskar von Preussen mit seiner |
Joachim von Preußen (1890-1920)
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Joachim Franz Humbert von Preußen, geboren am 17. Dezember 1890 in Berlin; gestorben am 18. Juli 1920 in Potsdam durch Selbstmord. Er war der sechste Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. Verheiratet seit 1906 mit Marie Auguste Antoinette Friederike Alexandra Hilda Luise Prinzessin von Anhalt, geboren am 10. Juni 1898 in Ballenstedt; gestorben am 22. Mai 1983 in Essen. Sie war die Tochter von Eduard Herzog von Anhalt (1861-1918) und Luise Charlotte Marie Agnes Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Prinz Joachim von Preußen |
01.02.1915 Prinzessin
Joachim von Preussen Prinz Joachim von
Preussen und Prinzessin |
Viktoria Luise von Preußen (1892-1980)
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Prinzessin Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Hannover, Prinzessin von Großbritannien und Irland. Viktoria Luise wurde am 13. September 1892 in Potsdam geboren und starb am 11. Dezember 1980 in Hannover. Sie war das siebte Kind und die einzige Tochter Kaiserin Auguste Viktorias und Kaiser Wilhelms II. Verheiratet was sie mit Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Prinz von Hannover (1887-1953). Prinzessin Victoria Luise von
Preußen
Prinz Ernst August Herzog zu Herzog Ernst August von Cumberland und Familie |
Hochadel
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Wir halten fest und treu zusammen! | 16.11.1915 Kaiser Wilhelm II. und Franz Josef I. | 06.07.1915 König Friedrich
August v. Sachsen
Fürst Otto von
Bismarck
Herzog Albrecht von Württemberg Leo Graf von Caprivi de Montecuccoli,
preussischer
General, Zur
Silberhochzeit v. Wilhelm II. v. Württemberg u. König von
Sachsen |
04.08.1902
Ludwig III - König von
Bayern
Kronprinz Rupprecht v. Bayern Der König von Sachsen besucht seine Truppen | 07.10.1916 Vereinte Kräfte führen zum Ziel | 11.11.1916 König Wilhelm II von
Württemberg
Deutschlands regierende
Fürsten
Generaloberst Erzherzog Eugen |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann /
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