Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Hella Moja
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Hella Moja (1890-1951)

Hella Moja, eigentlich Helene Morawski oder Schwerdtfeger wurde am 2. August 1890 in Ciemin-Zab/Russland geboren. Sie war Schauspielerin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin.

Portrait und Szenenkarten

Hella verlor früh ihre Eltern und arbeitete als Übersetzerin und Autorin für die Deutsche Presse-Korrespondenz in Hannover, den Ullstein- und für den Scherl-Verlag. Nach Schauspiel- unterricht bei Emanuel Reicher (1849-1924) und Frieda Richard (1873-1946) gab Hella Moja 1913 ihr Theaterdebüt am Berliner Lessingtheater, wo sie die nächsten beiden Jahre vorwiegend im wechsel mit der großen Käthe Haack (1897-1986) auftrat.

Ab 1914 agierte Hella Moja auf Vermittlung von Alwin Neuß (1879-1935), der zu dieser Zeit als Regisseur für die Decla-Film tätig war, als Darstellerin. Ihr bevorzugtes Metier war das Melodram, wo sie häufig als Gräfin oder Burgfräulein zu sehen war. Während des Ersten Weltkrieges und in der Zeit danach gehörte Hella zu den bekanntesten deutschen Filmschau- spielerinnen. Ihre Cherubin-Darstellung in Figaros Hochzeit (1920) gilt als besonders beeindruckend. Es gab bald eine eigene Moja-Serie und sie konnte eine Filmfirma gründen.

1918 gründet sie die Hella Moja Filmgesellschaft mbH. Bereits seit Mitte der 1920er Jahre galt ihr theatralischer Stil als nicht mehr zeitgemäß, ab nun konzentrierte sie sich auf das Schreiben von Drehbüchern. Von 1926 bis 1930 schreibt Hella Moja fünf Drehbücher

Während der Zeit des Nationalsozialismus bekam sie Probleme, da sie keinen Ariernachweis erbringen konnte. 1934 änderte sie ihren Namen in Helka Moroff. 1937 stellte Hella Moja alias Helka Moroff einen Antrag auf Pseudonymänderung, doch im Dezember 1938 wurde sie aus der Reichsschrifttumskammer (RSK) ausgeschlossen, mit der Begründung, sie sei lediglich nebenberuflich schriftstellerisch tätig. Bis 1942 gibt es keine Hinweise auf eine weitere Beschäftigung. Da sie auch für die Bühne nicht mehr tragbar war, schlug sie sich unter dem Namen Hella Sewa als Souffleuse im Kieler Stadttheater durch, eine Tätigkeit, die sie von 1942 bis 1951 ausübte.

Die einst so bekannte Schauspielerin Hella Moja nahm sich im Januar 1951 das Leben. Sie war mit dem Filmregisseur Heinz Paul (1893-1983) verheiratet. Hella wurde auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf beerdigt, jedoch ist die Grabstätte bereits aufgelöst.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1916: Der Weg der Tränen
  • 1917: Die Tochter der Gräfin Stachowska
  • 1918: Nur ein Schmetterling
  • 1918: Wundersam ist das Märchen der Liebe
  • 1919: Die Augen von Jade
  • 1920: Figaros Hochzeit
  • 1923: Das schöne Mädel
  • 1923: Fiat Lux - ...und es ward Licht!
  • 1924: Der Mann um Mitternacht
  • 1925: Das Lebens Würfelspiel

Die das Glück suchen | 19??

Die Tochter der Gräfin Stachowska | 1917 

  • 1926: Die Straße des Vergessens
  • 1926: Die Warenhausprinzessin
  • 1927: U 9 Weddigen

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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