Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Konzentrationslager in Hannover
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Konzentrationslager (KZ) in Hannover

KZ Hannover-Ahlem | KZ Hannover-Limmer | KZ Hannover-Mühlenberg

Das Konzentrationslager Hannover-Ahlem, ein Außenlager des KZ-Neuengamme

Das KZ in Ahlem war ein Außenlager des KZ-Neuengamme und bestand vom 30. November 1944 bis 10. April 1945.

Dr. Weber von der Continental AG wurde im Mai 1944 vom Generalbevollmächtigten für Sonderfragen der chemischen Erzeugung beauftragt, Schutzmaßnahmen gegen Bombardierungen zu ergreifen. Die Continental AG hielt ein vorhandenes Stollensystem, in dem früher Asphalt in Hannover-Ahlem gewonnen wurde, für geeignet, doch die Genehmigung, die sie beantragt hatte, wurde nicht erteilt. Daher fehlte es an Arbeitskräften und Baumaterial zum Ausbau der Stollen. Am 30. November 1944 erreichte ein Vorauskommando von etwa 100 KZ-Häftlingen, der 1000 Häftlinge aus dem nahegelegenen KZ-Außenlager Hannover-Stöcken (Continental AG), das Lager Ahlem. Das Lager befand sich in der heutigen Petit-Couronne-Straße nahe der Ahlemer Höhe. Es folgten weitere Häftlinge aus dem Lager in Stöcken bis zu einer Mannschaftsstärke von 840 Häftlingen. Das neue Lager wurde mit Stacheldraht umzäunt. Es bestand aus fünf Gebäuden, zwei für die Unterkunft, eines sowohl für Unterkünfte und Küche, eines für die Wäscherei und Krankenrevier und ein weiteres für Toilette und Waschräume.

Die Häftlinge mussten im Zwei-Schichtsystem von jeweils 12 Stunden im Stollen mit Hacken und Schaufeln arbeiten. Bei etwa 10° Grad C Kälte und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit mussten die vorhandenen Gänge für die Maschinen erweitert werden. Dies waren extreme Bedingungen für körperliche Arbeit, denn es war kalt und nass und die Häftlinge litten zusätzlich unter den Misshandlungen des Schutzstaffel (SS) Lagerpersonals. Die schwere Arbeit und die Arbeitsbedingungen unter Tage führten zu einer hohen Todesrate. Innerhalb von 1 ½ Monaten war die Hälfte der jüdischen Lagerhäftlinge entweder tot oder nicht mehr arbeitsfähig. Das KZ in Hannover-Ahlem hatte die höchste Sterblichkeitsrate der sieben Konzentrationslager von Hannover.

Kommandoführer war der auch im Konzentrationslager Hannover-Stöcken eingesetzte SS-Hauptscharführer Otto Harder (1892-1956), ein ehemaliger Hamburger Fußballspieler. Disziplinarisch unterstand das Lagerpersonal dem Stützpunktleiter, SS-Hauptsturmführer Kurt Klebeck. Führer der 60 Mann starken Wachmannschaft war der SS-Oberscharführer Hans Harden. Des Weiteren war der SS-Rottenführer Wilhelm Damann gefürchtet, der als sehr brutal galt und an mehreren Häftlingsermordungen beteiligt war. Ebenso brutal war der Lagerälteste Hans Wexler. Am 25. März 1945 kamen nochmals weitere 340 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Hildesheim/Niedersachsen, das bereits aufgegeben war, zu den schon vorhandenen 750 KZ-Häftlingen dazu. Bereits am 5. April begannen im Lager die Vorbereitungen für den geplanten "Evakuierungsmarsch". Einen Tag später verließen 600 "marschfähige" Häftlinge zu Fuß das Lager und trafen am 8. April im Konzentrationslager Bergen-Belsen bei Celle/Niedersachsen ein. Die Schutzstaffel (SS) ließ 250 nicht marschfähige Häftlinge zurück. Eine unbekannte Zahl von Häftlingen wurde auf dem Weg ins Konzentrationslager Bergen-Belsen von begleitenden SS-Männern ermordet. Etwa 200 kranke Konzentrationslager-Häftlinge wurden am 10. April 1945 gegen ca. 03:00 Uhr am Morgen von US-amerikanischen Truppen (84. US-Infanterie-Division / Panzerjägerverband) in Hannover-Ahlem befreit.

