Lindener Gewerbe- Handel und Industriebetriebe von 1870-1899
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1870 Wagenfabrik August Voges August Voges (1843-1921) gründete 1870 eine Stellmacherei. Es wurden später Last- Speditions- und Lieferwagen produziert, auch Luxusfahrzeuge wurden gefertigt. 1918 wurde ein 20 000 pm großes Grundstück an der Hamelner Chaussee 10 gekauft. 1921 verstarb August Voges mit 78 Jahren. Seine Söhne August, Karl, Otto, und Rudolf führten das Unternehmen weiter. |
1870 Chemisch-Technische Fabrik Gebr. Meyer
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Im März 1870 gründet der Großvater von Christian und Wilhelm Meyer, in Einbeck die Chemisch Technische Fabrik. Nach dem Tod des Großvaters bauten die Brüder den Betrieb weiter aus. 1890 trennten sich Wilhelm und Christian Meyer, Christian erwarb im damaligen Dorf Ricklingen ein Grundstück und baute dort, an der Göttinger Chaussee 109 unter dem Namen Chemisch-Technische Fabrik Gebr. Meyer sein Unternehmen auf. Die Fabrik stellte Bohnerwachs und Schuhcreme der Marken "LAVALIN" und "ELCA" her. Es wurden auch Lederfette, Ofenglanzpaste, Fahrrad- und Nähmaschinenöle sowie Maschinenfette und Maschinenöle hergestellt. Seit 1902 gab es auch Produktionsstätten im Ausland, in Nordfrankreich, Belgien und Italien. 1909 wurde der Betrieb durch ein Großfeuer schwer beschädigt. 1994 wurde die Firma in LAVALIN Gebr. Meyer Chemisch-Technische Fabrik GmbH & Co. KG umbenannt. |
1871 Hannoversche Maschinenbau-Actien-Gesellschaft (HANOMAG)
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Im Jahr 1871 entsteht die HANOMAG (Hannoversche Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals Georg Egestorff), als ein Bankenkonsortium für 3 Mio. Taler das Unternehmen von Dr. Bethel Henry Strousberg (1823-1884) kauft. Bethel Strousberg hatte 1868 die von Georg Egestorff (1802-1868) gegründete Maschinenfabrik für 750 000 Taler den Egestorff-Erben abkauft und dann bedeutend erweitert. 1904 wurde das imposante Verwaltungsgebäude an der Hanomagstraße 9 erbaut und im Expo-Jahr 2000 komplett renoviert. Durch Erich Metzeltin (1871-1948) wurde 1904 die Telegrafenadresse aus Kosten gründen auf HANOMAG abgekürzt; seit 1912 wurde HANOMAG dann auch als die Briefadresse verwendet. Die ersten Lastwagen und Omnibusse wurden 1905 produziert, und noch mit Dampf angetrieben. Dann kamen bald Pflüge, Raupenschlepper und Baumaschinen dazu. HANOMAG-Traktoren galten als Qualitätsprodukte. Ab 1924 stieg die HANOMAG auch in die Pkw-Produktion ein. Das erste der berühmten Kommissbrote läuft in dieser Zeit in Hannover-Linden vom Band. Bis 1936 wurden bei der HANOMAG mehr als 65.000 Personenwagen hergestellt. Ab 1931 wird die Produktion der Lokomotiven wegen Auftragsmangel komplett eingestellt. Die Hanomag AG (vormals Maschinenfabrik Georg Egestorff) produzierte seit 1846 insgesamt 10 765 Lokomotiven. 1934 wurde die Aktienmehrheit der zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich stark angeschlagenen HANOMAG durch den Bochumer Verein (Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation und Bergbau AG) übernommen. Die Hannoversche Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft war damit bis in die Nachkriegszeit Teil der Vereinigten Stahlwerke. Verwaltungsgebäude der Hannoverschen Maschinenbau
AG Feier der
Freitigstellung der 5000. Lokomotive Ab 1935 war die HANOMAG nun auch Rüstungsbetrieb. Als große Maschinenbaufirma war das Werk in die Rüstungsproduktion des Dritten Reiches eingebunden und musste Halbkettenfahrzeuge, Schützenpanzerwagen, Geschütze und zum Teil auch Großkalibermunition herstellen. Zu den verschiedenen Wehrmachtsfahrzeugen zählte auch ein Zugkraftwagen (ZgKW) mit einem neuen 6-Zylinder Dieselmotor von 100 PS und einer Doppelkabine. Unter der Bezeichnung SS 100 LN wurde das Wehrmachtsfahrzeug an die Reichs-Luftwaffe, und später auch an das Reichs-Heer ausgeliefert. 1937 musste die 1869 auf dem Werksgelände gebaute Arbeitersiedlung „Klein-Rumänien“ einer Erweiterung der HANOMAG weichen. Ihre Straßen hießen bezeichnenderweise Zirkelstraße, Hammerstraße und Feilenstraße. Für den Bau von U-Boot-Sektionen wurde eigens eine große Halle auf dem Klein-Rumänien-Gelände an der Göttinger Straße 16 errichtet (U-Boot Halle), heute steht die Halle unter Denkmalschutz. Ursprünglich war in den 1940er Jahren die Wiederaufnahme des 1931 eingestellten Lokomotivbaus geplant; die HANOMAG war jedoch mit Aufträgen völlig ausgelastet. Anfang 1939 wurde durch die Beteiligung der Firma Eisenwerk Wülfel die NMH (Niedersächsische Maschinenfabrik Hannover) gegründet, die in Linden, Badenstedt, Wülfel und in Laatzen bei Hannover Panzer und sonstiges Kriegsgerät herstellte. Im Jahr 1941 wurde dann auch die PKW-Produktion eingestellt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die HANOMAG AG, wie auch andere Unternehmen demontiert. Lehrpostkarte der HANOMAG | Gießen einer Lagerschale Zweiachsige feuerlose Lokomotive für industrielle Betriebe In dem 700 Quadratmeter großen Saal der HANOMAG AG fand vom 9. bis 11. Mai 1946 die Gründungsversammlung bzw. der erste Parteitag der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) für die drei Westzonen statt, in deren Zuge Dr. Kurt Schumacher (1895-1952) erwartungsgemäß zum Vorsitzenden gewählt wurde. Später wurde der Saal in „Ernst-Winter-Saal" umbenannt. Namensgeber war der Betriebsratsvorsitzende der HANOMAG AG, Ernst Winter (1888-1954), der nach dem Tod von Dr. Kurt Schumachers dessen Nachfolger für den hannoverschen Wahlkreis in den deutschen Bundestag einzog. 1952 wird die HANOMAG AG eine Tochtergesellschaft der neugegründeten Rhein-Stahl-Union Maschinen- und Stahlbau AG in Düsseldorf. Am 1. April 1958 wurde aufgrund der Besitzverhältnisse, die Firmenbezeichnung in Rheinstahl HANOMAG AG geändert. Ab 1965 wurde die Nutzfahrzeugmarke Tempo integriert und 1969 fusionierten innerhalb des Rhein-Stahl-Konzerns die Nutzfahrzeugsparten von HANOMAG und der Henschel-Werke zur Hanomag-Henschel Fahrzeugwerke GmbH (HHF). Die Daimler-Benz AG beteiligte sich zunächst mit 51 Prozent der Gesellschaftsanteile an den HHF-Werken, und übernahm die Gesellschaft bis 1971 jedoch ganz. 1970 wurden nach und nach Mercedes-Dieselmotoren (BR 8) in die Fahrzeuge eingebaut und 1974 verschwand der Markenname Hanomag-Henschel. Industrie-Bau der Hanonmag am Deisterplatz ca. 1920 HANOMAG - Automobilabteilung | 26.09.1928 1980 übernahm die IBH-Holding, die HANOMAG für 30 Mio. DM, um den größten Baumaschinenkonzern der Welt zu formen. Die Holding endete im November 1983 im Konkurs, in dessen Folge auch die HANOMAG im Februar 1984 Konkurs anmelden musste. Ende März 1984 wurden die letzten Mitarbeiter entlassen. Das Werksgelände wurde zu einer Industriebrache, die nur in kleinen Bereichen weitergenutzt wurde. Alfred und Helmut Gassmann, sowie Günter Papenburg gründeten im April 1984 eine Auffanggesellschaft, die HANOMAG GmbH. 1989 übernahm der weltweit zweitgrößte Baumaschinenhersteller Komatsu aus Japan Anteile an der HANOMAG. 1995 wurde die Firma in HANOMAG Komatsu AG umbenannt; es werden Baumaschinen produziert, die jedoch statt HANOMAG nur noch die Aufschrift Komatsu tragen. Seit 2002 gehört die HANOMAG komplett dem Komatsu-Konzern. In Hannover-Linden werden Radlader von 54 bis 353 PS und Mobilbagger von 14 bis 22 Tonnen produziert. Die Komatsu HANOMAG GmbH beschäftigt im Werk Hannover-Linden wieder mehr als 1100 Mitarbeiter. Die seit 1984 nicht mehr genutzten Flächen, wurden zu Industriebrachen. Die U-Boot-Halle diente zeitweise als Diskothek und Technoclub unter dem Namen Cyberhouse. 1991 erwirbt die DIBAG Industriebau AG aus München die Flächen und beginnt mit der Projektentwicklung HANOMAG. 2009 wird die Entwicklung der Denkmalgeschützen Bereiche nach vollständiger Aufgabe der industriellen Restnutzung vorangetrieben. Anfang 2010 zieht in das denkmalgeschützte Gebäude 8 a. an der Göttinger Straße 14, das Service Center der Deutschen Telekom, Bereich Kundenservice ein. Im Mai 2010 eröffnet der Zweiradhändler Stadler aus Regensburg in einem Teil der U-Boot-Halle, an der Göttinger Straße 16 sein Zweirad-Center. Weitere HANOMAG (Hannoversche Maschinenbau Aktien Gesellschaft) | HANOMAG (Lehrpostkarten) |
1871 The United Limmer and Vorwohle Rock Asphalt Company Limited.
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Die englische The United Limmer and Vorwohle Rock Asphalt Company Limited wurde von D. H. Henning und Georg Egestorff (1802-1868) im Jahr 1871 gegründet. Die Company besaß Asphaltwerke in Ahlem, Limmer, Eschershausen und bei Vorwohle zwischen Grünenplan und Stadtoldendorf am Hilsrand. In Ahlem waren vier Gruben in Betrieb, als Tagebau und auch unter Tage. Die Firma war auch an Asphaltfeldern auf Sizilien (Italien) beteiligt. Der Asphalt wurde weltweit vertrieben. Die Verwaltung des Unternehmens befand sich in der Limmerstraße 6. Ab 1873 beteiligte sich die United Limmer and Vorwohle Rock Asphalt Company Limited an der Neugründung, der Deutschen Asphalt AG. |
1871-1985 Schlosserei Louis Eilers, später Louis Eilers Stahlbau GmbH & Co.
