Reinhold Schünzel (1888-1954)
Reinhold Schünzel wurde am 7. November 1888 in St. Pauli, Hamburg geboren. Er war Schauspieler und Regisseur. Nach seiner kaufmännische Ausbildung war Reinhold Schünzel nebenberuflich zunächst Statist, später Schauspieler auf Bühnen in Hamburg, Bern und Berlin. Sein Filmdebüt gab er 1916 unter Carl Froelich (1875-1953) und wurde im selben Jahr von Richard Oswald (1880-1963) entdeckt. Fortan war er in der Rolle des Schurken Teil der Oswaldschen Stammbesetzung mit Anita Berber (1899-1928), Werner Krauß (1884-1959) und Conrad Veidt (1893-1943). Mit Conrad Veidt spielte er 1919 in Anders als die Andern (1919), wo er den Erpresser eines homosexuellen Geigers (gespielt von Veidt) verkörpert. Seit 1918 führte Reinhold Schünzel auch selbst Regie. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre entstand eine Reihe von Schünzel-Filmen, episodischen Komödien, in denen er die Hauptrolle spielte, selbst produzierte und die Regie übernahm. Diese Meisterwerke der deutschen Filmkomödie wurden erst in den letzten Jahren wiederentdeckt und beim CineGraph-Kongress und beim CineFest in Hamburg sowie beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary wieder aufgeführt. Mit Beginn des Tonfilms kam sein komisches Talent als Regisseur zur Geltung, so in Viktor und Viktoria (1933) und Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück (1935). Er trat 1931 in Georg Wilhelm Pabsts (1885-1967) Verfilmung von Die 3-Groschen-Oper (1931) als Polizeichef Tiger Brown auf. Nach 1933 durfte er nur mit Sondererlaubnis der Nazis arbeiten, da er als „Halbjude“ galt. 1937 emigrierte er in die USA. Dort spielte er, da seinen eigenen Regiearbeiten wenig Erfolg beschieden war, 1943 in Fritz Langs (1890-1976) Auch Henker sterben und 1946 in Alfred Hitchcocks (1899-1980) Notorious. |
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1949 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete wieder am Theater in München, sowie als Nebendarsteller im Film. 1954 erhielt er den Bundesfilmpreis als Bester männlicher Nebendarsteller für seine Rolle in Gerhard Lamprechts (1897-1974) Meines Vaters Pferde (1954). Reinhold Schünzel starb am 11. September 1954 in München. Er war in über 100 Filmen aktiv. |
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Regie Reinhold Schünzel
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



