Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Hanni Weisse
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Hanni Weisse (1892-1967)

Hanni Klara Therese Weisse wurde am 16. Oktober 1892 in Chemnitz/Sachsen geboren. Sie war eine der großen Stummfilmdiven und konnte ihren Star-Status bis in die 1920er-Jahre halten.

Hanni Weisse erhielt eine Ausbildung im Cello-Spiel und trat erstmals 1910 als Chorsängerin am Berliner Thalia-Theater auf. 1912 war sie Ensemblemitglied des Königlichen Belvedere Dresden, das eine Tournee durch Deutschland unternommen hatte, die auch nach Berlin führte. Dort lernte sie zufällig den Filmregisseur Max Mack (1884-1973) kennen, der sie für die Produktionsgesellschaft Vitascope engagierte. Sie debütierte in Max Macks Kurzfilm Die Zigeunerin (1912) und spielte auch in seinem Film Der Andere (1913). Dieser von Paul Lindau (1839-1919) nach seinem Bühnenstück verfasste Film gilt als einer der ersten deutschen Stummfilme, die von der Kritik künstlerisch und schauspielerisch anerkannt wurden.

Seit den 1930er Jahren, als ihre Filmrollen kleiner wurden, verstärkte sie ihre Theaterarbeit und gab Gastspiele am Theater am Schiffbauerdamm und am Lessingtheater in Berlin. 1942 drehte sie ihren letzten Film Vom Schicksal verweht (1942) und zog sich danach ganz aus dem Filmgeschäft zurück. Insgesamt spielte Hanni Weisse in rund 100 Filmen mit.

Nach ihrem Rückzug eröffnete sie mit ihrem zweiten Mann das Hotel-Restaurant Herrenhaus bei Aussig in Böhmen/Tschechien. Von dort vertrieben, siedelte sie sich 1945 nahe Dresden an und eröffnete dort ihr Lokal Sängerhöhe. 1948 ging sie nach Westdeutschland und eröffnete in Frankfurt am Main ein weiteres Lokal. Hanni Weisse war auch Besitzerin des Hotel-Restaurants Zum Heidelberger, das sich zu einem bekannten Künstlertreff entwickelte. Verheiratet war sie mit dem Drehbuchautor Bobby E. Lüthge (1881-1964).

Ross Verlag 3008/1

Hanni Weisse starb am 13. Dezember 1967 in Bad Liebenzell/Baden-Württemberg.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1913: Der letzte Tag
  • 1913: Der Andere
  • 1917: Du sollst keine anderen Götter haben
  • 1920: Das Grand Hotel Babylon
  • 1921: Der Friedhof der Lebenden
  • 1921: Das Geheimnis der Santa Maria
  • 1922: Der falsche Dimitri
  • 1922: Das Spiel mit dem Weibe
  • 1924: Der Evangelimann
  • 1925: Drei Portiermädels
  • 1925: Elegantes Pack
  • 1926: Die Mühle von Sanssouci
  • 1926: Das Geheimnis von St. Pauli
  • 1927: Männer vor der Ehe
  • 1927: Was ist los im Zirkus Beely?
  • 1928: Die tolle Komtess
  • 1929: Berlin After Dark
  • 1929: Vertauschte Gesichter
  • 1930: Ehestreik
  • 1934: Die Liebe und die erste Eisenbahn
  • 1935: Die Heilige und ihr Narr
  • 1935: Die selige Exzellenz
  • 1936: Krach im Hinterhaus
  • 1936: Rosen und Liebe
  • 1937: 2 x 2 im Himmelbett
  • 1937: Die Kronzeugin
  • 1938: Gastspiel im Paradies
  • 1938: Liebelei und Liebe
  • 1939: Eine kleine Nachtmusik
  • 1939: Umwege zum Glück
  • 1942: Vom Schicksal verweht

Portrait und Szenenkarten

                     

             Film Sterne Verlag 116/2                      Film Sterne Verlag 116/3                     Film Sterne Verlag 116/4

                     

                  Ross Verlag 352/2                                Ross Verlag 352/3                                Ross Verlag 352/4

                     

                   Ross Verlag 451/3                                Ross Verlag 749/1                               Ross Verlag 3966/1

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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