Käthe von Nagy (1904-1973)
Käthe von Nagy, eigentlich Ekaterina Nagy von Cziser wurde am 4. April 1904 in Szabadka, Österreich-Ungarn, heute Subotica/Serbien geboren. Sie war eine ungarische Film- und Theaterschauspielerin. Käthe von Nagy, Tochter eines Bankdirektors, hat nach dem Gymnasium kurze Zeit die Klosterschule Sancta Christiana in Frohsdorf bei Wien und dann ein weiteres Internat in Siebenbürgen besucht. Sie wollte zunächst Schriftstellerin werden und zog – unüblich damals für eine junge Frau - allein nach Budapest, wo sie in einer Zeitschrift einige Novellen veröffentlichen konnte und die Schauspielschule von Béla Gaàl (1993-1945) besuchte. Ihr Vater ließ sie zurückholen und gab ihr eine Anstellung in einem seiner Büros. Schließlich konnte Käthe von Nagy ihren Berufswunsch jedoch durchsetzen und ging nach Berlin, wo sie als Korrespondentin für die ungarische Zeitung Pesti Hírlap arbeitete. Nach zahlreichen vergeblichen Bewerbungen erhielt sie 1927 bei der Sternheim-Film GmbH ein erstes Filmengagement, eine Nebenrolle in Constantin J. Davids (1886-1964) Lustspiel Männer vor der Ehe (1927), in dem auch Grethe Weiser (1903-1970) ihr Filmdebüt gab. Die erste Hauptrolle spielte sie bereits 1927/28 in der von Seymour Nebenzahl (1897-1961) und Joe May (1880-1954) produzierten Komödie Die Durchgängerin (1927/28). Weitere Hauptrollen folgten in Filmen wie Mascottchen (1928/29) und Ihre Majestät die Liebe (1930). Im Jahr 1930 trat Käthe von Nagy in Robert Wienes (1873-1938) erstem Tonfilm, dem Jekyll-and-Hyde-Drama Der Andere (1930) als resolute Halbweltdame mit psychotherapeutischen Fähigkeiten auf. |
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Seit 1931 stand Käthe von Nagy, die durch ihr kesses Temperament und ihre aparte, etwas exotische Erscheinung aus dem Rahmen des Üblichen fiel, für die Universum Film AG (Ufa) vor der Kamera: zunächst in Kurt Gerrons (1897-1944) Lustspiel Meine Frau, die Hochstaplerin (1931) und in Ihre Hoheit befiehlt (1931). Danach spielte sie Hauptrollen in den Filmen Der Sieger (1931/32), mit Hans Albers (1891-1960), Ich bei Tag und du bei Nacht (1932) mit Willy Fritsch (1901-1973) und in dem anti-sowjetischen Propagandafilm Flüchtlinge (1933). Es folgten Hauptrollen in Filmen wie Der junge Baron Neuhaus (1934), Einmal eine große Dame sein (1933/34), Die Töchter Ihrer Exzellenz (1934) und Salonwagen E 417 (1939). Von 1939 an arbeitete Käthe von Nagy, die Französisch sprach, und früher schon wiederholt in französischen, italienischen und österreichischen Filmproduktionen mitgewirkt hatte und seit 1935 mit ihrem zweiten Ehemann, Jacques Fattini, in Paris lebte, nur noch in Frankreich. In einem deutschen Film wirkte sie 1952 noch einmal als Nebendarstellerin mit. In erster Ehe war Käthe von Nagy mit dem Regisseur Constantin J. David verheiratet. Sie sang im Jahr 1932, im Film, Ich bei Tag und du bei Nacht, dass Lied Wenn ich sonntags in mein Kino geh. Es gibt eine Schellackplattenfasssung dieser Aufnahme. Käthe von Nagy starb am 20. Dezember 1973 in Los Angeles, Kalifornien/USA, an einem Krebsleiden. |
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