Im April 1947 begann vor einem britischen Militärgericht in Hamburg, im Rahmen der Curiohaus-Prozesse der Prozess gegen das SS-Personal des Konzentrationslagers Hannover-Ahlem. Zum Tode durch den Strang verurteilt wurden SS-Rottenführer Wilhelm Damann und der SS-Wachmann Streit. Otto Harder wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Diese Haftstrafe wurde auf zehn Jahre abgesenkt und Otto Harder wurde bereits 1951 aus dem Gefängnis entlassen. Hans Harden wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. 1975/76 wurde der Prozess des Lagerältesten Hans Wexler angesetzt. Er wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt und verließ das Gefängnis 1982 aus gesundheitlichen Gründen.

Seit 1987 setzte sich der Arbeitskreis "Bürger gestalten ein Mahnmal" für eine würdige Gestaltung am Ort des Ahlemer Außenlagers ein. Dieses Bürgerprojekt wurde vom Kulturamt der Stadt Hannover in Zusammenarbeit mit weiteren öffentlichen Einrichtungen unterstützt.  Das etwa 150 m östlich des ehemaligen Lagergelände realisierte Mahnmal wurde am 4. Februar 1994 eingeweiht. Es symbolisiert den Eingang zum Stollen und ist an den beiden Seitenwänden mit zahlreichen Asphalttafeln versehen. Diese Tafeln wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises und weiteren Bürgerinnen und Bürgern jeweils individuell gestaltet. Dieses zu einem großen Teil selbst hergestellte Mahnmal wurde 2001 durch zwei Kupferstelen mit 299 Namen von Opfern des Konzentrationslager Hannover-Ahlem ergänzt. Eine Ausstellung zur Geschichte des Außenlagers Ahlem befindet sich in der 1987 eröffneten Mahn- und Gedenkstätte Ahlem. In einem Gebäude der Justus-von-Liebig-Schule (bis 1942 Israelitische Gartenbauschule Ahlem) wird über die Geschichte der Gartenbauschule und über deren Nutzung als zentrale Sammelstelle für Deportationen von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Hannover/Hildesheim informiert.

Das Konzentrationslager Hannover-Limmer, ein Außenlager des KZ-Neuengamme

Das KZ in Hannover-Limmer war ein Außenlager des KZ-Neuengamme und bestand von August 1944 bis April 1945.

In drei Holzbaracken waren Frauen, ausschließlich politische KZ-Häftlinge, untergebracht. Des Weiteren gab es einen Wasch- und Toilettenraum, Küche, Krankenrevier und einen Verwaltungsraum. Das Frauen-Konzentrationslager befand sich zwischen dem Continental Gummi-Werk und dem Dorf Limmer. Belegt war das Lager ab dem 31. August 1944 mit 500 Frauen vor allem aus Frankreich, Russland und aus anderen Ländern. Vermutlich im Dezember 1944 und Anfang Januar 1945 kamen aus den KZ-Außenlagern Salzgitter-Watenstedt/Leinde und dem KZ-Hannover-Langenhagen, nach der Zerstörung des dortigen Lagers weitere Frauen hinzu, sodass Ende März 1945 in dem für knapp 300 Personen ausgelegten Lager über 1000 Häftlinge gezählt wurden. Ein Teil von ihnen wurde zur Beseitigung von Bombentrümmern im Stadtgebiet von Hannover eingesetzt.

Die Frauen hatten im KZ-Hannover-Stöcken (Continental AG) im Zwei-Schichtsystem von jeweils 12 Stunden für die Produktion von Gasmasken zu arbeiten. Auf Initiative des Generalbevollmächtigten für den zivilen Gasschutz Brandt wurden ab Frühjahr 1944 zum Schutz der Zivilbevölkerung vor befürchteten Gasangriffen verstärkt Gasmasken produziert. Ein kleinerer Teil der KZ-Häftlinge war in den Brinker Eisenwerken zur Munitionsproduktion und in den Harry-Habag-Brotfabriken beschäftigt.

Für sechs Wochen übernahm ab März 1945 der SS-Hauptsturmführer Otto Thümmel die Lagerleitung; für die Bewachung im Lager waren SS-Aufseherinnen und außerhalb ehemalige Wehrmachtsangehörige zuständig. Unter den Aufseherinnen war Lina Hillebrecht besonders gefürchtet. Am 6. April 1945 wurde das Lager geräumt und die etwa 1000 marschfähigen Häftlinge zu Fuß in Richtung Norden befohlen. Lediglich diejenigen, die krank waren, blieben zurück und wurden am 10. April 1945 von der US-amerikanischen Armee (84. US-Infanterie-Division / Panzerjägerverband) befreit. Nach einem zweitägigen Marsch kamen die Häftlinge am Abend des 8. April im Konzentrationslager Bergen-Belsen bei Celle/Niedersachsen an, in dem diejenigen, die die Strapazen überlebt hatten, am 15. April 1945 von britischen Soldaten befreit wurden. Wie viele Frauen auf dem Marsch und in den folgenden Tagen in Bergen-Belsen ums Leben kamen, ist nicht bekannt.

