Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Karstadt Hannover | Stadttöchterschule
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Karstadt in Hannover | Stadttöchterschule

Der Kaufhausunternehmer Rudolph Karstadt (1856-1944) eröffnete am 14. Mai 1881 sein erstes Ladengeschäft in Wismar/Mecklenburg-Vorpommern, aus dem die spätere Karstadt Warenhaus GmbH hervorging. Er kaufte 1903 das ehemalige Gebäude der Hannoverschen Bank, die zuvor in einen Neubau an den Georgsplatz umgezogen war.

Die Firma ließ das alte Bankgebäude an der Georgstraße Ecke Schillerstraße abreißen und an dessen Stelle durch die Architekten Rudolf Schröder (1874-1929) und Rudolf Friedrichs die 25. Karstadtfiliale errichten. Das Warenaus eröffnete 1906.

Nach dem Ersten Weltkrieg 1918 wurde das Warenhaus von Eduard Bormaß an der Großen Packhof- Ecke Heiligerstraße übernommen. Später fusionierte die Rudolf Karstadt AG 1929 mit der Berliner Aktiengesellschaft Lindemann & Co. AG (Lico).

Schiller- u. Georgstrasse | 27.11.1916

Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurden bei Luftangriffen 1943 die beide hannoverschen Karstadthäuser durch Bombentreffer völlig zerstört. Nach dem Krieg wurde zunächst 1953/54 das Warenhaus an der Georgstraße 23. nach einem Entwurf des Architekten Christian Engler, er gehörte der Bauabteilung der Rudolph Karstadt AG an, wieder errichtet.

Ab Mitte der 1970er-Jahre expandierte man aufgrund fehlender Erweiterungsmöglichkeiten im Hauptgebäude, indem man Spezialkaufhäuser an anderen Standorten errichtete. Seit 1978: Heim & Technik im Haus Große Packhofstraße 43., seit 1979: Sport & Hobby im Haus Große Packhofstraße 31.-33. und seit 1995: Karstadt Bettenhaus an der Schillerstraße 32.

Karstadt-Haus | 18.10.1960

Karstadt - Hannover | 01.11.1969

Am 9. Juni 2009 musste die Rudolf Karstadt AG nach mehr als 128 Jahren Insolvenz anmelden. Das Karstadt Bettenhaus wurde 2008 geschlossen und das Karstadt Sporthaus wechselte im Januar 2010 den Eigentümer. Die Immobilie wurde durch eine Unternehmensgruppe erworben. Am 13. März 2010 schloss das Heim- und Technikhaus in der Bahnhofstraße.

Töchterschule | Stadttöchterschule

Die Töchterschule und spätere Stadttöchterschule wurde 1802 in einem großen Gebäude an der Köbelingerstraße 60., Ecke Bullenstraße (seitdem wurde die Bullenstraße in Schulstraße unbenannt) in der Hannover-Altstadt, gegründet.

Die Schule war anfänglich für Töchter von Angestellten des Hofstaates in Hannover vorgesehen und wurde am 11. April 1853 in Höhere Stadttöchterschule umbenannt und von der Stadt Hannover übernommen. Vom 19. bis 21. April 1854 zog die Schule in das Fachwerkhaus am Aegidientorplatz 2., in der Hannover-Südstadt um. Es gab nun acht Schulklassen mit 234 Schülerinnen. Die Schule blieb dort bis zum Herbst 1867.

Aufgrund der wachsenden Anzahl von Schülerinnen wurde 1865/66 ein neues Schulgebäude am Aegidiendamm 4/6., Ecke Hildesheimer Straße, in der Hannover-Südstadt errichtet. Am 15. Oktober 1867 wurde das neue Schulgebäude eingeweiht. Es wurde dann 1872 durch den Anbau von zwei Seitenflügeln erweitert und 1895/96 eine Doppelturnhalle als letzter Anbau fertiggestellt. Die Höhere Stadttöchterschule wurde 1879 in Höhere Stadttöchterschule I, später dann Lyzeum I umbenannt.

Hildesheimerstrasse mit Stadttöchterschule I
(Aegidiendamm 4/6) | 22.11.1905

Die Schule zog 1908 nochmals in einen Neubau in die Langensalzastraße, nicht weit vom Aegidiendamm entfernt um, und hieß nun Höhere Töchterschule I  - Lehrerinnenbildungsanstalt und Elisabethschule. Die Lehrerin (Rektorin), Autorin, Herausgeberin und spätere Ministerialrätin Anna Mosolf (1895-1974) war von 1912 bis 1916 Schülerin der Höheren Stadttöchterschule I.

Seit 1923 war der Schule ein Kindergärtnerinnen- und  Hortnerinnenseminar angegliedert. Hier konnten sich junge Frauen zu Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen ausbilden lassen. Die Mädchenschule wurde 1928 in eine Mittelschule umgewandelt, durfte sich aber weiter Stadttöchterschule nennen. Die Schule wurde 1929 in Deutsche Oberschule für Mädchen umbenannt.

Die Direktoren der Stadttöchterschule I
zu Hannover von 1851 an

Höhere Töchterschule I (Langensalzastraße) | 31.01.1914

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Geschichte der Stadt Hannover I/II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
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Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
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