Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Lindener Industrie von 1880-1899
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Lindener Gewerbe- Handel und Industriebetriebe von 1880-1899

vor 1880 Dampf-Kornbranntwein-Brennerei Heinrich Eppers in Limmer

Die Firma befand sich in der Wunstorfer Straße 27, in Limmer. Die Branntweinbrennerei von Heinrich Eppers wurde 1882 auf der Hannoverschen Kochkunst-Ausstellung ausgezeichnet. Um 1929 bis ca. 1949 war Wilhelm Eppers, und um 1953 Charlotte Eppers Besitzerin der Brennerei.

vor 1880 Optische Anstalt Carl Ahlers

Die Optischeanstalt des Mechanikers Carl Ahlers befand sich in der Falkenstraße 5. Er fertigte Messinstrumente, Mikrometer und Vacuumpumpen. Im Jahr 1878 nahm er an der Hannoverschen Gewerbeausstellung im Welfengarten, in Hannover teil.

1880 Teppichfabrik Alfred Christian Erblich, seit1885 Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels

Alfred Christian Erblich gründete 1880 seine Teppichfabrik. Ab 1885 wurde aus der Firma die Lindener Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels. Man war auf die Fabrikation von Teppichen und verwandten Artikeln spezialisiert.

Haupterzeugnisse: Mechanische Smyrna-Teppiche, Läufer, Doppelteppiche und Tournayteppiche. Die Teppichfabrik befand sich an der Blumenauer Straße, am Ihme-Ufer, und um 1895 in der Deisterstraße 2.

1881 Teppichfabrik C. Roskamp & Dehmann

Die Unternehmer C. Roskamp und Dehnmann aus Springe am Deister eröffneten in Linden ein Zweigwerk. Die Fabrik befand sich in der Deisterstraße.

1882 Neue Hannoversche Gummiwarenfabrik und Patent-Packungsfabrik Lennartz & Co, seit 1887 Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik, seit 1920 Mittelland Gummiwerke AG, seit 1929 Mittelland Gummi GmbH, danach HAGUMA - Hannoversche Gummiabsatzfabrik

Die Gummiwarenfabrik wurde von Leonard Lennartz gegründet und ging nach seinem Tod in den Besitz seiner Familie über. Die Fabrik war eine technische Fabrik, die Stopfbuchsen, Verpackungen und Baumwoll-Treibriemen produzierte. Am 19. August 1887 erfolgte die Umwandlung in Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik vorm. Lennartz & Co, eingetragen am 7. September 1887, da man die Hannoversche Gummiwarenfabrik von Ernst Bremeyer übernahm. Das Fabrikgelände befand sich in der Stärkestraße 14-15. 1919 erwarb das Unternehmen ein gegenüberliegendes 24.000 qm großes Fabrikgrundstück.

Am 13. März 1920 fand die Umwandlung in Mittelland Gummiwerke AG statt. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft saß unter anderem auch der britische Bankier und Zoologe Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild (1868–1937). Nun wurden auch Spielwaren produziert, und die Aktien wurden an der Hannoverschen Börse gehandelt. Das Verkaufsgeschäft wurde ab 1929 in die Mittelland Gummi GmbH in Hannover eingebracht. Von den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfasst, ging die Firma 1929 in Konkurs. Am 17. August 1929 beschlossen die Gesellschafter, die Liquidation der Gesellschaft in Berlin.

Bemühungen um die Verwertung der Immobilien blieben bis ins Jahr 1932 ohne Erfolg. Als HAGUMA, Hannoversche Gummiabsatzfabrik, lebte das Unternehmen, Mitte der dreißiger Jahre noch einmal auf.

   

            Mittelland Gummiwerke AG | 31.12.1921               HAGUMA - Hannoversche Gummifabrik | 04.09.1947

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in den Räumen der Mittellandwerke ein Zivilarbeiterlager. Ab 1944 mussten Zwangsarbeiter aus Holland und der Sowjetunion für die Kriegsproduktion arbeiten. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) wird das Lager 1949 mit 114 Insassen aufgeführt.

An der Südseite der Fabrik verlief die Gummistraße. 1950 wurde die Gummistraße nach dem Widerstandskämpfer Wilhelm Bluhm (1898-1942) benannt; ein Teil davon trägt heute den Namen des Arbeiterfotografen Walter Ballhause (1911-1991).

Die alten Werksanlagen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. An dieser Stelle, steht heute, am Ihme-Ufer das in den 1970er Jahren erbaute Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt. Geblieben ist nur ein Gebäude aus den Anfängen der Gummifabrik von Otto Köhsel (siehe: Gummiwaren-Fabrik Otto Köhsel gegr. 1870) aus dem Jahr 1870 - die Verwaltung befand sich einst in dem Fachwerkgebäude, in dem heute der Kinderladen Stärkestraße zu Hause ist.

1882 Saline Georgenhall

Die Saline Georgenhall, ein weiteres Lindener Salzwerk wurde von Georg Garben und Eduard Weber 1882 gegründet. Georg Garben aus Ditterke bei Gehrden / Hannover, der bereits in Göttingen die Saline Luisenhall betrieb, lies auf einem Grundstück an der Davenstedter Straße 80, heute ein Einkaufszentrum die Saline anlegen.

Die Saline hatte einen Salzgehalt (Sole) von 25%. Man verwendete zum Reinigen und Ausbessern der Solepumpen, einen Petroleummotor. Da das Herausziehen der Solepumpen ohne Motor in der Saline Georgenhall sehr zeitraubend war. Für die Sole selbst nutzte man Holzbottiche mit 400 cbm Fassungsvermögen. Die Bottiche bestanden aus 8 cm starken Tannenbohlen, die daubenartig an einander gesetzt, und durch 12 starke Eisenringe zusammengehalten wurden. Mit Schrauben versehene Schnallen an den Eisenbändern ermöglichten ein festes Zusammenziehen und Aneinanderpressen. Solch ein Bottich kostete 5000,00 bis 6000,00 Mark.

Im Juli 1880 schloss Garben, nachdem er sich Geschäftlich von Eduard Weber trennte, mit seinem Prokuristen Grote einen Gesellschaftsvertrag und nannte die Firma Saline Georgenhall Garben & Grote. Die Saline Georgenhall wird im Adressbuch von 1884 erstmals erwähnt. Ab 1907 Saline Georgenhall Garben & Eichwede OHG.

1882 Herrenkleider und Uniformfabrik Robert Meier

Die Fabrik befand sich in der Georgstraße 4, in Hannover. Die Lindener Filiale war in der Limmerstraße 18, in Linden-Nord.

1883 Fleischerwäsche-Fabrik Victor Buchholz

1883 gründete Victor Buchholz in der Nikolaistraße 2, in Hannover ein Unternehmen für Fleischerwäsche. Am 1. April 1906 verkaufte er seine Firma an den Kaufmann Heinrich Höhne. Neuer Standort der Fabrik war dann ab 1908 die Artilleriestraße 28. Nachdem die Fabrikgebäude in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 1943 durch Bombenangriffe zerstört wurden, zog man in die Limmerstraße 61, in Linden. Im April 1945 wurde das Geschäft vollständig ausgeplündert. Hans Höhne, der Sohn Heinrich Höhnes baute die Firma 1948 in Linden wieder auf. Schon 1949 konnte eine Vollständige Kollektion vorgelegt werden.

1883 Ofenfabrik Georg Vaupel, danach Hermann Heine

Georg Vaupel (1845-1910) gründete seine Ofenfabrik im Jahr 1883. Die Firma befand sich auf dem Hinterhof der Fössestraße 33 und später, um 1897 in Nummer 73. Die Jahresproduktion betrug 1500 Kachelöfen. Georg Vaupel war seit Gründung seiner Fabrik auch Besitzer der Immobilie. Die Familie Vaupel wohnte auch privat in ihrem Wohn- und Geschäftshaus.

Georg Vaupel wurde am 13. Mai 1845 geboren und starb am 11. März 1910 in Linden. Er wurde auf dem Lindener Bergfriedhof beerdigt, das Grab ist noch vorhanden.

Sein Sohn Rudolf Vaupel, von Beruf Keramiker und Ofensetzermeister, war erst Mitinhaber und dann Inhaber der Firma, und Besitzer der Immobilie. Auch er wohnte laut Adressbuch von 1928/29 im Gebäude der Fössestraße 73.

Vor 1934 wurde der Betrieb und die Immobilie, von der im Jahr 1897 gegründeten Ofenfabrik Hermann Heine aus Limmer übernommen. Nun wohnte Rudolf Vaupel laut Adressbuch, 1934 in der Küchengartenstraße 7, 1941 in der Nieschlagstraße 15, 1949 und 1953 in der Erichstraße 2.

1883 Lindener-Zeitung

Im Jahr 1883 wurde die Lindener Zeitung gegründet, ab 1910 bis 1919 umbenannt in Lindener Lokal Anzeiger. Die Redaktion befand sich in der Deisterstraße 6.

1883 Möbelfabrik Hermann Flöge

Hermann Flöge gründete seine Möbelfabrik im Jahr 1883. Die Firma befand sich in der Deisterstraße 17.

1884 Aktien Zuckerfabrik Linden (Stute & Blumenthal ?)

Die Aktien Zuckerfabrik Linden befand sich im Schlorumsweg 18, am Bahnhof Fischerhof.

vor 1883 Knopffabrik Jacob Frank

Die Knopffabrik von Jacob Frank produzierte mit 150 Arbeitern hauptsächlich Steinnussknöpfe.

Gruß von der Zuckerfabrik Hannover-Linden (Schlorumpfsweg 18) | 18.11.1910

vor 1884 Sägemühle/Sägewerk Fritz Knust

Der Architekt und Maurermeister Friedrich Knust (1848-1887), genannt Fritz, betrieb mit seinem Bruder Karl, der war auch Architekt und Zimmermann bis ca. 1884 an der Falkenstraße 34 eine Sägemühle/Sägewerk. Später (um 1869) wurde aus der Falkenstraße die Davenstedter Straße 14. Heute befindet sich auf einem Teil des Grundstücks die Grundschule am Lindener Markt. Er war auch der Architekt, der ab 1887 erbauten Schule (Stammestraße 53), und der Michaeliskirche in Ricklingen.

Privat wohne Fritz Knust mit seinem Bruder Karl, laut Adressbuch von 1868/72 in der Posthornstraße 1. Als Fritz Knust 1888 starb bekam er ein Ehrengrab auf dem Michaelisfriedhof in Ricklingen. Es gab auch eine Straße, die nach der Familie benannt wurde, die Knuststraße.

1884 Hannoversche Coutschouk- Guttapercha- und Telegraphen Werke in Linden bei Hannover, seit 1897 Vereinigte Gummiwarenwerke Fabriken Hannover-Harburg-Wien

Das Unternehmen wurde auf dem Grünstück der ehemaligen Stärkefabrik Paulmann (1848) / Ehlermann & Kuhlmann (1850) in der Stärkestraße 13 errichtet. Die Hannoverschen Caoutchouc-, Guttapercha- und Telegraphen-Werke hatten bis zu ihrer Schließung zwei Rohstoffe verarbeitet: Kautschuk, der damals nur in natürlicher Form erhältlich war, und Guttapercha, den eingedickten Milchsaft einer Baumart aus Südostasien. 650 Arbeiter waren in der Firma beschäftigt. Den Ziegelbau an der Ihme verließen Dichtungen für Maschinen, Treibriemen, Fahrradreifen, Betteinlagen, Eisbeutel, Zerstäuber für Insektenpulver und andere Dinge, die in der Industrie, Krankenpflege und im Haushalt gebraucht wurden. Der wichtigste Produktionszweig waren aber Kabel für das Telegraphenwesen und die zunehmende Zahl elektrischer Leitungen und Telefone. 1897 ging das Unternehmen an die Vereinigte Gummiwarenwerke Fabriken Hannover-Harburg-Wien mit Sitz in Harburg und Wien über. Als im Ersten Weltkrieg die Einfuhr von Naturkautschuk problematisch wurde, schloss das Unternehmen 1917 das Werk in Linden.