Am 17. Mai 1987 wurden von der Landeshauptstadt Hannover zur Erinnerung an das Leid im KZ-Außenlager Hannover-Limmer eine neue Gedenktafel (Bronzetafel) und ein Gedenkstein an der Ecke Sackmannstraße und Stockhardtweg eingeweiht.

Gedenkstein-Inschrift:

AN DIESER STELLE BEFAND SICH VON JUNI 1944 BIS APRIL 1945 DAS KZ LIMMER, EIN AUSSENLAGER DES KONZENTRATIONSLAGERS NEUENGAMME VIELE HUNDERT FRAUEN - VOR ALLEM FRANZÖSISCHER, SOWJETISCHER UND POLNISCHER NATIONALITÄT - WURDEN HIER UNTER UNMENSCHLICHEN VERHÄLTNISSEN IN BARACKEN GEFANGENGEHALTEN UND VON DEN DAMALS VERANTWORTLICHEN ZUR KRIEGSPRODUKTION IM BENACHBARTEN CONTINENTAL-GUMMIWERK UND IN DEN BRINKER EISENWERKEN GEZWUNGEN HERVORZUHEBEN SIND DIE SOLIDARITÄT DER FRAUEN UNTEREINANDER, DIE ANTEILNAHME DER DEUTSCHEN ARBEITERINNEN UND DER MUTIGE WIDERSTAND GEGEN UNERTRÄGLICHE PRÄMIEN- UND ARBEITSBEDINGUNGEN KURZ VOR KRIEGSENDE WURDEN DIE FRAUEN ZUSAMMEN MIT HÄFTLINGEN ANS ANDEREN HANNOVERSCHEN KONZENTRATIONSLAGERN NACH BERGEN-BELSEN GETRIEBEN DAS SCHICKSAL DER MEISTEN BLIEB UNGEKLÄRT

In einem Antrag aus dem Jahr 2004 wurde der Bezirksrat Linden-Limmer aufgefordert, eine Gedenkstätte auf dem ehemaligen Arbeitslagergelände zu errichten. 2008 bildete sich ein Arbeitskreis, der Initiativen zur Errichtung der Gedenkstätte verfolgt. Das Ziel des Arbeitskreis "EIN MAHNMAL FÜR DAS FRAUEN-KZ IN LIMMER" ist die Errichtung eines Gedenkortes für das ehemalige Frauen-Konzentrationslager der Continental AG, verbunden mit einem Informations- und Dokumentationsstandort.

Am 10. April 2015 wurde während einer Gedenkveranstaltung für die Gefangenen des Frauen-Konzentrationslager der Continental AG in Hannover-Limmer eine Informationstafel am Gedenkstein Stockhardtweg der Öffentlichkeit übergeben.

Auf der Internet-Seite www.kz-limmer.de finden Sie einen ersten Überblick zur Geschichte des Konzentrationslagers, Informationen zum Arbeitskreis sowie zahlreiche Literaturhinweise und Links zum Weiterlesen.

Das Konzentrationslager Hannover-Mühlenberg, ein Außenlager des KZ-Neuengamme

Das Konzentrationslager Hannover-Mühlenberg wurde vom 3. Februar 1945 als Außenlager des KZ-Neuengamme errichtet und zwei Monate bis zur Räumung am 6. April 1945 betrieben. Es lag an der Landstraße nach Hameln, der heutigen B 217, auf gleicher Höhe wie der noch junge Stadtteil Hannover-Oberricklingen. Das Lager beherbergte über 3000 Menschen.

Die Häftlinge kamen aus dem vor der Roten Armee (Sowjetische Armee) geräumten Außenlager im heutigen Siemianowice Śląskie (Laurahütte) in Polen, einem Außenlager des Konzentrationslagers Auschwitz-Monowitz in Polen, wo sie für die Hannoverschen Maschinenbau AG (HANOMAG AG) zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Die überwiegend polnischen und ungarischen Juden mussten in zwei angemieteten Werkshallen vermutlich für die Rheinmetall-Borsig AG in der Produktion von 12,8 cm-Flakgeschützen arbeiten. Ein direkter Arbeitseinsatz für die HANOMAG AG ist bis heute nicht eindeutig belegt.

Bereits auf der sechstägigen Fahrt von Siemianowice Śląskie (Laurahütte) nach Hannover-Mühlenberg waren vermutlich 134 Häftlinge gestorben. Nach ihrer Ankunft im Lager Mühlenberg richteten die 500 KZ-Gefangenen in vierzehn Tagen die zuvor von Zwangsarbeitern genutzten Baracken her. Oft bereits körperlich sehr schwach, mussten die KZ-Häftlinge nach der Fertigstellung der Baracken sofort Schwerstarbeit in zwei Schichten von 12 Stunden verrichten. Die Todesrate lag bei fünf bis zehn Toten am Tag. Die meisten davon wurden auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover vergraben. Aber nicht alle wurden auf dem Friedhof bestattet. Zwei Häftlinge, die kurz nach der Ankunft im Lager verstorben waren, sind nicht weit von der Wettberger Mühle einfach in der Erde verscharrt worden. Um der Masse der Leichen dennoch herr zu werden, wurden die Toten gestapelt und in der Leichenhalle des Lagers zwischengelagert. Als der Transport zum Friedhof nicht mehr funktionierte wurden die Leichen in Gruben auf dem Lagergelände verscharrt. Es wurden auch Bombentrichter um das Lager herum genutzt.

Das Lager bestand aus insgesamt 40 Holz- und Steinbaracken, wobei das Konzentrationslager den nördlichen Abschluss des gesamten Lagers bildete. Das Konzentrationslager bestand aus zehn leicht gebauten Blöcken, die alle von einem Drahtzaun umgeben waren. Sie standen alle hintereinander parallel zur Hamelner Chaussee. Ihre Giebelseiten ließen nur schmale Zwischenräume bis zum Zaun zu, zwischen den einzelnen Blöcken gab es Freiflächen. Der Stacheldrahtzaun umgab nur den Häftlingsbereich. Die erste Baracke in der SS-Leute und Marinesoldaten untergebracht waren, lag außerhalb der Umzäunung. Ein Wachhaus befand sich am Eingang des Lagers, und an der Nordseite standen Wachtürme. Das benachbarte Arbeiterlager war durch einen Korridor abgetrennt, in dem die Wachmannschaften patrouillierten. Kommandoführer war der SS-Oberscharführer Walter Quakernack (1907-1946), zuvor Leiter des Außenlagers Siemianowice Śląskie (Laurahütte) und eine 11 Mann starke SS-Wachmannschaft, sowie 40 Marinesoldaten unter Führung des Obermaats Ehrhardt Adamcyk (?-1946).

Nach Kriegsende wurde der Obermaats Ehrhardt Adamcyk von einem britischen Militärgericht im zweiten Bergen-Belsen Prozess für seine Taten in beiden Konzentrationslagern zum Tode durch den Strang verurteilt und am 11. Oktober 1946 im Gefängnis Hameln hingerichtet. Der im Konzentrationslager beschäftigte SS-Rottenführer F. W. Rex wurde 1981 vom Landgericht Hannover zu sechs Jahren Haft verurteilt, die er aus gesundheitlichen Gründen aber nicht antreten musste.

Das Lager wurde am 6. April 1945 geräumt. Die KZ-Häftlinge traten den "Evakuierungsmarsch" ins Konzentrationslager Bergen-Belsen an, das sie am 8. April erreichten. Zahlreiche Häftlinge, die auf dem Weg vor Schwäche zusammenbrachen, wurden erschossen. Etwa 100 kranke und nicht mehr "marschfähige" KZ-Häftlinge blieben zunächst im Lager zurück. Etwa 50 von ihnen fielen Erschießungen zum Opfer, bevor die letzten Häftlinge mit einem Lkw ins Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht wurden. Die dort überlebenden Häftlinge wurden am 15. April 1945 von britischen Soldaten befreit. Die Baracken auf dem Lagergelände wurden bis zu ihrem Abriss 1960 als Wohnraum mit Flüchtlingen im völlig zerstörten Hannover belegt.

Am 25. Mai 1978 errichtete die Stadt Hannover auf dem Gelände des früheren KZ-Außenlagers Mühlenberg einen Gedenkstein. Seit 1982 befindet sich dessen Platte mit einer Inschrift im Eingangsbereich der Ev.-luth. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche.

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Text

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Fidele Dörp | www.fidele-doerp.de
Arbeitskreis Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer | www.kz-limmer.de
KZ-Gedenkstätte Neuengamme | www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de
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