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Die Schlosserei wurde am 20. Juli 1871 in der Konkordiastraße in Linden von Louis Eilers (1844-1917) gegründet. Louis Eilers wurde später Senator und Kommerzienrat in Hannover. Die Firma entwickelte sich zu einem bedeutenden Unternehmen im Eisenhoch- und Brückenbau. Später zog der Betrieb zuerst in die Osterstraße nach Hannover und danach, 1881 auf ein Gelände am Entenfangweg 13, in Herrenhausen um. Den 1909 initiierten Wettbewerb für die Bahnsteighalle des Hauptbahnhofs in Leipzig gewann der Ingenieur Louis Eilers. Die Firma lieferte dann die Konstruktionsteile für den Bahnhof. Das Unternehmen war weltweit, zum Beispiel in Asien, den USA und auch in Brasilien tätig. Während des Zweiten Weltkriegs mussten Kriegsgefangene ab 1943 U-Boot-Teile für die Drahtfabrik Louis Eilers & Co. herstellen. Es gab sechs kleine Holzbaracken, in denen 141 Zivilarbeiter, Frauen und Männer aus Belgien, Estland, Frankreich, den Niederlanden und Polen untergebracht waren. Das Lager wurde weder bewacht noch eingezäunt. Von vier namentlich bekannten Belgiern gelang zweien die Flucht. Ein dritter wurde nach einem Bombenangriff vermisst. Der Betrieb wurde im Krieg total zerstört. Zehn Jahre nach Kriegsende war das Unternehmen mit mehr als 800 Mitarbeitern wieder Marktführer. 1983 ging die Firma in Konkurs und wurde 1985 schließlich geschlossen. |
1871 Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Companie., ab 1899 Hannoversche Gummi-Kamm-Companie Actien Gesellschaft Hannover-Limmer, seit 1912 Hannoversche Gummi-Werke, Excelsior-Pneumatic AG, seit 1928 Continental Gummi-Werke AG Hannover-Linden, dann Continental AG
Die Hannoversche Gummi-Kamm-Fabrik hatte seit 1899 ihren Sitz in Limmer, am Leine-Ufer. Zuvor erwarb man 1897 ein mehrere tausend Quadratmeter großes Grundstück an der Wunstorfer Straße 130. Teilweise waren 1100 Mitarbeiter in der Fabrik beschäftigt, man stellte Fahrradschläuche und bald auch Automobilreifen her. Ab 1912 wurde aus der Hannoverschen Gummi-Kamm-Fabrik die Excelsior-Pneumatic AG. Nach wirtschaftlichem Aufschwung in der Nachkriegszeit, und einer Aufstockung der Mitarbeiter auf 6000, kam die Excelsior-Pneumatic AG in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste 1928 mit der erfolgreicheren Continental Gummi-Werke AG fusionieren. Die Weltwirtschaftskrise führte zu Entlassungen, so arbeiteten 1932 nur noch 2000 Menschen in Hannover-Limmer.
Propagandakarte aus dem 1. Weltkrieg | Hannoversche Gummiwerke Excelsior AG Hannover-Linden | 17.09.1917 Von 1922 bis 1925 arbeitet der Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898-1970), eigentlich Erich Paul Remark als Werbetexter und Redakteur (Echo Continental) für die Excelsior-Pneumatic AG. Im Auftrag der Excelsior bereiste er unter anderem die Schweiz, Italien, England, und die Türkei. Ab 1925 geht er nach Berlin. 1929 wird Remarque schlagartig weltberühmt mit dem Erscheinen seines Romans "Im Westen nicht neues". Das Buch wird in über 50 Sprachen übersetzt und 1930 in Hollywood verfilmt. Von 1933 bis 1945 wurden die Werke von Erich Maria Remarque in Deutschland verboten. Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich in den Jahren 1944/45 ein Arbeitslager des KZ-Neuengamme auf dem Contigelände. Kurz vor Kriegsende wurden die Gefangenen, überwiegend Frauen, nach Bergen-Belsen deportiert. Seit 1987 erinnert am Stockhardtweg ein Denkmal an diese schlimme Zeit. Otto Stockhardt (1839-1897) war Bankier, Gründer und Vorstandsmitglied der Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Companie. Den Alliierten war die Produktionsumstellung auf kriegswichtige Güter entgangen, und so blieb Limmer von Bombenangriffen verschont. Das Werk konnte kurz nach Kriegsende wieder technische Artikel herstellen. Am Standort in Limmer war das Continental-Werk Jahrzehnte lang eines der größten Arbeitgeber. Anfang der 1990er Jahre zeichnete sich das Ende des Werks in Hannover-Limmer ab. |
Excelsior-Pneumatic Hannov. Gummi-Kamm-Comp Act. Ges. Hannover-Limmer | 16.04.1904
Excelsior-Pneumatic Hannov. Gummi-Kamm-Comp Act. Ges. Hannover-Limmer | 21.08.1901
Hannoversche Gummiwerke Excelsior AG | 21.06.1922 Im Jahr 2000 wurde das Werk geschlossen. Mit Wohn- und Geschäftshäusern soll das ehemalige Firmengelände nun zur Wasserstadt Limmer umgebaut werden. Der Teilabriss, der Fabrikgebäude hat 2008/09 begonnen. |
Es wurden im Jahr 1871/72 einige Firmen in Aktiengesellschaften umgewandelt.
Zum Beispiel die Brauerei Brande & Meyer in die Lindener Aktien Brauerei (LAB), die Ultramarinfabrik von August Egestorff in Hannoversche Ultramarin Fabrik AG und die Amerikanische Dampfziegelei in Hannoversche Baugesellschaft AG. |
1871 Turngerätebau August Pape Die Firma in der Deisterstraße 56 stellte Turngeräte aller Art für Schulen und Privat her. 1872 AG Georg Egestorff Salzwerke Entstanden aus der Saline Egestorffshall, Chemische Fabrik Georg Egestorff und der Farbenfabrik Egestorff. |
1872 Lindener Eisen- und Stahlwerke
Die Lindener Eisen- und Stahlwerke entstanden aus der 1866/1870 gegründeten Lindener Eisengießerei A. G. Dickert. Eine Spezialität dieser Firma war der Bauguss sowie die Herstellung von gusseisernen Säulen. Ab 1881 stellte man auch Maschinen geformte Zahnräder her. Ab 1887 umformiert in Lindener Eisen- und Stahlwerke AG. Im Jahr 1917 wird das Direktionshaus, Doppelhaushälfte in der Niemeyerstraße 16-17 (noch erhalten) eingeweiht. Ab 1924 übernimmt die Lothringen AG die Mehrheit und verlegt ihren Hauptsitz nach Hannover. 1872 Schwefelsäurefabrik Meyer & Riemann Die Fabrik wurde am 1. Juli 1872 vom Kommerzienrat Ernst Meyer und Dr. Hugo Riemann in Linden gegründet. Produziert wurde nicht nur Schwefelsäure und chemische Düngemittel, sondern später auch Eisenoxidfarben. |
Werbeanzeige der Lindener Eisen- und Stahlwerke | 1941 |
1873 Deutsche Asphalt AG, später DASAG
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Diese Aktiengesellschaft war eine Neugründung durch den Architekten Gottlieb Waßmann aus Linden und dem Kaufmann Louis Solling aus Hannover. Man betrieb Asphaltgruben in Ahlem, Limmer und bei Vorwohle zwischen Grünenplan und Stadtoldendorf am Hilsrand. Südlich von Ahlem waren vier Gruben in Betrieb, als Tagebau und auch unter Tage. Je einen Schacht betrieben die Hannoversche Baugesellschaft und die Deutsche Asphalt AG, sowie zwei die englische The United Limmer und Vorwohle Rock Asphalt Company Limited. Bohrungen einer französischen Gesellschaft 1914 ergaben unter einer Deckschicht weitere, jedoch tiefere Schichten von Asphaltkalk. Nach 1914 wurde der Betrieb nach und nach in Ahlem/Limmer eingestellt. Die Verwaltung des Unternehmens befand sich in der Limmerstraße 6. Es gab Zweigniederlassungen in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Leipzig und Hamburg. Im Jahr 1959 wurde die Firma in DASAG Deutsche Naturasphalt AG der Limmer und Vorwohler Grubenfelder mit Sitz in Eschershausen geändert. Heute lautet der Name, als GmbH bestehender Baustoffhersteller DASAG und gehört über die Braunschweig GmbH zur Norddeutschen Landesbank (NORD/LB). 1873 Holzschneiderei und Holzhandlung Fritz Mehring und Heinrich Jacobi Die Holzschneiderei (Sägerei) und Holzhandlung von Mehring und Jacobi befand sich am Bahnhof Fischerhof. |
1874 Baugeschäft Heinrich Köhler
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Das Hoch- Tief- und Eisenbetonbaugeschäft von Heinrich Köhler (1830-1903) befand sich in der Niemeyerstraße 10. Köhler übernahm die Bauleitung bei mehreren Bauprojekten für den Architekten und Hochschullehrer Conrad Wilhelm Hase (1818-1902). Zum Beispiel beim Bau der Ev.-luth. Erlöserkirche (bis 1942 Zionskirche) in Linden-Süd. 1875 Hannoversche Kupferschmiederei u. Apparatebauanstalt G.m.b.H. Willy Dehnhard Die Firma befand sich in der Göttinger Chaussee 1, später am Bartweg 9 a. |
1876 Feilenfabrikation Julius Paul