1884-1935 Chemische Fabrik Königswarter & Ebell Linden vor Hannover

Gegründet wurde die Chemische Fabrik durch Dr. phil. Paul Ebell und dem jüdischen Bankier und Generalkonsul Dr. jur. Baron Julius von Königswarter. Baron Königswarter stammte aus Frankfurt am Main. Man stellte alle Arten von Chemikalien her. Abnehmer waren Färbereien und Druckereien. Die Chemische Fabrik Königswarter & Ebell - Linden vor Hannover stand in der Gummistraße 10, heute Walter-Ballhause-Straße.

              

        Königswarter & Ebel Chemische Fabrik | 09.03.1910                  Königswarter & Ebell G.m.b.H. Chemische Fabrik
                                                                                                                 Hannover-Linden | 10.08.1921

Im Jahr 1935 wird das Unternehmen von der Varta AG übernommen und der neu gegründete Standort Hagen, in Westf. wird zur Produktion von Nickelverbindungen genutzt. Heute besteht die Königswarter & Ebell Chemische Fabrik GmbH noch in Hagen.

1885 Haushalts-Verein, Konsum-Verein und Rabatt-Spar-Verein Linden

Der Haushalts-Verein Linden, auch Konsum-Verein oder Rabatt-Spar-Verein Linden genannt, war ein 1885 gegründeter, eingetragener Verein. Am 1. Oktober 1885 wurde die Geschäftsstelle 2 an der Elisenstraße eröffnet. Es gab Filialen im Haus Charlottenstraße 5 (Verkaufsstelle 5), Deisterstraße 5 und an der Davenstedter Straße 8. Im Jahr 1900 kaufte das genossenschaftliche Unternehmen die Grundstücke 19 und 20 in der Kochstraße. Die Geschäftsstelle 2 in der Elisenstraße wurde daraufhin aufgegeben und in die Kochstraße verlegt.

Die Verkaufsstellen führten Kolonialwaren, Manufakturwaren, Fußmatten, Besen, Glas- und Porzellanwaren.

 

Haushalts-Verein Linden Verkaufsstelle 5. (Charlottenstraße 5.)

Haushalts-Verein Linden | 24.02.1910
(Davenstedter Straße 8.)

Am 18. Juni 1900 trat das Warenhausgesetz in Kraft. In Preußen hatten entsprechend dem preußischen Warenhausgesetz vom 18. Juni 1900 alle Handelsunternehmen, die mehr als zwei von vier willkürlich bestimmten Warengruppen anboten und über 400 000 RM umsetzten, eine nach Umsatz gestaffelte Zusatzsteuer zu entrichten. Um sich die durch das Gesetz entstandenen hohen Steuern zu sparen, verkaufte der Rabatt-Verein ab 1901 keine Bedarfsartikel mehr. Es wurden nur noch Kolonialwaren angeboten. Der Verkauf an Nichtmitglieder war laut Genossenschaftsgesetz von 1897 bei hoher Strafe verboten. Nur die organisierten Konsumenten konnten in den Geschäften günstiger einkaufen. Die Mitglieder des Haushaltsvereins erhielten auf ihren Einkauf am Jahresende eine Dividende von 3 %. Später verteuerten sich die Waren so sehr das die Kunden ausblieben.

1886 Klempnerei, später Auto-Klempnerei Albert Kühn

Die 1886 gegründete Klempnerei, später Auto-Klempnerei, des Klempnermeisters Albert Kühn befand sich laut Adressbuch von 1897 in der Deisterstraße 38. Albert Kühn war auch Besitzer der Immobilie und wohnte in der I. Etg. Später kaufte er das Haus Marktplatz 10, (später in Lindener Marktplatz 10 umbenannt) und wohnte dort mit seiner Familie.

Laut Adressbuch von 1934 nannte sich die Firma nun Auto-Klempnerei und Kühlerfabrik Albert Kühn. Im Jahr 1941 ist seine Witwe M. Kühn Besitzerin der Immobilien.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß die Firma laut Adressbuch von 1949 und 1953 Kühler-Kühn. Zu dieser Zeit war Frau M. Meinecke-Kühn (Frau M. Kühn hat vermutlich geheiratet), Inhaberin der Firma und wohnte privat in der Von-Alten-Allee 1, auch diese Immobilie gehörte ihr. Das Haus Marktplatz 10 gehörte nun dem Klempnermeister August Reinecke.

Auto-Klempnerei Albert Kühn (Deisterstraße 38)
30.08.1927

1886 Spezialgeschäft für christliche Kunst und Literatur Peter Kleineberg

Am 1. April 1896 gründete Peter Kleineberg im Eckhaus Posthornstraße 10 a., Ecke Weberstraße eine Buch, Kunst, und Papierhandlung. Sein Sohn Nikolaus-Peter Kleineberg erweiterte die Geschäftsräume. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Werkstätten und Lagerräume völlig zerstört. 1949 wurde eine Filiale in der Osterstraße 11 und in der Voßstraße 39 eröffnet.

1886 Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag)

Johann Georg Friedrich Adolph Hurtzig (1825-1897), Fritz genannt gründete an der Blumenauer Straße 14-16 die Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag). Fritz Hurtzig war von 1867 bis 1874 Präsident der Handelskammer Hannover und Zeitweilig auch im Ausschuss des Deutschen Handelstages. Außerdem war er ein Neffe Georg Egestorffs (1802-1868).

Die Hannoversche Brotwarenfabrik AG war die erste Fabrik, die es sich zur Aufgabe machte, die Herstellung von Roggenbrot mit Maschinen zu betreiben. Die Brotfabrik war mit einer Dampfmühle ausgestattet. In die Dampfmühle waren alle Hilfsgeräte, zum Beispiel Reinigungsmaschinen, eingebaut. Nach der Übernahme durch Franz Harry (1892-1946) 1929 ging später die Harry’s Brotfabrik aus diesem Unternehmen hervor.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Hannover-Limner, einem Außenlager des KZ-Neuengamme bei Hamburg, zur Produktion in der Harry-Habag-Brotfabrik beschäftigt.

HABAG Werke AG | 25.01.1917

1888 Carl Ahrend, Brennstoffe für Industrie- und Hausbrand, später Karl Ahrend KG

1888 wurde die Firma von Carl Ahrend in der Deisterstraße gegründet. Carl Ahrend und sein Vater Friedrich betrieben das Kohlengeschäft, während die Schwiegertochter Christine Ahrend ein Kolonialwarengeschäft leitete. 1902 kaufte Carl ein Grundstück in der Wittekindstraße 11 und die Firma zog um. In den neuen Geschäftsräumen wurde ein Ladengeschäft für Brennstoff- und Kohlenhandel eröffnet. 1913 verstarb der Vater und Carl führte den Betrieb allein weiter. 1922 übernahmen dann Carls Sohn Karl und dessen Frau Emmy Ahrend die Geschäfte. 1927 wurde ein Lagerplatz mit Gleisanschluss am Bahnhof-Fischerhof gepachtet. Nach dem 50jährigen Jubiläum des Kolonialwarengeschäfts wurde es im Sommer 1939 geschlossen.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in den Räumen der Firma Ahrend ein Zwangsarbeiterlager. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) im Jahre 1949 wird das Lager mit 200 Insassen aufgeführt. 1948 wurde die Firma eine Kommanditgesellschaft (KG).

1888-1960 Asphaltfabrik und Teerdestillation Schliemann & Co AG

Schliemann & Co. AG - Asphaltfabrik u. Teerdestillation

Die Firma hatte Ihren Sitz im Schlorumsweg 4, zog aber später in die Mars la Tour Straße 8 um.

Der Ingenieur Karl Schliemann (1855-1922) betrieb zunächst die Herstellung von Kitten und Bautenschutzmitteln. 1890 begann man auch mit der Herstellung von Stampfasphalt. Schliemann meldete mehrere Patente im Bereich Straßen- und Bodenbelag an.

Die Betriebsräume wurden 1943 und 1945 zweimal zerstört, nach Kriegsende wurde auf wechselnden Grundstücken weiter gearbeitet, 1948 am Bauweg 34. 1960 wurde die Firma Schliemann & Co. AG nach Konkurs geschlossen.

1888 Sattlerei Heinemann

Die Sattlerei von Willi Heinemann befand sich in der Deisterstraße 31 und 36.

1888-1978 Kaiser-Brauerei in Ricklingen

Die Gründung der Kaiser-Brauerei in Ricklingen erfolgte am 21. Juni 1888 auf Initiative des einflussreichen, Ricklinger Gemeindevorstehers Conrad Friedrich Schnabel, der mit einigen Gesellschaftern 600.000 Mark aufbrachte und dann das Brauereigebäude auf einem Grundstück in der Nähe des Fischerbahnhofs (Ricklinger Stadtweg 150) errichtete. Produziert wurden Unter- und obergärige Biere, ferner Eis, sowie Nebenprodukte für die eigene Verwertung und den Verkauf. Gearbeitet wurde mit einer Dampfmaschine der Maschinenfabrik Augsburg AG, es war eine liegende Einzylinderdampfmaschine mit einer Ventilsteuerung, sie hatte 60-90 PS, und einen Zylinderdurchmesser von 400 mm. 1921 wurde das Stammkapital um 300.000 Mark erhöht und laut Hauptversammlung vom 15. November 1924 erfolgte die Umstellung des Kapitals von 900.000 Mark in gleicher Höhe auf Reichsmark. Die Kaiser-Brauerei wurde 1970 von der Feldschlösschen Brauerei Braunschweig aufgekauft und 1978 geschlossen. Heute befindet sich hier das Kaiser-Sport-Center.

1888 Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik von C. Gerhardy

Die Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik befand sich in der Deisterstraße 21, später dann Deisterstraße 31.

1888 Kathr. Meyer Dachdeckerarbeiten

Die Dachdeckerei Meyer war in der Kaplanstraße 11.

Werbeanzeige von Kathr. Meyer | 1941

1889/90 Maschinenfabrik Gebr. Körting AG

Die Gebr. Körting AG wurde von den Brüdern Berthold und Ernst Körting (1842-1921) am 1. November 1871 gegründet. Man produzierte selbst entwickelte Injektoren und Dampfstrahlapparate. Im Jahr 1872 wurde aufgrund der sich ausweitenden Produktion eine Fabrik in der Celler Straße gebaut. Sie bestand aus zwei kleinen Betriebsgebäuden mit einer 12 PS starken Dampfmaschine. Es wurden 41 Arbeiter beschäftigt und 1874 lieferte das kleine Werk bereits 2.000 Strahlapparate aus.

