Lya Mara, auch bekannt als Mia Mara (1897-?)
Lya Mara (auch bekannt als Mia Mara), eigentlich Alexandra Gudowitsch wurde am 1. August 1897 in Riga/Lettland geboren. Nach Schulabbruch, dem Besuch einer Ballettschule und einer ersten Anstellung am Ballett des Staatstheaters in Riga ging Lya 1913 nach Warschau und wurde Primaballerina. Zunächst trat Lya ab 1916 als Mia Mara in polnischen Filmen auf und spielte in zwei Filmen mit Pola Negri (1894–1987) mit. Während des Ersten Weltkrieges befand sich Lya Mara in Warschau und erlebte den Einmarsch der deutschen Truppen. Da sie seit ihrer Kindheit auch die deutsche Sprache sehr gut beherrschte, konnte sie weiterhin erfolgreich arbeiten. Als schließlich Zeitungsartikel und Bilder von ihr in einigen Berliner Zeitungen erschienen, entdeckte sie der Regisseur Friedrich Zelnik (1885-1950), der Lya nach Berlin rief. Dort unterschrieb sie nach Probeaufnahmen einen Vertrag, der sie für sieben Filme von Friedrich Zelnik verpflichtete. So entstanden ihre ersten deutschen Filme, wie z. B. Das Geschlecht der Schelme (1917), Die Rose von Dschiandur (1918) und Margarete - Die Geschichte einer Gefallenen (1918). Lya Mara heiratete 1918 Friedrich Zelnik. Das Paar wurde schnell zum Mittelpunkt für andere Filmschaffende, die sich oft im Haus der Mara/Zelniks trafen und an Drehbüchern feilten und diskutierten. Im eigenen Garten zeigte Lya Mara ein weiteres Talent. Sie betätigte sich als Gärtnerin und war für ihre einmalige Rosenzucht bekannt. In den frühen 1920er Jahren stand sie mehrfach mit Hans Albers (1891-1960) vor der Kamera, in Lydia Sanin (1922), Auf Befehl der Pompadour (1924) und Die Venus von Montmartre (1925). Mit ihrem Sex-Appeal und ihrer jugendlichen Unbeschwertheit gehörte Lya Mara schon bald zu den jungen Wilden und avancierte zum Publikumsliebling. Als sie Ende der 1920er Jahre einen schweren Autounfall erlitt, war die Anteilnahme des Publikums ungemein groß. Lya Mara spielte ab ca. 1925 in kommerziell erfolgreichen Stummfilmoperetten wie Die Försterchristl (1926), An der schönen blauen Donau (1927), Der Zigeunerbaron (1927), Mary Lou (1928) unter anderem neben Alfred Abel (1879-1937) und Harry Liedtke (1882-1945). Im Zuge des Erfolges erschien eine Romanreihe als Groschenheftchen unter dem Titel Lya - Der Herzensroman einer Kinokönigin. Danach zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Ihr einziger Tonfilm ist die Friedrich Zelnik-Produktion Jeder fragt nach Erika (1931). 1933 ging Lya Mara mit ihrem Mann Friedrich Zelnik ins Exil nach London, wo sich ihre Spur verliert. Nach Friedrich Zelnik Tod im Jahre 1950 soll Lya Mara in die Schweiz zu ihrer Schwester gezogen sein. Andere Quellen glauben, Lya Mara sei bereits während des Zweiten Weltkrieges in London verstorben.
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Das tanzende Wien | 1925
Heut tanzt Mariett mit Fred Louis Lerch | 1928
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |





