Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
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Lindener Gewerbe- Handel und Industriebetriebe von 1880-1899

- Auflistung mit einigen Eckdaten zu den Betrieben -

vor 1880 Dampf-Kornbranntwein-Brennerei Heinrich Eppers in Limmer

Die Firma befand sich in der Wunstorfer Straße 135., dann umbenannt in Nr. 27, in Hannover-Limmer. Die Branntweinbrennerei wurde 1882 auf der Hannoverschen Kochkunst-Ausstellung ausgezeichnet. Nach 1888 ließ Heinrich Eppers das Wohnhaus Wunstorfer Straße 35. (besteht noch) errichten. Das Haus wurde 1898 an den Kaufmann Valentin Beckmann verkauft, der dort einen Kolonialwarenladen eröffnete.

Von 1910 bis 1920 war Heinrich Eppers mit anderen Unternehmern aus Limmer und Linden Gesellschafter der Ladestelle Küchengarten GmbH. Um 1929 bis ca. 1949 war Wilhelm Eppers Inhaber der Brennerei und Besitzer der Immobilie in der Wunstorfer Straße 135. Danach war bis nach 1960 dann Charlotte Eppers Besitzerin der Immobilie, und zusammen mit der Likörfabrik Hans-Joachim Engel, Inhaberin der Brennerei.

1880 Teppichfabrik Alfred Christian Erblich, seit 1885 Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels

Der Kaufmann Alfred Christian Erblich gründete 1880 seine Teppichfabrik. Laut Adressbuch wohnte er von 1872 bis 1888 in der Ohestraße 4 a. in der Calenberger-Neustadt. Seine Fabrik befand sich laut Adressbuch 1888 in der Deisterstraße 1. und 1898 in der Deisterstraße 2., am Ihme-Ufer in Linden-Miite. Ab 1885 wurde der Kaufmann und Unternehmer Eduard Michels Miteigentümer der Fabrik und man nannte sich nun "Lindener Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels". Das Unternehmen war auf die Fabrikation von Teppichen und verwandten Artikeln spezialisiert. Haupterzeugnisse: Mechanische Smyrna-Teppiche, Läufer, Doppelteppiche und Tournayteppiche.

Der Smyrnateppich trägt seinen Namen nach der am Golf von Izmir/Türkei gelegenen, vormals griechischen Stadt Smyrna.

Eduard Michels, Kaufmann und Unternehmer

Der Kaufmann und Unternehmer Eduard Michels war mit Elisabeth Michels, geb. Oppenheimer (1850-?) verheiratet. Ihre Eltern waren der jüdische Bankier Albert Oppenheimer (1814-1897) und Rosalie Oppenheimer, geb. Levin (1824-1911). Das Ehepaar Michels hatte eine Tochter, Anna Julie Sohn-Rethel, geb. Michels (1871-1957). Sie heiratete am 8. Oktober 1896 in Hannover Alfred Sohn-Rethel (1875-1958), er war Maler der klassischen Moderne. Laut Adressbuch wohnte die Familie Michels 1888 in ihrem eigenen Haus in der 1874 angelegten und 1955 aufgehobenen Lehzenstraße 3. und 1898 in der Wilhelmstraße 9., beides in der Hannover-Südstadt.

1881 Teppichfabrik Carl Roskamp & Dehmann

Die Unternehmer Carl Roskamp, Theodor Roskamp und Gustav Dehnmann aus Springe am Deister, in Niedersacshen, eröffneten in Linden ein Zweigwerk. Die Fabrik befand sich in der Deisterstraße 2. - Ecke Blumenauer Straße in Linden-Mitte.

1882 Herrenkleider und Uniformfabrik Robert Meier

Die Fabrik befand sich in der Georgstraße 4., in Hannover-Mitte. Die Lindener Filiale war in der Limmerstraße 18., in Linden-Nord.

1882 Neue Hannoversche Gummiwarenfabrik und Patent-Packungsfabrik Lennartz & Co, seit 1887 Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik vorm. Lennartz & Co., seit 1920 Mittelland Gummiwerke AG Hannover-Linden, seit 1929 Mittelland Gummi GmbH, danach HAGUMA - Hannoversche Gummiabsatzfabrik

Die Neue Hannoversche Gummiwarenfabrik und Patent-Packungsfabrik Lennartz & Co. wurde von dem Kaufmann Leonhard Lennartz gegründet und ging nach seinem Tod in den Besitz seiner Familie über. Die Fabrik war eine technische Fabrik, die Stopfbuchsen, Verpackungen und Baumwoll-Treibriemen produzierte. Am 19. August 1887 erfolgte die Umwandlung in die Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik vorm. Lennartz & Co, eingetragen am 7. September 1887, da man die Hannoversche Gummiwarenfabrik von Ernst Bremeyer übernahm. Das Fabrikgelände befand sich in der Stärkestraße 14-15., in Linden-Nord. Das Unternehmen vergrößerte sich und erwarb 1919 ein gegenüberliegendes 24.000 qm großes Fabrikgrundstück.

Am 13. März 1920 fand die Umwandlung in Mittelland Gummiwerke AG Hannover-Linden statt. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft saß unter anderem auch der britische Bankier und Zoologe Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild (1868-1937) aus der internationalen Rothschild-Finanzdynastie.

Mittelland Gummiwerke AG Hannover-Linden | 31.12.1921

Es wurden nun auch Spielwaren produziert, und die Aktien der AG wurden an der Hannoverschen Börse gehandelt. Ab 1929 wurde das Verkaufsgeschäft in die Mittelland Gummi GmbH in Hannover eingebracht. Von den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfasst, ging das Unternehmen 1929 in Konkurs. Am 17. August 1929 beschlossen die Gesellschafter, die Liquidation der Gesellschaft in Berlin. Bemühungen um die Verwertung der Immobilien blieben bis 1932 ohne Erfolg. Als HAGUMA - Hannoversche Gummiabsatzfabrik, lebte das Unternehmen, Mitte der dreißiger Jahre noch einmal auf.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich auf dem HAGUMA-Werksgelände ein Zivilarbeiterlager. Ab 1944 mussten dann auch Zwangsarbeiter aus Holland und der Sowjetunion für die Kriegsproduktion arbeiten. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisons (CCP), 1949 herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) wird das HAGUMA-Lager mit 114 Insassen aufgeführt.

Mittelland Gummi-Absätze und-Sohlen
unübertroffen wie alle Mittelland-Fabrikate

HAGUMA - Hannoversche Gummifabrik | 04.09.1947

An der Südseite der Fabrik verlief die Gummistraße. 1950 wurde die Gummistraße nach dem Widerstandskämpfer Wilhelm Bluhm (1898-1942) benannt; ein Teil davon trägt heute den Namen des Arbeiterfotografen Walter Ballhause (1911-1991).

Die ehemaligen Werksanlagen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Dort steht heute, am Ihme-Ufer das in den 1970er-Jahren erbaute Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Geblieben ist nur ein Fachwerkgebäude (Verwaltung) aus den Anfängen der Gummiwaren-Fabrik von 1870, in dem heute der "Kinderladen Stärkestraße" zu Hause ist.

Siehe auch: 1866 Gummiwaren-Fabrik Otto Köhsel & Sohn

1882 Saline Georgenhall, Saline Georgenhall Garben & Grote, Saline Georgenhall Garben & Eichwede OHG

Die Saline Georgenhall, ein weiteres Lindener Salzwerk wurde von Georg Garben und Eduard Weber 1882 gegründet. Georg Garben aus Ditterke bei Gehrden / Hannover, der bereits in Göttingen die Saline Luisenhall betrieb, lies auf einem Grundstück an der Davenstedter Straße 80., heute ein Einkaufszentrum, in Linden-Mitte, die Saline anlegen.

Die Saline hatte einen Salzgehalt (Sole) von 25%. Man verwendete zum Reinigen und Ausbessern der Solepumpen, einen Petroleummotor. Da das Herausziehen der Solepumpen ohne Motor in der Saline Georgenhall sehr zeitraubend war. Für die Sole selbst nutzte man Holzbottiche mit 400 cbm Fassungsvermögen. Die Bottiche bestanden aus 8 cm starken Tannenbohlen, die daubenartig aneinander gesetzt, und durch 12 starke Eisenringe zusammengehalten wurden. Mit Schrauben versehene Schnallen an den Eisenbändern ermöglichten ein festes Zusammenziehen und Aneinanderpressen. Solch ein Bottich kostete 5000,00 bis 6000,00 Mark.

Im Juli 1883 schloss Garben, nachdem er sich geschäftlich von Eduard Weber trennte, mit seinem Prokuristen Grote einen Gesellschaftsvertrag und nannte die Firma Saline Georgenhall Garben & Grote. Die Saline Georgenhall wird im Adressbuch von 1884 erstmals erwähnt.

Ab 1907 kommt ein neuer Partner hinzu und die Saline wird in Saline Georgenhall Garben & Eichwede OHG umbenannt. Der neue Partner Christian Eichwede (1853-1936) war Architekt, Fabrikant und ein Schüler des Architekten und Hochschullehrers Conrad Wilhelm Hase (1818-1902). Gemeinsam mit Ferdinand Hauers betrieb er die Hannoversche Kunstziegelei C. & F. Hauers. Am 6. Januar 1936 starb Christian Eichwede im Alter von 83 Jahren. Beerdigt wurde er, sowie sein Sohn Eduard Karl Ferdinand Eichwede (1878-1909) auf dem Stadtfriedhof Engesohde, das Grabmal ist noch vorhanden.

Historisches Dokument der Saline Graben & Eichwede

1883 Fleischerwäsche-Fabrik Victor Buchholz

Victor Buchholz gründete 1883 in der Nikolaistraße 2, in Hannover-Mitte ein Unternehmen für Fleischerwäsche. Am 1. April 1906 verkaufte er seine Firma an den Kaufmann Heinrich Höhne. Neuer Standort der Fabrik war dann ab 1908 die Artilleriestraße 28. in Hannover-Mitte. Nachdem die Fabrikgebäude in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 1943 durch Bombenangriffe zerstört wurden, zog man in die Limmerstraße 61, in Linden-Nord. Im April 1945 wurde das Geschäft vollständig ausgeplündert. Hans Höhne, der Sohn Heinrich Höhnes baute die Firma 1948 in Linden wieder auf. Schon 1949 konnte eine Vollständige Kollektion vorgelegt werden.

1883 Ofenfabrik Georg Vaupel, danach Hermann Heine

Georg Vaupel (1845-1910) gründete 1883 seine Ofenfabrik. Die Firma befand sich auf dem Hinterhof der Fössestraße 33. und später, um 1897 in Nummer 73., beides in Linden-Mitte. Die Jahresproduktion betrug 1500 Kachelöfen. Georg Vaupel war seit Gründung seiner Fabrik auch Besitzer der Immobilie. Die Familie Vaupel wohnte auch privat in ihrem Wohn- und Geschäftshaus.

Georg Vaupel wurde am 13. Mai 1845 in Linden geboren und starb am 11. März 1910 ebenda. Er wurde auf dem Lindener Bergfriedhof beerdigt, das Grab ist noch vorhanden. Sein Sohn Rudolf Vaupel, von Beruf Keramiker und Ofensetzermeister, war erst Mitinhaber und dann Inhaber der Firma, und Besitzer der Immobilie. Auch er wohnte laut Adressbuch von 1928/29 im Gebäude der Fössestraße 73.

Vor 1934 wurde der Betrieb und die Immobilie, von der 1897 gegründeten Ofenfabrik Hermann Heine aus Hannover-Limmer übernommen. Nun wohnte Rudolf Vaupel laut Adressbuch, 1934 in der Küchengartenstraße 7., 1938/39 und 1941 in der Nieschlagstraße 15., 1949 und 1953 in der Erichstraße 2., jeweils in Linden-Mitte.

1883 Lindener-Zeitung, ab 1910 Lindener Lokal Anzeiger

1883 wurde die Lindener Zeitung gegründet, ab 1910 bis 1919 umbenannt in Lindener Lokal Anzeiger. Die Redaktion befand sich in der Deisterstraße 6., in Linden-Mitte.

1883 Möbelfabrik Hermann Flöge

1883 gründete Hermann Flöge seine Möbelfabrik. Die Firma befand sich in der Deisterstraße 17., in Linden-Mitte.

vor 1883 Knopffabrik Jacob Frank

Die Knopffabrik von Jacob Frank befand sich laut Adressbuch von 1888 in der Blumenauer Straße 1 a., in Linden-Mitte. Man produzierte mit 150 Arbeitern hauptsächlich Steinnussknöpfe.

1884 Aktien Zuckerfabrik Linden (Stute & Blumenthal ?)

Die Aktien Zuckerfabrik Linden befand sich im Schlorumsweg 18., in Hannover-Ricklingen, am Bahnhof Fischerhof.

Gruß von der Zuckerfabrik Hannover-Linden (Schlorumpfsweg 18) | 18.11.1910

1883/84 Hannoversche Caoutchouc-, Guttapercha- und Telegraphen-Werke in Linden vor Hannover, seit 1897 Vereinigte Gummiwarenwerke-Fabriken Hannover-Harburg-Wien

Das Unternehmen wurde am 3. November 1883 oder 1884 als Aktiengesellschaft (AG) gegründet und beschäftigte später 650 Arbeiter. Die Betriebsgebäude wurden auf dem Grundstück der ehemaligen Stärkefabrik Paulmann (1848) / Ehlermann & Kuhlmann (1850) in der Stärkestraße 13., in Linden-Nord errichtet. Der Kaufmann und spätere Unternehmer Albert Gerlach (1858-1919) wurde 1884 zunächst als Betriebsleiter und später auch als Mitglied des Vorstandes eingesetzt.

Es wurden Dichtungen für Maschinen, Treibriemen, Fahrradreifen, Betteinlagen, Eisbeutel, Zerstäuber für Insektenpulver und andere Dinge, die in der Industrie, Krankenpflege und im Haushalt gebraucht wurden hergestellt. Aber einer der wichtigsten Produktionszweige waren Kabel für das Telegraphenwesen und die zunehmende Zahl elektrischer Leitungen und Telefone.

Die Unternehmen ging 1897 an die Vereinigten Gummiwarenwerke-Fabriken Hannover-Harburg-Wien mit Sitz in Harburg bei Hamburg und Wien in Österreich über. Als im Ersten Weltkrieg die Einfuhr von Naturkautschuk problematisch wurde, wurde 1917 das Werk in Linden geschlossen. Bis zur Schließung wurden dort zwei Rohstoffe verarbeitet: Kautschuk, der damals nur in natürlicher Form erhältlich war, und Guttapercha, den eingedickten Milchsaft einer Baumart aus Südostasien.

1884 Fachverein der Metallarbeiter von Hannover und Linden

Am 19. Januar 1884 wir von 250 Metallarbeitern in einer öffentlichen Versammlung der Fachverein der Metallarbeiter von Hannover und Linden gegründet. Am 25. März 1889 gründet sich dann der Metallarbeiter-Fachverein Linden.

1884-1935 Chemische Fabrik Königswarter & Ebell Linden vor Hannover

Gegründet wurde die Chemische Fabrik Königswarter & Ebell Linden vor Hannover durch Dr. phil. Paul Ebell und dem jüdischen Bankier und Generalkonsul von Portugal in Hannover Dr. jur. Baron Julius von Königswarter. Baron von Königswarter stammte aus Frankfurt am Main in Hessen und war mit Sophie Königswarter, geb. Runne verheiratet. Nachdem der Baron Julius von Königswarter aus Altersgründen aus dem Unternehmen ausschied zog er nach Berlin-Lichterfelde.

In der Chemischen Fabrik Königswarter & Ebell Linden vor Hannover stellte man alle Arten von Chemikalien her. Hauptabnehmer waren Druckereien und Färbereien. Die Chemische Fabrik befand sich in der Gummistraße 10, heute Walter-Ballhause-Straße in Linden-Nord. Das Unternehmen wird 1935 von der Varta AG übernommen und der neu gegründete Standort Hagen, in Westf. / Nordrhein-Westfalen wird nun zur Produktion von Nickelverbindungen genutzt. Heute besteht die Königswarter & Ebell Chemische Fabrik GmbH noch unter dem Dach der TIB Chemicals AG in Hagen (Westf.).

Königswarter & Ebel Chemische Fabrik | 09.03.1910

 

1885 Manufaktur- Leinen und Wollwarenhandlungen Franz Heinrich Senger und Heinrich Senger

Das Geschäft von Franz Heinrich Senger befand sich in der Posthornstraße 15 a. und privat wohnte er in der Egestorffstraße 2., beides in Linden-Mitte. Das Geschäft von Heinrich Senger befand sich in der Kaplanstraße 17., ebenfalls in Linden-Mitte. Auch er wohnte auch gleichen Haus.

Im Adressbuch von 1928/29 wird das Geschäft von Franz Heinrich Senger in der Posthornstraße 15 a. nicht mehr aufgeführt. Das von Heinrich Senger ist noch verzeichnet. Auch eine Betten- und Manufakturwarenhandlung von Johann Senger in der Nieschlagstraße 22. in Linden-Mitte wird nun geführt.

Königswarter & Ebell | 07.05.1890

Königswarter & Ebell G.m.b.H. Chemische Fabrik
Hannover-Linden | 10.08.1921

1886 Spezialgeschäft für christliche Kunst und Literatur Peter Kleineberg

Am 1. April 1896 gründete Peter Kleineberg im Eckhaus Posthornstraße 10 a., Ecke Weberstraße in Linden-Mitte eine Buch, Kunst, und Papierhandlung. Sein Sohn Nikolaus-Peter Kleineberg erweiterte später die Geschäftsräume. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Werkstätten und Lagerräume völlig zerstört. 1949 wurde eine Filiale in der Osterstraße 11. (Hannover-Altstadt) und in der Voßstraße 39. in der Hannover-List eröffnet.

1886 Installations-Geschäft Albert und Eduard Kühn, später Auto-Klempnerei Kühn

 

Die 1886 gegründete Klempnerei, später Auto-Klempnerei, der Klempnermeister Albert und Eduard Kühn befand sich laut Adressbuch von 1888 in der Deisterstraße 15/17. und 1897 in der Deisterstraße 38., beides in Linden-Süd.

Albert Kühn war auch Besitzer der Immobilie Deisterstraße 38. und wohnte in der I. Etg. Später kaufte er das Haus Marktplatz 10., (später in Lindener Marktplatz 10. umbenannt), in Linden-Mitte und wohnte dort mit seiner Familie. Man handelte auch mit kompletten Badeinrichtungen und mit Material.

Laut Adressbuch von 1934 bis 1939 nannte sich die Firma nun Auto-Klempnerei und Kühlerfabrik Albert Kühn. 1941 ist seine Witwe M. Kühn Besitzerin der Immobilien.

Auto-Klempnerei Albert Kühn
(Deisterstraße 38.) | 30.08.1927

Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß die Firma laut Adressbuch von 1949 und 1953 Kühler-Kühn. Zu dieser Zeit war Frau M. Meinecke-Kühn (Frau M. Kühn hat vermutlich geheiratet), Inhaberin der Firma und wohnte privat in der Von-Alten-Allee 1., in Linden-Mitte, auch diese Immobilie gehörte ihr. Das Haus Marktplatz 10. gehörte nun dem Klempnermeister August Reinecke.

1886 Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag)

Johann Georg Friedrich Adolph Hurtzig (1825-1897), kurz "Fritz" genannt gründete an der Blumenauer Straße 14-16., in Linden-Mitte, die Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag). Von 1867 bis 1874 war er der erste Präsident der Handelskammer Hannover, heute IHK-Hannover und Zeitweilig auch im Ausschuss des Deutschen Handelstages. Er war auch Mitglied in weiteren Aufsichtsräten und deren Vorsitzender.

Die Hannoversche Brotwarenfabrik AG war die erste Fabrik, die es sich zur Aufgabe machte, die Herstellung von Roggenbrot mit Maschinen zu betreiben. Die Brotfabrik war mit einer Dampfmühle ausgestattet. In die Dampfmühle waren alle Hilfsgeräte, zum Beispiel Reinigungsmaschinen, eingebaut. Nach der Übernahme durch Franz Harry (1892-1946) 1929 ging später die Harry’s Brotfabrik aus diesem Unternehmen hervor.

HABAG Werke AG | 25.01.1917

Während des Zweiten Weltkriegs wurden KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager (KZ) Hannover-Limner, einem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg, zur Produktion in der Harry-Habag-Brotfabrik beschäftigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte die Firma ab Mitte 1945 schon wieder 150 Mitarbeiter.

vor 1888 Manufakturwaren Heinrich Busse jun. & Joseph Tennie

Das Geschäft für Manufaktur- Konfektions- und Aussteuerwaren befand sich in der Deisterstraße 28 c., später in Nummer 32. dann 36. in Linden-Mitte. Inhaber waren die Kaufleute Heinrich Busse jun. und Joseph Tennie (1860-1919), welche in der Von-Alten-Allee 1 wohnten. Heinrich Busse jun. war mit Anna Busse, geb. Engelke verheiratet. Joseph Tennie war mit Anna Tennie, geb. Busse (1862-1906) verheiratet. Das Ehepaar Tennie hatte einen Sohn, Franz Tennie (1893-1918) der im Ersten Weltkrieg am 19. Mai 1918 bei Amiens/Frankreich fiel. Das Ehepaar Tennie und ihr Sohn Franz wurden auf dem Lindener Bergfriedhof beerdigt, das Familiengrab ist noch vorhanden.

vor 1888 Bierhandlung Christian Hartmann

Die Bierhandlung von Christian Hartmann befand sich laut Adressbuch von 1888 bis 1899 in der Blumenauer Straße 23. und 23 a. (Hinterhaus), in Linden-Mitte. Christian Hartmann war auch Besitzer der Immobilien. Ab 1913/14 war dann Georg Hartmann der Inhaber und ab 1915 ist in der Blumenauer Straße 23. in Linden-Mitte die Bierhandlung Phönix, vormals Georg Hartmann GmbH ansässig.

Laut Adressbuch von 1924 wohnt Georg Hartmann nun als Betriebsleiter in der Blumenauer Straße 11. in Linden-Mitte. Unter der gleichen Adresse ist nun die Biergroßhandlung Phönix, Inhaber Heinrich Alschner zu finden. Ab 1925 bis 1928/29 wird im Adressbuch neben der Biergroßhandlung Phönix auch wieder eine Bierhandlung Georg Hartmann in der Blumenauer Straße 11. aufgeführt.

vor 1888 Holzhandlung Wilhelm Bode

Die Holzhandlung des Kaufmanns Wilhelm Bode befand sich in der Deisterstraße 86., am Deisterplatz, in Linden-Süd. Man verkaufte alle Arten vom Holz an Gewerbetreibende und Privatleute. Wilhelm Bode wohnte laut Adressbuch 1898 mit seiner Familie in der Schwalenbergerstraße 4., II. Etg. in Linden-Mitte.

vor 1888 Rohproduktenhandlung Isaak Schleisner, danach Albert und David Löwenstein

Die Rohproduktenhandlung und Lumpensortieranstalt von Isaak Schleisner befand sich laut Adressbuch von 1888 in der Lange Straße 45. (Calenberger-Neustadt), die Lange Straße ist heute von der St. Clemenskirche überbaut. Vor 1897 zog man in die Kleine Hohe Straße 15. in Linden, heute der Dunkelberggang um, und 1914 war man in der Kleinen Hohe Straße 6. zu finden.

Nach 1920 war dann die Rohproduktenhandlung von Albert Löwenstein (1881-?) und David Löwenstein (1889-1944), geboren am 9. Juni 1889 in Essen-Frohnhausen, in Nordrhein-Westfalen, in den Räumen ansässig. Privat wohnte Albert Löwenstein nachweislich bis 1934 in der Weberstraße 3. in Linden-Süd. David Löwenstein, vermutlich sein Bruder wohnte mit seiner Frau Margarethe Löwenstein, geb. Neuhaus (1891-194?), geboren am 14. Februar 1892 in Goslar/Niedersachsen und der Tochter Inge Löwenstein (1923-1943), geboren am 15. Oktober 1923 in Hannover, in der Podbielskistraße 10. in der Hannover-List. Später zog die Familie in die Minister-Stüve-Straße 7. in Hannover-Linden-Mitte.

Die Unternehmer trennten sich 1926 geschäftlich, David Löwenstein zog mit seinem Teil der Firma in die Elisenstraße 21. und danach in Deisterstraße 24 a., ins Hinterhaus in Hannover-Linden. Albert Löwenstein blieb mit seinem Geschäft in der Kleinen Hohe Straße 15. Nach 1927 wird Albert Löwenstein nicht mehr als Inhaber geführt, seinen Betrieb führte nun der jüdische Unternehmer Max Frankenstein (1877-?), geboren am 17. Juli 1877, als Altmetallhandlung. Danach wird um 1934 Jakob Hoffmann jun. als Inhaber geführt. Er hatte zuvor seine Geschäftsräume in der Blumenauer Straße 6. in Hannover-Linden. Albert Löwenstein zieht mehrmals um, von der Militärstraße 7. in der Hannover-Nordstadt, zur Bandelstraße 15. in die Hannover-Südstadt und von dort in die Gerberstraße 2., in die Calenberger-Neustadt. Ab 1. Oktober 1934 soll Albert Löwenstein laut Ordnungsamt auf Reisen gegangen sein, wohin und ob er nach Hannover zurückkehrte, ist nicht bekannt.

Von den Ausschreitungen in der Nacht vom 9./10. November 1938 (Novemberpogrom) scheint die jüdische Familie Löwenstein verschont geblieben zu sein. Es gibt keine Hinweise auf eine Verhaftung oder auf eine Beschädigung des Betriebes. Die Familie Löwenstein wollte 1939 nach Argentinien in Südamerika auswandern, dazu kam es aber nicht. Nur ihre Tochter Inge Löwenstein reiste am 4. Januar 1939 allein mit einem Kindertrasport in die Niederlande und wohnte in Amsterdam. Ihre Eltern David und Margarethe Löwenstein zogen von der Hausmannstraße 5. in die Theodorstraße 5 a. um, danach mussten sie 1941 in eines der sogenannten "Judenhäuser", in die Körnerstraße 24. in Hannover-Mitte umziehen. Im Adressbuch von 1941 wird nun Ernst Winter als Inhaber der Rohproduktenhandlung in der Deisterstraße 24 a. in Hannover-Linden geführt.

Am 15. Dezember 1941 wurden die Eheleute in das Rigaer Ghetto in Lettland deportiert. Danach wurde Margarete Löwenstein in das Konzentrationslager (KZ) Stutthof bei Danzig in Polen und ihr Mann in das Konzentrationslager (KZ) Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar in Thüringen verschleppt. Ihre Tochter wurde aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Sobibor, im südöstlichen Polen transportiert.

David Löwenstein ist am 1. Dezember 1944 im KZ-Buchenwald umgekommen. Margarete Löwenstein starb vermutlich nach August 1944 im Konzentrationslager (KZ) Stutthof. Wann Inge Löwenstein starb ist unbekannt. Am 7. März 1953 wurden Margarete und Inge Löwenstein vom Amtsgericht Hannover offiziell für tot erklärt. Die Namen von David, Margarete und Inge Löwenstein sind auf dem hannoverschen Mahnmal am Opernplatz verzeichnet. Das Mahnmal trägt die in Stein eingravierten Namen von rund 2000 deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Ausstellungskatalog: Abgeschoben in den Tod | Die Deportation von 1001 jüdischen HannoveranernInnen am 15. Dezember 1941 nach Riga | Julia Berlit-Jackstein, Dr. Karljosef Kreter | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2011
Ausstellungskatalog: Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies MA. | Historisches Museum Hannover (HMH) | 2008
Ausstellungskatalog: Fremde Heimat. Rettende Kindertransporte aus Hannover 1938/39 | Julia Berlit-Jackstein, Florian Grumblies, Dr. Karljosef Kreter, Edel Sheridan-Quantz | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2015
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Projekt - www.lebensraum-linden.de

vor 1888 Tischlerei und Möbelhandlung Georg Pluns

Die Tischlerei und Möbelhandlung von Georg Pluns befand sich laut Adressbuch von 1888 in der Falkenstraße 4. in Linden-Mitte und 1997 in der Limmerstraße 7. in Linden-Nord, später um 1900 dann in der Falkenstraße 29. in Linden-Mitte.

vor 1888 Kunst- und Bauschlosserei Wilhelm Marquardt

Die Kunst- und Bauschlosserei von Schlossermeister Wilhelm Marquardt befand sich in der Kaplanstraße 16. in linden-Mitte. Man war auf Gitter und Schaukästen spezialisiert. Wilhelm Marquardt war auch Besitzer der Immobilie und wohnte auch in seinem Haus.

vor 1888 Tapetenhaus Wilhelm Künneke

Das Tapetenhaus Wilhelm Künneke befand sich laut Adressbuch von 1888 erst in der Charlottenstraße 58. in Linden-Süd, dann 1897 in Nummer 19 und später Am Lindener Marktplatz - Ecke Falkenstraße in Linden-Mitte. Familie Künneke war auch Besitzer der Immobilie Charlottenstraße 19 und wohnte auch privat dort. Später übernahm sein Sohn August das Geschäft Am Lindener Marktplatz 2.

vor 1888 Kartoffel- und Gemüsehandel Friedrich Branding

Die Kartoffel- Gemüse- und Südfrüchtehandlung befand sich laut Adressbuch von 1888 im Möhringsberg 1. in der Hannover-Nordstadt. Im Adressbuch von 1897 ist man in der Viktoriastraße 42. in Linden-Nord ansässig. Friedrich Branding war auch Besitzer der Immobilien Viktoriastraße 41. und 42.

vor 1888 Bäckerei Peterkord

Die Bäckerei von Bäckermeister Franz Peterkord befand sich in der Stärkestraße 5. in Linden-Nord, die Familie wohnte auch im eigenen Haus Stärkestraße 5. Laut Adressbuch von 1928/29 bis 1953 war nun der Sohn, der Bäckermeister Wilhelm Peterkord, Inhaber der Bäckerei. Im Adressbuch von 1960 dann Bäckermeister Bernhard Perterkord.

vor 1888 Manufafturwaren- und Konfektionsgeschäft Wilhelm Ahlborn

Das Manufafturwaren- und Konfektionsgeschäft befand sich in der Limmerstraße 15., um 1897 dann in der Limmerstraße 24., beides in Linden-Nord. Inhaber war Wilhelm Ahlborn und ab 1906 sein Sohn Heinrich Ahlborn. Die Familie war auch Eigentümer der Immobilie und wohnte auch privat in der Limmerstraße 24. Man führte Arbeitergarderobe und Kleiderstoffe für Damen.

vor 1888 Putz- Weiß- und Modewaren Gustav Adolph Sandmann

Das Modegeschäft von Gustav Adolph Sandmann befand sich laut Adressbuch von 1888 und 1897 in der Ihmebrückstraße 2 (Deisterstraße 5). Man betrieb auch Filialen in der Göttinger Straße 63 und der Rampenstraße 1. Die Immobilie Deisterstraße 5 gehörte der Familie Sandmann, auch privat wohnte man dort. Laut Adressbuch von 1928/29 betrieb man nun nur noch das Geschäft in der Deisterstraße 5.

vor 1888 Mehlhandlung Gruner & Gärtner, später Spedition Paul Gruner

Die Mehlhandlung Gruner und Gärtner befand sich laut Adressbuch von 1888 in der Posthaornstraße 15. Später wurde aus der Mehlhandlung eine Spedition (Posthornstraße 15) mit Lagerhaus (Kaplanstraße 20). Privat wohnte Paul Gruner auch in der Posthornstraße 15. Das Lagerhaus der Firma hatte auch einen Gliesanschluss für Massengüter am Bahnhof Linden-Fischerhof.

Putz- u. Modewaaren Gustav Adolph Sandmann (Ihmebrückstraße 2) | 23.08.1892

vor 1888 Kaufhaus Carl Schwabe

Das Kaufhaus von Carl Schwabe befand sich in der Limmerstraße 25/27. in Linden-Nord. Die Familie Schwabe wohnte auch im Haus, in der I. Etg. Carl Schwabe war laut Adressbuch von 1897 mit Katharine Schwabe, geb. Wüstefeld verheiratet. Im Adressbuch von 1934 wird Hermann Nett als Inhaber und Verwalter des Kaufhauses sowie der Immobile genannt. Hermann Nett wohnte auch in der Limmerstraße 27. Die Immobile mit Hinterhaus gehört bis heute einer Erbengemeinschaft.

Es wurden Damen- Herren- und Kinder-Konfektionen, sowie Manufaktur- und Modewaren verkauft. Später war das Kaufhaus auch unter dem Namen "Aussteuerhaus Schwabe" und "Betten Schwabe", weit über Lindens und Hannovers Grenzen hinaus bekannt. Bis 2009, hing noch eine blaurote Leuchtreklame, mit dem Titel "BETTEN SCHWABE", am Gebäude.

vor 1888 Cigarren Importhandlung Carl Lange und Junior.

Die Zigarrenhandlung von Carl Lange und Carl Lange jun. befand sich laut Adressbuch von 1888 und 1897 in der Deisterstraße 13. in Linden-Mitte. Carl Lange war auch Aufsichtsratsmitglied des am 27. März 1890 gegründeten Creditverein Lindens eGmbH, später Lindener Volksbank eG. Von 1898 bis 1914 befand sich im Gebäude auch die Geschäftsstelle des Creditvereins. Familie Lange war Besitzer der Immobilie und wohnte auch in der Deisterstraße 13. In der Deisterstraße 6. betrieb Carl Lange auch noch eine Filiale des Hannoverschen Anzeigers (Zeitung).

1888 Carl Ahrend, Brennstoffe für Industrie- und Hausbrand, später Karl Ahrend KG

1888 wurde die Firma von Carl Ahrend in der Deisterstraße gegründet. Carl Ahrend und sein Vater Friedrich betrieben das Kohlengeschäft, während die Schwiegertochter Christine Ahrend ein Kolonialwarengeschäft leitete. 1902 kaufte Carl ein Grundstück in der Wittekindstraße 11 und die Firma zog um. In den neuen Geschäftsräumen wurde ein Ladengeschäft für Brennstoff- und Kohlenhandel eröffnet. 1913 verstarb der Vater und Carl führte den Betrieb allein weiter. 1922 übernahmen dann Carls Sohn Karl und dessen Frau Emmy Ahrend die Geschäfte. 1927 wurde ein Lagerplatz mit Gleisanschluss am Bahnhof-Fischerhof gepachtet. Nach dem 50jährigen Jubiläum des Kolonialwarengeschäfts wurde es im Sommer 1939 geschlossen.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in den Räumen der Firma Ahrend ein Zwangsarbeiterlager. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisons (CCP), 1949 herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) wird das Lager mit 200 Insassen aufgeführt. 1948 wurde die Firma eine Kommanditgesellschaft (KG).

1888-1960 Asphaltfabrik und Teerdestillation Schliemann & Co AG

Schliemann & Co. AG - Asphaltfabrik u. Teerdestillation

Die Firma hatte Ihren Sitz im Schlorumsweg 4, zog aber später in die Mars la Tour Straße 8, ins Hannover-Zooviertel um.

Der Ingenieur Karl Schliemann (1855-1922) betrieb zunächst die Herstellung von Kitten und Bautenschutzmitteln. 1890 begann man auch mit der Herstellung von Stampfasphalt. Schliemann meldete mehrere Patente im Bereich Straßen- und Bodenbelag an.

Die Betriebsräume wurden 1943 und 1945 zweimal zerstört, nach Kriegsende wurde auf wechselnden Grundstücken weiter gearbeitet, 1948 am Bauweg 34. 1960 wurde die Firma Schliemann & Co. AG nach Konkurs geschlossen.

1888 Sattlerei Heinemann

Die Sattlerei von Willi Heinemann befand sich in der Deisterstraße 31 und 36.

1888-1978 Kaiser-Brauerei in Ricklingen

Die Gründung der Kaiser-Brauerei in Hannover-Ricklingen erfolgte am 21. Juni 1888 auf Initiative des einflussreichen, Ricklinger Vollmeier und Gemeindevorstehers Ernst Conrad Friedrich Schnabel (1840-1898), der mit einigen Gesellschaftern 600.000 Mark aufbrachte und dann das Brauereigebäude auf einem Grundstück in der Nähe des Fischerbahnhofs (Ricklinger Stadtweg 150) errichtete. Die Schnabelstraße in Hannover-Ricklingen wurde 1901 nach dem Gemeindevorsteher benannt.

In der Brauerei wurden Unter- und obergärige Biere produziert, ferner Eis, sowie Nebenprodukte für die eigene Verwertung und den Verkauf. Gearbeitet wurde mit einer Dampfmaschine der Maschinenfabrik Augsburg AG, es war eine liegende Einzylinderdampfmaschine mit einer Ventilsteuerung, sie hatte 60-90 PS, und einen Zylinderdurchmesser von 400 mm. Das Stammkapital wurde 1921 um 300.000 Mark erhöht und laut Hauptversammlung vom 15. November 1924 erfolgte die Umstellung des Kapitals von 900.000 Mark in gleicher Höhe auf Reichsmark (RM). Die Kaiser-Brauerei wurde 1970 von der Feldschlösschen Brauerei Braunschweig aufgekauft und 1978 geschlossen. Heute befindet sich hier das Kaiser-Sport-Center.

1888 Kupferschmiede Gottfried Link

Die Kupferschmiede wurde 1888 vom Schlossermeister Gottfried Link gegründet und 1898 in Apparatebau Gottfried Link & Co. umbenannt. Man baute Badeöfen für Gas- und Kohlenbetrieb, sowie für Dampf- und Wasserheizungen. Im Angebot hatte man auch Fußbodenheizungen. Die Firma meldete mehrere Patente (D. R. Patent: 12482, 66507, 74206 und 94103) an.

Gottfried Link - Kupferschmiedemstp. | 05.08.1891

Carl Gerhardy Linden bei Hannover | 12.08.1912

1888 Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik Carl Gerhardy

Die Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik Carl Gerhardy befand sich in der Deisterstraße 21, später in der Deisterstraße 31.

1889 Schuhwarenfabrik Paulmann & Heers

Am 1. Januar 1889 wurde die Schuhwarenfabrik von Wilhelm Paulmann und Hermann Heers (?-1904) gegründet. Die Firma hatte ihren Sitz in der Von-Alten-Allee 23. Es wurden Herren- Damen und Kinderstiefel aus derbem Rindsleder hergestellt. Nach dem Hermann Heers 1904 starb führte Wilhelm Paulmann die Firma allein weiter. 1906 beschäftigte man 50 bis 60 Arbeiter und hatte 39 Spezialmaschinen zur Herstellung der Schuhe. Die Jahresproduktion betrug 40.000 Paar. Es gab auch einen 8 PS starken Gasmotor zur Energiegewinnung.

1889 Straßenbaufirma & Steinbruch Berneburg

Am 1. April 1889 gründete Georg Berneburg die noch heute bestehende Straßenbaufirma. Der Sitz des Unternehmens befand sich im Haus Beethovenstraße 7, im sogenannten Berneburg-Haus und später im neuen Verwaltungsgebäude an der Davenstedter Straße 81. Georg Berneburg betrieb auch einige Steinbrüche.

Am ehemaligen Verwaltungsgebäude in der Davenstedter Straße 81, ist noch ein Relief, eines Arbeiters in Form und Stil vom Lindener Bildhauer Georg Herting (1872-1951), über dem Hauseingang zusehen.

1889/90 Maschinenfabrik Gebr. Körting AG

um 1890-1933 Landmaschinen- und Maschinenfabrik Arnold Meese, später auch Landmaschinenhandel

um 1890 Die Schwanenburg in Limmer

Der Schiffszimmermeister und Bootsbauer Johann Wilhelm Friedrich Hartje errichtet auf dem Gelände der späteren Gaststätte Schwanenburg um 1830 eine Schiffswerft. Um 1843 baute seine Firma jährlich drei bis vier große Leine- und Weserschiffe. Das Unternehmen beschäftigte acht bis zehn Arbeiter. Johann Wilhelm Friedrich Hartje war auch als Sachverständiger tätig.

Sein Nachfolger, der Asphaltgrubenbesitzer und Kaufmann Johann Friedrich Andreas Geffers, verheiratet mit Sophie Luise Geffers, geb. Henning, und Inhaber der Firma D. H. Henning (Asphalt), legte auf dem Gelände an der Leine einen Lustgarten an. Dazu ließ er das sumpfige Gebiet aufschütten und am Fösse-Fluss zwei Teiche ausheben. Nach Johann Friedrich Andreas Geffers Tod verpachteten die Erben um 1890 die Gartenanlage an den Gastwirt August Stein aus Hannover, der den Namen Schwanenburg erfand. Den restlichen Teil erhielt die 1895 gegründete Maschinenfabrik Jühnke & Lapp, die ein Jahr später zur Weidestraße verlegt wurde. Der Gastronom August Stein führte 1887 auch das Restaurant "Zum Uniongarten", des Union-Theaters, auch Sommer-Theater genannt, in der Maschstraße 12, in der Hannover-Südstadt.

Gruß von der Schwanenburg | 25.08.1897

Union-Theater - Gruss vom Uniongarten | 11.10.1897

Ein Kind kommt zu Tode | Fährbetrieb

Am 4. Juli 1895 bricht die Leinebrücke (Limmerbrücke) an der Schwanenburg ein; und ein Kind kommt dabei zu Tode. Der neue Pächter der "Schwanenburg", der Wirt Hörschelmann, betrieb an gleicher Stelle bis 1913 eine Personenfähre. Mit dem Bau des Stichkanals und durch die Leinebegradigung auf Höhe der Schwanenburg wurde nun der Fährbetrieb eingestellt.

Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen

Max Rüdenberg (1863-1942) erwarb 1896/97 die Grundstücke der Wunstorfer Straße 16-18 in Limmer. Er kaufte die Gebäude der umgezogenen "Maschinenfabrik Jühnke & Lapp" sowie das Grundstück der alten "Gaststätte Schwanenburg" und errichtete noch im selben Jahr die "Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen", mit Niederlassungen in China. Max Rüdenberg lässt neben der Bettfedernfabrik ein Wohnhaus für sich und seine zukünftige Familie errichten. Auf einem Teil des Grundstücks lässt er 1898 das Konzertgebäude der neuen Schwanenburg mit Tanzsälen, auf dessen Dachfirst Schwanenfiguren zu sehen waren und eine Parkanlage errichten. Die Schwanenburg verpachtet er.

Siehe auch: 1896/97 Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH

Gruß von der Schwanenburg Limmer | 14.08.1903

Schwanenburg | 05.07.1916

Der Erste Weltkrieg und die Nachkriegszeit

Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) wurden ab 1915 die Konzertsäle der "Gaststätte Schwanenburg" als Schullazarett (Reserve-Lazarett II.) genutzt. Betrieben wurde das Lazarett durch Diakonissen des Henriettenstiftes in Hannover. Max Rüdenberg hatte die "Gaststätte Schwanenburg" und Teile seiner Bettfedernfabrik auf eigene Kosten umbauen lassen und zur Verfügung gestellt. Er stelle sich auch als kaufmännischer Berater für das Schullazarett kostenlos zur Verfügung.

Im Lazarett gab es 15 Werkstätten, die Metallberufe, Schneider, Tischler, Maler, Fotografen und Buchdrucker ausbildeten. Auch eine orthopädische Werkstatt gehörte zum Lazarett. Es waren 50 bis 60 Kriegsinvalide auf dem Gelände, im Gebäude mit Schlaf- und Sanitärräumen untergebracht. Im März 1917 besuchten die Ehefrau Gertrud Wilhelmine von Hindenburg, geb. von Sperling (1860-1921) und die Tochter des Generalfeldmarschalls und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) die Einrichtung. Für sein Engagement wurde Max Rüdenberg mit dem Eisernen Kreuz (EK) ausgezeichnet. Erst im Mai 1920 wurde das Schullazarett (Reserve-Lazarett II.) geschlossen.

Ab 1925 wird im Adressbuch Wilhelm Brönstrup als Gastwirt der "Gaststätte Schwanenburg" aufgeführt.

Reserve-Lazarett II. Schwanenburg | 17.04.1915

Mil. Kr. Wärter des Reserve-Lazarett II.
Hannover 7. Sept. 1917 | 12.09.1917

Die Rüdenbergs waren Juden, Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden. Im Adressbuch von 1936 ist Erich Schäfer Betreiber der Gaststätte. Das Ehepaar Rüdenberg wurde zum Verkauf ihres Vermögens genötigt. Die Stadt Hannover kaufte dem Ehepaar am 21. Februar 1942, unter Wert das Grundstück der Schwanenburg ab. Mit Verfügung vom 1. Juli 1942 ging das gesamte Vermögen der Familie Rüdenberg in den Besitz des Deutschen Reiches über. Am 23./24. Juli 1942 wurden die Eheleute Rüdenberg ins Ghetto Theresienstadt/Tschechien deportiert. Max Rüdenberg stirbt am 26. September 1942 im Alter von 79 Jahren, Margarethe Helene Rüdenberg stirbt am 29. November 1943 im Alter von 64 Jahren, im Ghetto Theresienstadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Das Areal überstand den Zweiten Weltkrieg fast ohne größere Zerstörungen. Nur das Gebäude der Wunstorfer Straße 16 a. wurde im November 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Anfang der 1950er-Jahre wurden im Gebäude die Schwanenburg-Lichtspiele eröffnet. Ab März 1951 organisierte der Konditormeister Karl Wrampe, Vorsitzender des "Clubs der Freunde", im "Clublokal" Feste für homosexuelle Männer. Mittwochs war unregelmäßig der Tag der Lesben, während Männer nicht zugelassen waren. Mit dem Bau des Westschnellweges wurden die Gastwirtschaftsgebäude 1960/61 abgerissen.

Auf dem heutigen Gelände der ehemaligen Schwanenburg stehen Gebäude der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, die inzwischen nicht mehr genutzt werden. Am 29. September 2011 wurde der "Heinrich-Kollmann-Weg" am ehemaligen Gelände, in "Zur Schwanenburg" umbenannt. Auf dem Fabrikgelände steht nur noch ein Gebäude. Dieses wird seit Herbst 2012 als neue Schwanenburg (Restaurant Schwanenburg mit dem Rüdenbergsaal) für Gastronomie und Veranstaltungen genutzt.

Weitere Schwanenburg-Karten

1890 Troske & Co. Licht und Fotopauserei, Plandruckanstalt, dann Troske & Sievers, später Troske & Woll

1890 wurde die Licht und Fotopauserei, Plandruckanstalt unter dem Namen Troske & Co., als Kommanditgesellschaft (KG) gegründet. Dann, 1897 hieß die Firma Troske & Sievers. Sie befand sich in der Theaterstraße 13. Später hieß die Firma Troske & Woll. Die Geschäftsräume befanden sich nun in der Herrenstraße 15, 1949 in der Brüderstraße 2. Es gab ab 1940 auch eine Filiale in der Limmerstraße 6.

1890 Creditverein Linden, ab 1906 Lindener Creditbank eGmbH, ab 1940 Lindener Volksbank eGmbH

1890-1990 Bettfedernfabrik Werner & Ehlers

1890-1930 Celluloid-Warenfabrik Dr. Paul Hunaeus

Die Celluloidwaren Fabrik von Dr. Paul Hunaeus (?-1932) stellte Spielwaren (Puppen), Fahrrad- und fotografische Artikel her. Später produzierte man auch Luftpumpen sowie abnehmbare und aufrollbare Schmutzfänger sowie Fahrradgriffe aus Celluloid mit Kork. Ab 1896 war die Fabrik in der Leinaustraße 9. ansässig, man betrieb auch eine Filiale in Ricklingen. Das Unternehmen besaß sogar eine eigene Feuerwehr. Dr. Paul Hunaeus meldete mehrere Patente an. Am 21. November 1897 bekam er vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin sein Patent zum Verfahren zur Herstellung bauchiger Fahrradgriffe mit einem aus Korkfounier bestehendem Überzug. 1901 wurde die Schutzmarke PH eingetragen, 1927 Natura und 1928 die geschützte Marke Peha.

 

Celluloidwaaren-Fabrik Dr. P. Hunaeus | 29.03.1904

Das Unternehmen fungierte ab 1910 auch als Rohzelluloidlieferant. Seit 1916 produzierte man Spielzeug, dass im Dunkeln leuchtete und seit 1921 Rasseln, Tiere und Stehauffiguren. 1925 übernahm Dr. Carl Scheu die Firmenleitung. Man stellte nun auch Badezimmer Möbel und verschiedene Klosettsitze aus Celluloid her. 1926 fusionierte man mit einer anderen Celluloid-Warenfabrik in Offenbach/Hessen und ab 1928 produzierte man auch bemalte Puppen mit beweglichem Kopf und Armen (D.R.P.). 1929 fusionierte die Firma mit der Rheinischen Gummi- und Celluloidfabrik (Schildkröt-Puppen), in Mannheim-Neckarau/Baden-Württemberg und wurde noch im gleichen Jahr von der Firmengruppe I. G. Farben übernommen.

1890 Bettfedernfabrik Thomasczik & Wengler

Die Firma wurde von Richard Thomazcik und August Wengler schon 1883 gegründet. 1890 wurde die neue Fabrik in der Deisterstraße 85 in Betrieb genommen. Ab 1907 vertrieb man die Heilbronner Bettfedernmarke "Kätchen von Heilbronn". 1928/29 war die Firma in der Leinaustraße 27 und 1934 in der Deisterstraße 6 (heutige Adresse: Schwarzer Bär 6) ansässig. Nun war Franz Braun Inhaber, und wohnte auch privat in der Deisterstraße 6. Vor 1940 wurde die Firma vermutlich aufgelöst.

 

Thomasczik & Wengler Hannover-Linden | 25.05.1892

1890 Carl Langenohl Ofen-Fabrik, vor 1912 Carl Langenohl Nachfolger Ofenrohr-Fabrik

Die Ofenfabrik von Carl Langenohl wurde 1890 gegründet und befand sich in der Von-Alten-Allee 14 (Hinterhaus). Privat wohnte der Inhaber in der Deisterstraße 77, I. Etg. Vor 1912 übernahmen Rudolf Thormann und Eduard Troppens die Firma und nannten sie nun Carl Langenohl Nachfolger Ofenrohr-Fabrik, Rohrleitungen für Belüftungs- und Entstaubungsanlagen. Laut Adressbuch von 1928/29 befand sich das Unternehmen nun in der Albertstraße 1, in Linden-Nord.

1890 Gewerbliche Fortbildungsschule

Die Handwerksinnung der Stadt Linden gründet 1890 eine Gewerbliche Fortbildungsschule.

1891 Chemische Reinigung, Wäscherei und Färberei F. A. Stichweh

Das Unternehmen wurde 1853 von Friedrich August Stichweh (1818-1886), einem gelernten Färber, als Färberei, Druckerei und französische Waschanstalt in Hannover gegründet. Die erste Filiale wurde 1866 eröffnet und existierte bis 1943. Um 1860 führte man außerdem die chemische Reinigung ein. 1891 wurde der Betrieb nach Limmer, an die Leine verlegt. Seit 1923 war Wilhelm Stichweh, ein Enkel des Unternehmensgründers Leiter der Firma. ihm gelang es den Betrieb zu vergrößern.

1928 hatte die Firma 300 Mitarbeiter und im gleichen Jahr wurde das Stichweh-Verwaltungsgebäude vom Architekten und Hochschullehrer (Technischen Hochschule Hannover) Walter Wickop (1890-1957) im Bauhausstil errichtet, es gilt bis heute als Musterbeispiel für die Industriearchitektur jener Zeit.

Nach starken Schäden im Zweiten Weltkrieg, bei einem Flugzeugabsturz auf das Fabrikgelände starben 29 Mitarbeiter, wurde das Unternehmen erfolgreich wieder aufgebaut. 1980 verkaufte die 1928 in Linden gegründete Firma Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH & Co. KG ihre Filialen an die Traditionsfirma Stichweh. Heute bietet Stichweh seine Dienste bundesweit an. In den Jahren 2011 bis 2014 wurden das Stichwehgelände und die historischen Gebäude komplett saniert. Einige Bauten aus den 1950er und 1960er Jahren wurden durch Neubauen ersetzt.

F. A. Stichweh
Färberei und chem. Waschanstalt | 30.08.1924

1891 Maschinenfabrik Schütte & Pöppe, Fabrik hauswirtschaftlicher Maschinen Marke "Hannovera"

Die Maschinenfabrik Schütte & Pöppe (S & P) in der Davenstedter Straße 43., in Linden-Mitte, stellte hauswirtschaftliche Maschinen, Tafel- und Briefwagen her. Um 1909 betrieb man einen Messestand (II. Etg. Platz 158-161) im Messepalast "Hansa" in Leipzig/Sachsen. 1935 lautete der Firmenname "Hannovera" Waagen- und Maschinen-Fabrik Schütte, Pöppe und Widewag GmbH". Man fertigte nun auch Rundmeser-, Brot und Aufschnitt-Schneidemaschinen. Um 1939 lautete der Firmenname "Hannovera" Waagen- und Maschinen-Fabrik G.m.b.H.

 

Schütte & Pöppe, Fabrik hauswirtschaftlicher Maschinen | 20.11.1915

 

"Hannovera" Waagen- und Maschinenfabrik G.m.b.H. | 08.02.1943

vor 1892 Bierhandlung Wilhelm Tacke

Die Bierhandlung von Wilhelm Tacke befand sich laut Adressbuch von 1892 in der Rampenstraße 2, in Linden-Mitte. 1897 dann in der Wittekindstraße 12. und von 1899 bis 1913 in der Wittekindstraße 20, ebenfalls in Linden-Mitte. Wilhelm Tacke war auch Besitzer der Immobilie Wittekindstraße 20 und war mit Emilie Tacke, geb. Koch verheiratet. Im Adressbuch von 1915 ist die Bierhandlung Tacke nicht mehr aufgeführt.

1892 Fortuna Apotheke

Die Fortuna Apotheke des Apothekers Johannes Kerl befand sich in der Deisterstraße 75. Am 31. Dezember 2010 wurden die Apothekenräume nach 118 Jahren geschlossen.

1892 Gebrüder Mehring G.m.b.H. - Baustoffe,
         Dachbedarf und Kohlen

Die Firma befand sich in der Fössestraße 1. Am 19. März 1892 gründen die Brüder Fritz und Walter Mehring ihre Firma.

Die ersten Geschäftsräume waren in der Stephanusstraße auf dem Gelände der Lindener Aktienbrauerei (LAB). Danach wurde der stillgelegte Güterbahnhof Küchengarten von der Reichsbahn übernommen. Zum alten Stationsgebäude wurde ein neues Lagerhaus gebaut. 1935 wurde der Büroneubau abgeschlossen, da das Stationsgebäude nicht mehr ausreichte.

Gebr. Mehring G.m.b.H. Baumaterial-Asphalt | 11.11.1921

Fritz starb 1919 und Walter Mehring 1943. Die Firma wurde dann von Günter Mehring, dem Sohn von Walter Mehring weitergeführt.

1893 Lindener Gesellschaftshaus, ab 1900 Lindenhof

Deisterstraße | 18.03.1914
(rechts mit Fortuna-Apothekenschild)

Gebr. Mehring G.m.b.H. Baustoff-Großhandel Wand- u.
Fußbodenplatten - 11.04.1927

1893 Baby-Spezialgeschäft August Blumenthal, später Baby-Bazar Hannover, Hermann Blumenthal

Hermann Blumenthal, aus der Falkenstraße 1., in Linden-Mitte übernahm von August Blumenthal (die genauen familiären Beziehungen sind unbekannt) dessen "Baby-Spezialgeschäft" (gegr. 1893) in der Deisterstraße 9. Das Sortiment bestand aus Kinderbekleidung, Kinderwagen, Betten und Matratzen. Nach der Übernahme nannte er das Geschäft "Baby-Bazar Hannover".

Hermann Blumenthal wurde am 14. April 1866 in Mahlerten, im Kreis Gronau, heute Landkreis Hildesheim in Niedersachsen, geboren. Seine Eltern waren Louis Blumenthal und Mathilde Blumenthal, geb. Frank. Hermann Blumenthal zog 1898 in die damalige Stadt Linden und heiratete im Dezember desselben Jahres Ella Blumenthal (1870-1923), die ebenfalls eine geborene Blumenthal war. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Erna Blumenthal und Hedwig "Hedy" Blumenthal (1889-1982).

Von 1910 bis 1922 gab es eine "Baby-Basar-Filiale" gleichen namens im Engelbosteler Damm 21., in der Hannover-Nordstadt. In der Filiale arbeiteten hauptsächlich die Mutter Ella und ihre Tochter Erna. Hedwig war in der Deisterstraße mit ihrem Vater tätig. Nach dem Erna Blumenthal geheiratet hatte, zog sie 1920 mit ihrem Ehemann nach Frankfurt am Main/Hessen um. Am 15. Dezember 1923 verstarb Ella Blumenthal mit 53 Jahren. Hermann Blumenthals Schwiegersohn, Hans Neumann (1886-1967), Ehemann der Tochter Hedwig, wurde Teilhaber der Firma und wohnte nun auch in der Falkenstraße 1. Am 28. Oktober 1927 kam Ellen Neumann (1927-?), die Tochter von Hans und Hedwig "Hedy" Neumann in Hannover zur Welt.

In der Nacht vom 9./10. November 1938 (Novemberpogrom) wurden die Schaufensterscheiben und die Inneneinrichtung des "Baby-Bazar Hannover" zerstört. Der jüdische Inhaber musste für die Sicherung und Reparatur seines Geschäfts selbst aufkommen. Hermann Blumenthal und Hans Neumann wurden noch am selben Abend in sogenannte Schutzhaft genommen. Sein Schwiegersohn wurde nach kurzer Zeit wieder entlassen. Hermann Blumenthal wurde später in das Konzentrationslager (KZ) Buchenwald (Zugangsliste KZ-Buchenwald: 23619), auf dem Ettersberg bei Weimar in Thüringen deportiert und erst am 10. Dezember 1938 wieder entlassen. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager starb Hermann Blumenthal im Krankenhaus in Hannover, vermutlich an den Folgen seiner Haft. Bestattet wurde Hermann Blumenthal auf dem jüdischen Friedhof An der Strangriede, in der Hannover-Nordstadt, auf dem auch seine Ehefrau Ella Blumenthal beerdigt wurde.

Hans und Hedwig Neumann verkauften danach das Geschäft. Käufer war der Kaufmann Rudolf Jacobs (?-1945), der das Geschäft unter dem Namen "Alles fürs Kind" weiterbetrieb. 1939 verließ die Familie Neumann Hannover-Linden und zog zunächst in die Goethestraße 15. (Hannover-Mitte) und drei Monate später in die Wissmannstraße 13. (Hannover-Südstadt).

Hans und Hedwig Neumann wanderten 1941 nach Buffalo in New York/USA aus. Dort haben sie sich in Hans und Heddy Newman umbenannt. Ihre Tochter folgte ihnen 1943 in die USA. Ellen Neumann, nach ihrer Heirat in den USA - Ellen Goldman, hatten sie vorher am 13. Juli 1939 mit einem Kindertransport nach England in Sicherheit gebracht.

Im Oktober 1943 wurde das Gebäude in der Deisterstraße 9.., bei einem Luftangriff völlig zerstört. Das Geschäft "Alles fürs Kind" von Rudolf Jacobs zog danach in die Deisterstraße 5. um.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bemühte sich Hans Newman von den USA aus um eine Wiedergutmachung für die Eigentums- und Vermögensverluste seiner Familie. Unter anderem strengte er einen Prozess gegen die noch lebende Witwe Rudolf Jacobs (gefallen am 17. April 1945) an, weil er den "Baby-Bazar Hannover" damals unter Schätzwert an Rudolf Jacobs hatte verkaufen müssen. Der Rechtsstreit endete 1954 mit einem Vergleich vor dem Landgericht Hannover.

 

In dem Verfahren wurden mehrere Zeugen zum Zustand des Baby-Bazars vor und nach dem Novemberpogrom 1938 gehört, darunter die Witwe Gertrud Jacobs, die frühere Angestellte Irma Bock, die seit 1934 im Geschäft tätig gewesen war und anschließend auch für Rudolf Jacobs gearbeitet hatte, sowie Erna Daevessen geb. Blumenthal, die Schwester von Heddy (Hedwig) Newman. Der Gesundheitszustand von Hans Newman verschlechterte sich Zusehens, in ärztlichen Gutachten ging es auch um die Frage, ob und inwieweit die Krankheit auf die erlittene Verfolgung zurückzuführen und damit zu entschädigen sei. Der Rechtsstreit war noch nicht beendet, als er am 9. April 1967 nach schwerer Krankheit in den USA starb. Seine Witwe Heddy setzte das Verfahren fort. Sie erhielt eine Rente vom Land Niedersachsen, bis sie am 25. September 1982 starb.

Am 18. September 2013 wurde zum Gedenken an Hermann Blumenthal in der Falkenstraße 1., in Linden-Mitte ein Stolperstein gesetzt. Die Initiative dazu kam von Christa und Jürgen Wessel aus Hannover-Linden.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Ausstellungskatalog: Der Novemberpogrom 1938 in Hannover |
Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies MA. | Historisches Museum Hannover (HMH) | 2008
Ausstellungskatalog: Fremde Heimat. Rettende Kindertransporte aus Hannover 1938/39 | Julia Berlit-Jackstein, Florian Grumblies, Dr. Karljosef Kreter, Edel Sheridan-Quantz | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2015
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Netzwerk Erinnerung und Zukunft Region Hannover - www.erinnernundzukunft.de
Projekt - www.lebensraum-linden.de

Stadtarchiv Hannover
Städtische Erinnerungskultur - www.erinnerungskultur-hannover.de

1894-1960 Schlachthaus Linden

Auf dem Platz zwischen der heutigen Steigertahlstraße und der Westschnellwegauffahrt befand sich von 1894 bis 1960 das Schlachthaus der Stadt Linden. Architekt des 1893/94 an der Limmerstraße 128 erbauten Schlachthauses war der Architekt und Stadtbaurat Georg Fröhlich (1853-1927). Um 1905 war der Tierarzt Dr. vet. Eduard Rekate als Schlachthausdirektor tätig. 1928/29 wohnte Dr. vet. Rekate, Schlachthausdirektor a. D., in der Ostermannstraße 9 in der Hannover-Südstadt.

Nach der Eingemeindung Lindens in die Stadt Hannover Anfang 1920, wurde der Schlachthausbetrieb dem 1881 gegründeten Schlachthof der Stadt Hannover übertragen. Letzter Obermeister der Fleischerinnung Lindens war der Fleischermeister Christian Heinrich Friedrich Ludwig Bögeholz (1872-1936), genannt Louis Bögeholz. Er berieb seit 1898 eine eigene Fleischerei.

Nachden das Schlachthaus Linden geschlossen wurde, verblieb nur das Veterinäruntersuchungsamt Linden am Ort. Der Tierarzt Dr. vet. Kurt Niewerth (1897-1945?) wurde 1925 im Veterinäruntersuchungsamt Hannover-Linden als Tierarzt eingestellt. Zu dieser Zeit wohnte und betrieb er auch in der Limmerstraße 128 seine Praxis. Die restlichen Gebäude wurden nun von der Stadt Hannover anderweitig genutzt. Auch der Fischereiverein Hannover nutzte einen Teil der Hallen. Anfang der 1960er-Jahre wurde der Westschnellweg gebaut. Die Gebäude und Lagerplätze an der Limmerstraße 124-130 wurden deshalb abgerissen.

Siehe auch: 1898 Fleischerei Bögeholz

1894 Fabrik für Bilderrahmen Paul Koch

Der Glaser Paul Koch gründete am 17. November 1894 seine Firma. Die Fabrik für Bilderrahmen aller Art befand sich in der Fortunastraße 30. Man machte auch Bau- und Kunstverglasungen aller Art. Paul Koch war auch Besitzer der Immobilie und wohnte in der Limmerstraße 21.

1895 Maschinenfabrik Jühnke & Lapp in Limmer

Die Maschinenfabrik von Jühnke und Albert Lapp befand sich auf dem Gelände der Schwanenburg. Später zog man in die Weidestraße um.

1895 Materialwarenhandlung Magnus, dann vor 1925 Kolonialwaren- und Lebensmittelhandlung Heymann

Die "Materialwarenhandlung Magnus" befand sich in der Dieckbornstraße 7. in Linden-Mitte. Das im August 1895 fertiggestellte Gebäude und das Ladengeschäft gehörte laut dem Adressbuch von 1898 der Witwe Ida Magnus, geb. Hahn. Sie war mit dem Kaufmann Isidor Magnus verheiratet gewesen und wohnte auch privat im Haus. Das Ehepaar Maguns hatte eine Tochter, Rahel Magnus. Später übernahm die Tochter mit ihrem Ehemann Theodor Heymann die Geschäftsräume und betrieb dort vor 1925 die "Kolonialwaren- und Lebensmittelhandlung Rahel Heymann". Auch die Immobilie gehörte nun laut dem Adressbuch von 1928/29 der Tochter.

Rahel Heymann, geb. Magnus und ihr Ehemann Theodor Heymann waren Juden, Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden. Laut dem Adressbuch von 1939 war nun Bruno Kappmeier Inhaber der Lebensmittelhandlung. Das Haus gehörte allerdings weiterhin Rahel Heymann.

Das Ehepaar Heymann hatte einen Sohn, Heinz Heymann, dieser organisierte um 1940 die Auswanderung der Familie nach Shanghai/China. Danach, im Juli 1948 emigrierte die Familie weiter nach Chicago/Illinois in die USA.

Im Adressbuch von 1941 ist Artur Wemheuer (Kötnerholzweg 41., I. Etg., Linden-Nord) als Inhaber der Lebensmittelhandlung und der Kaufmann Otto Kurz (Am Lindener Berge 6., Erdg., Linden-Mitte) als Besitzer der Dieckbornstraße 7. vermerkt.

Das Eckhaus Wittekind- Dieckbornstraße 7. wurde während des Zweiten Weltkriegs bei einem Luftangriff teilweise zerstört. Auf dem Grundstück wurde später ein ebenerdiges Ladenlokal errichtet und von 2014 bis 2016 ein neues Wohnhaus gebaut.

Dieckbornstraße | 27.10.1925

Die Kolonialwaren und Lebensmittelhandlung Heymann
ist rechts hinter dem Herrn zu sehen.

1895 Wilhelm Möller Rohstoffhandel

Der Rohproduktengroßhandel und mit Lumpensortieranstalt des Kaufmanns Wilhelm Möller befand sich bis zum 1. Februar 1895 in der Deisterstraße 3, ab 1897 in der Blumenauer Straße 1 a., und später in Nummer 8. Das Grundstück mit Geschäfts- und Wohnhaus gehörte Wilhelm Möller, er wohnte in der ersten Etage.

vor 1895 Photographische Anstalt Fritz Walkenhorst

Die Photographische Anstalt von Fritz Walkenhorst befand sich schon vor 1895 in der Ihmebrückstraße 2 a. (später Deisterstraße 2.), in Linden-Mitte, Am Schwarzen Bär. Privat wohnte Fritz Walkenhorst laut Adressbuch von 1897 über seinem Atelier. Es gab später auch noch eine Filiale am Goetheplatz 1. in Hannover-Mitte. Im Adressbuch von 1928/29 wird Fritz Walkenhorst mit Georg Walkenhorst als Besitzer des Ateliers am Goetheplatz 1. geführt. Das Atelier in der Deisterstraße 2. gab es nun nicht mehr. 1934 wird nur noch Georg Walkenhorst geführt.

CDV (Carte de Visite) | KAB (Kabinettfoto) Archiv - Atelier Fritz Walkenhorst

1895 Erste Deutsche Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal

Die Bauanstalt für Wäscherei-Einrichtungen von Karl Stute und Louis Blumenthal befand sich am Bahnhof Fischerhof, in Linden/Ricklingen. Im Adressbuch von 1903 wird der Firmensitz an der Göttinger Chaussee 31 (Verlängerung der Göttinger Straße) aufgeführt. Karl Stute wohnte in der Humboldstraße 30 und Louis Blumenthal in der Oeltzenstraße 2 a., in Hannover (Calenberger-Neustadt).

Vor 1910 wurde aus der "Ersten Deutschen Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal" die "Maschinenbauges. m.b.H. vormals Stute & Blumenthal" an der Göttinger Chaussee 3. Das Unternehmen stellte seine Produkte 1910 auf der Weltausstellung (Bruxelles International Exposition) in der Landwirtschaftlichen Maschinenhalle der deutschen Abteilung in Brüssel/Belgien aus. Kunden der Firma waren unter anderem auch Krankenhäuser, Haftanstalten, Hotels und Militärwaschanstalten. Das Unternehmen exportierte seine Produkte auch ins Ausland, zum Beispiel nach Belgien, Frankreich, Schweden, Finnland, Russland und Südafrika. Um 1928 gab es noch die Gebr. Stute Wäschereimaschinen Fabrik an der Hildesheimer Straße 173 in Hannover-Döhren.

1895-1933 Petzon-Schuh-Gesellschaft

Helene Petzon/Peczon, geb. Allerhand (1862-1936) und ihr Ehemann Adolf (Abraham) Petzon/Peczon (1868-1925) gründeten 1895 die Petzon-Schuh-Gesellschaft. Adolf Petzon wurde am 10. Januar 1868 in Wolkowicz, Russland geboren. Helene Petzon wurde am 1. Mai 1862 in Krakau, Polen geboren. Am 5. Januar 1897 kam ihr Sohn Erich Petzon (1897-?) in Linden zur Welt. Die Familie wohnte in der Blumenauer Straße 28., in Linden-Mitte. Offizielle Inhaberin der Firma war Helene Petzon.

Das Schuhgeschäft befand sich in der Blumenauer Straße 1., in Linden-Mitte. 1912 werden zwei weitere Filialen im Adressbuch geführt, in der Limburgstraße 7., in Hannover-Mitte und am Engelbosteler Damm 117., in der Hannover-Nordstadt.

Das Stammhaus der Petzon-Schuh-Gesellschaft in Linden wurde kurz danach in das neue Eckhaus Deisterstraße 4. Ecke Blumenauer Straße verlegt. Privat wohnte die Familie Petzon nun Auf dem Emmerberge 30 a., in der Hannover-Südstadt.

Adolf (Abraham) Petzon starb am 19. Mai 1925 im Alter von nur 57 Jahren. Seine Ehefrau Helene führte das Unternehmen allein weiter. Im Adressbuch von 1927/28 sind die Filialen Deisterstraße 4., Limburgstraße 7. und Karmarschstraße 6. aufgeführt. Das Geschäft in der Karmarschstraße wurde 1929/30, welches der Sohn Erich Petzon leitete, geschlossen. Privat wohnte er in der Wöhlerstraße 27., in der Hannover-List.

Ab 1930 wird Helene Petzon nicht mehr als Inhaberin der Gesellschaft geführt. Vermutlich hatte sie das Unternehmen inzwischen verkauft. In den Folgejahren wechselte Frau Petzon mehrfach ihren Wohnsitz innerhalb der Hannover-List, zuletzt in den Wittekamp 54. Helene Petzon starb am 21. Februar 1936 in Hannover. Erich Petzon und seine Ehefrau Käthe Petzon, geb. Seldis (1900-?) sind Ende Februar 1933 nach Trier verzogen.

Werbeanzeige von Petzon`s Schuhwaren | 1913

Die Petzon-Schuh-Gesellschaft ist in den Adressbüchern von 1931/32 weiterhin mit den Geschäften Deisterstraße 4. und Limburgstraße 7. verzeichnet. Für 1932 sind als Inhaber Max Goldmann & Co. angegeben. Im Adressbuch von 1933 ist der Firmenname Petzon verschwunden. Die geschäftliche Nachfolge in der Deisterstraße 4. trat erst die Globus-Schuhe AG. an, 1934 folgte dann die Firma Gisy-Schuhe. 1943 brannte das Geschäft aus und während des Zweiten Weltkriegs musste der Betrieb zeitweise eingestellt.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Projekt - www.lebensraum-linden.de

vor 1896 Margarinefabrik Huber & Co., später Vereinigte Margarinewerke Huber & Co. G.m.b.H.

Laut Adressbuch von 1897 betrieben Gebhard Huber und Fritz Harless ihre Fabrik in der Leinaustraße 27. Das Unternehmen befand sich später in der Wunstorfer Straße und hieß Vereinigte Margarinewerke Huber & Co. GmbH.

Gebhard Huber hatte in der Langen Laube 30, in Hannover, seit dem 5. Juli 1895 auch noch eine Pferdehandlung. Privat wohnt Herr Huber in der Langen Laube 34. Er war auch Besitzer der beiden Immobillien. Fritz Harless wohnte in einer Parterre-Wohnung, in der Josephstraße 18, nahe der Langen Laube.

vor 1896 Restaurant Theodor Hothan, vor 1915 Lichtenberg-Halle

Das Restaurant von Theodor Hothan (1857-1937) befand sich am Wittekindplatz 2. Theodor Hothan war mit Sophie Hothan, geb. Hammer (1863-1922) verheiratet. Beide wurden auf dem Lindener Bergfriedhof beerdigt. Die Grabstelle ist noch vorhanden.

Der Wittekindplatz wurde 1894 angelegten und 1910 in Lichtenbergplatz, nach dem damaligen Bürgermeister und Senator Dr. Georg Lichtenberg (1852-1908) umbenannt. Vor 1915 befand sich im Haus Lichtenbergplatz 2, die Lichtenberg-Halle von Herny Busemann. Laut Adressbuch von 1928/29 betrieb August Tönnies in der ehemaligen Lichtenberg-Halle eine Gastwirtschaft. Privat wohnte August Tönnies Auf dem Brinke 17, III. Etg., in Limmer.

1896 Gebr. Lautenbach Fuhr- und Bestattungsunternehmen

Am 26. März 1896 wurde das Fuhr- und Bestattungsunternehmen Ferdinand Ringe, in der Fössestraße 53. gegründet. Ringe führte den Betrieb bis 1936. Wilhelm und Heinrich Lautenbach, seine beiden Schwiegersöhne hatten zwischenzeitlich in der Teichstraße 5 ein eigenes Fuhr- und Bestattungsunternehmen gegründet. Am 26. März 1936 übernahmen die beiden die Firma von Fredinand Ringe. Später wurde das Geschäftsfeld noch um die Reisebussparte erweitert. Beim Blumenkorso 1953 erhielt das Unternehmen den dritten Preis für ihren Brautwagen.

1968 entsteht in der Göttinger Chaussee 173 ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus mit Büro- und Ausstellungsfläche für Beratungsgespräche sowie einem Betriebshof für die Fahrzeuge. Durch die Sanierung in Linden-Nord muss das Gründer- geschäft in der Fössestraße 1978 aufgegeben werden. Ein Wohn- und Geschäftshaus mit Zweigstelle in der Limmerstraße 74. tritt an dessen Stelle. Der Bereich Bestattungen wurde umfangreicher, sodass man sich ausschließlich darauf konzentrieren wollte. Der Omnibusbetrieb wird 1988 abgegeben. 1993 wird in der Badenstedter Straße 201 eine neue Filiale eröffnet.

1896 Eisen-Aktiengesellschaft Heinrich-August Schulte

Die Verwaltung befand sich in der Arndstraße 15., das Lager in der Davenstedter Straße 136 in Linden.

1896-1992 Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonservenfabrik Fritz Ahrberg

1896/97 Chemische Fabrik Sichel (Sichelwerke), seit 1920 Ferdinand Sichel KG, heute Henkel KGaA.

1896/98 Wagenfabrik Buschbaum & Holland, seit 1898 Hannoversche Waggonfabrik (HAWA)

1896 Werkzeugmaschinenhandel Andreas Plum

Die Werkzeugmaschinenhandlung mit großem Lager für Neu- und Gebrauchtgeräte befand sich am Bartweg 18 und an der Badenstedter Straße. Das Stammhaus der Firma Plum befand sich Berlin-Charlottenburg.

1896/97 Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen.

Max Rüdenberg wurde am 9. April 1863 in Bad Oeynhausen bei Minden, in Nordrhein-Westfalen geboren und erwarb 1896/97 die Grundstücke der Wunstorfer Straße 16-18 in Limmer. Er kaufte die Gebäude der umgezogenen "Maschinenfabrik Jühnke & Lapp" sowie das Grundstück der alten "Gaststätte Schwanenburg" und errichtete noch im selben Jahr die "Bettfedernfabrik Max Rüdenberg GmbH - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen", mit Niederlassungen in China. Max Rüdenberg lässt neben der Bettfedernfabrik ein Wohnhaus für sich und seine zukünftige Familie errichten. Auf einem Teil des Grundstücks lässt er 1898 das Konzertgebäude der neuen Schwanenburg mit Tanzsälen, auf dessen Dachfirst Schwanenfiguren zu sehen waren errichten, und eine Parkanlage anlegen. Die Schwanenburg wurde danach durch den Unternehmer verpachtet.

Max Rüdenberg heiratete 1899, die am 17. Juli 1879 in Arnsberg, in Westfalen (heute Nordrhein-Westfalen) geborene Margarethe Helene Rüdenberg, geb. Grünberg. Das Ehepaar hatte zwei Kinder. Ihr Sohn Ernst Rüdenberg (1903-1980) wurde am 28. März 1903 und ihre Tochter Eva Rüdenberg (1900-1978) am 6. November 1900 in Hannover geboren.

Max Rüdenberg war Gründungsmitglied des Warteschulvereins-Limmer und als Schatzmeister von Juni 1904 bis Mai 1929 Mitglied des Vorstandes. Der Warteschulverein errichtete in den Jahren von 1904 bis 1906 das heutige Kinderheim Limmer. Dort wurden damals die Kinder der Arbeiter und Binnenschiffer, während ihre Eltern in den Fabriken, in Linden und Limmer arbeiteten, umsorgt. Seit 1909 war er nach der Eingemeindung des Dorfes Limmer in die Stadt Linden, bis Ende 1919 Bürgervorsteher der Stadt Linden für Limmer und von 1920 bis 1925 Mitglied des Rates der Stadt Hannover. Er war auch Gesellschafter und Geschäftsführer der 1910 von Lindener Unternehmern gegründeten Ladestelle Küchengarten GmbH.

Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) wurden ab 1915 die Konzertsäle der "Gaststätte Schwanenburg" als Schullazarett (Reserve-Lazarett II.) genutzt. Betrieben wurde das Lazarett durch Diakonissen des Henriettenstiftes in Hannover. Max Rüdenberg hatte die "Gaststätte Schwanenburg" und Teile seiner Bettfedernfabrik auf eigene Kosten umbauen lassen und zur Verfügung gestellt. Er stelle sich auch als kaufmännischer Berater für das Schullazarett kostenlos zur Verfügung.

Im Lazarett gab es 15 Werkstätten, die Metallberufe, Schneider, Tischler, Maler, Fotografen und Buchdrucker ausbildeten. Auch eine orthopädische Werkstatt gehörte zum Lazarett. Es waren 50 bis 60 Kriegsinvalide auf dem Gelände, im Gebäude mit Schlaf- und Sanitärräumen untergebracht. Im März 1917 besuchten die Ehefrau Gertrud Wilhelmine von Hindenburg, geb. von Sperling (1860-1921) und die Tochter des Generalfeldmarschalls und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) die Einrichtung. Für sein Engagement wurde Max Rüdenberg mit dem Eisernen Kreuz (EK) ausgezeichnet. Erst im Mai 1920 wurde das Schullazarett (Reserve-Lazarett II.) geschlossen.

Max Rüdenberg besaß eine wertvolle Sammlung "ostasiatischer Kunstgegenstände" und eine entsprechende Fachbibliothek. Mit anderen Kunstliebhabern gründete er 1916 die Kestner-Gesellschaft. In seiner Fabrik wurden 1916 - 60 Arbeiter beschäftigt.

Die Rüdenbergs waren Juden, Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden. Deshalb emigrierte Ernst Rüdenberg 1936 mit seiner Ehefrau nach Kapstadt in Südafrika. Eva Rüdenberg hatte den Kaufmann Heinz Reinhold (1894-1942) geheiratet und hieß nun Eva Reinhold. Das Paar hatte drei Kinder, Peter Reinhold (1924-?), Marianne Reinhold (1926-?) und Werner Reinhold (1935-?), er wurde am 14. Dezember 1935 in Berlin geboren und änderte seinen Namen später in Vernon Reynolds um. Peter Reinhold emigrierte am 28. Dezember 1938 und Marianne Reinhold am 18. Februar 1939 mit einem Kindertransport nach England. Werner Reinhold emigrierte im März 1939 mit seiner Mutter Eva Reinhold, geb. Rüdenberg ebenfalls nach England. Das Ehepaar Rüdenberg blieb jedoch in Hannover-Limmer und wurde später zum Verkauf ihres gesamten Vermögens genötigt.

Laut Adressbuch von 1934 hatte die Max Rüdenberg GmbH noch einen zweiten Geschäftsführer namens Walter Wiese (?-1950). Im Adressbuch von 1939 bis 1942 wird unter der Anschrift Wunstorfer Straße 16 ein Rüstungsbetrieb, die Firma H. (Heinrich) Sukohl & Co. Flugzeugteile aufgeführt. Ab April 1942 ist die Firma in Berlin-Schöneberg und Luckenwalde registriert. Von 1942 bis 1953 war in der Wunstorfer Straße 16 a. das Ladengeschäft der Firma F. Ehnert - Papierwaren und Bürobedarf ansässig.

Um trotzdem auf dem verbleibenden Restgrundstück wohnen bleiben zu können, baute Max Rüdenberg das Obergeschoss eines alten Sortier- und Lagerhauses zu einer 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon in der Wunstorfer Straße 16 a. aus. Dieses Haus wurde im September 1941 zu einem der 16 sogenannten "Judenhäuser" in Hannover deklariert. Im Dezember 1941 wurden 41 Bewohner des Hauses in das Getto Riga in Lettland deportiert. Die Stadt Hannover kaufte dem Ehepaar am 21. Februar 1942, unter Wert die Grundstücke der Schwanenburg in der Wunstorfer Straße 18. und das Grundstück 16 a. ab. Mit Verfügung vom 1. Juli 1942 ging das gesamte Vermögen der Familie Rüdenberg in den Besitz des Deutschen Reiches über. Am 23./24. Juli 1942 wurden die Eheleute Rüdenberg und weitere 22 Bewohner des Hauses ins Ghetto Theresienstadt/Tschechien deportiert.

Max Rüdenberg stirbt am 26. September 1942 im Alter von 79 Jahren, Margarethe Helene Rüdenberg stirbt am 29. November 1943 im Alter von 64 Jahren, im Ghetto Theresienstadt.

Der Grundbesitz, der Rüdenbergs überstand den Zweiten Weltkrieg fast ohne größere Zerstörungen. Nur das Gebäude der Wunstorfer Straße 16 a. wurde im November 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Die Gastwirtschaftsgebäude der Schwanenburg wurden 1960/61 für den Bau des Westschnellweges abgerissen. Auf dem heutigen Gelände der ehemaligen Schwanenburg stehen Gebäude der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, die inzwischen nicht mehr genutzt werden. Vom Fabrikgelände der ehemaligen Bettfedernfabrik Rüdenberg steht noch ein Gebäude. Dieses wird seit Herbst 2012 als neue Schwanenburg (Restaurant Schwanenburg mit dem Rüdenbergsaal) für Gastronomie und Veranstaltungen genutzt.

Anstelle eines Grabsteines setzten die Kinder des Ehepaars Rüdenberg einen Gedenkstein an der Kapelle auf dem Jüdischen Friedhof an der Strangriede in der Hannover-Nordstadt. Seit 1994 sind die Namen des Ehepaars Rüdenberg auf dem hannoverschen Mahnmal am Opernplatz verzeichnet. Das Mahnmal trägt die in Stein eingravierten Namen von rund 2000 deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern. Am 13. November 2008 wurden zum Gedenken an die Eheleute Max und Margarethe Helene Rüdenberg an der Wunstorfer Straße 16 a., in Hannover-Limmer zwei Stolpersteine gesetzt. Und am 29. September 2011 wurde der "Heinrich-Kollmann-Weg" am ehemaligen Gelände der Schwanenburg, in "Zur Schwanenburg" umbenannt.

Gustav Rüdenberg jun. (1868-1941/42) und Elsbeth Rüdenberg, geb. Salmony (1886-?)

Max Rüdenbergs Cousin, der Kaufmann und Optiker Gustav Rüdenberg jun., kam 1895 aus Brandenburg nach Hannover. Er wurde am 15. Februar 1868 in Vlotho bei Herford in Nordrhein-Westfalen als Sohn des jüdischen Kaufmanns Marcus Rüdenberg geboren und betrieb seit 1895 in der Odeonstraße 7. in Hannover-Mitte eine Buchhandlung und einen Versandhandel für Fotoapparate und Optischegeräte. Seine Firma hieß: "G. Rüdenberg jun., Versandhaus für Photographie und Optik, Hannover und Wien". Auch in Wien/Österreich betrieb er eine Filiale.

Gustav Rüdenberg jun. heiratete 1906 die wie er, aus einer jüdischen Familie stammende Elsbeth Rüdenberg, geb. Salmony. Sie wurde am 27. Mai 1886 in Köln/Nordrhein-Westfalen geboren. Die Rüdenbergs wohnten seit 1906 in der Podbielskistraße 16., II. Etg. (heute Nummer 36.) in der Hannover-List. Gustav Rüdenberg war zuerst Besitzer des Wohn- und Geschäftshauses Odeonstraße 7. und nach dem Ersten Weltkrieg dann auch Besitzer des Wohnhauses in der Podbielskistraße 16. Er gehörte wie sein Cousin Max Rüdenberg ab 1916 zu den Gründungsstiftern der Kestner-Gesellschaft und war auch Kunstsammler. Vor allem Werke des deutschen Spätimpressionismus, Grafiken und Kunstbücher kennzeichneten seine umfangreiche Sammlung.

Ab 1933 wurde das Ehepaar durch Verfolgungsmaßnahmen wirtschaftlich ruiniert. Von ihrem Eigentum und den Kunstschätzen mussten sie sich trennen. Ein Sachverständiger übernahm ihre wertvollen Bilder in städtischen Besitz. Die Kunstwerke gingen an das damalige Kestner-Museum und an die Stadtbibliothek Hannover. Im April 1940 müssen sie in eine kleinere Wohnung, in ihrem Haus, in der Odeonstraße 7. ziehen und am 4. September 1941 in ein sogenanntes "Judenhaus", umfunktioniertes Gebäude auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede in der Hannover-Nordstadt. Am 15. Dezember 1941 wurden die Eheleute Rüdenberg über den Bahnhof Fischerhof (Hannover-Linden) in das Getto Riga in Lettland deportiert. Der Zeitpunkt ihres Todes bleibt unbekannt, durch Beschluss des Landgerichts Hannover wurde der Sterbetag für Gustav Rüdenberg jun. auf den 31. März 1942 und für Elsbeth Rüdenberg der 8. Mai 1945 festgesetzt.

Seit 1994 sind die Namen des Ehepaars Rüdenberg auf dem hannoverschen Mahnmal am Opernplatz verzeichnet. Das Mahnmal trägt die in Stein eingravierten Namen von rund 2000 deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern. Am 22. März 2010 wurden zum Gedenken an die Eheleute Gustav und Elsbeth Rüdenberg, an der Podbielskistraße 36. in der Hannover-List, zwei Stolpersteine verlegt.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Ausstellungskatalog: Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies MA. | Historisches Museum Hannover (HMH) | 2008
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Netzwerk Erinnerung und Zukunft Region Hannover - www.erinnernundzukunft.de
Stadtarchiv Hannover
Städtische Erinnerungskultur - www.erinnerungskultur-hannover.de

1897 Maschinenfabrik und Werkzeughandel Wilhelm und Ernst Pieper

Die Maschinen- und Werkzeughandlung war ein Spezialhandel für Maschinen in der Holzverarbeitung. Später wurden auch eigene Maschinen hergestellt und verkauft. Der Eisen-, Stahl- und Werkzeughandel befand sich in der Deisterstraße 14., in Linden-Süd.

vor 1897 Sauerkohl und Sauerkrautfabrik Louis Stille

Die Fabrik befand sich in der Nieschlagstraße 26., in Linden-Mitte. Louis Stille betrieb auch eine Kleinwarenhandlung gleichen Haus.

vor 1897 Fischhandel Niels Hansen & Co.

Niels Hansen betrieb Am Markte 11., in der Altstadt Hannovers sein Hauptgeschäft. Er hatte noch weitere Filialen im ganzen Stadtgebiet, und auch in der Deister- und Limmerstraße.

Wilh. Pieper Eisen-, Stahl- u. Werkzeug-Handlung  27.01.1902

vor 1897 Buchdruckereibedarf Richard Petersen, dann Richard Petersen Großbuchdruckerei

Das Geschäft für Buchdruckereibedarf von Richard Petersen befand sich in der Alte Celler Herrstraße 37 in Hannover-Mitte. Privat wohnte er mit seiner Familie in der Rundestraße 14, I. Etg. Später, vor 1905 zog er mit seiner Firma in die Göttinger Chaussee 115 in Linden/Ricklingen um. Richard Petersen war auch Eigentümer der neuen Immobilie. Er war seit 1909 Ehrenmitglied der Schützengesellschaft Ricklingen. 1913 wurde das Unternehmen Mitglied im Deutschen Buchgewerbeverein.

Laut Adressbuch von 1928/29 wohnte Richard Petersen mit seiner Ehefrau Wilhelmine und Sohn Richard Petersen jun. nun in der Langensalzastraße 4 in der Hannover-Südstadt. Später zog die Familie auch Privat auf das Betriebsgelände der Druckerei und das Unternehmen wurde in eine GmbH umgewandelt. Heute wird das ehemalige Druckereigebäude von verschiedenen Vereinen und einer Tanzschule genutzt.

vor 1897 Elias Birnbaum - 50 Pfennig Bazar - Haus- und Küchengeräte, Kurz- und Spielwaren

Der 50 Pfennig Bazar des Kaufmanns Elias Birnbaum befand sich in der Deisterstraße 9.

Richard Petersen Grossbuchdruckerei
Hannover-Linden | 19.03.1923

vor 1897 Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung Diekmann & Co.

Das Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung befand sich in der Deisterstraße 1 (heute Schwarzer Bär 1). Inhaber waren die Kaufleute Gerhard und Rudolf Diekmann, wohnhaft in der Goethestraße 28 und der Kaufmann Josef Michels, wohnhaft im Taubenfeld 6, in der Hannover-Nordstadt.

Ihmebrücke mit Blick auf den schwarzen Bär | 05.07.1908
(links Diekmann & Co. Deisterstraße 1, heute Schwarzer Bär 1)

Am Schwarzen Bären | 15.05.1912
(rechts Diekmann & Co. Deisterstraße 6)

Anfang 1912 zog man in den Neubau Deisterstraße 6 um, die Geschäftsräume in der Deisterstraße 1 übernahm das Spezial-Haus für Damen und Kinder-Konfektion Krohne & Cammnitzer. Im Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung fertigte man nach Maß. Es gab auch eine Filiale in der Georgstraße 7 und 1928/29 in der Heiligerstraße 3 in Hannover-Mitte. Nach 1926 kehrte das Spezialhaus für Herren und Knabenbekleidung in die Deisterstraße 1 zurück. Krohne & Cammnitzer verlegten ihre Firma in das Nachbarhaus Deisterstraße 3.

Siehe auch: 1912/13 Spezial-Haus für Damen und Kinder-Konfektion Krohne & Cammnitzer

Am Schwarzen Bären | 17.07.1926
(rechts Diekmann & Co. Deisterstraße 6)

Ihmebrücke m. Hochhaus | 19.05.1939
(links Diekmann & Co. Deisterstraße 1)

vor 1897 Sattler und Tapeziergeschäft August Lindhorst

Das Sattler- und Tapeziergeschäft von Sattlermeister August Lindhorst befand sich im Gebäude der Deisterstraße 22, am 3. Oktober 1899 zog man in die Deisterstraße 53 um. Bis 1935 gab es die Firma noch am Ort. Danach wurde aus dem Sattler- und Tapeziergeschäft Lindhorst der Damenfriseur-Salon Lindhorst (Lores Damensalon).

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst
Deisterstraße 53 | 01.01.1908

 

vor 1897 Bauholz- und Dielenholzhandlung Pretzsch &
                Lüderitz, später Pretzsch & Lüderitz OHG

Die Bauholz- und Dielenholzhandlung von Wilhelm Pretzsch und Eduard Lüderitz befand sich in der Limmerstraße 44/45.

Die beiden Firmeninhaber wohnten auch privat im Haus der Limmerstraße 45, in der zweiten Etage. Um 1910 wurde aus dem Bauholzhandel eine offene Handelsgesellschaft und man zog in die Limmerstraße 124 um.

vor 1897 Friseursalon Paul Giehmann

Der Friseursalon befand sich in der Ihmebrückstraße 8, später um 1906 in der Falkenstraße 1 und laut Adressbuch von 1928/29 in der Deisterstraße 10. Man verkaufte auch Parfüm und hatte einen separaten Raum für Damen.

vor 1897 Klempnerei Heinrich Jürgensen

Die Klempnerei von Heinrich Jürgensen befand sich laut Adressbuch von 1897 in der Falkenstraße 32. Im Adressbuch von 1928/29 wird die Firma in der Teichstraße 2 geführt und 1934 sowie 1938 in der Von-Alten-Allee 24, danach 1941 in der Wiesenstraße 23, Hannover-Südstadt.

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 18.11.1910

 

Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 13.10.1909

vor 1897 Dampftischlerei und Möbelfabrik Nolte & Stapelberg, später Gebrüder Nolte Dampftischlerei und Holzverarbeitungswerk, dann Tischlerei Gebr. Nolte.

Das Unternehmen befand sich in der Nieschlagstraße 10-11. Inhaber waren die Tischlermeister Christoph Nolte und Friedrich Stapelberg. Man produzierte alle Arten von Möbeln und war auf die Bearbeitung von Tischlerhölzern spezialisiert.