Laut dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Düsseldorf aus dem Jahr 1876 ist Ernst Körting am 16. November 1876 ein Patent auf einen Doppel-Injektor, für drei Jahre, von November 1876 an und für den Umfang des preußischen Staats erteilt worden. Ab 1889 erfolgte der Umzug in die Badenstedter Straße nach Linden. Dort gab es einen direkten Zugang zur Eisenbahnlinie, zum Bahnhof Küchengarten und ab dem Jahr 1894 führte auch die elektrische Straßenbahn an der Fabrik vorbei.

Anfang der 1890er Jahre wurde auf einem dem Werk gegenüberliegenden Gelände der Grundstein für eine Arbeitersiedlung gelegt. Doppelhäuser wurden gebaut, und für jede Wohnung waren Stallungen und ein Gartenland von 800 qm vorgesehen. 1893 kam auch eine Schule für 120 Kinder hinzu. Die Siedlung wurde 1895 unter dem Namen „KÖRTINGSDORF" amtlich eingetragen. Heute erinnern nur noch zwei Siedlungshäuser und der Straßenname (Körtingsdorf) an die Arbeitersiedlung.

   

                        Gruss aus Körtingsdorf - Fabrik                 Grüsse aus dem Beamtenspeisehaus Körtingsdorf | 20.08.1908 

Im Jahr 1904 trat durch Heirat die Familie Fusch in das Maschinenbau-Unternehmen ein. 1913 wurde ein Körting Dieselmotor an die Henequén-Fabrik, auf der Hazienda Yaxcopoil, in Yucatán/Mexiko geliefert. In der Fabrik wurden aus den Blättern von Agaven weiche verspinnbare Fasern gewonnen die als „Henequén“ bezeichnet werden. Der Motor war noch bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1984 in Betrieb.

Am 11. August 1932 wird aus der Gebr. Körting AG, durch Umwandlung die Firma Körting-Heizung-Maschinen- und Apparate AG, mit einem Kapital von 50.000 Mark. Gründungsmitglied ist die Gebr. Körting AG im Vergleichsverfahren sowie die Unternehmer Dr. Ernst Wustandt, Carl Bütbw, Gustav Krause und Karl Spillner aus Hannover. Die Produktpalette wurde im Laufe des 20. Jhs. kontinuierlich angepasst, wobei die Kernkompetenz, die Strömungsapparate (Strahlpumpen, Düsen und Brenner), immer weiter verfeinert wurde. Die Motoren- und Turbinentechnik wurde zurückgefahren und aufgegeben. Heute ist die Firma Körting Hannover AG in fünfter Generation im Familienbesitz Körting/Fusch. Die Firma hat ihren Stammsitz in der Badenstedter Straße 56.

Mehr zur Firma Körting und der Siedlungsgeschichte.

1889 Straßenbaufirma & Steinbruch Berneburg

Am 1. April 1889 gründete Georg Berneburg die noch heute bestehende Straßenbaufirma. Der Sitz des Unternehmens befand sich im Haus Beethovenstraße 7, im sogenannten Berneburg-Haus und später im neuen Verwaltungsgebäude an der Davenstedter Straße 81. Georg Berneburg betrieb auch einige Steinbrüche.

Am ehemaligen Verwaltungsgebäude in der Davenstedter Straße 81, ist noch ein Relief, eines Arbeiters in Form und Stil von Georg Herting (1872-1951), über dem Hauseingang zusehen.

um 1890 Die Schwanenburg in Limmer

Noch Baustelle!!!

Der Kaufmann Johann Friedrich Andreas Geffers legte an der Leine einen Lustgarten an. Dazu ließ er das sumpfige Gebiet aufschütten und am Fösse-Fluß zwei Teiche ausheben. Nach Geffers Tod verpachteten die Erben um 1890 die Gartenanlage an den Wirt August Stein aus Hannover, der den Namen Schwanenburg erfand. Den restlichen Teil erhielt die 1895 gegründete Maschinenfabrik Jühnke & Lapp, die ein Jahr später zur Weidestraße verlegt wurde. August Stein führte 1887 auch das Restaurant Zum Uniongarten, des Union-Theaters, auch Sommer-Theater genannt, in der Maschstraße 12, in Hannover.

        

    Union-Theater - Gruss vom Uniongarten | 11.10.1897                 Gruß von der Schwanenburg | 25.08.1897

Die Eheleute Max Rüdenberg (1863-1942) und Margarethe Helene Rüdenberg, geb. Grünberg (1879-1942), erwarben 1897 das Gelände an der Wunstorfer Straße 18 in Limmer. Sie kauften die Gebäude der umgezogenen Maschinenfabrik Jühnke & Lapp sowie das Grundstück der alten Schwanenburg. Die Rüdenbergs errichteten noch im selben Jahr eine Bettfedernfabrik (Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen), mit eigenen Niederlassungen in China. Auf einem Teil des Grundstücks errichteten sie 1898 das Gebäude der neuen Schwanenburg mit Konzertsälen und einer Parkanlage. In der Fabrik fanden 1916 etwa 60 Menschen Arbeit. Die Schwanenburg wurde verpachtet. Während des Ersten Weltkriegs diente die Schwanenburg auch als Kriegslazarett.

         

       Gruß von der Schwanenburg Limmer | 14.08.1903                  Reserve-Lazarett Schwanenburg | 17.04.1915

Die Rüdenbergs waren Juden. Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden, so dass ihre Kinder Ernst und Eva 1936 und 1939 nach Kapstadt und England emigrierten. Laut Adressbuch von 1934 hatte die Max Rüdenberg GmbH noch einen zweiten Geschäftsführer namens Walter Wiese. Die Rüdenbergs blieben jedoch in Hannover und wurden zum Verkauf ihres Vermögens (die Stadt kaufte am 21. Februar 1942 unter Wert das Grundstück der Schwanenburg in der Wunstorfer Straße 18) genötigt. Um trotzdem auf dem verbleibenden Restgrundstück wohnen bleiben zu können, baute Max Rüdenberg das Obergeschoss eines alten Sortier- und Lagerhauses zu einer 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon in der Wunstorfer Straße 16 a aus. Das Haus wurde im September 1941 zu einem der sogenannten 15 Judenhäuser in Hannover deklariert. Im Dezember 1941 wurden 41 Bewohner in das Ghetto Riga/Lettland deportiert. Mit Verfügung vom 1. Juli 1941 ging das gesamte Vermögen der Rüdenbergs in den Besitz des Deutschen Reiches über.

Am 23. Juli 1942 wurden die Eheleute Rüdenberg und weitere 22 Bewohner des Hauses ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ab November 1941 wurde die ehemalige Garnisonsstadt Theresienstadt, die 60 km nördlich von Prag (Tschechien) liegt, als Ghetto für Juden aus Böhmen und Mähren genutzt, ab Juli 1942 auch für deutsche und österreichische Juden. Max Rüdenberg stirbt am 26. September 1942 im Alter von 79 Jahren, Margarethe Rüdenberg stirbt am 29. November 1943 im Alter von 64 Jahren. Die Rüdenbergs starben wahrscheinlich an den Folgen der unzureichenden Ernährung und medizinischen Versorgung in Theresienstadt.

  

                Limmer - Schwanenburg | 05.07.1916

Die Schwanenburg war Anfang der 1950er Jahre auch ein beliebter Treffpunkt von Homosexuellen.

Am 13. November 2008 wurden zum Gedenken an die Eheleute Max und Margarethe Rüdenberg, an der Wunstorfer Straße 16 a., zwei Stolpersteine verlegt. Am 29. September 2011 wurde der "Heinrich-Kollmann-Weg" am ehemaligen Gelände der Schwanenburg, in "Zur Schwanenburg" umbenannt.

Weitere Schwanenburg-Karten

1890 Troske & Co. Licht und Fotopauserei, Plandruckanstalt, dann Troske & Sievers, später Troske & Woll

Im Jahr 1890 wurde die Licht und Fotopauserei, Plandruckanstalt unter dem Namen Troske & Co., als Kommanditgesellschaft gegründet. Dann, 1897 hieß die Firma Troske & Sievers. Sie befand sich in der Theaterstraße 13. Später hieß die Firma Troske & Woll. Die Geschäftsräume befanden sich nun in der Herrenstraße 15, im Jahr 1949 in der Brüderstraße 2. Es gab ab 1940 auch eine Filiale in der Limmerstraße 6.

1890-1990 Bettfedernfabrik Werner & Ehlers
1890 Creditverein Linden, ab 1906 Lindener Creditbank eGmbH, ab 1940 Lindener Volksbank eGmbH

1890-1930 Celluloidwaren Fabrik Dr. Paul Hunaeus

Die Celluloidwaren Fabrik von Dr. Paul Hunaeus (?-1932) aus der Leinaustraße stellte Spielwaren (Puppen), Fahrrad- sowie fotografische Artikel her. Das Unternehmen besaß auch eine eigene Feuerwehr. Dr. Paul Hunaeus meldete mehrere Patente an. Ab 1910 fungiert die Firma auch als Rohzelluloidlieferant. 1916 produzierte man Spielzeug, dass im Dunkeln leuchtete und seit 1921 Rasseln, Tiere und Stehauffiguren.

1925 übernahm Dr. Carl Scheu die Firmenleitung. Man stellte nun auch Badezimmer Möbel und verschiedene Klosettsitze aus Celluloid her. 1929 produzierte die Firma auch bemalte Puppen mit beweglichem Kopf und Armen (D.R.P.) her.

Im Jahr 1930 fusionierte man mit der Rheinischen Gummi- und Celluloidfabrik (Schildkröt), in Mannheim-Neckarau

Gottfried Link - Kupferschmiedemstp. | 05.08.1891

1890 Bettfedernfabrik Thomasczik & Wengler

Thomasczik & Wengler Hannover-Linden | 25.05.1892

Die Firma wurde von Richard Thomazcik und August Wengler schon im Jahr 1883 gegründet. 1890 wurde die neue Fabrik in der Deisterstraße 85 in Betrieb genommen. 1907 vertrieb man die Heilbronner Bettfedern Schutzmarke Kätchen von Heilbronn. 1928/29 war die Firma in der Leinaustraße 27 und 1934 in der Deisterstraße 6 (heutige Adresse: Schwarzer Bär 6) ansässig. Nun war Franz Braun Inhaber, Herr Braun wohnte auch privat in der Deisterstraße 6. Vor 1940 wurde dann die Firma vermutlich geschlossen.

1890 Gewerbliche Fortbildungsschule

1890 gründet die Handwerksinnung der Stadt Linden eine Gewerbliche Fortbildungsschule.

vor 1891 Kupferschmiede Gottfried Link

Ab 1898 Apparatebau Gottfried Link & Co. Man baute auch Badeöfen für Gas- und Kohlenbetrieb, sowie für Dampf- und Wasserheizungen

1891 Maschinenfabrik Schütte & Pöppe, Fabrik hauswirtschaftlicher Maschinen Marke Hannovera

Die Maschinenfabrik Schütte & Pöppe in der Davenstedter Straße 43 stellte hauswirtschaftliche Maschinen, Tafel und Briefwagen her, 1935 lautete der Firmenname Hannovera Waagen und Maschinen-Fabrik Schütte, Pöppe und Widewag GmbH.

