Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Mady Christians
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Mady Christians (1892-1951)

Mady Christians, eigentlich Marguerita Maria Christians wurde am 19. Januar 1892 in Wien/Österreich geboren. Sie war österreichische Film- und Theaterschauspielerin.

Portrait und Szenenkarten

Die Tochter des Schauspielers Rudolf Christians (1869-1921) und seiner Frau Bertha geb. Klein, einer ehemaligen Opernsängerin, zog 1902 mit der Familie nach Berlin. Da ihre Eltern als Schauspieler jedoch ständig auf Tournee waren, verbrachte sie ab ihrem sechsten Lebensjahr einen Großteil ihres Lebens im Berliner Kloster der Ursulinerinnen.

Danach besuchte Mady Christians die Handelsschule und erhielt Schauspielunterricht bei Frank Reicher. Einen erheblichen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in New York City, wo ihr Vater das deutschsprachige Irving Place Theatre leitete.

Bald spielte sie erste Kinderrollen am Theater. Ihren ersten Filmauftritt absolvierte sie in dem amerikanischen Film Audrey (1916), doch nach dem Kriegseintritt der USA 1917 kehrte sie nach Deutschland zurück. Sie übernahm Bühnenrollen an Berliner Theatern und konnte ihre Stummfilmschauspiel - Karriere fortsetzen. Aufmerksamkeit erlangte sie erstmals 1920/21 in dem Sechsteiler Der Mann ohne Namen an der Seite (1920/21) von Harry Liedtke (1882-1945). Weitere Erfolge hatte sie vor allem 1925 in Ein Walzertraum (1925) mit Willy Fritsch (1901-1973) und Xenia Desni (1897-1962), und in der zweiteiligen Verfilmung Königin Luise (1927).

Mady Christians war seit Anfang der 1920er Jahre mit dem Journalisten und Schriftsteller Dr. Sven von Müller verheiratet. Im Jahr 1928 gründete sie mit Regisseur Ludwig Berger (1892-1969) die Länder-Film GmbH in Berlin, die aber bereits nach 1931 ihre Tätigkeit wieder einstellte.

 

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten emigrierte sie in die USA. Dort wirkte sie in mehreren Film- und Theaterrollen. Zu den diesen Filmen gehörten unter anderem The Only Girl (1933) mit Charles Boyer (1899-1978), Seventh Heaven (1937) mit James Stewart (1908-1997), und Tender Comrade (1943) mit Ginger Rogers (1911-1995). Ab 1945 wurde sie Schauspiellehrerin an der Columbia-Universität in New York City und gehörte dem Vorstand der amerikanischen Bühnengenossenschaft an. 1948 drehte mit Burt Lancaster (1913-1994) und Edward G. Robinson (1893-1973) den Film All My Sons - All meine Söhne (1948). Im Jahr 1950 bezichtigte das Federal Bureau of Investigation (FBI) sie der Verbindung zur Kommunistischen Partei. Mady Christians starb am 29. Oktober 1951 in Norwalk, Connecticut/USA.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1916: Audrey
  • 1917: Die Krone von Kerkyra
  • 1917: Das verlorene Paradies
  • 1918: Die Dreizehn
  • 1918: Die Verteidigerin
  • 1918: Eine junge Dame von Welt
  • 1919: Die Gesunkenen
  • 1919: Die Nacht des Grauens
  • 1920: Der Mann ohne Namen
  • 1921: Der Schicksalstag
  • 1923: Buddenbrooks
  • 1924: Die Finanzen des Großherzogs
  • 1924: Soll und Haben
  • 1925: Der Abenteurer
  • 1925: Ein Walzertraum
  • 1926: Nanette macht alles
  • 1926:  Zopf und Schwert
  • 1926: Die geschiedene Frau
  • 1927: Heimweh
  • 1927: Die Jugend der Königin Luise

 

  • 1928: Königin Luise
  • 1929: Meine Schwester und ich
  • 1930: Das Schicksal der Renate
  • 1930: Leutnant warst Du einst bei
             deinen Husaren
  • 1932: Der schwarze Husar
  • 1932: Friederike
  • 1933: Ich und die Kaiserin
  • 1933: Manolescu, der Fürst der Diebe
  • 1934: Wicked Woman
  • 1935: Ship Cafe
  • 1936: Nimm, was du kriegen kannst
  • 1937: The Woman I Love
  • 1937: Heidi
  • 1943: Tender Comrade
  • 1944: Adress Unknown
  • 1948: All My Sons
  • 1948: Brief einer Unbekannten

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text

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