Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Lotte Neumann
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Lotte Neumann (1896-1977)

Lotte Neumann, eigentlich Charlotte Bergmann wurde am 5. August 1896 in Berlin-Charlottenburg geboren. Sie war Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.

Portrait und Szenenkarten

Lotte Neumann besuchte die Königliche Luisenschule in Berlin, danach die Wagnersche-Klinkhardsche Höhere Mädchenschule. Lotte begann ihre Theaterkarriere 13-jährig als Chorsängerin an der Komischen Oper und am Komödienhaus in Berlin. Sie absolviert eine Gesangsausbildung bei Karl Grünwald und Emma Seebold, studiert Tanz, Klavier und Sprachen. 1912 erhielt sie durch Max Mack (1884-1973) ihre erste Filmrolle in dem Film Launen des Schicksals (1912). Sie spielte kesse Gören in ernsten und heiteren Produktionen, gleichzeitig trat Lotte an Berliner Bühnen auf. Die Deutsche Mutoscop-und Biograph GmbH dreht unter der Regie von Paul von Woringens (1859-?) eine Lotte-Neumann-Serie. Zwischen 1916 und 1918 versuchte sie sich auch als Schriftstellerin, 1916 gründete sie die Lotte-Neumann-Film-GmbH, Regie führte weiterhin Paul von Woringen, die bis ins Jahr 1919 bestand. 1918 schreibt sie das Drehbuch zu dem Film Die Töchter des Herrn Dornberg (1918), Regie Paul von Woringen. Lotte hatte Filmverträge in Frankreich, Italien, Österreich und in den Balkanstaaten.

Auch während der 1920er Jahre blieb sie eine populäre Schauspielerin, die meist vornehme junge Frauen verkörperte. Ihre größten Erfolge feierte sie mit den Filmen "Die Brigantin von New York (1924), in Die Frau für 24 Stunden (1925), und in Der gute Ruf (1926). Erst während ihres langwierigen Scheidungsverfahrens, das von 1929 bis 1932 dauerte, beendete Lotte Neumann ihre Karriere als Filmschauspielerin.

Ab 1933 arbeitete Lotte Neumann als Filmschriftstellerin unter dem Pseudonym C. H. Diller. Diller war der Geburtsname ihrer Mutter. 1935 ging sie mit dem Drehbuchautor und Schauspieler Walter Wassermann (1883-1944) eine Berufspartnerschaft ein, die bis zu Wassermanns Tod 1944 dauerte. Als Schauspielerin ist sie ab 1936 nicht mehr beschäftigt. In der Zeit von 1935 bis 1958 verfasst sie 25 Drehbücher, unter anderem Kora Terry (1940) für die Ufa (Universum Film AG) und Friedrich Schiller (1939) für die Tobis-Filmkunst GmbH, Verkaufspreis je 10.000 RM, zusammen mit Walter Wassermann Die Nacht in Venedig (1941) und Altes Herz wieder jung (1942), die für 32.000 RM bzw. 30.000 RM an die Tobis-Filmkunst GmbH verkauft wurden.

Nach dem Krieg beendete sie ihre Arbeit als Drehbuchautorin und lebte zunächst am Wohnort ihrer Mutter in Gmund am Tegernsee, danach in Gaißach, sie starb am 27. Februar 1977.

 

 

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1912: Die Launen des Schicksals
  • 1916: Das Schicksal der Carola v. Geldern
  • 1917: Jugend. Die Furcht vor der Wahrheit (auch Produzentin)
  • 1919: Arme Thea
  • 1920: Romeo und Julia im Schnee
  • 1943: Das Konzert (Drehbuch)
  • 1953: Hochzeit auf Reisen (Drehbuch)

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text

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