Hanni Weisse (1892-1967)
Hanni Klara Therese Weisse wurde am 16. Oktober 1892 in Chemnitz geboren. Sie war eine der großen Stummfilmdiven und konnte ihren Star-Status bis in die 1920er Jahre halten. Hanni Weisse erhielt eine Ausbildung im Cello-Spiel und trat erstmals 1910 als Chorsängerin am Berliner Thalia-Theater auf. 1912 war Hanni Ensemblemitglied des Königlichen Belvedere Dresden, das eine Tournee durch ganz Deutschland unternommen hatte, die auch nach Berlin führte. Dort lernte sie zufällig den Filmregisseur Max Mack (1884-1973) kennen, der sie für die Produktionsgesellschaft Vitascope engagierte. Sie debütierte in Macks Kurzfilm Die Zigeunerin (1912) und spielte auch in seinem Film Der Andere (1913). Dieser von Paul Lindau (1839-1919) nach seinem Bühnenstück verfasste Film gilt als einer der ersten deutschen Stummfilme, die von der Kritik künstlerisch und schauspielerisch anerkannt wurden. Seit den 1930er Jahren, als ihre Filmrollen allmählich kleiner wurden, verstärkte Hanni Weisse ihre Theaterarbeit und gab unter anderem Gastspiele am Theater am Schiffbauerdamm und am Lessingtheater in Berlin. Im Jahr 1942 drehte sie ihren letzten Film Vom Schicksal verweht (1942) und zog sich danach ganz aus dem Filmgeschäft zurück. Insgesamt spielte Hanni Weisse in rund 100 Filmen mit. Nach ihrem Rückzug aus der Filmwelt eröffnete sie mit ihrem zweiten Mann das Hotel-Restaurant Herrenhaus bei Aussig im Norden von Böhmen, Tschechien. Von dort vertrieben, siedelte sie sich 1945 nahe Dresden an und eröffnete dort ihr Lokal Sängerhöhe. Im Jahr 1948 ging sie nach Westdeutschland und eröffnete in Frankfurt am Main ein weiteres Lokal. Hanni Weisse war auch Besitzerin des Hotel-Restaurants Zum Heidelberger, das sich zu einem bekannten Künstlertreff entwickelte.
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Hanni Weisse starb am 13. Dezember 1967 in Bad Liebenzell, im Schwarzwald.
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