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Die Firma des Feilenhauermeisters Julius Paul befand sich in der Elisenstraße. Der Firmengründer Julius Paul verstarb 1897. Von 1897 bis 1904 führte seine Witwe in Gemeinschaft mit ihrem Sohn Karl den Betrieb weiter. 1904 übernahm der Sohn den Betrieb ganz. Es wurden Qualitäts- und Präzionsfeilen produziert. Später wurden auch Ofenrohre hergestellt (Hannoversche Ofenrohfabrik Karl Paul). 1921 zog man in ein größeres Gebäude, in die Fössestraße 69-71. 1876 entstand am Bauweg eine Arbeitersiedlung der hannoverschen Baugesellschaft |
1876 Dampfsägewerk und Holzhandlung Eduard Kraul
Im Jahr 1876 gründete der Tischlermeister Eduard Kraul in der Stärkestraße 21 a., sein Dampfsägewerk mit einer Holzhandlung. 1896 zog der Betrieb in einen Neubau, in die Rampenstraße 1 um. Bald darauf erwarb er ein Grundstück in der Wittekindstraße 26, auf dem Kraul Wohnhäuser (stehen heute alle noch) und ein Sägewerk errichtete. Außerdem wurde ein Maschinenpark für die Holzverarbeitung beschafft. 1919 wurde die Firma Louis Treitel Nachf., Holz- und Furnierhandlung mit der Firma Eduard Kraul zusammengelegt. Als 1921 Eduard Kraul verstarb übernahmen seine beiden Söhne, Wilhelm und Otto Kraul den Betrieb. 1941 verstarb Wilhelm, dessen Nachfolge sein Sohn Wilhelm Kraul jun. antrat. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Parkplatz und ein Kinderspielplatz. Am Haus Wittekindstraße 26 a., an der rechten Hauswand, befindet sich eine gut erhaltene Werbeaufschrift mit einem Hinweis auf das Sägewerk. |
Wittekindstraße 26 a. | Hinweis auf das Dampfsägewerk Eduard Kraul | 03.05.2003 |
1876 Hannoversche Gummiwarenfabrik Ernst Bremeyer, seit 1987 Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik
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Durch Gründung der Hannoverschen Gummiwarenfabrik (Fabrik und Büro in der Stärkestraße 14-15), durch den Unternehmer Ernst Bremeyer wurden die Anfänge der Lindener Gummiindustrie gelegt. Am 19. August 1887 erfolgte die Umwandlung in Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik. Die Aktiengesellschaft wurde bei Gründung von der Neuen Hannoverschen Gummiwarenfabrik und Patent-Packungsfabrik Lennartz & Co 1882 übernommen. |
1876 Tiefbaugeschäft August Theidel, ab 1914 Theidel & Hagemann
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Die Firma für Tiefbau befand sich in der Konradstraße 17, seit 1975 heißt die Straße Ahrbergstraße. 1912 verstarb August Theidel und die Firma ging an seinen Sohn Ewald. Ab 1914 trat Ewalds Schwiegersohn Baumeister Friedrich Hagemann in das Geschäft ein. Im Januar 1936 wird die Firma in eine OHG umgewandelt. Im Jahr 1945 verstarb auch Ewald Theidel und die Firma wurde in eine Kommanditgesellschaft (KG) umgewandelt. Später zog die Firma, in die Hohe Straße 26, Inhaber waren dann Ewald Theidel jun. und Baumeister Friedrich Hagemann. |
1877 Tuchgroßhandlung Brune und Braul, dann Herrenwäsche- und Krawatten Fabrik Braul & Brinkmann
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1877 gründete Ludwig Braul aus Celle seine Tuchgroßhandlung an der Alten Celler Heerstraße in Hannover, Teilhaber wurde ein Herr Brune. Nach Austritt des Gesellschafters Brune wurde Herr Brinkmann Teilhaber und die Firma in Braul & Brinkmann umbenannt. Mitte der 1880er Jahre übernahm dann Ludwig Braul das Geschäft als alleiniger Inhaber. 1906 zog man in die Brüderstraße 3, wo sein Sohn Erich Braul in die Firma eintrat. 1919 wurde der Betrieb von Erich Braul und seinem Schwieger- sohn Paul Marschause geführt. Die Herrenwäsche- und Krawatten Fabrik zog in die Fössestraße 99 nach Linden und danach, 1945 wieder in die Brüderstraße, anschließend in die Limmerstraße 48. Nach dem Tod Erich Brauls, der jahrelang den Vorsitz des Verbandes der Bekleidungsindustrie innehatte, führte seine Tochter Ruth Peine mit Paul Marschause das Geschäft weiter. 1877 Lindener Seifenfabrik Gebr. Luhn, Inhaber war Robert Weber Die Lindener Seifenfabrik Gebr. Luhn befand sich in der Deisterstraße 71, Inhaber war Robert Weber. |
1878 Kupferschmiede - Apparatebau - Rohrleitungsbau Wöckener & Kivelitz
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Die Kupferschmiede von Carl Wöckener befand sich in der Falkenstraße 27. Ab 1905 wurde Ernst Kivelitz Teilhaber der Firma. 1919 ging Carl Wöckener in den Ruhestand und Carl Ritter nahm seinen Platz ein. |
1878 Kunst- und Möbeltischlerei Brodthage Die Tischlerei von Fritz und Wilhelm Brodthage befand sich in der Davenstedter Straße 13. 1879 Chemische Fabrik Eduard Kissel |
1879 Kirchner & Griebe, Erste Deutsche Daunendeckenfabrik KG, später Ed. Frankenberg, Erste Deutsche Daunendecken-Fabrik A. G. Die Erste Deutsche Daunendecken-Fabrik befand sich in der Deisterstraße 15, im Haus des Lindenhofs. |
1879 Weinhandlung Brünjes & Klives
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Die Weinhandlung Brünjes und Klives hatte ihr Hauptgeschäft in der Andreaestraße 5 außerdem gab es noch eine Probierstube in der Georgstraße 13a. Spezialität war der Verkauf von Bordeaux- und Burgunderweinen. Vor 1913 gab es auch eine Filiale in der Deisterstraße 16, in Linden. Inhaber zu dieser Zeit war Gustav Nickels. |
1879-1985 Kesselfabrik Conrad Engelke in Limmer, danach Engelke technic GmbH
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Conrad Engelke gründete 1879 an der Kesselstraße 6, in Limmer seine Kesselfabrik. Der junge Conrad lernte bei der Hannoverschen Maschinenbau-Actien-Gesellschaft, später HANOMAG AG Kesselschmied. Seine Kesselfabrik stellte Asphaltiergeräte, und später Vulkanisierkessel für die 1899 gegründete Hannoversche Gummi-Kamm-Comp, heute Continental AG her. 1985 kam der Konkurs, und aus der Nachfolge Firma wurde die Engelke technic GmbH. |
1879 Handel und Werkstatt für Feinmechanik & Sanitätsbedarf von A. Muhlert
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Die Geschäftsräume der Firma Muhlert befanden sich in der Blumenauer Straße 1, im Haus zum Lindwurm am Schwarzen Bär. Ab 1933 wurde das Geschäft von der Blumenauer Straße in die Falkenstraße 9 verlegt. 1938 erhielt die Schaufensterfront eine moderne Lichtreklame und beiderseits der Schaufensterfront neue Schaukästen. In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 1943 wurde das Geschäft bei einem Bombenangriff total ausgebombt. In der Privatwohnung der Inhaber (Cuno und Therese Dörner, geb. Fahrenholz), in der Davenstedter Straße 42, I. Etage links wurde ein Notbetrieb mit Verkauf eingerichtet. A. Muhlert (Blumenauer Straße 1.) | 1930 A. Muhlert (Falkenstraße 9.) | 1936 1881 Teppichfabrik C. Roskamp & Dehmann Die Unternehmer C. Roskamp und Dehnmann aus Springe am Deister eröffneten in Linden ein Zweigwerk. |
1882 Neue Hannoversche Gummiwarenfabrik und Patent-Packungsfabrik Lennartz & Co, seit 1887 Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik, seit 1920 Mittelland Gummiwerke AG, seit 1929 Mittelland Gummi GmbH, danach HAGUMA - Hannoversche Gummiabsatzfabrik
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Die Gummiwarenfabrik wurde von Leonard Lennartz gegründet und ging nach seinem Tod in den Besitz seiner Familie über. Die Fabrik war eine technische Fabrik, die Stopfbuchsen, Verpackungen und Baumwoll-Treibriemen produzierte. Am 19. August 1887 erfolgte die Umwandlung in Hannoversche Actien Gummiwarenfabrik, vorm. Lennartz & Co (eingetragen am 7. September 1887), da man die Hannoversche Gummiwarenfabrik von Ernst Bremeyer übernahm. Die Fabrikgelände befand sich in der Stärkestraße 14-15. 1919 erwarb das Unternehmen ein gegenüberliegendes 24.000 qm großes Fabrikgrundstück. Am 13. März 1920 fand die Umwandlung in Mittelland Gummiwerke AG statt. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft saß unter anderem auch der britische Bankier und Zoologe Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild (1868–1937). Nun wurden auch Spielwaren produziert, und die Aktien wurden an der Hannoverschen Börse gehandelt. Das Verkaufsgeschäft wurde ab 1929 in die Mittelland Gummi GmbH in Hannover eingebracht. Von den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfasst, ging die Firma 1929 in Konkurs. Am 17. August 1929 beschlossen die Gesellschafter, die Liquidation der Gesellschaft in Berlin. Bemühungen um die Verwertung der Immobilien blieben bis ins Jahr 1932 ohne Erfolg. Als HAGUMA, Hannoversche Gummiabsatzfabrik, lebte das Unternehmen, Mitte der dreißiger Jahre noch einmal auf.
Mittelland Gummiwerke AG | 31.12.1921 HAGUMA - Hannoversche Gummifabrik | 04.09.1947 Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in den Räumen der Mittellandwerke ein Zivilarbeiterlager. Ab 1944 mussten Zwangsarbeiter aus Holland und der Sowjetunion für die Kriegsproduktion arbeiten. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) wird das Lager 1949 mit 114 Insassen aufgeführt. An der Südseite der Fabrik verlief die Gummistraße. 1950 wurde die Gummistraße nach dem Widerstandskämpfer Wilhelm Bluhm (1898-1942) benannt; ein Teil davon trägt heute den Namen des Arbeiterfotografen Walter Ballhause (1911-1991). Die alten Werksanlagen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. An ihrer steht heute, am Ihme-Ufer das in den 1970er Jahren erbaute Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt. Geblieben ist nur ein Gebäude aus den Anfängen der Gummifabrik von Otto Köhsel (siehe: Gummiwaren-Fabrik Otto Köhsel gegr. 1870) aus dem Jahr 1870 - die Verwaltung befand sich einst in dem Fachwerkgebäude, in dem heute der Kinderladen Stärkestraße zu Hause ist. |
1882 Saline Georgenhall
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Die Saline Georgenhall, ein weiteres Lindener Salzwerk, gegründet von Georg Garben der bereits in Göttingen die Saline Luisenhall betrieb, befand sich an der Davenstedter Straße 80 und 199. 1882 Herrenkleider und Uniformfabrik Robert Meier Die Fabrik befand sich in der Georgstraße 4, in Hannover. Die Lindener Filiale war in der Limmerstraße 18, in Linden-Nord. |
1883 Fleischerwäsche-Fabrik Victor Buchholz
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1883 gründete Victor Buchholz in der Nikolaistraße 2, in Hannover ein Unternehmen für Fleischerwäsche. Am 1. April 1906 verkaufte er seine Firma an den Kaufmann Heinrich Höhne. Neuer Standort der Fabrik war dann ab 1908 die Artilleriestraße 28. Nachdem die Fabrikgebäude in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 1943 durch Bombenangriffe zerstört wurden, zog man in die Limmerstraße 61, in Linden. Im April 1945 wurde das Geschäft vollständig ausgeplündert. Hans Höhne, der Sohn Heinrich Höhnes baute die Firma 1948 in Linden wieder auf. Schon 1949 konnte eine Vollständige Kollektion vorgelegt werden. |
1883 Ofenfabrik Georg Vaupel, danach Hermann Heine In der Fössestraße 73 befand sich die Ofenfabrik Vaupel. Die Jahresproduktion betrug 1500 Kachelöfen. Vor 1934 wurde der Betrieb von Hermann Heine aus Limmer übernommen. 1883 Lindener-Zeitung Im Jahr 1883 wurde die Lindener Zeitung
gegründet, ab 1910 bis 1919 umbenannt in Lindener Lokal
Anzeiger. 1884 Aktien Zuckerfabrik
Linden Die Aktien Zuckerfabrik Linden befand sich im Schlorumsweg 18, am Bahnhof Fischerhof. |
Gruß von der Zuckerfabrik Hannover-Linden (Schlorumpfsweg 18) | 18.11.1910 |
1884 Hannoversche Coutschouk- Guttapercha- und Telegraphen Werke in Linden bei Hannover, seit 1897 Vereinigte Gummiwarenwerke Fabriken Hannover-Harburg-Wien
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Das Unternehmen wurde auf dem Grünstück der ehemaligen Stärkefabrik Paulmann (1848) / Ehlermann & Kuhlmann (1850) in der Stärkestraße errichtet. Die Hannoverschen Caoutchouc-, Guttapercha- und Telegraphen-Werke hatten bis zu ihrer Schließung zwei Rohstoffe verarbeitet: Kautschuk, der damals nur in natürlicher Form erhältlich war, und Guttapercha, den eingedickten Milchsaft einer Baumart aus Südostasien. 650 Arbeiter waren in der Firma beschäftigt. Den Ziegelbau an der Ihme verließen Dichtungen für Maschinen, Treibriemen, Fahrradreifen, Betteinlagen, Eisbeutel, Zerstäuber für Insektenpulver und andere Dinge, die in der Industrie, Krankenpflege und im Haushalt gebraucht wurden. Der wichtigste Produktionszweig waren aber Kabel für das Telegraphenwesen und die zunehmende Zahl elektrischer Leitungen und Telefone. 1897 ging das Unternehmen an die Vereinigte Gummiwarenwerke Fabriken Hannover-Harburg-Wien mit Sitz in Harburg und Wien über. Als im Ersten Weltkrieg die Einfuhr von Naturkautschuk problematisch wurde, schloss das Unternehmen 1917 das Werk in Linden. |
1884-1935 Chemische Fabrik Königswarter & Ebell Linden vor Hannover
Gegründet wurde die Chemische Fabrik durch Dr. phil. Paul Ebell und dem jüdischen Bankier und Generalkonsul Dr. jur. Baron Julius von Königswarter. Baron Königswarter stammte aus Frankfurt am Main. Man stellte alle Arten von Chemikalien her. Abnehmer waren Färbereien und Druckereien. Im Jahr 1935 wird das Unternehmen von der Varta AG übernommen und der neu gegründete Standort Hagen, in Westf. wird zur Produktion von Nickelverbindungen genutzt. Die Chemische Fabrik Königswarter & Ebell - Linden vor Hannover stand in der Gummistraße 10, heute Walter-Ballhause-Straße. Heute besteht die Königswarter & Ebell Chemische Fabrik GmbH noch in Hagen. |
Königswarter & Ebel Chemische Fabrik | 09.03.1910 |
1885 Haushalts-Verein, Konsum-Verein und Rabatt-Spar-Verein Linden
Der Haushalts-Verein Linden, auch Konsum-Verein oder Rabatt-Spar-Verein Linden genannt, war ein 1885 gegründeter, eingetragener Verein. Am 1. Oktober 1885 wurde die Geschäftsstelle 2 an der Elisenstraße eröffnet. Es gab Filialen im Haus Charlottenstraße 5 (Verkaufsstelle 5), Deisterstraße 5 und an der Davenstedter Straße 8. Im Jahr 1900 kaufte das genossenschaftliche Unternehmen die Grundstücke 19 und 20 in der Kochstraße. Die Geschäftsstelle 2 in der Elisenstraße wurde daraufhin aufgegeben und in die Kochstraße verlegt. Die Verkaufsstellen führten Kolonialwaren, Manufakturwaren, Fußmatten, Besen, Glas- und Porzellanwaren.
Haushalts-Verein Linden Verkaufsstelle 5. (Charlottenstraße 5.) |
Haushalts-Verein Linden | 24.02.1910 |
Am 18. Juni 1900 trat das Warenhausgesetz in Kraft. In Preußen hatten entsprechend dem preußischen Warenhausgesetz vom 18. Juni 1900 alle Handelsunternehmen, die mehr als zwei von vier willkürlich bestimmten Warengruppen anboten und über 400 000 RM umsetzten, eine nach Umsatz gestaffelte Zusatzsteuer zu entrichten. Um sich die durch das Gesetz entstandenen hohen Steuern zu sparen, verkaufte der Rabatt-Verein ab 1901 keine Bedarfsartikel mehr. Es wurden nur noch Kolonialwaren angeboten. Der Verkauf an Nichtmitglieder war laut Genossenschaftsgesetz von 1897 bei hoher Strafe verboten. Nur die organisierten Konsumenten konnten in den Geschäften günstiger einkaufen. Die Mitglieder des Haushaltsvereins erhielten auf ihren Einkauf am Jahresende eine Dividende von 3 %. Später verteuerten sich die Waren so sehr das die Kunden ausblieben.
1886 Spezialgeschäft für christliche Kunst und Literatur Peter Kleineberg
Am 1. April 1896 gründete Peter Kleineberg im Eckhaus Posthornstraße 10 a., Ecke Weberstraße eine Buch, Kunst, und Papierhandlung. Sein Sohn Nikolaus-Peter Kleineberg erweiterte die Geschäftsräume. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Werkstätten und Lagerräume völlig zerstört. 1949 wurde eine Filiale in der Osterstraße 11 und in der Voßstraße 39 eröffnet. |
1886 Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag)
Fritz Hurtzig (1825-1897) gründete an der Blumenauer Straße 14-16 die Hannoversche Brotwarenfabrik AG (Habag). Hurtzig war der erste Präsident der Industrie- und Handelskammer. Die Hannoversche Brotwarenfabrik AG war die erste Fabrik, die es sich zur Aufgabe machte, die Herstellung von Roggenbrot mit Maschinen zu betreiben. Die Brotfabrik war mit einer modernen Dampfmühle ausgestattet. In die Dampfmühle waren alle Hilfsgeräte, zum Beispiel Reinigungsmaschinen, eingebaut. Nach der Übernahme durch Franz Harry 1929 ging später die Harry’s Brotfabrik aus diesem Unternehmen hervor. Während des Zweiten Weltkriegs wurden einige KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Hannover-Limner, einem Außenlager des KZ-Neuengamme bei Hamburg, zur Produktion in der Harry-Habag-Brotfabrik beschäftigt. |
HABAG Werke AG | 25.01.1917 |
1888 Carl Ahrend, Brennstoffe für Industrie- und Hausbrand, später Karl Ahrend KG
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1888 wurde die Firma von Carl Ahrend in der Deisterstraße gegründet. Carl Ahrend und sein Vater Friedrich betrieben das Kohlengeschäft, während die Schwiegertochter Christine Ahrend ein Kolonialwarengeschäft leitete. 1902 kaufte Carl ein Grundstück in der Wittekindstraße 11 und die Firma zog um. In den neuen Geschäftsräumen wurde ein Ladengeschäft für Brennstoff- und Kohlenhandel eröffnet. 1913 verstarb Vater Friedrich und Carl führte den Betrieb allein weiter. 1922 übernahmen dann Carls Sohn Karl und dessen Frau Emmy Ahrend die Geschäfte. 1927 wurde ein Lagerplatz mit Gleisanschluss am Bahnhof-Fischerhof (heute: Hannover-Linden/Fischerhof) gepachtet. Nach dem 50jährigen Jubiläum des Kolonialwarengeschäfts wurde es im Sommer 1939 geschlossen. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in den Räumen der Firma Ahrend ein Zwangsarbeiterlager. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) im Jahre 1949 wird das Lager mit 200 Insassen aufgeführt. 1948 wurde die Firma eine Kommanditgesellschaft (KG). |
1888-1960 Asphaltfabrik und Teerdestillation Schliemann & Co AG
Schliemann & Co. AG - Asphaltfabrik u. Teerdestillation |
Die Firma Schliemann & Co. AG - Asphaltfabrik und Teerdestillation hatte Ihren Sitz im Schlorumsweg 4, zog aber später in die Mars la Tour Straße 8. Der Ingenieur Karl Schliemann (1855-1922) betrieb zunächst im Schlorumsweg die Herstellung von Kitten und Bauten- schutzmitteln. Nach 1890 begann man auch mit der Herstellung von Stampfasphalt. Schliemann meldete mehrere Patente im Bereich Straßen- und Bodenbelag an. Die Betriebsräume wurden 1943 und 1945 zweimal zerstört, nach Kriegsende wurde auf wechselnden Grundstücken weiter gearbeitet. Im Jahr 1960 wurde die Firma Schliemann & Co. AG nach Konkurs geschlossen. |
1888 Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels
Die Smyrna Teppichfabrik AG Erblich & Michels war auf die Fabrikation von Teppichen und verwandten Artikeln spezialisiert. Haupterzeugnisse: Mechanische Smyrna-Teppiche, Läufer, Doppelteppiche und Tournayteppiche.
1888 Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik von C. Gerhardy
Die Flachglasgroßhandlung und Kittfabrik befand sich in der Deisterstraße 21, später dann Deisterstraße 31.
1888 Kathr. Meyer Dachdeckerarbeiten
Die Dachdeckerei Meyer war in der Kaplanstraße 11.

Werbeanzeige von Kathr. Meyer | 1941
1888 Sattlerei Heinemann
Die Sattlerei von Willi Heinemann befand sich in der Deisterstraße 31 und 36
1888-1978 Kaiser-Brauerei in Ricklingen
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Die Gründung der Kaiser-Brauerei in Ricklingen erfolgte am 21. Juni 1888 auf Initiative des einflussreichen, Ricklinger Gemeindevorstehers Conrad Friedrich Schnabel, der mit einigen Gesellschaftern 600.000 Mark aufbrachte und dann das Brauereigebäude auf einem Grundstück in der Nähe des Fischerbahnhofs (Ricklinger Stadtweg 150) errichtete. Produziert wurden Unter- und obergärige Biere, ferner Eis, sowie Nebenprodukte für die eigene Verwertung und den Verkauf. Gearbeitet wurde mit einer Dampfmaschine der Maschinenfabrik Augsburg AG, es war eine liegende Einzylinderdampfmaschine mit einer Ventilsteuerung, sie hatte 60-90 PS, und einen Zylinderdurchmesser von 400 mm. 1921 wurde das Stammkapital um 300.000 Mark erhöht und laut Hauptversammlung vom 15. November 1924 erfolgte die Umstellung des Kapitals von 900.000 Mark in gleicher Höhe auf Reichsmark. Die Kaiser-Brauerei wurde 1970 von der Feldschlösschen Brauerei Braunschweig aufgekauft und 1978 geschlossen. Heute befindet sich hier das Kaiser-Sport-Center. |
1889/90 Maschinenfabrik Gebr. Körting AG
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Die Gebr. Körting AG wurde von den Brüdern Berthold und Ernst Körting (1842-1921) am 1. November 1871 gegründet. Man produzierte selbst entwickelte Injektoren und Dampfstrahlapparate. Im Jahr 1872 wurde aufgrund der sich ausweitenden Produktion eine Fabrik in der Celler Straße gebaut. Sie bestand aus zwei kleinen Betriebsgebäuden mit einer 12 PS starken Dampfmaschine. Es wurden 41 Arbeiter beschäftigt und 1874 lieferte das kleine Werk bereits 2.000 Strahlapparate aus. Ab 1889 erfolgte der Umzug in die Badenstedter Straße nach Linden. Dort gab es einen direkten Zugang zur Eisenbahnlinie, zum Bahnhof Küchengarten und ab dem Jahr 1894 führte auch die elektrische Straßenbahn an der Fabrik vorbei. Anfang der 1890er Jahre wurde auf einem dem Werk gegenüberliegenden Gelände der Grundstein für eine Arbeitersiedlung gelegt. Doppelhäuser wurden gebaut, und für jede Wohnung waren Stallungen und ein Garten- land von 800 qm vorgesehen. 1893 kam eine Schule für 120 Kinder hinzu. Die Siedlung wurde 1895 unter dem Namen „KÖRTINGSDORF" amtlich eingetragen. Heute erinnern nur noch zwei Siedlungshäuser und der Straßenname (Körtingsdorf) an die Arbeitersiedlung.
Gruss aus Körtingsdorf - Fabrik Grüsse aus dem Beamtenspeisehaus Körtingsdorf | 20.08.1908 Im Jahre 1904 trat durch Heirat die Familie Fusch in das Maschinenbau-Unternehmen ein. Am 11. August 1932 wird aus der Gebr. Körting AG, durch Umwandlung die Firma Körting-Heizung-Maschinen- und Apparate AG, mit einem Kapital von 50.000 Mark. Gründungsmitglied ist die Gebr. Körting AG im Vergleichsverfahren sowie die Unternehmer Dr. Ernst Wustandt, Carl Bütbw, Gustav Krause und Karl Spillner aus Hannover. Die Produktpalette wurde im Laufe des 20. Jhs. kontinuierlich angepasst, wobei die Kernkompetenz, die Strömungsapparate (Strahlpumpen, Düsen und Brenner), immer weiter verfeinert wurde. Die Motoren- und Turbinentechnik wurde zurückgefahren und aufgegeben. Heute ist die Firma Körting Hannover AG in fünfter Generation im Familienbesitz Körting/Fusch. Die Firma hat ihren Stammsitz in der Badenstedter Straße 56. |
1889 Leimfabrik Ferdinand Sichel (Sichelwerke), heute Henkel AG & Co. KGaA.
Der jüdische Malermeister und Dekorateur Ferdinand Sichel (1859-1930) entwickelte 1881 den ersten gebrauchsfertigen Tapetenkleister "Sichel-Malerleim M" und "Sichel-Tapetenkleister SK", auf chemischer Basis und machte damit den seit Jahrhunderten benutzten Knochenleim überflüssig. Im Jahr 1889 gründete er die Firma Sichel (Sichelwerke), die 1896/97 auf ein Grundstück in Limmer zog. Die Sichelwerke stehen heute noch an gleicher Stelle, am Limmerbrunnen. Anfang der 1920er Jahre übernahm Sichel die Herstellung von Dr. Friedrich Supfs Stärkeleime und Kleister in Trockenform. Die Sichelwerke waren lange Zeit Marktführer im Bereich der Pflanzenleime in nasser und trockener Form. 1931 wurde die Chemische Fabrik Mahler & Dr. Supf in Neubrandenburg übernommen, die 1933 nach Hannover verlegt wurde. Sichel entwickelte auch Verpackungs- und Etikettierklebstoffe. Unter den Nationalsozialisten musste die Familie Sichel nach England auswandern. Auf bitten der Erben wurden die Unternehmen durch Dr. Supf, um sie vor der Zwangsarisierung zu schützen übernommen. 1938 wurde die Firma in Sichel Werke AG umbenannt. 1962 wurde die Firma mit ihren ca. 630 Beschäftigten vom Persil-Henkel-Konzern übernommen. Heute nennt sich die Firma Henkel AG & Co. KGaA. |
Ferdinand Sichel - Kommandit-Gesellschaft (Pflanzenleimwerk - Südfeldstrasse 26.) | 06.08.1921 |
1889 Straßenbaufirma & Steinbruch Berneburg
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Am 1. April 1889 gründete Georg Berneburg die noch heute bestehende Straßenbaufirma. Der Sitz des Unternehmens befand sich im Haus Beethovenstraße 7, im so genannten Berneburg-Haus und später an der Davenstedter Straße 81. Georg Berneburg betrieb auch einige Steinbrüche. |
um 1890 Die Schwanenburg in Limmer
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Noch Baustelle!!! Der Kaufmann Johann Friedrich Andreas Geffers legte an der Leine einen Lustgarten an. Dazu ließ er das sumpfige Gebiet aufschütten und am Fösse-Fluß zwei Teiche ausheben. Nach Geffers Tod verpachteten die Erben um 1890 die Gartenanlage an den Wirt August Stein aus Hannover, der den Namen Schwanenburg erfand. Den restlichen Teil erhielt die 1895 gegründete Maschinenfabrik Jühnke & Lapp, die später zur Weidestraße verlegt wurde. August Stein führte 1887 vor der Schwanenburg das Restaurant Zum Uniongarten, des Union-Theaters, auch Sommer-Theater genannt, in der Maschstraße 12, in Hannover. Union-Theater - Gruss vom Uniongarten | 11.10.1897 Gruß von der Schwanenburg | 25.08.1897
Gruß von der Schwanenburg Limmer | 14.08.1903 Limmer - Schwanenburg | 05.07.1916 |
1890-1990 Bettfedernfabrik Werner & Ehlers
Die Firmengeschichte der Bettfedernfabrik Werner & Ehlers begann 1861 in der List. Der Kaufmann Theodor Wilhelm Werner (1835-1876) gründete die Firma für den Handel mit Bettfedern, bereits nach einem Jahr tat er sich mit dem Kaufmann Johannes Ehlers (1923-1867) zusammen. Zum Handel mit Bettfedern kam die Reinigung und Veredelung der Federn hinzu. Es wurden importierte Rohfedern mechanisch von Staub und von Schmutz gesäubert, nach Qualität sortiert und dann gedämpft. Ab 1875 übernahm Werners Neffe August Werner (1845–1916) die Fabrik. Unter seiner Leitung expandierte die Firma und führte die Nassreinigung ein. Für die neuen Waschmaschinen reichte das Gelände in der List (Kirchwenderstraße 6) nicht mehr aus, zudem wurden erhebliche Mengen an frisch Wasser benötigt. So wurde der Betrieb an das Ihme-Ufer, in die spätere Gummistraße 8-12 nach Linden verlegt. Die neue Fabrik nahm 1890 mit einer 120 PS Dampfmaschine die Produktion auf. 1914 wurde eine neue Dampfmaschine der Firma Gebr. Sulzer AG aus Winterthur, Schweiz gekauft. Die 700 PS starke Dampfmaschine war eine Tandem-Verbund-Gleichstromdampfmaschine, für Seiltrieb und hatte einen modernen automatischen Regler für die neue Zwischendampfentnahme. Von den Luftangriffen auf Hannover während des Zweiten Weltkriegs war Werner & Ehlers dreimal betroffen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 1941 trafen mehr als 30 Brandbomben die Fabrikgebäude. Der Schaden blieb jedoch gering. Am 8. und 9. Oktober 1943 wurde die Fabrik doch schwer getroffen, weitere Zerstörungen brachte ein Angriff am 18. Oktober 1943. Nur die Wasseraufbereitung, das Pförtnerhaus und das Kesselhaus mit dem Schornstein blieben erhalten. |
Blick von der Ihmebrücke | 11.03.1899 1948 verfügte man bereits wieder über 12 Sortiermaschinen und plante den Neubau von Expedition und Verwaltungs- gebäuden. Die Verwaltung und Warenannahme wurde 1948/49 fertiggestellt. 1954 wurde der Bau einer zweistöckigen Versand- und Lagerhalle realisiert. Die Lagerhalle steht heute ebenso wie das Kesselhaus mit Schornstein und die Fabrikmauer an der Leinaustraße, als Industriedenkmal unter Denkmalschutz. Mit dem Konkurs 1990 endete weitgehend unbeachtet eine 129-jährige Tradition der Federnveredelung in Hannover. Der Maschinenpark wurde an eine ungarische Firma verkauft. Seit 1991 befindet sich auf dem Gelände das Kulturzentrum FAUST e.V. |
1890 Creditverein Linden, ab 1906 Lindener Creditbank eGmbH, ab 1940 Lindener Volksbank eGmbH
Am 27. März 1890 gründeten 34 Lindener Bürger den Creditverein Linden eGmbH. Der Sitz des Creditvereins wurde die Privatwohnung des 1. Bankdirektors Adolf Schlüter an der Deisterstraße 74, Ecke Posthornstraße. Ab Ostern 1892 wurden die Geschäftsräume in das Gebäude der Eheleute Adolf Meyer an der Falkenstraße 9, am Lindener Marktplatz verlegt. Und ab dem Jahr 1898 in das Gebäude Deisterstraße 13, des Aufsichtsratsmitglied Carl Lange, dort bleibt die Bank bis Mitte 1914. Im Jahr 1906 beschließen die Mitglieder den Lindener Creditverein in Lindener Creditbank umzubenennen. Um einen weiteren Wechsel der Geschäftsräume zu verhindern, beschloss der Creditbank-Vorstand 1914, den Geschäftsbetrieb in ein eigenes neues Gebäude unterzubringen. Im Erdgeschoss des Gebäudes Minister-Stüve-Straße 18 bezog die Bank die modern eingerichteten und einbruchsicheren Geschäftsräume. In der Deisterstraße blieb die Spareinzahlungsstelle.
Lindener Creditbank e.G.m.b.H. Hannover | 24.01.1922 |
Posthornstraße - Deisterstraße 74 | 17.01.1921
Lindener Creditbank - Deisterstraße 13 | 1913 |
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Seit 1940 heißt die Lindener Creditbank nun Lindener Volksbank eGmbH. Während des zweiten Weltkriegs wird das Gebäude in der Minister-Stüve-Straße 18, größtenteils zerstört. 1954 beschließt die Bankverwaltung das Trümmergrundstück der Firma Friedrich Bähre (Holzverarbeitungsbetrieb) in der Minister-Stüve-Straße 22 zu kaufen und dort die neue Hauptgeschäftsstelle zu errichten. Nach Plänen des Architekten P. H. Tenge wird im Juli 1955 mit dem Bau begonnen und am 15. Mai 1956 findet die Einweihung statt. 1965 unterhält die Bank sieben Geschäftsstellen in und um Hannover, und feiert ihr 75 jähriges bestehen.
Lindener Volksbank e.G.m.b.H. Hannover | 10.05.1944 Lindener Volksbank eG. (Minister-Stüve-Straße) | 1965 Vor der Fusion mit der Hannoverschen Volksbank eG. 2003 zählte die Lindener Volksbank eG. 23 Standorte, 62.000 Kunden (davon 23.976 Mitglieder), 252 Mitarbeiter und hatte eine Bilanzsumme von 781 Mio. Euro. Die Geschäftsstelle der Lindener Volksbank eG. in der Minister-Stüve-Straße 22, heißt heute KompetenzCenter. |
1890 Bettfedernfabrik Thomazcik & Wengler
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Die Firma wurde von Richard Thomazcik und August Wengler schon im Jahr 1883 gegründet. 1890 wurde die neue Fabrik in der Deisterstraße 85 in Betrieb genommen. |
1890-1930 Celluloidwaren Fabrik von Dr. Paul Hunaeus
Die Celluloidwaren Fabrik von Dr. Paul Hunaeus (18 -1932) in der Leinaustraße stellte Spielwaren (Puppen), Fahrrad- sowie fotografische Artikel her. Das Unternehmen besaß auch eine eigene Feuerwehr. Dr. Paul Hunaeus meldete mehrere Patente an. Ab 1910 fungiert die Firma auch als Rohzelluloidlieferant. 1916 produzierte man Spielzeug, dass im Dunkeln leuchtete und seit 1921 Rasseln, Tiere und Stehauffiguren. Im Jahr 1925 übernahm Dr. Carl Scheu die Firmenleitung. 1929 stellte die Firma auch bemalte Puppen mit beweglichem Kopf und Armen (D.R.P.) her. 1930 fusionierte man mit der Rheinischen Gummi- und Celluloidfabrik (Schildkröt), in Mannheim-Neckarau 1890 Gewerbliche Fortbildungsschule 1890 gründet die Handwerksinnung der Stadt Linden eine Gewerbliche Fortbildungsschule. vor 1891 Kupferschmiede von Gottfried Link |
Gottfried Link - Kupferschmiedemstp. Hannover-Linden | 05.08.1891 |
1891 Maschinenfabrik Schütte & Pöppe, Fabrik hauswirtschaftlicher Maschinen Marke Hannovera
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Die Maschinenfabrik Schütte & Pöppe in der Davenstedter Straße 43 stellte hauswirtschaftliche Maschinen, Tafel und Briefwagen her, 1935 lautete der Firmenname Hannovera Waagen und Maschinen-Fabrik Schütte, Pöppe und Widewag GmbH. |
1891 Chemische Reinigung, Wäscherei und Färberei F. A. Stichweh
