Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Hella Moja
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Hella Moja (1890-1951)

Hella Moja, eigentlich Helene Schwerdtfeger oder auch Helene Morawski wurde am 2. August 1890 in Ciemin-Zab/Russland geboren. Sie war Film- und Theaterschauspielerin, Filmproduzentin und eine erfolgreiche Drehbuchautorin.

Hella Moja verlor früh ihre Eltern und arbeitete als Autorin und Übersetzerin für die Deutsche Presse-Korrespondenz in Hannover, den Ullsteinverlag und für den Scherlverlag. Nach Schauspielunterricht bei Emanuel Reicher (1849-1924) und Frieda Richard (1873-1946) gab sie 1913 ihr Theaterdebüt am Berliner Lessingtheater, wo sie die nächsten beiden Jahre vorwiegend im Wechsel mit Käthe Haack (1897-1986) auftrat.

Ab 1914 agierte Hella Moja auf Vermittlung von Alwin Neuß (1879-1935), der zu dieser Zeit als Regisseur für die Decla-Film-Gesellschaft tätig war, als Darstellerin. Ihr bevorzugtes Metier war das Melodram, wo sie häufig als Gräfin oder Burgfräulein zu sehen war. Während des Ersten Weltkrieges und in der Zeit danach gehörte Hella Moja zu den bekanntesten deutschen Filmschauspielerinnen. Ihre Cherubin-Darstellung in Figaros Hochzeit (1920) gilt als besonders beeindruckend. Es gab auch bald eine eigene Hella-Moja-Filmserie.

Film Sterne Verlag 78/2

Hella Moja gründete 1918 ihre eigene Filmgesellschaft. Bereits seit Mitte der 1920er-Jahre galt ihr theatralischer Stil als nicht mehr zeitgemäß, nun konzentrierte sie sich auf das Schreiben von Drehbüchern. Von 1926 bis 1930 schrieb sie fünf Bücher.

Während der Zeit des Nationalsozialismus bekam sie Probleme, da sie keinen Ariernachweis erbringen konnte. Sie änderte 1934 ihren Namen in Helka Moroff und stellte 1937 einen Antrag auf Pseudonymänderung, doch im Dezember 1938 wurde sie aus der Reichsschrifttumskammer (RSK) ausgeschlossen, mit der Begründung, sie sei lediglich nebenberuflich schriftstellerisch tätig. Bis 1942 gibt es keine Hinweise auf eine weitere Beschäftigung. Da sie auch für die Bühne nicht mehr tragbar war, schlug sie sich unter dem Namen Hella Sewa von 1942 bis 1951 als Souffleuse am Kieler Stadttheater in Schleswig-Holstein durch.

Die einst so bekannte Schauspielerin Hella Moja nahm sich im Dezember 1951 das Leben. Sie war mit dem Filmregisseur und Produzenten Heinz Paul (1893-1983) verheiratet, für den sie seit 1926 auch Drehbücher zu seinen Filmen schrieb. Hella Moja wurde auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf beerdigt, die Grabstätte wurde bereits aufgelöst.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1916: Der Weg der Tränen
  • 1917: Die Tochter der Gräfin Stachowska
  • 1918: Nur ein Schmetterling
  • 1918: Wundersam ist das Märchen der Liebe
  • 1919: Das verwunschene Schloß
  • 1919: Die Augen von Jade
  • 1920: Figaros Hochzeit
  • 1923: Das schöne Mädel
  • 1923: Fiat Lux - ...und es ward Licht!
  • 1924: Der Mann um Mitternacht
  • 1925: Das Lebens Würfelspiel
  • 1926: Die Straße des Vergessens
  • 1926: Die Warenhausprinzessin
  • 1927: U 9 Weddigen

 

Hella Moja in ihrem Heim | Film Sterne Verlag 166/2

Portrait und Szenenkarten

                     

             Film Sterne Verlag 78/3                         Film Sterne Verlag 78/4                        Film Sterne Verlag 78/5

                  

                  Ross Verlag 298/1                                Ross Verlag 298/2                                

Das Mädel von nebenan | D 1923 | Film Sterne Verlag 501/2

Die das Glück suchen | D 19?? | Film Sterne Verlag 501/3

Die das Glück suchen | D 19?? | Film Sterne Verlag 501/4

Die Tochter der Gräfin Stachowska | D 1917
Film Sterne Verlag 511/1

                     

                   Ross Verlag 313/2                               Ross Verlag 313/3                               Ross Verlag 390/1

                     

                 Ross Verlag 459/2                                 Ross Verlag 894/1                               Ross Verlag 1053/3

Das verwunschene Schloß | D 1917 | Film Sterne Verlag 546/4

Ross Verlag 313/1

Ross Verlag 298/3 | 05.02.1920

             

                  Ross Verlag 1290/1                             Ross Verlag 1919/1

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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