Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
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Hans Brausewetter (1899-1945)

Hans Brausewetter wurde am 27. Mai 1899 in Málaga/Spanien geboren. Er war Film- und Theaterschauspieler.

Hans Brausewetter wuchs als Sohn eines Arztes in Spanien auf und kam 1914 nach Deutschland. Nach seinem Schulabschluss am Realgymnasium in Stralsund war er Fahnenjunker an der Westfront. 1918 aus der Armee entlassen, studierte er für kurze Zeit Philologie, bevor er Schauspielunterricht nahm. 1920 hatte er sein Bühnendebüt am Deutschen Volkstheater in Wien, in Österreich, 1922 bis 1928 und 1937 bis 1945 arbeitete Hans Brausewetter jeweils am Deutschen Theater Berlin.

Sein Filmdebüt gab er 1922. Im folgenden Jahr hatte er in Ein Glas Wasser (1923) von Ludwig Berger (1892-1969) Erfolg. Er spielte häufig einen sympathischen Typen, der jedoch bei Frauen weniger erfolgreich war. 1939 trat er zusammen mit Heinz Rühmann (1902-1994) und Josef Sieber (1900-1962) in Paradies der Junggesellen (1939) auf, aus dem das Lied Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern stammt. 1940 trug das Trio das Lied auch in dem Propagandafilm Wunschkonzert (1940) vor. Hans Brausewetter spielte in über 100 Filmen.

Die Nazi-Diktatur behagte Hans Brausewetter nicht, und er machte auch kein Geheimnis aus seiner Ablehnung. Dies führte dazu, dass er kurzzeitig in ein Konzentrationslager überführt wurde, wo er durch Intervention der Schauspielerin Käthe Haack (1897-1986) bei Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (1897-1945) wieder frei kam.

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Er spielte 1943 in dem, von Erich Kästner (1899-1974) unter dem Pseudonym Berthold Bürger mitgeschriebenen Spielfilm Münchhausen (1943) den Freiherr von Hartenfeld. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Hans Brausewetter als Zivilist bei einem Bombenangriff durch eine Granate schwer verletzt und erlag seinen Verletzungen am 29. April 1945 in Berlin-Charlottenburg, Er wurde auf dem Luisenfriedhof II beigesetzt. Seine Schwester Renate Brausewetter (1905-2006) war in den 1920er-Jahren ebenfalls als Schauspielerin tätig. Hans Brausewetter war der Onkel des Meeresforschers Hans Hass.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1922: Das Spiel mit dem Weibe
  • 1923: Der Wetterwart
  • 1924: Der Sprung ins Leben
  • 1925: Der Flug um den Erdball
  • 1926: Wir sind vom K.u.K. Infanterie-Regiment
  • 1927: Svengali
  • 1928: Die Durchgängerin
  • 1929: Teure Heimat / Drei machen ihr Glück
  • 1930: Ein Burschenlied aus Heidelberg
  • 1930: Das Flötenkonzert von Sanssouci
  • 1931: Schachmatt
  • 1932: Unter falscher Flagge
  • 1933: Der Läufer von Marathon
  • 1934: Die Freundin eines grossen Mannes
  • 1935: Frischer Wind aus Kanada
  • 1936: Susanne im Bade
  • 1937: Zwischen den Eltern
  • 1938: Verklungene Melodie
  • 1939: Renate im Quartett
  • 1940: Wunschkonzert
  • 1941: Venus vor Gericht
  • 1942: Himmel, wir erben ein Schloß
  • 1943: Die Jungfern vom Bischofsberg
  • 1943: Münchhausen
  • 1944: Die Fledermaus
  • 1945: Eine alltägliche Geschichte
  • 1945: Die tolle Susanne

Portrait und Szenenkarten

                        

                 Ross Verlag 1051/1                                Ross Verlag 1051/2                                Ross Verlag 1424/1

             

                Ross Verlag 3367/1

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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