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Das Unternehmen wurde 1853 von Friedrich August Stichweh (1818-1886), einem gelernten Färber, als Färberei, Druckerei und französische Waschanstalt in Hannover gegründet. Die erste Filiale wurde 1866 eröffnet und existierte bis 1943. Um 1860 führte man außerdem die chemische Reinigung ein. 1891 wurde der Betrieb nach Limmer, an die Leine verlegt. Seit 1923 war Wilhelm Stichweh, ein Enkel des Unternehmensgründers Leiter der Firma. Ihm gelang es den Betrieb zu vergrößern. 1928 hatte die Firma 300 Mitarbeiter. Nach starken Schäden im Zweiten Weltkrieg, bei einem Flugzeugabsturz auf das Fabrikgelände starben 29 Mitarbeiter, wurde das Unternehmen erfolgreich wieder aufgebaut. Und bietet heute seine Dienste bundesweit an. |
1891 Schuhwarenfabrik Paulmann & Heers
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Am 1. Januar 1891 wurde die Schuhwarenfabrik von Wilhelm Paulmann und Herrmann Heers in der von Alten Allee 23. gegründet. Es wurden Herren- Damen und Kinderstiefel aus derbem Rindsleder hergestellt. Die Jahresproduktion betrug 40.000 Paar. Nach dem Tod Paulmanns führte Heers die Firma allein weiter. |
1892 Gebrüder Mehring - Baustoffe, Dachbedarf und Kohlen
Die Firma für Baustoffe und Dachbedarf befand sich in der Fössestraße 1. Am 19. März 1892 gründen Fritz und Walter Mehring ihre Firma. Die ersten Geschäftsräume waren in der Stephanusstraße auf dem Gelände der LAB - Lindener Aktienbrauerei. Danach wurde der stillgelegte Güter-Bahnhof Küchengarten von der Reichsbahn übernommen. Zum alten Stationsgebäude wurde ein neues Lagerhaus gebaut. 1935 wurde der Büroneubau abgeschlossen, da das Stationsgebäude nicht mehr ausreichte. Fritz Mehring starb 1919, Walter Mehring im Jahr 1943. Die Firma wurde dann von Günter Mehring, dem Sohn von Walter Mehring weitergeführt. 1892 Fortuna Apotheke Die Fortuna Apotheke von Apotheker Johannes Kerl befindet sich noch immer in der Deisterstraße 75. 1895 Maschinenfabrik Jühnke & Lapp in Limmer Die Maschinenfabrik befand sich auf dem Gelände der Schwanenburg. Später zog man in die Weidestraße um. |
Gebr. Mehring G.m.b.H. |
1896-1992 Wurstfabrik Fritz Ahrberg
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1896 eröffnet Fritz Ahrberg (1866-1959) in der Deisterstraße seine Fleischerei. Das Geschäft wurde bald zu klein für Fritz Ahrbergs unternehmerisches Geschick. 1912 entstand in der Deisterstraße 81-87 (zwischen Deisterkreisel, Charlotten- und Haspelmathstraße) die Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonservenfabrik Fritz Ahrberg. Die Firma entwickelte sich zur bedeutendsten Fleischwarenfabrik Deutschlands, mit mehreren Filialen in Linden, Hannover und der Region. |
Besonderes Interesse weckten die Dampfkochanlagen, die von der Firma Voß aus Hannover stammten. Die Dampfmaschine wurde von der Augsburg Maschinenfabrik AG geliefert. Es war eine Dampfmaschine des Typs C4c mit 120 PS und einem Kolbenhub von 740 mm, einem Zylinderdurchmesser von 340 mm und einem Dampfdruck von 7,5 bar. Auch die Ausstattung der Betriebsräume war sehr modern. Die Wände waren komplett mit weißen Fliesen verkleidet, die Arbeitstische aus weißem Marmor und der Fußboden aus Terrazzo.
Werbeanzeige von 1913 |
Fritz Ahberg Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonserven-Fabrik Hannover-Linden. Filialen in allen Stadtteilen. AHRBERGS Würstchen werden überall gelobt und mit Vorliebe gegessen.| 26.07.1913 |
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Es konnten jährlich 50.000 bis 60.000 Schweine in der Fabrik, verarbeitet werden. Geschlachtet wurde auf dem Fabrikgelände in der heutigen Ahrbergstraße, in Hannover-Linden jedoch nicht. In den Jahren 1914 bis 1924 wurde die Fabrik ständig erweitert und 1918 enstand das Ksselhaus. Mitte der 1920er Jahre beschäftigte die Firma mehr als 800 Mitarbeiter. Von den Folgen des Zweiten Weltkriegs, in dem ein Teil der Fabrikgebäude zerstört wurden, erholte sich die Firma schnell und erhöhte die Anzahl ihrer Filialen, die sich nun auch in anderen Städten Niedersachsens befanden, auf etwa 50. Die Produkte wurden aufgrund ihrer Qualität im gesamten Bundesgebiet verkauft. Auf dem Höhepunkt der Firmengeschichte waren über 1.200 Mitarbeiter im Unternehmen tätig. Nach dem Tod von Fritz Ahrberg 1959 geriet die Firma in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1991 an das saarländische Unternehmen Hans Höll Feine Fleisch- und Wurstwaren GmbH aus Saarbrücken verkauft. Unter dem Namen Fritz Ahrberg Handelsgesellschaft mbH firmiert noch ein eigenständiges Unternehmen in Hannover-Linden. 2001 übernahm die Landschlachterei Gramann GmbH aus Pattensen die Ahrbergrechte und verkauft unter dem Namen Ahrberg weltweit seine Produkte. Eine Straße neben dem ehemaligen Fabrikgelände wurde im Jahr 1975 in Ahrbergstraße umbenannt. Die Fabrikgebäude sind in ein Wohn- und Geschäftsviertel unter dem Namen Ahrbergviertel umgewandelt worden. |
1896 Gebr. Lautenbach Fuhr- und Bestattungsunternehmen
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Am 26. März 1896 wurde das Fuhr- und Bestattungsunternehmen Ferdinand Ringe, in der Fössestraße 53. gegründet. Der Inhaber Ringe führte den Betrieb bis 1936. Wilhelm und Heinrich Lautenbach, seine beiden Schwiegersöhne haben zwischenzeitlich in der Teichstraße 5 ein eigenes Fuhr- und Bestattungsunternehmen gegründet. Am 26. März 1936 übernahmen die beiden Schwiegersöhne die Firma von Fredinand Ringe. Später wurde das Geschäftsfeld noch um die Reisebussparte erweitert. Beim Blumenkorso 1953 erhielt das Unternehmen den dritten Preis für ihren Brautwagen. 1968 entsteht in der Göttinger Chaussee 173 ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus mit Büro- und Ausstellungsfläche für Beratungsgespräche sowie einem Betriebshof für die Fahrzeuge. Durch die Sanierung in Linden-Nord muss das Gründer- geschäft in der Fössestraße 1978 aufgegeben werden. Ein Wohn- und Geschäftshaus mit Zweigstelle in der Limmerstraße 74. tritt an dessen Stelle. Der Bereich Bestattungen wurde umfangreicher, sodass man sich ausschließlich darauf konzentrieren wollte. Der Omnibusbetrieb wird 1988 abgegeben. 1993 wird in der Badenstedter Straße 201 eine neue Filiale eröffnet. 1896 Eisen-Aktiengesellschaft Heinrich-August Schulte Die Verwaltung befand sich in der Arndstraße 15., das Lager in der Davenstedter Straße 136 in Linden. vor 1896 Margarine Fabrik Huber & Co. |
1896 Werkzeugmaschinenhandel Andreas Plum
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Die Werkzeugmaschinenhandlung mit großem Lager für Neu- und Gebrauchtgeräte befand sich am Bartweg 18 und an der Badenstedter Straße. Das Stammhaus der Firma Plum befand sich Berlin-Charlottenburg. |
1896 Bettfedernfabrik Rüdenberg - Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen.
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Die Rüdenbergs errichteten und betrieben ab dem Jahr 1896 eine Bettfedernfabrik (Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen), mit eigenen Niederlassungen in China, an der Wunstorfer Straße 18 in Limmer. In der Fabrik fanden 1916 etwa 60 Menschen Arbeit. Max Rüdenberg war Gründungsmitglied und gehörte als Schatzmeister zum Vorstand des Warteschulvereins-Limmer, der von 1904 bis 1906 das heutige Kinderheim Limmer baute, wo damals viele Kinder, während ihre Eltern als Binnenschiffer oder in den Fabriken arbeiteten, umsorgt wurden. Herr Rüdenberg war ab 1909 nach der Eingemeindung Limmers in die Stadt Linden bis Ende 1919 Limmers gewählter Bürgervertreter im Lindener Magistrat, und von 1920 bis 1925 Mitglied des Rates der Stadt Hannover. Mit anderen gründete er im Jahr 1916 die Kestnergesellschaft. Max Rüdenberg besaß eine wertvolle Sammlung “ostasiatischer Kunstgegenstände“. Die Rüdenbergs waren Juden. Anlass genug, dass sie ab 1933 angefeindet wurden, so dass ihre Kinder Ernst und Eva Rüdenberg 1936 und 1939 nach Kapstadt und England emigrierten. Die Eltern blieben jedoch in Hannover und wurden zum Verkauf ihres Vermögens (die Stadt Hannover kaufte am 21. Februar 1942 unter Wert das Grundstück der Schwanenburg in der Wunstorfer Straße 18) genötigt. Um trotzdem auf dem verbleibenden Restgrundstück wohnen bleiben zu können, baute Max Rüdenberg das Obergeschoss eines alten Sortier- und Lagerhauses zu einer 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon in der Wunstorfer Straße 16 a aus. Dieses Haus wurde im September 1941 zu einem der 15 Judenhäuser in Hannover deklariert. Im Dezember 1941 wurden 41 Bewohner des Hauses nach Riga deportiert. Mit Verfügung vom 1. Juli 1941 ging das gesamte Vermögen der Rüdenbergs in den Besitz des Deutschen Reiches über. Am 23. Juli 1942 werden die Rüdenbergs und weitere 22 Bewohner des Hauses Wunstorfer Straße 16 a. ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Max Rüdenberg stirbt am 26. September 1942 im Alter von 79 Jahren, Margarethe Rüdenberg stirbt am 29. November 1943 im Alter von 64 Jahren. Die Rüdenbergs starben wahrscheinlich an den Folgen der unzureichenden Ernährung und medizinischen Versorgung in Theresienstadt.
Am 13. November 2008 wurden zum Gedenken an die Eheleute Max und Margarethe Rüdenberg an der Wunstorfer Straße 16 a. in Hannover-Limmer zwei Stolpersteine verlegt. |
1896/98 Wagenfabrik Buschbaum & Holland, seit 1898 Hannoversche Waggonfabrik (HAWA)
Die in der Nähe des Bahnhofs Fischerhof gegründete Waggonfabrik von Buschbaum & Holland war einer der beiden Teilbetriebe, aus denen am 6. Februar 1898 die Hannoversche Holzverarbeitungs- und Waggonfabrik (HAWA) entstand. Der andere Teil war die 1857 umgewandelte Stellmacherei Oelschläger in die Wagenfabrik Oelschläger, in der Auestraße, am Ihme-Ufer. Dort wurden seit 1880 Omnibuswagen für die Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft (ABO) gebaut. Als 1891 die Hannoversche Straßenbahngesellschaft, später ÜSTRA einen Großauftrag zum Bau von 25 Pferdebahnwagen und später auch 18 Motorwagen (in Zusammenarbeit mit Siemens & Halske) in Auftrag gab, wurden die Produktions- stätten in der Auestraße zu klein. Außerdem brauchte man einen Direktanschluss an das moderne Schienennetz um Eisenbahnwaggons herstellen zu können. Als 1896 ein Großfeuer die Fabrikanlagen zerstörte, zog die HAWA auf ein neues Grundstück an der Göttinger Chaussee, am Bahnhof Fischerhof. Zum Gelände gehörte später sogar ein eigenes Flugfeld. Noch 1896 nahm man den Betrieb wieder auf. Die HAWA lieferte ihre Schienenfahrzeuge in die ganze Welt, zum Beispiel auch nach Brasilien, Honduras und Java. Insgesamt verließen ca. 45.000 Schienenfahrzeuge das Werk am Fischerbahnhof in Linden. Die Zahl der Arbeiter stieg von 300 im Jahr 1898 auf mehr als 3000 im Jahr 1918.
HAWA Hannoversche Waggonfabrik
Aktien-Gesellschaft Im Ersten Weltkrieg hat man bei der HAWA unter der Leitung von Dipl.-Ing. Hermann Dorner, der bis zum Jahr 1963 in Hannover wohnte auch Flugzeuge gebaut. Täglich wurden fünf Maschinen gefertigt. Ein Flugzeugtyp erhielt den Namen "Der schwarze Hannoveraner". Als die Fabrik erneut abbrannte, wurden 1914 neue Fabrikhallen vom Architekten Peter Behrens (1868-1940), der zu dieser Zeit einer der bedeutendsten Architekten in Deutschland war entworfen. |
Lindener Actien Brauerei (HAWA Bierwagen mit Bremse)
HAWA Hannoversche Waggonfabrik AG | 13.06.1918 Von 1919 bis 1923 war der Werksflughafen der HAWA am Tönniesberg der erste zivile Flughafen Hannovers. Nach dem Ersten Weltkrieg baute man auch Landmaschinen. Bekannt war die HAWA auch für ihren Betriebssport. In den Jahren 1921/22 war HAWA-Alexandria Vizemeister der Rugby Union in Deutschland. 1931 musste die HAWA in Folge der Weltwirtschaftskrise Insolvenz anmelden und wurde nur zwei Jahre später aufgelöst. Die 1927 gegründete Vereinigte Leichtmetall Werke GmbH (VLW) richtete in den ehemaligen HAWA-Werkshallen eine Leichtmetallgießerei ein. Die 110 m langen Fabrikhallen sind noch heute am Schlorumsweg erhalten. Auf dem ehemaligen Flugplatz befindet sich heute der Hannoversche Großmarkt. |
vor 1897 Erste Deutsche Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal
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Die Bauanstalt für Wäscherei-Einrichtungen von Karl Stute und Louis Blumenthal befand sich am Bahnhof Fischerhof, in Linden/Ricklingen. Karl Stute Wohnte in der Humboldstraße 30 und Louis Blumenthal in der Oeltzenstraße 2 a., in Hannover. Im Jahr 1903 wird der Firmensitz an der Göttinger Chaussee 31 (Verlängerung der Göttinger Straße) in Linden/Ricklingen aufgeführt. Ab 1911 wurde aus der Ersten Deutschen Bauanstalt für vollständige Wäscherei-Einrichtungen Stute & Blumenthal die Maschinenbauges. m.b.H. vormals Stute & Blumenthal an der Göttinger Chaussee 3. Ab 1928 gab es noch die Gebr. Stute Wäschereimaschinen Fabrik an der Hildesheimer Straße 173 in Hannover. |
1897 Maschinenfabrik und Werkzeughandel Wilhelm und Ernst Pieper
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Die 1897 gegründete Maschinen- und Werkzeughandlung war ein Spezialhandel für Maschinen in der Holzverarbeitung. Später wurden dann auch eigene Maschinen hergestellt und verkauft. Die Werkzeughandlung befand sich in der Deisterstraße 14. |
1898 Kolonialwarengeschäft Heinrich Tuschke, ab 1911 Sauerkrautfabrik Tuschke
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Heinrich Tuschke (1868-1935) eröffnete am 13. August 1898 am Kötnerholzweg 45 einen Kolonialwarenladen, verbunden mit einem Brikett- und Kohlenhandel. Er erweiterte ab 1911 den Betrieb noch um eine Heißmangel. 1918 richtete Tuschke für seine Sauerkrautproduktion einen Zweigbetrieb in der Nieschlagstraße 19 ein. Ab 1926 gab es noch einen weiteren Zweigbetrieb in Großgottern/Thüringen. Heinrich Tuschke war so erfolgreich mit seiner Sauerkrautfabrik, dass die Fabrik ab 1931 in die ehemalige Zelluloidfabrik in die Leinaustraße 9 umziehen musste. Die Sauerkrautfabrik in der Leinaustraße (Pfarrlandplatz) wurde mehrmals erweitert, modernisiert und umgebaut. Heinrich Tuschkes Fabrik bot als erste in Deutschland Sauerkraut und Delikatessgurken in 10 Literdosen an. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude schwer beschädigt.
Werbeanzeige von Heinrich Tuschke | 1941 In den 1950er und 1960er Jahren war Tuschke mit den Markenartikeln "Thüringer Stolz" Delikatessgurken und "Goldfasan" Sauerkraut eine der größten Sauerkonservenfabriken in Deutschland. Anfang 1970 wurde die Produktion in Hannover-Linden geschlossen. Heute werden in der 3. Generation Sauerkrautkonserven der Marke Goldfasan in Barsinghausen produziert. |
vor 1898 Christian Kühne's Restaurant, seit ca. 1902 Restaurant August Harste, 1914 Restaurant von August Tönnies, 1926 „Zum Lindener Stadion“, danach Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt
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Das Restaurant von Christian Kühne befand sich
bis etwa 1902 an der Badenstedter Straße 22 (heute Brauhofstraße
11).
Kühne's
Restaurant 1898 - heute
Rackebrandt
Gruss aus Linden-Hannover Die Eheleute Ferdinand und Marie Rackebrandt eröffneten am 1. Oktober 1910 in der Nieschlagstraße 28, ihre erste Gaststätte. Im Oktober 1926 erwarben sie das Gebäude in der Brauhofstraße 11, Ecke Badenstedter Straße und erweiterten das schon vorhandene Restaurant aus dem Jahr 1914 von August Tönnies, durch einen kleinen Anbau (Saal), um das Lokal mit der vorhandenen Kegelbahn zu verbinden. Der Ausschank für den Straßenverkauf an die Arbeiter der Hanomag AG wurde zugemauert und in der Nische ein reich geschnitzter Wandschrank, der auch heute noch die Tresenrückwand ziert, errichtet. Im Oktober 1943 wurden das Gebäude, der Saal und die Kegelbahn durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in den Räumen, da das Postamt und das Rathaus am Lindener Marktplatz völlig zerstört waren, vorübergehend eine Poststelle und das Standesamt untergebracht. Zu dieser Zeit hieß das Lokal „Zum Lindener Stadion“, Besitzer waren Heinz und Hilde Rackebrandt. Am 26. Oktober 1946 gründete sich hier der Bund Deutscher Philatelisten e.V. und im Jahr 1947 der Deutsche Allgemeine Sängerbund. 1950 fand die Urabstimmung der streikenden Bauarbeiter in der Gaststätte statt. Heute wird die Schank- und Speisewirtschaft H. Rackebrandt erfolgreich in der dritten Generation von Horst Donner geführt. |
1899 Sattler und Tapeziergeschäft August Lindhorst
Das Sattler- und Tapeziergeschäft von Sattlermeister August Lindhorst befand sich im Gebäude Deisterstraße 22, am 3. Oktober 1899 zog man in die Deisterstraße 53 um.
Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 13.10.1909 Bis 1935 gab es die Firma noch am selben Ort. Danach wurde aus dem Sattler- und Tapeziergeschäft Lindhorst der Damenfriseur-Salon Lindhorst (Lores Damensalon). 1899 Eisenbau Grote Die Firma befand sich in der Deisterstrße 57. |
Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst
Sattler und Tapeziergeschäft Lindhorst | 18.11.1910 |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Anzeigen / Belege / Postkarten / Text / Werbeanzeigen Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. * Stolpersteine erinnern an
Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
geworden sind. Das Buch der alten Firmen der Stadt
Hannover | Adolf Sponholz Verlag Hannover | 1954 |









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