1891 Chemische Reinigung, Wäscherei und Färberei F. A. Stichweh

Das Unternehmen wurde 1853 von Friedrich August Stichweh (1818-1886), einem gelernten Färber, als Färberei, Druckerei und französische Waschanstalt in Hannover gegründet. Die erste Filiale wurde 1866 eröffnet und existierte bis 1943. Um 1860 führte man außerdem die chemische Reinigung ein. 1891 wurde der Betrieb nach Limmer, an die Leine verlegt. Seit 1923 war Wilhelm Stichweh, ein Enkel des Unternehmensgründers Leiter der Firma. Ihm gelang es den Betrieb zu vergrößern. 1928 hatte die Firma 300 Mitarbeiter. Nach starken Schäden im Zweiten Weltkrieg, bei einem Flugzeugabsturz auf das Fabrikgelände starben 29 Mitarbeiter, wurde das Unternehmen erfolgreich wieder aufgebaut. Und bietet heute seine Dienste bundesweit an.

1891 Schuhwarenfabrik Paulmann & Heers

Am 1. Januar 1891 wurde die Schuhwarenfabrik von Wilhelm Paulmann und Herrmann Heers in der von Alten Allee 23. gegründet. Es wurden Herren- Damen und Kinderstiefel aus derbem Rindsleder hergestellt. Die Jahresproduktion betrug 40.000 Paar. Nach dem Tod Paulmanns führte Heers die Firma allein weiter.

1892 Fortuna Apotheke

Die Fortuna Apotheke des Apothekers Johannes Kerl befand sich in der Deisterstraße 75. Am 31. Dezember 2010 wurden die Apothekenräume nach 118 Jahren geschlossen.

1892 Gebrüder Mehring G.m.b.H. - Baustoffe,
         Dachbedarf und Kohlen

Die Firma befand sich in der Fössestraße 1. Am 19. März 1892 gründen die Brüder Fritz und Walter Mehring ihre Firma.

Die ersten Geschäftsräume waren in der Stephanusstraße auf dem Gelände der Lindener Aktienbrauerei (LAB). Danach wurde der stillgelegte Güterbahnhof Küchengarten von der Reichsbahn übernommen. Zum alten Stationsgebäude wurde ein neues Lagerhaus gebaut. 1935 wurde der Büroneubau abgeschlossen, da das Stationsgebäude nicht mehr ausreichte.

Gebr. Mehring G.m.b.H. Baumaterial-Asphalt | 11.11.1921

Fritz starb 1919 und Walter Mehring 1943. Die Firma wurde dann von Günter Mehring, dem Sohn von Walter Mehring weitergeführt.

Deisterstraße | 18.03.1914
(rechts mit Fortuna-Apothekenschild)

Gebr. Mehring G.m.b.H. Baustoff-Großhandel Wand- u.
Fußbodenplatten - 11.04.1927

1893 Baby-Spezialgeschäft August Blumenthal, später Baby-Bazar Hannover

Das Geschäft von August Blumenthal befand sich in der Deisterstraße 9, neben dem Restaurant Zum Lindener Mond. Das Sortiment bestand aus Kinderbekleidung, Kinderwagen, Kinderbetten und Matratzen. Später übernahm sein Sohn Herrmann Blumenthal (1866-1938), wohnhaft in der Falkenstraße 1-3, dass Geschäft des Vaters und nannte es Baby-Bazar Hannover.

Herrmann Blumenthal hatte mit seiner Ehefrau Ella Blumenthal (1870-1923) zwei Töchter, Erna und Hedwig Blumenthal (1886-1982). Um 1910 bis 1922 gab es eine Filiale gleichen namens im Haus Engelbosteler Damm 21, in der Nordstadt. In dieser Filiale arbeiteten hauptsächlich Mutter Ella und ihre Tochter Erna. Hedwig war in der Deisterstraße mit ihrem Vater tätig. Nachdem Erna Blumenthal geheiratet hatte, zog sie 1920 mit ihrem Ehemann nach Frankfurt am Main um. Am 15. Dezember 1923 verstarb Ella Blumenthal, im Alter von 53 Jahren. Herrmann Blumenthals Schwiegersohn, Hans Neumann (1886-1967), Ehemann der Tochter Hedwig, wurde nun Teilhaber der Firma und wohnte ebenfalls in der Falkenstraße 1-3.

In der Nacht vom 10. zum 11. November 1938 (Novemberpogrom) wurden die Schaufensterscheiben und die Inneneinrichtung des Geschäfts, völlig zerstört. Der jüdische Inhaber Blumenthal musste für die Sicherung und Reparatur seines Ladens selbst aufkommen. Herrmann Blumenthal und Hans Neumann wurden noch am selben Abend in sogenannte Schutzhaft genommen. Sein Schwiegersohn wurde nach kurzer Zeit entlassen. Herr Blumenthal aber wurde wenig später in das Konzentrationslager Buchenwald (Zugangsliste KZ-Buchenwald: 23619), auf dem Ettersberg bei Weimar deportiert. Er wurde erst im Dezember 1938 wieder entlassen. Herrmann Blumenthal starb kurz nach seiner Entlassung aus dem KZ-Buchenwald, am 19. Dezember 1938 in Hannover, vermutlich an den Folgen seiner Haft. Bestattet wurde Herrmann Blumenthal auf dem jüdischen Friedhof An der Strangriede, in der Nordstadt, auf dem schon 1923 seine Frau Ella Blumenthal beerdigt wurde.

Hans und Hedwig Neumann verkauften danach das Geschäft. Käufer war der Kaufmann Rudolf Jacobs (?-1945), der das Geschäft unter dem neuen Namen Alles fürs Kind weiterbetrieb. 1939 verließ die Familie Neumann Hannover-Linden und zog zunächst in die Goethestraße 15 und drei Monate später in die Wissmannstraße 13. Hans und Hedwig Neumann sind 1941 in die USA ausgewandert. Dort haben sie sich in Hans und Heddy Newman umbenannt. Ihre Tochter Ellen geboren 1927, später Ellen Goldman, hatten sie im Juli 1939 mit einem sogenannten Kindertransport nach England in Sicherheit gebracht.

Im Oktober 1943 wurde das Gebäude in der Deisterstraße 9, bei einem amerikanischen Luftangriff durch B 17-Bomber völlig zerstört. Das Geschäft Alles fürs Kind von Rudolf Jacobs zog danach in die Deisterstraße 5 um.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bemühte sich Hans Newman von den USA aus um eine Wiedergutmachung für die Eigentums- und Vermögensverluste seiner Familie.

Deisterstrasse | 08.08.1910

Unter anderem strengte er einen Prozess gegen die Witwe Rudolf Jacobs (gefallen am 17. April 1945) an, weil er den Baby-Bazar damals deutlich unter Schätzwert an Rudolf Jacobs hatte verkaufen müssen. Der Rechtsstreit endete 1954 mit einem Vergleich vor dem Landgericht Hannover. 1957 wurde Hans Newman in einer laufenden Berufungsverhandlung gegen das Land Niedersachsen vom Oberlandesgericht Celle das Armenrecht bewilligt. In dem Verfahren wurden mehrere Zeugen zum Zustand des Baby-Bazars vor und nach dem Novemberpogrom 1938 gehört, darunter die Witwe Gertrud Jacobs, die frühere Angestellte Irma Bock, die seit 1934 im Baby-Bazar tätig gewesen war und anschließend auch für Rudolf Jacobs gearbeitet hatte, sowie Erna Daevessen geb. Blumenthal in Frankfurt am Main, die Schwester von Heddy (Hedwig) Newman.

Der Gesundheitszustand von Hans Newman verschlechterte sich, in ärztlichen Gutachten ging es auch um die Frage, ob und inwieweit die Krankheit auf die erlittene Verfolgung zurückzuführen und damit zu entschädigen sei. Der Rechtsstreit war noch nicht beendet, als Hans Newman am 9. April 1967 nach schwerer Krankheit starb. Seine Witwe Heddy (Hedwig) Newman setzte das Verfahren ihres Ehemannes fort. Sie erhielt eine Rente vom Land Niedersachsen, bis sie am 25. September 1982 starb.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover
| Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies M.A. | Stadt Hannover | 2008
Projekt - www.lebensraum-linden.de

1894 Schlachthaus Linden

Auf dem Platz zwischen der heutigen Steigertahlstraße und der Westschnellwegauffahrt befand sich von 1894 bis 1960 das Schlachthaus der Stadt Linden. Architekt des 1893/94 an der Limmerstraße 128 erbauten Schlachthauses war der in Göttingen geborene Architekt und Stadtbaurat Georg Fröhlich (1853-1927). Anfang der 1920er Jahre war Tierarzt Dr. vet. Eduard Rekate als Schlachthausdirektor tätig. 1928/29 wohnte Dr. vet. Rekate, Schlachthausdirektor a. D., in der Ostermannstraße 9.

Nach der Eingemeindung Lindens in die Stadt Hannover, im Jahr 1920, wurde der Schlachthausbetrieb dem 1881 gegründeten Schlachthof der Stadt Hannover übertragen. Nur das Veterinäruntersuchungsamt Linden verblieb am Ort. 1925 wurde der Tierarzt Dr. vet. Kurt Niewerth (1897-1945?) im Veterinäruntersuchungsamt Hannover-Linden als Tierarzt eingestellt. Zu dieser Zeit wohnte und betrieb er auch in der Limmerstraße 128 seine Praxis. Die restlichen Gebäude wurden nun von der Stadt Hannover anderweitig genutzt. Auch der Fischereiverein Hannover nutzte einen Teil der Hallen. Anfang der 1960er Jahre wurde der Westschnellweg gebaut. Die Gebäude und Lagerplätze an der Limmerstraße 124-130 wurden deshalb abgerissen.

1894 Fabrik für Bilderrahmen Paul Koch

Der Glaser Paul Koch gründete am 17. November 1894 seine Firma. Die Fabrik für Bilderrahmen aller Art befand sich in der Fortunastraße 30. Man machte auch Bau- und Kunstverglasungen aller Art. Paul Koch war auch Besitzer der Immobilie und wohnte in der Limmerstraße 21.

1895 Wilhelm Möller Rohstoffhandel

Der Rohproduktengroßhandel und mit Lumpensortieranstalt des Kaufmanns Wilhelm Möller befand sich bis zum 1. Februar 1895 in der Deisterstraße 3, ab 1897 in der Blumenauer Straße 1 a., und später in Nummer 8. Das Grundstück mit Geschäfts- und Wohnhaus gehörte Wilhelm Möller, er wohnte in der ersten Etage.

1895 Maschinenfabrik Jühnke & Lapp in Limmer

Die Maschinenfabrik befand sich auf dem Gelände der Schwanenburg. Später zog man in die Weidestraße um.

vor 1895 Photographische Anstalt Fritz Walkenhorst

Die Photographische Anstalt von Fritz Walkenhorst befand sich schon vor dem Jahr 1895 in der Ihmebrückstraße 2 a. (später Deisterstraße 2), in Linden, Am Schwarzen Bär. Privat wohnte Fritz Walkenhorst laut Adressbuch von 1897 über seinem Atelier. Es gab später auch noch eine Filiale am Goetheplatz 1 in Hannover. Im Adressbuch von 1928/29 wird Fritz Walkenhorst mit Georg Walkenhorst als Besitzer des Ateliers am Goetheplatz 1 geführt. Das Atelier in der Deisterstraße 2 gab es nun nicht mehr. 1934 wird nur noch Georg Walkenhorst geführt.

CDV (Carte de Visite) | KAB (Kabinettfoto) Archiv - Atelier Fritz Walkenhorst

vor 1895 Spedition Paul Gruner

Die Spedition mit Lagerhaus befand sich in der Posthornstraße 15 und Kaplanstraße 20. Privat wohnte Paul Gruner auch in der Posthornstraße 15. Das Lagerhaus der Firma hatte auch einen Gliesanschluss für Massengüter am Bahnhof Linden-Fischerhof.

1895 Erste Deutsche Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal

Die Bauanstalt für Wäscherei-Einrichtungen von Karl Stute und Louis Blumenthal befand sich am Bahnhof Fischerhof, in Linden/Ricklingen. Karl Stute Wohnte in der Humboldstraße 30 und Louis Blumenthal in der Oeltzenstraße 2 a., in Hannover.

Im Adressbuch von 1903 wird der Firmensitz an der Göttinger Chaussee 31 (Verlängerung der Göttinger Straße) aufgeführt. Ab dem Jahr 1911 wurde aus der Ersten Deutschen Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal die Maschinenbauges. m.b.H. vormals Stute & Blumenthal an der Göttinger Chaussee 3. Um das Jahr 1928 gab es noch die Gebr. Stute Wäschereimaschinen Fabrik an der Hildesheimer Straße 173 in Hannover.

Vor 1895 Manufaktur- Leinen und Wollwarenhandlungen Franz Heinrich Senger und Heinrich Senger

Das Geschäft von Franz Heinrich Senger befand sich in der Posthornstraße 15 a. Privat wohnte er in der Egestorffstraße 2. Das Geschäft von Heinrich Senger befand sich in der Kaplanstraße 17. Er wohnte auch im gleichen Haus.

Im Adressbuch von 1928/29 wird das Geschäft von Franz Heinrich Senger in der Posthornstraße 15 a. nicht mehr aufgeführt. Das von Heinrich Senger ist noch verzeichnet. Auch eine Betten- und Manufakturwarenhandlung von Johann Senger in der Nieschlagstraße 22 wird nun geführt.

1895-1933 Petzon-Schuh-Gesellschaft

Helene (Peczon) Petzon (1862-1936), geb. Allerhand und ihr Ehemann Adolf (Abraham) (Peczon) Petzon (1868-1925) gründeten 1895 die Petzon-Schuh-Gesellschaft. Adolf Petzon wurde am 10. Januar 1868 in Wolkowicz, Russland geboren. Helene Petzon wurde am 1. Mai 1862 in Krakau, Polen geboren. Am 5. Januar 1897 kam ihr Sohn Erich Petzon (1897-?) in Linden zur Welt. Die Familie wohnte in der Blumenauer Straße 28.

Offizielle Inhaberin der Firma war Helene Petzon. Das Schuhgeschäft befand sich in der Blumenauer Straße 1. Im Jahr 1912 werden zwei weitere Filialen im Adressbuch geführt, in der Limburgstraße 7 in Hannover-Mitte und am Engelbosteler Damm 118 in der Hannover-Nordstadt. Das Stammhaus in Linden wurde kurz danach in das neue Eckhaus Deisterstraße 4 Ecke Blumenauer Straße verlegt. Privat wohnte die Familie nun in der Südstadt - Auf dem Emmerberge 30 a.

          

                         Limburgstrasse | 11.03.1905                                       Auf dem Emmerberge | 17.09.1910

Adolf (Abraham) Petzon starb am 19. Mai 1925 im Alter von nur 57 Jahren. Seine Ehefrau Helene führte die Petzon-Schuh-Gesellschaft allein weiter. Im Adressbuch von 1927/28 sind die Filialen Deisterstraße 4, Limburgstraße 7 und Karmarschstraße 6 aufgeführt. 1929/30 wurde das Geschäft in der Karmarschstraße, welches der Sohn Erich leitete, geschlossen. Privat wohnte Erich Petzon in der Wöhlerstraße 27, in der List.

Im Adressbuch von 1930 steht Helene Petzon nicht mehr als Inhaberin der Gesellschaft. Vermutlich hatte sie das Unternehmen inzwischen verkauft. In den Folgejahren wechselte Frau Petzon mehrfach ihren Wohnsitz innerhalb der List, zuletzt in den Wittekamp 54. Helene Petzon starb am 21. Februar 1936 in Hannover. Erich Petzon und seine Ehefrau Käthe, geb. Seldis (1900-?) sind Ende Februar 1933 nach Trier verzogen.

Die Petzon-Schuh-Gesellschaft ist in den Adressbüchern von 1931/32 weiterhin mit den Geschäften Deisterstraße 4 und Limburgstraße 7 verzeichnet. Für 1932 sind als Inhaber Max Goldmann & Co. angegeben. Im Adressbuch von 1933 ist der Firmenname Petzon verschwunden. Die geschäftliche Nachfolge in der Deisterstraße 4 trat erst die Globus-Schuhe AG. an, 1934 folgte dann die Firma Gisy-Schuhe. 1943 brannte das Geschäft aus und während des Zweiten Weltkriegs musste der Betrieb zeitweise eingestellt.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Projekt - www.lebensraum-linden.de

1896-1992 Wurstfabrik Fritz Ahrberg

1896 eröffnet der aus Egestorf bei Barsinghausen stammende Fritz Ahrberg (1866-1959) in der Deisterstraße eine Fleischerei. Das Geschäft wurde bald zu klein für Fritz Ahrbergs unternehmerisches Geschick. 1912 entstand in der Deisterstraße 81-87 (zwischen Deisterkreisel, Charlotten- und Haspelmathstraße) die Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonservenfabrik Fritz Ahrberg. Gebaut wurde nach Plänen des Bauingenieurs Paul Muschiol. Ahrberg selbst zog mit seiner Familie in die Villa des ehemaligen HANOMAG-Unternehmers Dr. Bethel Henry Strousberg (1823-1884), neben dem Werksgelände. Die Firma entwickelte sich zur bedeutendsten Fleischwarenfabrik Deutschlands, mit mehreren Filialen in Linden, Hannover und der Region.

Besonderes Interesse weckten die Dampfkochanlagen, die von der Firma Voß aus Hannover stammten. Die Dampfmaschine wurde von der Augsburg Maschinenfabrik AG geliefert. Es war eine Dampfmaschine des Typs C4c mit 120 PS und einem Kolbenhub von 740 mm, einem Zylinderdurchmesser von 340 mm und einem Dampfdruck von 7,5 bar. Auch die Ausstattung der Betriebsräume war modern. Die Wände waren komplett mit weißen Fliesen verkleidet, die Arbeitstische aus weißem Marmor und der Fußboden aus Terrazzo.

Werbeanzeige von 1913

Fritz Ahberg Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonserven-Fabrik Hannover-Linden. Filialen in allen Stadtteilen. AHRBERGS Würstchen werden überall gelobt und mit Vorliebe gegessen.| 26.07.1913

Es konnten jährlich 50.000 bis 60.000 Schweine in der Fabrik, verarbeitet werden. Geschlachtet wurde auf dem Fabrikgelände in der heutigen Ahrbergstraße, in Hannover-Linden jedoch nicht. In den Jahren 1914 bis 1924 wurde die Fabrik ständig erweitert und 1918 enstand das Kesselhaus als Kraftzentrale mit einem 58 Meter hohen Schornstein. Mitte der 1920er Jahre beschäftigte die Firma mehr als 800 Mitarbeiter. Um 1930 wurde die Fleischwarenfabrik nochmals erweitert.

Von den Folgen des Zweiten Weltkriegs, in dem ein Teil der Fabrikgebäude zerstört wurden, erholte sich die Firma schnell und erhöhte die Anzahl ihrer Filialen, die sich nun auch in anderen Städten Niedersachsens befanden, auf etwa 50. Die Produkte wurden aufgrund ihrer Qualität im gesamten Bundesgebiet verkauft. Auf dem Höhepunkt der Firmengeschichte waren über 1.200 Mitarbeiter im Unternehmen tätig. Nach dem Tod von Fritz Ahrberg 1959 geriet die Firma in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1991 an das saarländische Unternehmen Hans Höll Feine Fleisch- und Wurstwaren GmbH aus Saarbrücken verkauft. Unter dem Namen Fritz Ahrberg Handelsgesellschaft mbH firmiert noch ein eigenständiges Unternehmen in Hannover-Linden. 2001 übernahm die Landschlachterei Gramann GmbH aus Pattensen die Ahrbergrechte und verkauft unter dem Namen Ahrberg weltweit seine Produkte. Die 1856 angelegte Konradstraße neben dem ehemaligen Fabrikgelände, die Straße wurde nach dem Grundbesitzer Heinrich Konrad Haspelmath (1787-1870) benannt, wurde 1975 in Ahrbergstraße umbenannt. Die Fabrikgebäude sind in ein Wohn- und Geschäftsviertel unter dem Namen Ahrbergviertel umgewandelt worden.

1896 Gebr. Lautenbach Fuhr- und Bestattungsunternehmen

Am 26. März 1896 wurde das Fuhr- und Bestattungsunternehmen Ferdinand Ringe, in der Fössestraße 53. gegründet. Ringe führte den Betrieb bis 1936. Wilhelm und Heinrich Lautenbach, seine beiden Schwiegersöhne hatten zwischenzeitlich in der Teichstraße 5 ein eigenes Fuhr- und Bestattungsunternehmen gegründet. Am 26. März 1936 übernahmen die beiden die Firma von Fredinand Ringe. Später wurde das Geschäftsfeld noch um die Reisebussparte erweitert. Beim Blumenkorso 1953 erhielt das Unternehmen den dritten Preis für ihren Brautwagen.

1968 entsteht in der Göttinger Chaussee 173 ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus mit Büro- und Ausstellungsfläche für Beratungsgespräche sowie einem Betriebshof für die Fahrzeuge. Durch die Sanierung in Linden-Nord muss das Gründer- geschäft in der Fössestraße 1978 aufgegeben werden. Ein Wohn- und Geschäftshaus mit Zweigstelle in der Limmerstraße 74. tritt an dessen Stelle. Der Bereich Bestattungen wurde umfangreicher, sodass man sich ausschließlich darauf konzentrieren wollte. Der Omnibusbetrieb wird 1988 abgegeben. 1993 wird in der Badenstedter Straße 201 eine neue Filiale eröffnet.

1896 Eisen-Aktiengesellschaft Heinrich-August Schulte

Die Verwaltung befand sich in der Arndstraße 15., das Lager in der Davenstedter Straße 136 in Linden.

1896/97 Chemische Fabrik Sichel (Sichelwerke), seit 1920 Ferdinand Sichel KG, heute Henkel KGaA.

1896/98 Wagenfabrik Buschbaum & Holland, seit 1898 Hannoversche Waggonfabrik (HAWA)

vor 1896 Margarinefabrik Huber & Co., später Vereinigte Margarinewerke Huber & Co. G.m.b.H.

Laut Adressbuch von 1897 betrieben Gebhard Huber und Fritz Harless ihre Fabrik in der Leinaustraße 27. Das Unternehmen befand sich später in der Wunstorfer Straße und hieß Vereinigte Margarinewerke Huber & Co. GmbH.

Gebhard Huber hatte in der Langen Laube 30, in Hannover, seit dem 5. Juli 1895 auch noch eine Pferdehandlung. Privat wohnt Herr Huber in der Langen Laube 34. Er war auch Besitzer der beiden Immobillien. Fritz Harless wohnte in einer Parterre-Wohnung, in der Josephstraße 18, nahe der Langen Laube.

vor 1896 Restaurant Theodor Hothan, vor 1915 Lichtenberg-Halle

Das Restaurant von Theodor Hothan (1857-1937) befand sich am Wittekindplatz 2. Theodor Hothan war mit Sophie Hothan (1863-1922), geb. Hammer verheiratet. Beide wurden auf dem Lindener Bergfriedhof beerdigt. Die Grabstelle ist noch vorhanden.

Der Wittekindplatz wurde im Jahr 1894 angelegten und 1910 in Lichtenbergplatz, nach dem damaligen Bürgermeister und Senator Dr. Georg Lichtenberg (1852-1908) umbenannt.

Vor 1915 befand sich im Haus Lichtenbergplatz 2, die Lichtenberg-Halle von Herny Busemann. Laut Adressbuch von 1928/29 betrieb August Tönnies in der ehemaligen Lichtenberg-Halle eine Gastwirtschaft. Privat wohnte August Tönnies Auf dem Brinke 17, III. Etg., in Limmer.

1896 Werkzeugmaschinenhandel Andreas Plum

Die Werkzeugmaschinenhandlung mit großem Lager für Neu- und Gebrauchtgeräte befand sich am Bartweg 18 und an der Badenstedter Straße. Das Stammhaus der Firma Plum befand sich Berlin-Charlottenburg.

1896/97 Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen.

Die Eheleute Max Rüdenberg (1863-1942) und Margarethe Helene Rüdenberg, geb. Grünberg (1879-1942), erwarben 1897 das Gelände an der Wunstorfer Straße 18 in Limmer. Sie kauften die Gebäude der umgezogenen Maschinenfabrik Jühnke & Lapp sowie das Grundstück der alten Schwanenburg. Die Rüdenbergs errichteten noch im selben Jahr eine Bettfedernfabrik (Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen), mit eigenen Niederlassungen in China. Auf einem Teil des Grundstücks errichteten sie 1898 das Gebäude der neuen Schwanenburg mit Konzertsälen und einer Parkanlage. In der Fabrik fanden 1916 etwa 60 Menschen Arbeit. Die Schwanenburg wurde verpachtet. Während des Ersten Weltkriegs diente die Schwanenburg auch als Kriegslazarett.

Max Rüdenberg war Gründungsmitglied des Warteschulvereins-Limmer und als Schatzmeister auch Mitglied des Vorstandes. Der Warteschulverein erbaute in den Jahren von 1904 bis 1906 das heutige Kinderheim Limmer, wo damals sehr viele Kinder, während ihre Eltern, als Binnenschiffer oder in den Fabriken, in Linden und Limmer arbeiteten, umsorgt wurden. Er war seit 1909, nach der Eingemeindung Limmers in die Stadt Linden, bis Ende 1919 Limmers gewählter Bürgervertreter und von 1920 bis 1925 Mitglied des Rates der Stadt Hannover. Max Rüdenberg war auch Gesellschafter und Geschäftsführer der 1910, von zwanzig Lindener Unternehmern gegründeten, Ladestelle Küchengarten GmbH. Mit anderen gründete der Unternehmer 1916 die Kestnergesellschaft. Die Rüdenbergs besaßen auch eine wertvolle Sammlung “ostasiatischer Kunstgegenstände“.

Die Rüdenbergs waren Juden. Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden, so dass ihre Kinder Ernst und Eva 1936 und 1939 nach Kapstadt und England emigrierten. Laut Adressbuch von 1934 hatte die Max Rüdenberg GmbH noch einen zweiten Geschäftsführer namens Walter Wiese. Die Rüdenbergs blieben jedoch in Hannover und wurden zum Verkauf ihres Vermögens (die Stadt kaufte am 21. Februar 1942 unter Wert das Grundstück der Schwanenburg in der Wunstorfer Straße 18) genötigt. Um trotzdem auf dem verbleibenden Restgrundstück wohnen bleiben zu können, baute Max Rüdenberg das Obergeschoss eines alten Sortier- und Lagerhauses zu einer 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon in der Wunstorfer Straße 16 a aus. Das Haus wurde im September 1941 zu einem der sogenannten 15 Judenhäuser in Hannover deklariert. Im Dezember 1941 wurden 41 Bewohner in das Ghetto Riga/Lettland deportiert. Mit Verfügung vom 1. Juli 1941 ging das gesamte Vermögen der Rüdenbergs in den Besitz des Deutschen Reiches über.

Am 23. Juli 1942 wurden die Eheleute Rüdenberg und weitere 22 Bewohner des Hauses ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ab November 1941 wurde die ehemalige Garnisonsstadt Theresienstadt, die 60 km nördlich von Prag (Tschechien) liegt, als Ghetto für Juden aus Böhmen und Mähren genutzt, ab Juli 1942 auch für deutsche und österreichische Juden. Max Rüdenberg stirbt am 26. September 1942 im Alter von 79 Jahren, Margarethe Rüdenberg stirbt am 29. November 1943 im Alter von 64 Jahren. Die Rüdenbergs starben wahrscheinlich an den Folgen der unzureichenden Ernährung und medizinischen Versorgung in Theresienstadt.

Am 13. November 2008 wurden zum Gedenken an die Eheleute Max und Margarethe Rüdenberg an der Wunstorfer Straße 16 a. zwei * Stolpersteine verlegt. Am 29. September 2011 wurde der "Heinrich-Kollmann-Weg" am ehemaligen Gelände der Schwanenburg, in "Zur Schwanenburg" umbenannt.

Gustav und Elsbeth Rüdenberg

Max Rüdenbergs Vetter Gustav Rüdenberg (1868-?) geboren am 15. Februar 1868 in Vlotho und seine Frau Elsbeth Rüdenberg, geb. Salmony (1886-?), geboren am 27. Mai 1886 in Köln, betrieben in Hannover eine Buchhandlung und einen Versandhandel für Fotoapparate. Gustav Rüdenberg gehörte wie sein Vetter Max ab 1916 zu den Gründungsstiftern der Kestner-Gesellschaft. Er war auch wie Max Rüdenberg ein begeisterter Kunstsammler. Vor allem Werke des deutschen Spätimpressionismus und Grafiken kennzeichneten seine Sammlung.

Am 15. Dezember 1941 wurden die Eheleute Rüdenberg über den Bahnhof Fischerhof in das Getto Riga in Lettland deportiert. Der Zeitpunkt des Todes der Eheleute Rüdenberg bleibt unbekannt, durch Beschluss des Landgerichts Hannover wurde der Sterbetag auf den 31. März 1942 festgesetzt. Für Elsbeth Rüdenberg stellte das Gericht den 8. Mai 1945 als Todestag fest.

Am 22. März 2010 wurden zum Gedenken an die Eheleute Gustav und Elsbeth Rüdenberg, an der Podbielskistraße 36 in Hannover-Vahrenwald, zwei Stolpersteine verlegt.

1897 Maschinenfabrik und Werkzeughandel Wilhelm und Ernst Pieper

Die Maschinen- und Werkzeughandlung war ein Spezialhandel für Maschinen in der Holzverarbeitung. Später wurden auch eigene Maschinen hergestellt und verkauft. Der Eisen-, Stahl- und Werkzeughandel befand sich in der Deisterstraße 14.

vor 1897 Sauerkohl und Sauerkrautfabrik Louis Stille

Die Fabrik befand sich in der Nieschlagstraße 26. Louis Stille betrieb auch eine Kleinwarenhandlung gleichen Haus.

vor 1897 Fischhandel Niels Hansen & Co.

Niels Hansen betrieb Am Markte 11 in der Altstadt Hannovers sein Hauptgeschäft. Er hatte noch weitere Filialen im ganzen Stadtgebiet, und auch in der Deister- und Limmerstraße.

vor 1897 Möbelhandlung Georg Pluns

Die Möbelhandlung von Georg Pluns befand sich in der Limmerstraße 7, später um 19000 dann in der Falkenstraße 29.

Wilh. Pieper Eisen-, Stahl- u. Werkzeug-Handlung  27.01.1902

vor 1897 Fabrik für Getreide und Futter-Artikel August Kellner

Die Fabrik befand sich in der Deisterstraße 28 und später, vor 1927 in der Hamelner Straße 40. Am 30. September 1899 erhielt August Kellner, nachdem er das Bürgerrechtsgewinngeld von 10 Mark bezahlt hatte, vom Magistrat der Stadt Linden den Bürgerbrief.

vor 1897 Manufakturwaren Busse & Tennie

Das Geschäft für Manufaktur- Konfektions- und Aussteuerwaren befand sich in der Deisterstraße 32, später in Nummer 36. Inhaber war der Kaufmann Josef Tennie, welcher in der Von-Alten-Allee 1 wohnte. Das Haus Von-Alten-Allee 1 gehörte der Witwe Anna Busse geb. Engelke.

vor 1897 Klempnerei Heinrich Jürgensen

Die Klempnerei von Heinrich Jürgensen befand sich laut Adressbuch von 1897 in der Falkenstraße 32. Im Adressbuch von 1928/29 wird die Firma in der Teichstraße 2 geführt und 1934 sowie 1938 in der Von-Alten-Allee 24, danach 1941 in der Wiesenstraße 23, Hannover-Südstadt.

vor 1897 Installations-Geschäft Eduard Kühn

Das Installationsgeschäft von Eduard Kühn befand in der Deisterstraße 17, später Am Lindener Marktplatz 10. Man handelte auch mit kompletten Badeinrichtungen und material für Bauklempnereien.

vor 1897 Kunst- und Bauschlosserei Wilhelm Marquardt

Die Kunst- und Bauschlosserei von Wilhelm Marquardt befand sich in der Kaplanstraße 16. Man war auf Gitter und Schaukästen spezialisiert. Wilhelm Marquardt war auch Besitzer der Immobilie und wohnte auch in seinem Haus.

vor 1897 Fuhrwerksbetrieb Rud. Borkowski

Der Fuhrwerksbetrieb von Rud. Borkowski befand sich in der Ricklinger Straße 62. Herr Borkowski war mit Wilhelmine Borkowski verheiratet und auch Besitzer der Immobilie. Privat wohnte die Familie im selben Haus, in der zweiten Etage.

Nach dem er starb, war um 1915 Leonard Gerschwitz, Besitzer der Firma Ru. Borkowski - Fuhrwerksbetrieb. Besitzerin des Wohn- und Gewerbehaus war nun Wilhelmine Borkowski.

Walter Borkowski, vermutlich der Sohn Rud. Borkowskis, betrieb um 1928/29 und auch 1934 die Käsegroßhandlung, und um 1941, die Lebensmittelgroßhandlung Borkowski & Bokelmann in der Ricklinger Straße 62. Privat wohnte Walter Borkowski erst im Haus, der Ricklinger Straße 62, in der ersten Etage und um 1941 in der Westerfeldstraße 106, in Hannover-Herrenhausen.

vor 1897 Kartoffelhandlungen Friedrich Branding

Die Kartoffel- Gemüse- und Südfrüchtehandlung befand sich in der Viktoriastraße 42.

Rud. Borkowski (Ricklinger Straße 62) | 30.10.1915

vor 1897 Rohproduktenhandlung Isaak Schleisner, danach Albert und David Löwenstein

Vor 1897 gab es schon die Rohproduktenhandlung und Lumpensortieranstalt von Isaak Schleisner in der Kleiner Hohe Straße 15, heute der Dunkelberggang. Um 1914 war die Firma in der Kleinen Hohe Straße 6 zu finden. Nach 1920 war dann der Rohproduktenhandel von Albert (1881-?) und David Löwenstein (1888-?), geboren am 9. Juni 1888 in Frohnhausen, in den Räumen ansässig. Privat wohnte Albert Löwenstein nachweislich bis 1934 in der Weberstraße 3. David, vermutlich sein Bruder wohnte mit seiner Frau Margarete, geb. Neuhaus (1891-?), geboren am 14. Februar 1891 in Goslar und der Tochter Inge (1923-?), in der Podbielskistraße 10 in der List. Später zog die Familie laut Adressbucheintrag von 1928/29 und 1934 in der Minister-Stüve-Straße 7.

1926 trennten sich Albert und David Löwenstein geschäftlich, David zog mit seinem Teil der Firma in die Elisenstraße 21 und danach in Deisterstraße 24 a, ins Hinterhaus. Albert blieb mit seinem Geschäft in der Kleinen Hohe Straße. Nach 1927 wird Albert nicht mehr als Unternehmer geführt, seinen Betrieb führte nun, als Altmetallhandlung Max Frankenstein und um 1934 Jakob Hoffmann jun. weiter. Hoffmann jun. hatte zuvor seine Geschäftsräume in der Blumenauerstraße 6.

Albert Löwenstein zieht mehrmals um, von der Militärstraße 7 in der Nordstadt, zur Bandelstraße 15 in die Südstadt und von dort in die Gerberstraße 2, in die Calenberger Neustadt. Ab 1. Oktober 1934 soll Albert Löwenstein, laut Ordnungsamt der Stadt Hannover auf Reisen gegangen sein, wohin und ob er nach Hannover zurückkehrte, ist nicht bekannt.

Von den Ausschreitungen in der Nacht vom 10. zum 11. November 1938 (Novemberpogrom) scheint die jüdische Familie Löwenstein verschont geblieben zu sein. Es gibt keine Hinweise auf eine Verhaftung oder auf eine Beschädigung des Betriebes. 1939 wollte die Familie auswandern, dazu kam es aber nicht. Nur ihre 16-jährige Tochter Inge reiste allein in die Niederlande und wohnte in Amsterdam. David und Margarete Löwenstein zogen von der Hausmannstraße 5 in die Theodorstraße 5 a., danach mussten sie 1941 in eines der Judenhäuser, in die Körnerstraße 24 in Hannover-Mitte umziehen. Im Adressbuch von 1941 wird Ernst Winter als Inhaber der Rohproduktenhandlung in der Deisterstraße 24 a. geführt.

Am 15. Dezember 1941 wurden die Eheleute Löwenstein ins Rigaer Ghetto in Lettland deportiert. Danach wurde Margarete Löwenstein in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig, und ihr Ehemann David in das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar verschleppt. Ihre Tochter Inge wurde aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Sobibor, im südöstlichen Polen transportiert.

David Löwenstein ist am 1. Dezember 1944 im KZ-Buchenwald umgekommen. Wann Margarete und Inge Löwenstein starben, ist unbekannt. Am 7. März 1953 wurden Margarete und Inge Löwenstein vom Amtsgericht Hannover offiziell für tot erklärt. Die Namen von David, Margarete und Inge Löwenstein sind auf dem hannoverschen Mahnmal am Opernplatz verzeichnet. Das Mahnmal trägt die in Stein eingravierten Namen von rund 2000 deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Abgeschoben in den Tod | Die Deportation von 1001 jüdischen HannoveranernInnen am 15. Dezember 1941 nach Riga | Ausstellungskatalog | Julia Berlit-Jackstein, Dr. Karljosef Kreter | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2011
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies M.A. | Stadt Hannover | 2008
Projekt - www.lebensraum-linden.de

vor 1897 Cigarren-Fabrik Peffer und Getreide- und Futterhandel von Carl Thöne

Die Cigarren-Fabrik Peffer und der Getreide- und Futterhandel von Carl Thöne befanden sich an der Deisterstraße 77, Ecke Allerweg. Carl Thöne wohnte auch in der ersten Etage des Hauses. Später, um 1910 übernahm Carl Nagel die Cigarren-Fabrik. Der Getreide- und Futterhandel wurde von Fritz Thöne, vermutlich Carl Thönes Sohn geführt. Heute befindet sich den Räumen das Spanische Restaurant Rias Baixas.

vor 1897 Sattler und Tapeziergeschäft August Lindhorst

Das Sattler- und Tapeziergeschäft von Sattlermeister August Lindhorst befand sich im Gebäude der Deisterstraße 22, am 3. Oktober 1899 zog man in die Deisterstraße 53 um. Bis 1935 gab es die Firma noch am Ort. Danach wurde aus dem Sattler- und Tapeziergeschäft Lindhorst der Damenfriseur-Salon Lindhorst (Lores Damensalon).

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst
Deisterstraße 53 | 01.01.1908

vor 1897 Bauholz- und Dielenholzhandlung Pretzsch &
                Lüderitz, später Pretzsch & Lüderitz OHG

Die Bauholz- und Dielenholzhandlung von Wilhelm Pretzsch und Eduard Lüderitz befand sich in der Limmerstraße 44/45.

Die beiden Firmeninhaber wohnten auch privat im Haus der Limmerstraße 45, in der zweiten Etage. Um 1910 wurde aus dem Bauholzhandel eine offene Handelsgesellschaft und man zog in die Limmerstraße 124 um.

vor 1897 Friseursalon Paul Giehmann

Der Friseursalon befand sich in der Ihmebrückstraße 8, später um 1906 in der Falkenstraße 1 und laut Adressbuch von 1928/29 in der Deisterstraße 10.

vor 1897 Tapetenhaus Wilhelm Künnecke

Das Tapetenhaus des Kaufmann Wilhelm Künnecke befand erst in der Charlottenstraße 19 und später Am Lindener Marktplatz - Ecke Falkenstraße. Familie Künnecke war auch Besitzer der Immobilie und wohnte auch privat in der Charlottenstraße 19. Später übernahm sein Sohn August das Geschäft Am Lindener Marktplatz 2.

vor 1897 Lindener Gesellschaftshaus | Lindenhof

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 18.11.1910

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 13.10.1909

vor 1897 Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung Diekmann & Co.

Das Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung befand sich in der Deisterstraße 1. Man fertigte nach Maß. Es gab auch eine Filiale in der Georgstraße 7 in Hannover und 1928/29 in der Heiligerstraße 3. Inhaber waren die Kaufleute Gerhard und Rudolf Diekmann, wohnhaft in der Goethestraße 28 und der Kaufmann Josef Michels, wohnhaft im Taubenfeld 6, inder Hannover-Nordstadt.

vor 1897 Cigarren Importhandlung Carl Lange jun.

Die Zigarrenhandlung von Carl Lange jun. befand sich in der Deisterstraße 13. Carl Lange war auch Aufsichtsratsmitglied des am 27. März 1890 gegründeten Creditverein Lindens, später Lindener Volksbank eG. Familie Lange war auch Besitzer der Immobilie und wohnte auch in der Deisterstraße 13. In der Deisterstraße 6 betrieb Carl Lange auch noch eine Filiale des Hannoverschen Anzeigers (Zeitung).

vor 1897 Werkzeughandel August Ulrichs

Der Werkzeughandel von August Ulrichs befand sich in der Deisterstraße 65. August Ulrichs wohnte auch dort. Später übernahm sein Sohn Karl das Geschäft. Karl Ulrichs wohnte laut Adressbuch von 1928/29 in der Fössestraße 38.

vor 1897 Kaufhaus Carl Schwabe

Das Kaufhaus von Carl Schwabe befand sich in der Limmerstraße 27. Die Familie Schwabe wohnte auch im Haus, in der I. Etg. Carl Schwabe war laut Adressbuch von 1897 mit Katharine Schwabe, geb. Wüstefeld verheiratet. Im Adressbuch von 1934 wird Hermann Nett als Inhaber und Verwalter des Kaufhauses sowie der Immobile genannt. Hermann Nett wohnte auch in der Limmerstraße 27. Die Immobile mit Hinterhaus gehört bis heute einer Erbengemeinschaft.

Es wurden Damen- Herren- und Kinder-Konfektionen, sowie Manufaktur- und Modewaren verkauft. Später war das Kaufhaus auch unter dem Namen „Aussteuerhaus Schwabe“ und „Betten Schwabe“, weit über Lindens und Hannovers Grenzen hinaus bekannt. Bis ins Jahr 2009, hing noch eine blaurote Leuchtreklame, mit dem Titel „BETTEN SCHWABE“, am Gebäude.

vor 1897 Buch- und Kunstdruck-Kartonagenfabrik Josef Winzen

Die Buch- und Kunstdruck-Kartonagenfabrik von Josef Winzen befand sich in der Velberstraße 5. Laut Adressbuch von 1897 wohnte Josef Winzen mit seiner Ehefrau Paula Winzen, geb. Franken in der Dreyerstraße 10 (Calenberger Neustadt), im Erdgeschoss. 1928/29 wohnte Familie Winzen in der Rumanstraße 24, II. Etg., in der Hannover-List.

Nun ist bis ca. 1945 Franz Winzen, vermutlich ein Sohn der Eheleute Winzen, Inhaber der Firma. Franz Winzen wohnte privat, bis ca. 1950, in der Kirchstraße 12, im Erdgeschoss.

vor 1897 Hotel und Restaurant Louis Müller, später Restaurant „Zum alten Römer“

Das Hotel mit Restaurantbetrieb befand sich in Linden-Süd, in der Deisterstraße 47. Betreiber und Besitzer der Immobilie war Louis Müller. Ab Januar 1906 übernahm sein Sohn Theodor das Haus und den Betrieb. Später wurde aus dem Hotel und Restaurant Müller, das Restaurant „Zum alten Römer“.

Besitzer des Restaurants mit Hotelbetrieb, " Zum alten Römer", war der Gastwirt Franz Römer. Herr Römer war mit Anna Römer, geb. Günther verheiratet. Das Lokal war auch amtliche Verkaufsstelle für Postwertzeichen.

Im Adressbuch von 1911 wird Anna Römer als Eigentümerin des Hauses Deisterstraße 47, und zwar seit dem 15. Januar 1910, erwähnt. Das Restaurant und der Hotelbetrieb hieß jedoch noch bis 1920 Hotel und Restaurant Theodor Müller.

Auch im Adressbuch von 1928/29 und 1934 wird Frau Römer als Eigentümerin und Inhaberin geführt. 1941 und 1942 wird sie nur noch als Eigentümerin der Immobilie erwähnt. Als Inhaber des Restaurants ist Franz Römer, vermutlich ein Sohn geführt.

Deisterstraße (Ecke Charlotten und Weberstraße)
01.05.1920 (Links das Restaurant Theodor Müller)

Im Adressbuch von 1953 wird wieder Anna Römer als Eigentümerin des Hauses und Inhaberin, der nun als Gaststätte geführten Gastwirtschaft, erwähnt. Franz Römer wird als Witwer, wohnhaft im Haus, geführt. Auch 1968 wird der Betrieb noch als Gaststätte „Zum alten Römer“ erwähnt.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Bernd Sperlich | Hannover

1897 Elektrizitätswerk Linden

Das Elektrizitätswerk der Stadt Linden wurde vermutlich am 1. April 1897, in der Wittekindstraße 3-7, auf einem stadteigenen Grundstück, in Betrieb genommen. Es war das dritte Werk in der Region Hannover. Das Erste wurde im Jahr 1883 in der Ständehausstraße und das Zweite 1891 in der Osterstraße, in Hannover eröffnet. Noch im gleichen Jahr wurde ein weiteres in Herrenhausen errichtet.

Architekt des E-Werks in Linden war der in Göttingen geborene Architekt Georg Fröhlich (1853-1927), ein Schüler Conrad Wilhelm Hases (1818-1902). Fröhlich war von 1891 bis 1911 Stadtbaumeister und Stadtbaurat der Stadt Linden. Die Nachfrage nach Stromanschlüssen stieg stetig an, sodass Anfang 1900 ein weiterer Gasdynamo in berieb, genommen wurde und das Elt-Werk 1913 um eine Maschinenhalle erweitert werden musste. In den Jahren von 1900 bis 1913 wurden regelmäßig Modernisierungen im Elt-Werk durchgeführt.

Nach der Vereinigung der Stadt Linden mit der Stadt Hannover im Jahr 1920 wurde das Elt-Werk in das hannoversche Netz intrigiert und Linden mit Strom über eine Schaltanlage, an der Königsworther Straße/Glocksee in Hannover, mit Strom versorgt. Die einzelnen hannoverschen Elt-Werke wurden 1922 zu einem Regiebetrieb zusammengefasst: den städtischen Betriebswerken, 1958 übernahm die Stadtwerke AG die Versorgung mit Strom. 

Um 1970/80 wurde das Elektrizitätswerk in Linden abgerissen. Auf dem Grundstück wurde später das moderne Wohnhaus Wittekindstraße 3-7 errichtet.

1897 Ofenfabrik Hermann Heine in Limmer

Die Fabrik des Ofensetzermeisters Hermann Heine sen. für Kachel- und Normalöfen befand sich an der Weidestraße 3 in Limmer. Die Straße wurde erst vor 1901 angelegt. Hermann Heine sen. war auch Besitzer der Immobilie und die Familie wohnte auch auf dem Grundstück.

Später, vor 1934 zog man in die Fössestraße 73 nach Linden und übernahm die 1883 gegründete Ofenfabrik von Georg und Rudolf Vaupel. Auch die Immobilie wurde der Familie Vaupel abgekauft. Das Gebäude auf dem Grundstück der Weidestraße 3 bestand zu dieser Zeit nicht mehr.

Nachdem Hermann Heine sen. starb, war laut Adressbuch von 1941/42 Hermann Heine jun. Inhaber der Ofenfabrik. Seine Mutter A. Heine blieb bis zu ihrem Tod Besitzerin der Liegenschaft Fössestraße 73. Die Familie wohnte auch privat im Haus. Das Gebäude besteht noch.

1898 Kolonialwarengeschäft Heinrich Tuschke, ab 1911 Sauerkrautfabrik Tuschke

Heinrich Tuschke (1868-1935) eröffnete am 13. August 1898 am Kötnerholzweg 45 einen Kolonialwarenladen, verbunden mit einem Brikett- und Kohlenhandel. Er erweiterte ab 1911 den Betrieb noch um eine Heißmangel. 1918 richtete Tuschke für seine Sauerkrautproduktion einen Zweigbetrieb in der Nieschlagstraße 19 ein. Ab 1926 gab es noch einen weiteren Zweigbetrieb in Großgottern/Thüringen. Heinrich Tuschke war so erfolgreich mit seiner Sauerkrautfabrik, dass die Fabrik ab 1931 in die ehemalige Zelluloidfabrik in die Leinaustraße 9 umziehen musste. Die Sauerkrautfabrik in der Leinaustraße (Pfarrlandplatz) wurde mehrmals erweitert, modernisiert und umgebaut. Heinrich Tuschkes Fabrik bot als erste in Deutschland Sauerkraut und Delikatessgurken in 10 Literdosen an. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude schwer beschädigt. Heinrich Tuschke starb am 15. Oktober 1935 in Hannover. sein Sohn Heinrich Tuschke jun. (1901-1954) übernahm danach den Betrieb.

Werbeanzeige von Heinrich Tuschke | 1941

In den 1950er und 1960er Jahren war Tuschke mit den Markenartikeln "Thüringer Stolz" Delikatessgurken und "Goldfasan" Sauerkraut eine der größten Sauerkonservenfabriken in Deutschland. Anfang 1970 wurde die Produktion in Hannover-Linden geschlossen. Heute werden in der 3. Generation Sauerkrautkonserven der Marke Goldfasan in Barsinghausen produziert.

1898 Christian Kühne's Restaurant, seit ca. 1902 Restaurant August Harste, 1914 Restaurant von August Tönnies, 1926 „Zum Lindener Stadion“, danach Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt

Das Restaurant von Christian Kühne befand sich bis ca. 1902 an der Badenstedter Straße 22 (heute Brauhofstraße 11). Später wird das Lokal, dass Vereinslokal, des 1879 gegründeten Arbeiterturnvereins „Turnerschaft Linden von 1879“. Um 1902 wurde das Restaurant zum „Restaurant von August Harste“ und danach, im Jahr 1914, zum „Restaurant von August Tönnies“. 1923 wird die Turn- und Spielvereinigung Linden e.V. im Restaurant gegründet.

Chr. Kühne's Restaurant 24.09.1899 - heute Rackebrandt

Gruss aus Linden-Hannover
Restaurant August Harste | 07.10.1902

Die Eheleute Ferdinand und Marie Rackebrandt eröffneten am 1. Oktober 1910 in der Nieschlagstraße 28, ihre erste Gaststätte. Im Oktober 1926 erwarben sie das Gebäude der Brauhofstraße 11 und erweiterten das schon vorhandene Restaurant aus dem Jahr 1914 von August Tönnies, durch einen kleinen Anbau (Saal), um das Lokal mit der vorhandenen Kegelbahn zu verbinden. Der Ausschank für den Straßenverkauf an die Fabrikarbeiter der HANOMAG AG wurde zugemauert und in der Nische ein reich geschnitzter Wandschrank, der auch heute noch die Tresenrückwand ziert, errichtet. Familie Rackebrandt nennt ihre Gaststätte nun „Zum Lindener Stadion“. Ferdinand Rackebrandt war auch Mitglied im 1874 gegründeten Männer-Turn-Verein zu Linden (MTV), später umbenannt in SG 74.

Restaurant zum Lindener Stadion Inh. Ferdinand Rackebrandt Brauhofstraße 11 | 15.10.1935

Gaststätte Rackebrandt
Hannover-Linden | 01.04.1960

Im Oktober 1943 wurde das Gebäude, der Saal und die Kegelbahn bei einem amerikanischen Luftangriff durch B 17-Bomber schwer beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in den Räumen, da das Postamt und das Lindener Rathaus völlig zerstört waren, vorübergehend eine Postdienststelle und das Standesamt untergebracht. Zu dieser Zeit waren die Eheleute Heinz und Hilde Rackebrandt, Inhaber der Gaststätte. Am 26. Oktober 1946 gründete sich hier der Bund Deutscher Philatelisten e.V. und am 25. und 26. Januar 1947 der Deutsche Allgemeine Sängerbund (DAS). 1950 fand die Urabstimmung der streikenden Bauarbeiter im Lokal statt.

Heute wird die Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt erfolgreich in der dritten Generation von Horst Donner und seiner Tochter weiter geführt.

1898 August Harre & Co.

Das Geschäft für Photo- und Radiogeräte, Nähmaschinen und Fahrräder befand sich in der Falkenstraße 12 und 20.

vor 1899 Gastwirtschaft und Restaurant „Zur Kartoffel Börse“ Georg Niemann

Die Gastwirtschaft „Zur Kartoffel Börse“ von Georg Niemann befand sich in der Limmerstraße 7 – Ecke Selmastraße. Georg Niemann war auch Besitzer der Immobilie. Man verkaufte auch Zigarren.

um 1899 Kunstschmiede und Kunstwerkstätten
Wilhelm Eherling, später Primos-Schilder - Metallwaren-Prägewerk

In den Werkstätten von Wilhelm Ehlerding wurden später unter anderem Heizkörperverkleidungen hergestellt. Vor 1936 wurde die Firma in Primos-Schilder - Metallwaren-Prägewerk umbenannt. Die Firma befand sich laut Fernsprechbuch von 1941 in der Weberstraße 8.

1899 Eisenbau Grote

Die Firma befand sich in der Deisterstrße 57.

Die Lindener Industrie von 1900-1919

Gruss aus Linden b. Hannover
Restaurant Georg Niemann | 19.10.1899

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Anzeigen / Belege / Postkarten / Text / Werbeanzeigen

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* Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind.
Die Betonsteine werden an ihrem letzten selbst gewählten Wohnort in den Fußweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift "Hier wohnte..." den Namen, den Geburtstag sowie die Umstände des Todes.
Der Künstler Gunter Demnig ist Initiator der Stolpersteine.

Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Abgeschoben in den Tod | Die Deportation von 1001 jüdischen HannoveranernInnen am 15. Dezember 1941 nach Riga
| Ausstellungskatalog | Julia Berlit-Jackstein, Dr. Karljosef Kreter | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2011
Agenten, Bader und Copisten. Hannoversches Gewerbe- ABC 1800-1900 | Ludwig Hoerner | Reichold Verlag | 1995
Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahre 1927 | Walter Gerlach Verlag Leipzig | 1927
Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover 1954 | Adolf Sponholz Verlag Hannover | 1954
Geschichte der Stadt Hannover I/II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
Hannover, Die Grosstadt im Grünen | Fr. Stadelmann | Verkehrs-Verein Hannover e.V. Hannover | 1927
Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Hannoversche Geschichtsblätter | Verlag Th.Schäfer 2. Heft Hannover | 1910
Linden, Ein Führer für Fremde und Einheimische | Rektor Haase II | H. Ellermann-Verlag Hannover | 1906
Linden, Geschichte einer Industriestadt im 19. Jahrhundert | Walter Buschmann
August Lax Verlagsbuchhandlung Hildesheim | 1981
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Nicht die Zeit, um auszuruhen. Dokumente und Bilder zur Geschichte der hannoverschen Arbeiterbewegung 1814-1949 | Peter Schulz | Verlag Buchdruckwerkstätten Hannover GmbH | 1990
Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies M.A. | Stadt Hannover | 2008
Projekt - www.lebensraum-linden.de
Salzbergbau und Salinenkunde | F. A. Fürer, Königlich preußischer Bergrat und Salinendirektor | Verlag Friedrich Vieweg & Sohn Braunschweig | 1900
Stadtarchiv Hannover
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart
| Dr. Klaus Mlynek,
Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
Wir aus der Kochstraße. Die Geschichte einer Straße im Arbeiterstadtteil Linden in Hannover | Landeshauptstadt Hannover, Freizeitheim Linden (Hrsg.) | 1986
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