Christoph Nolte und Friedrich Stapelberg wohnten auch in der Nieschlagstraße 10, I. Etg. Besitzer beider Immobilien war Christoph Nolte. Er hatte zwei Söhne Albert und Karl Nolte beide, wurden später auch Tischlermeister. Albert Nolte war mit Anna Nolte verheiratet und hatte einen Sohn namens Fritz Nolte und Karl Nolte hatte einen Sohn namens Karl Nolte jun. Auch die beiden Kinder wurden später Tischlermeister.

Laut Adressbuch von 1928/29 betrieben nun die Brüder Albert und Karl Nolte die Firma unter dem Namen “Gebrüder Nolte Dampftischlerei und Holzverarbeitungswerk“. Albert Nolte war nun Eigentümer der Nieschlagstraße 10 und sein Brüder Karl Nolte Besitzer der Nr. 11. Nach dem Tod Albert Noltes war laut Adressbuch von 1934 die Witwe Albert Noltes, Anna Nolte Besitzerin der Häuser 10 und 11. Die Tischlermeister Karl Nolte jun. und Fritz Nolte führten zusammen mit Karl Nolte sen. die Firma als “Tischlerei Gebr. Nolte“ weiter. Bis in die 1960er-Jahre betrieben Fritz Nolte und Karl Nolte jun. das Unternehmen und waren auch Eigentümer der Nieschlagstraße 10 und 11.

vor 1897 Daunendecken- und Steppdeckenfabrik Gebr. Lenzberg, später Daunendecken- und Steppdeckenfabrik Gebr. Lenzberg & v. d. Walde

Schon vor 1897 bestand die "Daunendecken- und Steppdeckenfabrik der Gebrüder Lenzberg" in der Karlstraße 1 a. (heute ist die Straße nicht mehr vorhanden), hinter dem Hauptbahnhof (Hbf) in Hannover-Mitte. Der ursprünglich jüdische Fabrikant Hugo Lenzberg (1852-?) aus dem Weserbergland, in Niedersachsen, wohnte auch privat in der Karlstraße. Sein Bruder Paul Lenzberg (1854-?), er wohnte in Rinteln im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen, war Teilhaber der Fabrik.

Laut Adressbuch von 1928/29 wohnte Hugo Lenzberg nun mit seiner Ehefrau Auguste Lenzberg (1863-?), seiner Tochter Marie Lenzberg (1886-1938), geboren in Rinteln und seiner zweiten Tochter Gertrud Lenzberg (1890-1938), sie ist in Hannover geboren, in der Königstraße 13., in Hannover-Mitte.

Die "Daunendecken- und Steppdeckenfabrik Gebr. Lenzberg" war jetzt in der Fössestraße 79, in Linden-Mitte ansässig.

Im Adressbuch von 1934 ist nun auch Bruno v. d. Walde als Teilhaber der Fabrik in Linden aufgeführt. Man nannte sich jetzt "Daunendecken- und Steppdeckenfabrik Gebr. Lenzberg & v. d. Walde". Sein Vater, Bernhard v. d. Walde, betrieb schon vor 1928 eine eigene Daunendecken- und Steppdeckenfabrik in der Kollenrodtstraße 11 a., in der Hannover-List.

Die Schwestern Lenzberg waren später Teilhaberinnen der Firma "Gebr. Lenzberg & v. d. Walde", die Anteile haben sie vermutlich von ihrem Vater übernommen und auch gemeinschaftlich mit Bruno v. d. Walde die Firma geleitete.

Gebr. Lenzberg - Daunendecken- u. Steppdeckenfabrik - Fössestraße 79. | 02.10.1928

Nach dem Tod des Vaters zogen die Schwestern 1935 in den ersten Stock der Beethovenstraße 10., in Linden-Mitte. Am 8. August 1938 haben sie sich dort, in ihrer Wohnung das Leben genommen. Ursprünglich war die Familie Lenzberg jüdischen Glaubens, doch man kovertierte zur evangelischen Kirche. Obwohl nur bei einer der beiden Schwestern (Gertrud) als Religionszugehörigkeit evangelisch eingetragen war, doch da Familieangehörige der Lenzbergs nicht auf dem jüdischen Friedhof begraben wurden, kann davon ausgegangen werden, dass auch die andere Schwester (Marie) konvertiert war.

Die Gründe für ihren Selbstmord sind unbekannt. Vielleicht wurde ihre Fabrik enteignet, sie wurden diskriminiert und ausgegrenzt. Oft haben Christen jüdischer Herkunft wenig Unterstützung in ihren Kirchengemeinden erfahren. Die Familie Lenzberg wurde auf dem Engesohder Friedhof in der Hannover-Südstadt beigesetzt. Die Grabstellen existieren heute leider nicht mehr. Laut Adressbuch von 1939 war nun Werner Tropizsch Inhaber einer Daunendeckenfabrik in der Fössestraße 79.

Am 12. Juni 2013 wurden zum Gedenken an Marie und Gertrud Lenzberg in der Beethovenstraße 10., in Linden-Mitte zwei Stolpersteine gesetzt. Die Patenschaft für die Stolpersteine haben die Schüler der Integrierten Gesamtschule Hannover-Linden (IGS Linden) übernommen.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Ausstellungskatalog: Der Novemberpogrom 1938 in Hannover
| Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies MA. | Historisches Museum Hannover (HMH) | 2008
Die Beethovenstraße 1898-1998 | IGS Hannover-Linden. Konzept, Projektleitung und Redaktion Dr. Hans Asbeck | 1998
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. | 1995
Netzwerk Erinnerung und Zukunft Region Hannover - www.erinnernundzukunft.de
Stadtarchiv Hannover
Städtische Erinnerungskultur - www.erinnerungskultur-hannover.de

vor 1897 Hotel und Restaurant Müller, später Restaurant "Zum alten Römer"

Das "Hotel und Restaurant Müller" befand sich in der Deisterstraße 47., in Linden-Süd. Betreiber und Besitzer der Immobilie war Louis Müller. Ab Januar 1906 übernahm sein Sohn Theodor Müller den Betrieb und das Haus. Später wurde aus dem "Hotel und Restaurant Müller", das Restaurant "Zum alten Römer". Besitzer des Restaurants mit Hotelbetrieb, "Zum alten Römer", war Franz Römer. Er war mit Anna Römer, geb. Günther verheiratet. Das Lokal war amtliche Verkaufsstelle für Postwertzeichen.

Im Adressbuch von 1911 wird Anna Römer als Eigentümerin des Hauses Deisterstraße 47., und zwar seit dem 15. Januar 1910, erwähnt. Der Betrieb hieß jedoch noch bis 1920 "Hotel und Restaurant Theodor Müller". Auch in den Adressbüchern von 1928/29 und 1934 wird Frau Römer als Eigentümerin und Inhaberin geführt. 1941 und 1942 wird sie nur noch als Eigentümerin der Immobilie erwähnt. Als Inhaber des Restaurants ist Franz Römer, vermutlich ein Sohn geführt.

Im Adressbuch von 1953 wird wieder Anna Römer als Eigentümerin des Hauses und Inhaberin, der nun als Gaststätte geführten Gastwirtschaft, erwähnt. Franz Römer wird als Witwer, wohnhaft im Haus, geführt. Auch 1968 wird der Betrieb noch als Gaststätte "Zum alten Römer" erwähnt.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Bernd Sperlich | Hannover

Deisterstraße (Ecke Charlotten und Weberstraße)
01.05.1920 (Links das Restaurant Theodor Müller)

vor 1897 Gemüsehandlung Georg Niemann, später Gastwirtschaft "Zur Kartoffel Börse" Georg Niemann

Die Gemüsehandlung von Georg Niemann befand sich in der Limmerstraße 7 - Ecke Selmastraße in Linden-Nord.

Georg Niemann kaufte 1897 (Grundbucheintrag vom 20. Januar 1897) das 1895 (Grundbucheintrag vom 21. Mai 1895) erbaute Gebäude dem Maurermeister Karl Flemme ab und eröffnete sein Geschäft im Erdgeschoss. Er selbst wohnte mit seiner Familie in der Viktoriastraße 39. in Linden-Nord.

Nach 1898 betrieb Georg Niemann in den ehemaligen Geschäftsräumen seiner Gemüsehandlung die Gastwirtschaft "Zur Kartoffel Börse". Er verkaufte dort auch Zigarren.

 

vor 1897 Mineralwasserfabrik Ludwig Simmeth

Die Firma befand sich der Hengstmannstraße 19 a.

Gruss aus Linden b. Hannover
Restaurant Georg Niemann | 19.10.1899

vor 1897 Buch- und Kunstdruck-Kartonagenfabrik von Josef Winzen

Die Buch- und Kunstdruck-Kartonagenfabrik befand sich in der Velberstraße 5. Laut Adressbuch von 1897 wohnte Josef Winzen mit seiner Ehefrau Paula Winzen, geb. Franken in der Dreyerstraße 10 (Calenberger Neustadt), im Erdgeschoss.

 

1928/29 wohnte Familie Winzen in der Rumanstraße 24, II. Etg., in der Hannover-List. Nun ist bis ca. 1945 Franz Winzen, vermutlich ein Sohn, Inhaber der Firma. Franz Winzen wohnte privat, bis ca. 1950, in der Kirchstraße 12, im Erdgeschoss.

vor 1897 Gastwirtschaft und Mineralwasserfabrik Albin Sonnemann

Die Gastwirtschaft und Mineralwasserfabrik befand sich in der Göttingerstraße 60.

1897 Elektrizitätswerk Linden

Das Städtische Elektrizitätswerk der Stadt Linden (St. E.W.L.) wurde am 1. April 1897, in der Wittekindstraße 3-7., in Linden-Mitte, auf einem stadteigenen Grundstück, in Betrieb genommen. Es war das dritte Elektrizitätswerk in der Region Hannover.

Der Architekt war Georg Fröhlich (1853-1927), ein Schüler des Architekten und Hochschullehrers Conrad Wilhelm Hases (1818-1902). Georg Fröhlich war von 1891 bis 1911 auch Stadtbaumeister und Stadtbaurat der Stadt Linden. Direktor des Elt.-Werks Linden war der Ingenieur Emil Thofehrn. Er wohnte 1904 in der Beethovenstraße 10. in Linden-Mitte und war der Sohn des Ingenieurs und Maschinenhändlers M. H. Thofehrn, der schon 1883 ein Elektrizitätswerk in Hannover-Mitte betrieb.

Die Nachfrage nach Stromanschlüssen stieg stetig an, sodass Anfang 1900 ein weiterer Gasdynamo in berieb, genommen wurde und 1913 das Städtische Elektrizitätswerk Linden um eine Maschinenhalle erweitert werden musste. In den Jahren von 1900 bis 1913 wurden regelmäßig Modernisierungen durchgeführt. Ab 1. April 1914 wurde das Werk Linden an die "Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft Berlin (AEG)" verpachtet und durch die "Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft Berlin (ELG)" verwaltet.

Nach der Vereinigung der Stadt Linden mit der Stadt Hannover 1920 wurde das Städtische Elektrizitätswerk Linden in das hannoversche Netz intrigiert und Linden mit Strom über eine Schaltanlage, an der Königsworther Straße/Glocksee (Calenberger-Neustadt) in Hannover, mit Strom versorgt. Die einzelnen hannoverschen Elektrizitätswerk wurden 1922 zu einem Regiebetrieb zusammengefasst: Den städtischen Betriebswerken, 1958 übernahm die "Stadtwerke AG" die Versorgung mit Strom. Um 1970/80 wurde das Elektrizitätswerk in Linden abgerissen. Auf dem Grundstück wurde ein Wohnhaus errichtet.

Erste Elektrizitätswerke in Hannover

Das erste Elektrizitätswerk, eine Dynamomaschine (Blockanlage) wurde am 1. Dezember 1883 in der Ständehausstraße, in Hannover-Mitte durch den Ingenieur und Maschinenhändler M. H. Thofehrn errichtet, um einige Straßen zu erleuchten. Es gab später noch weitere Anlagen in der Grupen-, Karmarsch-, Schmiede- und Bahnhofstraße in Hannover-Mitte. Die Werkstattfirma von M. H. Thofehrn befand sich in der Burgstraße 28., in der Hannover-Altstadt. Ab 1886 wurden schon 15 Straßen beleuchtet.

Ein weiteres Elektrizitätswerk wurde am 1. April 1891 in der Osterstraße 86/87., als "Elektrische Lichtanstalt" (das Betriebs- und Verwaltungsgebäude wurde im Juni 2012 abgebrochen), in Hannover-Mitte in Betrieb genommen. Schon Anfang Mai 1890 wurde Dr. phil. Oswald Gusinde (1860-1896) als Direktor der "Elektrischen Lichtanstalt" eingestellt. Er war akademischer Elektrotechniker, promovierter Physiker und seit 1892 Vorsitzender der "Vereinigung der Elektrizitätswerke (VdEW)". Ein drittes Großkraftwerk wurde ab 1900 in Hannover-Herrenhausen errichtet und dann am 5. Mai 1902 in Betrieb genommen.

1897 Ofenfabrik Hermann Heine in Limmer

Die Fabrik des Ofensetzermeisters Hermann Heine sen. für Kachel- und Normalöfen befand sich an der Weidestraße 3 in Limmer. Die Straße wurde erst vor 1901 angelegt. Hermann Heine sen. war auch Besitzer der Immobilie und die Familie wohnte auch auf dem Grundstück.

Später, vor 1934 zog man in die Fössestraße 73 nach Linden und übernahm die 1883 gegründete Ofenfabrik von Georg und Rudolf Vaupel. Auch die Immobilie wurde der Familie Vaupel abgekauft. Das Gebäude auf dem Grundstück der Weidestraße 3 bestand zu dieser Zeit nicht mehr.

Nachdem Hermann Heine sen. starb, war laut Adressbuch von 1941/42 Hermann Heine jun. Inhaber der Ofenfabrik. Seine Mutter A. Heine blieb bis zu ihrem Tod Besitzerin der Liegenschaft Fössestraße 73. Die Familie wohnte auch privat im Haus. Das Gebäude besteht noch.

nach 1897 Öffentliche chemisch-technische Versuchs- und Material Prüfungs-Anstalten

1870 gründete der Chemiker und Hochschullehrer Dr. phil. Julian Treumann (1841-1910) ein chemisch-technisches Labor in der Kramerstraße 18. in der Hannover-Altstadt. Vor 1875 zog er in sein neu erworbenes Haus, in die Ludwigstraße 13., später Hausnummer 15. in Hannover-Mitte um. Vor 1882 wurde das Labor um eine Chemische Versuchsanstalt erweitert. Nach 1897 zog man von der Ludwigstraße nach Linden-Mitte um und Dr. Ernst Ferdinand Asbrand (1868-1931) wurde Teilhaber.

Die Öffentliche chemisch-technische Versuchs- und Material Prüfungs-Anstalt befand sich nach 1897 in der Schwalenberger Straße 5. in Linden-Mitte. Dort betrieb man auch die Chemische Prüfungsstelle für Betriebs- und Werkstattmaterialien für Eisenbahnen und die Marine. Auch die Chemischen Laboratorien Dr. phil. Treumann und die Öffentliche Chemische Lindener Untersuchungsanstalt gehörten mit zum Unternehmen. Dr. Asbrand gründete in den Räumen der Versuchsanstalt die Chemieschule Hannover. 1914 wurde der Schulbetrieb aufgenommen und kurz danach in der Inflationszeit bis 1923 untergebrochen. Als Dr. Asbrand 1931 in Hannover starb übernahmen Professor Dr. Ernst Ruppin und Dr. Walter Poulsen Nautrup das Untersuchungslaboratorium.

