Liane Haid (1895-2000)
Liane Haid, eigentlich Juliane Haid wurde am 16. August 1895 in Wien/Österreich geboren. Sie war Schauspielerin und Sängerin. Liane Haid entstammte einer bayrischen Adelsfamilie und hieß mit Vornamen eigentlich Juliane; ihre Schwester Grit Haid (1900-1938) wurde ebenfalls Schauspielerin. Ihre Bühnenlaufbahn begann als Balletteuse am Theater. Sie genoss eine umfassende Gesangsausbildung, was ihr später sehr von Nutzen sein sollte. 1915 hatte sie ihr Filmdebüt bei Jakob Fleck (1881-1953). Schließlich wurde der Regisseur Richard Oswald (1880-1963) auf sie aufmerksam und bot ihr 1921 die Titelrolle im Stummfilm Lady Hamilton (1921) an. Nach einer weiteren Hauptrolle in Lukrezia Borgia (1922), sollte Liane Haid nach Hollywood gehen. Doch da sie inzwischen mit Baron Friedrich Haymerle (1881-1969), dem Sohn eines ehemaligen österreichischen Ministerpräsidenten verheiratet war, schlug sie dieses Angebot aus. Den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, der eine völlig andere Darstellungsweise erforderte, meisterte sie mit Bravour. Sie wurde von der Universum Film AG (Ufa) als eine der ersten Schauspielerinnen im neuen Medium Tonfilm eingesetzt. Sicherlich begünstigte sie auch der Umstand, dass sie eine Gesangsausbildung hatte und diese gleich für einige Lieder im Film nutzen konnte. In dem Streifen Das Lied ist aus (1930) sang sie den Schlager, der dann berühmt wurde: Adieu mein kleiner Gardeoffizier. Einer der bekanntesten Filme war Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen (1936). |
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Auch wegen der häufigen Trennungen durch ihren Beruf scheiterte 1937 auch ihre zweite Ehe mit dem Berliner Anwalt Hans Somborn (1904-1993). Doch als sie 1937 immer weniger Rollen angeboten bekam, heiratete sie den Schweizer Arzt Dr. Carl Spycher und begleitete ihn viele Jahre auf dessen Forschungsreisen durch die Tropen. Bedingt durch die Herrschaft der Nationalsozialisten, auch in Österreich, musste sie 1942 in die Schweiz fliehen. Nachdem sich Carl Spycher und Liane Haid nach 30 Jahren trennten, lebte sie bei ihrem Sohn, dem Jazzmusiker Pierre Spycher aus zweiter Ehe in Wabern bei Bern. Nach dem Krieg spielte Liane Haid nur noch in einem Film mit. Nach dem Krug zum Grünen Kranze (1953) beendete sie offiziell ihre Karriere. Im Jahre 1969 erhielt sie ob ihrer Verdienste für den deutschen Film das Filmband in Gold. Liane Haid starb im Alter von 105 Jahren am 28. November 2000 in Wabern. Ihr ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Dornbacher Friedhof in Wien. Im Jahr 2008 wurde in Wien Hernals (17. Bezirk) der Liane-Haid-Weg nach ihr benannt. |
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



