Henry Stuart (1885-?)
Henry Stuart, der eigentlich Court Henry Eduard Hess hieß, wurde am 1. Februar 1885 in Kairo/Ägypten geboren. Er war Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor. Der Sohn eines britischen Kolonialbeamten kam kurz vor der Jahrhundertwende nach England, vorübergehend lebte er in Paris. Henry Stuart besuchte die Kunstakademie München mit der Absicht, Kunstmaler zu werden. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges befand er sich in Wien, wo er seinen ersten Kontakt zu einigen Filmleuten herstellte. Den Krieg verbrachte er in England, anschließend kehrte er nach Deutschland zurück und begann 1922 hier seine Karriere als Stummfilmdarsteller. In der Regel verkörperte Stuart den perfekten Gentlemen und noble Liebhaber. In dem Klassiker Die freudlose Gasse (1925) spielte er den Bankbeamten Egon Stirner, um dessen Gunst seine Verlobte, die mittellose Maria Lechner, gespielt von Asta Nielsen (1881-1972), eine vermeintliche Konkurrentin ermordet. 1928 ging er nach Indien und inszenierte dort Der Ring der Bajadere (1928), der Film ist auch unter dem Titel Nuri, der Elefant bekannt. Im Tonfilm blieb Henry Stuart weitgehend beschäftigungslos. Er wurde Schweizer Staatsbürger und brachte 1941 eine Tonfilmfassung seiner einzigen Regiearbeit unter dem Titel Krischna (1941) in die deutschen Kinos. Henry Stuart spielte in Berlin besonders am Englischen Theater Deutscher Schauspieler und arbeitete für den Rundfunk sowie als Manuskript- und Titelübersetzer. Wo und wann Henry Stuart starb ist leider unbekannt. |
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Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