Dr. phil. Julian Treumann (1841-1910)

Dr. phil. Julian Treumann wurde am 24. Dezember 1841 in Ratibor, Oberschlesien (heute Polen) geboren. 1864 promovierte er in Breslau (heute Wrocław in Polen) zum Dr. phil. 1870 gründete er in der Kramerstraße 18. in der Hannover-Altstadt ein chemisch-technisches Labor. Vor 1875 zog er in sein neu erworbenes Haus, in die Ludwigstraße 13., später Nummer 15. in Hannover-Mitte um. Auch privat wohnte er hier. Von 1877 bis 1880 war er als Privatdozent an der Polytechnischen Schule Hannover (heute: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover) tätig. Vor 1882 wurde das Labor um eine Chemische Versuchsanstalt erweitert und ab 1883/84 lehrte er chemische Technologie an der Städtischen Handelsschule Hannover. 1902 wurde Dr. Treumann zum Zweiten Vorsitzender des Reichsgesundheitsrates gewählt. Als Dr. phil. Julian Treumann am 17. August 1910 in Hannover starb, führte Dr. Asbrand das Labor und die Versuchsanstalten weiter.

Dr. Ernst Ferdinand Asbrand (1868-1931)

Dr. Ernst Ferdinand Asbrand wurde am 9. Dezember 1868 in Berlin geboren und war mit Elise Dorothee Asbrand geb. Dobert (1876-1945) verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder Lothar Asbrand (1896-1908), Helene Anna Asbrand (1900-1927) und Ernst Hartmann Asbrand (1904- nach 1940). Sein Sohn Ernst Hartmann wurde auch Dr. und Chemiker. Als Dr. Ernst Ferdinand Asbrand am 23. Februar 1931 in Hannover starb übernahmen Professor Dr. Ernst Ruppin und Dr. Walter Poulsen Nautrup das Untersuchungslaboratorium.

1897/98 Kolonialwarengeschäft Heinrich Tuschke, ab 1911 Sauerkrautfabrik Heinrich Tuschke

Der gelernte Maurer und spätere Kaufmann Heinrich Tuschke (1868-1935), eröffnete am 13. August 1898 am Kötnerholzweg 45., in Linden-Nord einen Kolonialwarenladen, verbunden mit einem Brikett- und Kohlenhandel. Er erweiterte ab 1911 den Betrieb noch um eine Heißmangel und begann im gleichen Jahr mit der Verarbeitung von Weißkohl zu Sauerkraut. Heinrich Tuschke richtete 1918 für seine Sauerkrautproduktion einen Zweigbetrieb in der Nieschlagstraße 19., in Linden-Mitte ein. Ab 1926 gab es einen weiteren Zweigbetrieb in Großgottern/Thüringen.

Das Unternehmen war so erfolgreich mit seiner Sauerkrautfabrik, dass man ab 1931 in die ehemaligen Gebäude der Zelluloidfabrik (Celluloid-Waaren-Fabrik Dr. P. Hunaeus) in die Leinaustraße 9., in Linden-Nord umzog.

Die Sauerkrautfabrik wurde mehrmals erweitert, modernisiert und auch umgebaut. Man bot als Erster in Deutschland Sauerkraut und Delikatessgurken in 10-Liter-Dosen an.

Heinrich Tuschke starb am 15. Oktober 1935 in Hannover. Sein Sohn Heinrich Tuschke jun. (1901-1954) und dessen Bruder (gefallen 1945) übernahm danach den Betrieb.

Werbeanzeige von Heinrich Tuschke | 1941

Ab 1937 galt das Unternehmen als Wegbereiter für Sauerkraut in 1-Liter-Dosen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Betriebsgebäude schwer beschädigt. In den 1950er und 1960er-Jahren war man mit den Markenartikeln "Thüringer Stolz" Delikatessgurken und "Goldfasan Sauerkraut" eine der größten Sauerkonservenfabriken in Deutschland. Anfang 1970 wurde die Produktion in Hannover-Linden geschlossen. Heute werden in der 3. Generation Sauerkrautkonserven der Marke "Goldfasan" von Barsinghausen-Stemmen bei Hannover weiterhin erfolgreich vertrieben.

vor 1898 Maschinenfabrik GmbH H. F. Eckert, später Maschinenvertrieb GmbH Hannover

Die Maschinenfabrik von H. F. Eckert befand sich an der Ihmebrückstraße 3 a., in Linden-Mitte. Es gab auch eine Filiale an der Humboldtstraße 32., in der Calenberger-Neustadt. Man produzierte vorwiegend Maschinen für die Landwirtschaft. 1922 hieß der Betrieb "Maschinenvertrieb GmbH Hannover" und war nun eine Landmaschinenhandlung und Reparaturwerkstatt. Im Adressbuch von 1928/29 ist die Firma noch aufgeführt.

 

Maschinenvertrieb GmbH (Ihmebrückstraße 3 a.) | 23.03.1922

vor 1898 Gelatinekapseln und pharmazeutische Präparate Boltzmann und Dr. Poppe in Limmer

Die Chemischefabrik für leere und gefüllte Gelatinekapseln und pharmazeutische Präparate von Emil Eugen Boltzmann und Dr. Poppe befand sich laut Adressbuch von 1898 in Limmer, seit 1901 war die Firmenadresse in der Holzrehre 25., in Limmer.

Laut Adressbuch von 1934 war die Fabrik nun in der Stärkestraße 15., in Linden-Nord ansässig. Inhaber war jetzt Paul Friedrich Reuss/Reuß. Die Firma hieß nun "Paul Reuss vorm. Bolzmann und Dr. Poppe - Fabrik für leere und gefüllte Gelatinekapseln und pharmazeutische Präparate". Privat wohnte Paul Friedrich Reuss/Reuß in der Gartenallee 21., in Linden-Mitte.

Paul Reuss vorm. Boltzmann & Dr. Poppe | 14.03.1949

Primos-Werk Metallwaren-Fabrik und Prägeanstalt
26.09.1934

um 1898 Kunstschmiede und Kunstwerkstätten Wilhelm Eherding, später dann Primos-Werk Metallwaren-Fabrik und Prägeanstalt

In der Kunstschmiede und den Kunstwerkstätten von Wilhelm Ehlerding wurden unter anderem Heizkörperverkleidungen, Perlen- und Kettenvorhänge sowie Prägeschilder hergestellt. Die Firma befand sich laut Adress- und Fernsprechbuch von 1928/29 bis 1934 in der Weberstraße 8., in Linden-Süd und von 1938 bis 1943 in der Minister-Stüve-Straße 7., in Linden-Mitte.

Das Tochterunternehmen "Primos-Werk Metallwaren-Fabrik und Prägeanstalt" mit Sitz in der Minister-Stüve-Straße 7. wurde vor 1934 gegründet, und später dann in "Primos-Schilder Wilhelm Ehlerding e.K." umbenannt.

vor 1898 Fass & Flaschenbier-Handlung Heinrich Kirsch | Bau- und Möbeltischlerei Adolf Kirsch

Die Fass & Flaschenbier-Handlung des Kaufmanns Heinrich Kirsch, sowie die Bau- und Möbeltischlerei seines Bruders Adolf Kirsch befanden sich in der Diekbornstraße 42. (das Gebäude besteht noch), in Linden-Mitte. Inhaber der Immobilie war Heinrich Kirsch. Adolf Kirsch war Tischlermeister von Beruf.

Laut Adressbuch von 1928/29 betrieb Heinrich Kirsch nun eine Butterhandlung in den Räumen der ehemaligen Bierhandlung. Tischlermeister Adolf Kirsch war mit seiner Ehefrau Anna Kirsch und der Tischlerei in der Grotestraße 25., in Linden-Nord gezogen. Adolf Kirsch war auch Besitzer der Immobilie.

Laut den Adressbüchern von 1934 bis 1953 betrieb Heinrich Kirsch nun eine Wäscherei in den Räumen seiner ehemaligen Butterhandlung. Adolf Kirsch war weiterhin mit seiner Familie und seiner Tischlerei in der Grotestraße 25. ansässig.

 

1898 Fleischerei Bögeholz

Fleischermeister Christian Heinrich Friedrich Ludwig Bögeholz (1872-1936), genannt "Louis", war der letzte Obermeister der Fleischerinnung Lindens. Verheiratet war er mit Luise Bögeholz (1874-1952), das Paar hatte vier Kinder. Ihr Sohn Friedrich Bögeholz (1897-1938) wurde später auch Fleischermeister.

Fass & Flaschenbier-Handlung von Heinrich Kirsch
Bau- und Möbeltischlerei von Adolf Kirsch
(Dieckbornstraße 42.) | 18.08.1907

Louis Bögeholz ließ für sich und seine Familie 1898 auf dem Grundstück Wittekindstraße 14. - Ecke Dieckbornstraße (das Gebäude besteht noch) in Linden-Mitte ein Wohnhaus mit einem Ladengeschäft, einer Wurstküche und Lagerräumen errichten. Dort betrieb er mit seiner Ehefrau Luise Bögeholz seine Fleischerei. Die Nachfahren der Familie Bögeholz führten das Geschäft noch bis 1984 als selbstständiges Unternehmen weiter. Danach befand sich noch zwei Jahre eine Filiale der Wurst-Basar Konrad Hinsemann GmbH in den Geschäftsräumen (heute Wohnraum) der Wittekindstraße 14.

1898 Christian Kühne's Restaurant, seit ca. 1902 Restaurant August Harste, 1914 Restaurant von August Tönnies, 1926 "Zum Lindener Stadion", danach Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt

Das Restaurant von Christian Kühne befand sich bis ca. 1902 an der Badenstedter Straße 22. (heute Brauhofstraße 11.), in Linden-Mitte. Später wird das Restaurant, Vereinslokal des 1879 gegründeten Arbeiterturnvereins "Turnerschaft Linden von 1879". Um 1902 wurde es zum "Restaurant von August Harste" und 1914 zum "Restaurant von August Tönnies". Die "Turn- und Spielvereinigung Linden e.V." wurde 1923 im Restaurant gegründet.

Chr. Kühne's Restaurant 24.09.1899 - heute Rackebrandt

Gruss aus Linden-Hannover
Restaurant August Harste | 07.10.1902

Ferdinand und Marie Rackebrandt eröffneten am 1. Oktober 1910 in der Nieschlagstraße 28., in Linden-Mitte ihre erste Gaststätte. Im Oktober 1926 erwarb das Ehepaar, dass Gebäude der Brauhofstraße 11. und erweiterte das vorhandene Restaurant aus dem Jahr 1914 von August Tönnies durch einen kleinen Anbau (Saal), um das Lokal mit der vorhandenen Kegelbahn zu verbinden. Der große Ausschank für den Straßenverkauf an die Fabrikarbeiter der HANOMAG AG wurde zugemauert und in der Nische ein reich geschnitzter Wandschrank, der auch heute noch die Tresenrückwand ziert, errichtet. Familie Rackebrandt nennt ihre Gaststätte nun "Zum Lindener Stadion". Ferdinand Rackebrandt war auch Mitglied im 1874 gegründeten Männer-Turn-Verein zu Linden (MTV), später umbenannt in SG von 1874 Hannover e.V.

Im Zuge des Gleichschaltungsgesetzes der Nationalsozialisten wurde der 1877 gegründete Teutonia-Chor 1933 gezwungen, sich aufzulösen oder mit anderen Vereinen unter einer Leitung zusammenzugehen. Der Chor entschied sich Mitte 1933 für die Auflösung. Einige Mitglieder beschlossen jedoch im September 1933 die Wiedergründung und gleichzeitig einen Wechsel des Vereinslokals vom „Schwarzen Bären“ zur Gaststätte Rackebrandt. Am 26. Oktober 2013 wurde die 80-jährige Verbundenheit mit der Familie Rackebrandt gefeiert.

                 

       Restaurant zum Lindener Stadion                 Gaststätte Rackebrandt
           Inh. Ferdinand Rackebrandt                Hannover-Linden | 01.04.1960
         Brauhofstraße 11 | 15.10.1935

Im Oktober 1943 wurde das Gebäude, der Saal und die Kegelbahn bei einem amerikanischen Luftangriff durch B-17 Bomber schwer beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in den Räumen, da das Postamt und das Lindener Rathaus völlig zerstört waren, vorübergehend eine Postdienststelle und das Standesamt untergebracht. Zu dieser Zeit waren die Eheleute Heinz und Hilde Rackebrandt, Inhaber der Gaststätte. Am 26. Oktober 1946 gründete sich hier der Bund Deutscher Philatelisten e.V. und am 25. und 26. Januar 1947 der Deutsche Allgemeine Sängerbund (DAS). 1950 fand die Urabstimmung der streikenden Bauarbeiter im Lokal statt.

Seit 1977 wird die Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt erfolgreich in der dritten Generation von Horst Donner und heute auch mit seiner Tochter weiter geführt.

Die Lindener Industrie von 1900-1919

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Anzeigen / Belege / Postkarten / Text / Werbeanzeigen

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* Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind.
Die Betonsteine werden an ihrem letzten selbst gewählten Wohnort in den Fußweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift "Hier wohnte..." den Namen, den Geburtstag sowie die Umstände des Todes.
Der Künstler Gunter Demnig ist Initiator der Stolpersteine.

Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Agenten, Bader und Copisten. Hannoversches Gewerbe- ABC 1800-1900
| Ludwig Hoerner | Reichold Verlag | 1995
Aufbau. Das jüdische Monatsmagazin | Serenada Verlag AG., New York City USA | 1948
Ausstellungskatalog: Abgeschoben in den Tod | Die Deportation von 1001 jüdischen HannoveranernInnen am 15. Dezember 1941 nach Riga | Julia Berlit-Jackstein, Dr. Karljosef Kreter | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2011
Ausstellungskatalog: Der Novemberpogrom 1938 in Hannover | Dr. Wolf Dieter Mechler, Carl Philipp Nies M.A. | Historisches Museum Hannover (HMH) | 2008
Ausstellungskatalog: Fremde Heimat. Rettende Kindertransporte aus Hannover 1938/39 | Julia Berlit-Jackstein, Florian Grumblies, Dr. Karljosef Kreter, Edel Sheridan-Quantz | Hahnsche Buchhandlung Hannover | 2015
Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahre 1927 | Walter Gerlach Verlag Leipzig | 1927
Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover 1954 | Adolf Sponholz Verlag Hannover | 1954
Geschichte der Stadt Hannover I/II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
Hannover, Die Grosstadt im Grünen | Fr. Stadelmann | Verkehrs-Verein Hannover e.V., Hannover | 1927
Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Hannoversche Geschichtsblätter | Verlag Th. Schäfer 2. Heft, Hannover | 1910
Heimatfront Hannover - Kriegsalltag 1914-1918 | Schriften des Historischen Museums Hannover (HMH) | 2014
Linden - Ein Führer für Fremde und Einheimische | Rektor Haase II | H. Ellermann-Verlag Hannover | 1906
Linden - Geschichte einer Industriestadt im 19. Jahrhundert | Walter Buschmann | August Lax Verlagsbuchhandlung Hildesheim | 1981
Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover | Peter Schulze | Verein zur Förderung des Wissens über jüdische Geschichte und Kultur e.V. Hannover | 1995
Netzwerk Erinnerung und Zukunft Region Hannover - www.erinnerungundzukunft.de
Nicht die Zeit, um auszuruhen. Dokumente und Bilder zur Geschichte der hannoverschen Arbeiterbewegung 1814-1949 | Peter Schulz | Verlag Buchdruckwerkstätten Hannover GmbH | 1990
Projekt - www.lebensraum-linden.de
Salzbergbau und Salinenkunde | F. A. Fürer, Königlich preußischer Bergrat und Salinendirektor | Verlag Friedrich Vieweg & Sohn Braunschweig | 1900
Stadtarchiv Hannover
Städtische Erinnerungskultur - www.erinnerungskultur-hannover.de
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart
| Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
Wir aus der Kochstraße. Die Geschichte einer Straße im Arbeiterstadtteil Linden in Hannover | Landeshauptstadt Hannover, Freizeitheim Linden (Hrsg.) | 1986
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie