Hannover-Limmer | Ev.-luth. St. Nikolai-Kirche | Limmer-Schleuse
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öffnen. Limmer ist dörflich geprägt (Limmer wird urkundlich erstmalig 1189 erwähnt) und liegt nordwestlich von Linden-Nord, zwischen dem Fluss Leine, dem Flüsschen Fösse und dem Stichkanal Hannover-Linden. Die Limmer Schleuse sichert die Verbindung des Lindener Hafens zum Mittellandkanal. Bekannt wurde Limmer gegen Ende des 18. Jhs. durch die Entdeckung der Schwefelquellen am Limmer-Holz. 1793 wird ein Badehaus mit 6. Bädern und einer Dusche errichtet, und am 1. Mai 1794 eröffnet. Zuvor hatte im Jahr 1779 der Botaniker Friedrich Ehrhart (1795-????) im Limmer-Holz die Schwefelquelle entdeckt. Der Badebetrieb im Limmerbrunnen wurde erst 1961 eingestellt. Am 1. April 1909 wurde das Dorf Limmer von der damaligen Stadt Linden eingemeindet und zusammen mit Linden dann 1920 ein Stadtteil von Hannover. Gruß von der Schwanenburg Limmer | 14.08.1903 Gruss aus Hannover-Limmer | 02.11.1957 Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich in den Jahren 1944/45 ein Arbeitslager des KZ-Neuengamme auf dem Contigelände in Limmer. Kurz vor Kriegsende wurden die Gefangenen, überwiegend Frauen, nach Bergen-Belsen deportiert. Seit 1987 erinnert am Stockhardtweg neben dem ehemaligen Contigelände ein Denkmal an diese Zeit. |
Ev.-luth. St. Nikolai-Kirche
Die 1223 erstmals genannte St. Nikolai-Kirche wurde im Jahr 1328 dem Kloster Marienwerder eingegliedert. Erst 1787 wurde begonnen das alte Gebäude durch die heutige Saalkirche zu ersetzen. Der bis 1791 errichtete Neubau der St.Nicolai-Kirche ist nach einer Planung von Georg Heinrich Brückmann (1746-1807) aus dem Jahre 1785 ausgeführt worden. Im Jahr 1898 wurde die Kirche durch den Anbau des Kirchturmes, des gewölbten Chores und der Sakristei erweitert. Die Bauleitung hatte der Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) Schüler Friedrich Jacob.
Partie an der Limmer Kirche - Der neue
Kanal |
Limmer b. Hannover - St. Nicolai-Kirche | 06.04.1916 In den Jahren 1685-1718 wirkte an der St. Nikolaikirche der durch seine derben niederdeutschen Predigten bekannte Pastor Jacobus Sackmann (1643-1718), der auch den Adel nicht verschonte. Ein Gedenkstein für den Prediger befindet sich heute vor der Nikolaikirche. |
Limmer-Schleuse
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Die Hafenschleuse in Limmer wurde im Rahmen des Mittellandkanalbaues und des davon abzweigenden Stichkanals Hannover-Linden (SKL) in den Jahren 1906 bis 1916 als Schachtschleuse in Massivbauweise gebaut. Die Schleuse hebt das Niveau des Stichkanals um 7,80 m auf die Höhe des Hafenbeckens von 58,1 m ü. NN, im Lindener Hafen. Im April 1916 erfolgte die Inbetriebnahme. Die Nutzbare Kammerlänge beträgt 85,00 m, lichte Kammerweite 10,00 m, Hubhöhe bei Normalwasserspiegellage 8,00 m. Es handelt sich bei der Hafenschleuse um eine Schachtschleuse mit seitlich angeordneten offenen Sparbecken. Die Sparbecken haben eine ca. 0,50 m dicke Tondichtung, die durch Betonplatten abgedeckt wird. Neben dem Unterhaupt befindet sich ein einstöckiges Pumpenhaus. Am Kanal in Limmer | 12.09.1916 Leine-Weser-Kanal. Blick von der Schleuse in Limmer Am Unterhaupt befindet sich eine Straßenbrücke, die gleichzeitig als Maske für das Untertor dient. Die Schleuse verfügt über ein Klapptor am Oberhaupt, ein Schlagtor am Unterhaupt, eine Zylinderschütze für die beidseitigen Sparbecken und Oberwassereinläufe und Rollkeilschütze in den Umläufen des Unterhauptes. Die Bausubstanz erfordert umfassende Instandsetzungsmaßnahmen, die unter laufendem Betrieb ausgeführt werden müssen, da es keinen weiteren wasserseitigen Zugang zum Lindener Hafen gibt. Im ersten Schritt wurde die Antriebstechnik erneuert, die eine Fernbedienung und Fernüberwachung von der Schleuse in Hannover-Anderten aus ermöglicht. Leine-Weser-Kanal. Partie bei Linden-Limmer | 01.08.1922 Hafenschleuse | 05.02.1931 |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Foto / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann sich gerne
beteiligen. Das LindenLimmerBuch | Jonny Peter | FAUST e.V.
und Netzwerk Lindener Kulturwerkstatt | Hannover 1998 |




