Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden
http://www.postkarten-archiv.de/georg-egestorff-das-egestorff-mausoleum.html

© Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017

Georg Egestorff | Das Egestorff-Laporte Mausoleum und das Egestorffsche Erbbegräbnis.

Johann Georg Heinrich Egestorff (1802-1868)

wurde am 7. Februar 1802 in Linden geboren, er hatte infolge von Krankheit die Schule nur unregelmäßig besucht und war 1816 als Böttcher (Fassbinder) in die Lehre nach Hildesheim in Niedersachsen gegangen. Am 15. April 1816 starb seine Mutter Anna Dorothea Egestorff (1772-1816), geb. Eccard an Tuberkulose. Sein Vater Johann Hinrich Egestorff (1772-1834), der "Kalkjohann" genannt wurde (1803 übernahm sein Vater die ehemals gräfliche Kalkbrennerei von Friedrich Stukenbrock am Lindener Berg und zog in das Kalkbrennerhaus, weshalb er fortan spöttisch "Kalkjohann" gerufen wurde) heiratete am 15. November 1816 Dorothea Margarete Egestorff (1784-1855), geb. Gaffki. Noch keine 16 Jahre alt wurde Johann Georg Heinrich Egestorff in den Betrieb seines Vaters nach Linden zurückgerufen, um für die Geschäfte seines Vaters eine bis dahin fehlende Buchführung einzurichten. Unter seiner Mitwirkung ging es nun stetig aufwärts mit dem Unternehmen.

Der Hofarchitekten Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) kaufte am 3. Oktober 1819 dem Vater Johann Hinrich Egestorff das Grundstück Deisterstraße 2 (heute Schwarzer Bär 2., in Linden-Mitte) ab um sich ein Wohnhaus zu bauen. Kurze Zeit später, 1823/24 verkaufte er die klassizistische Villa an Georg Egestorff, der die Villa bis zu seinem Tod 1868 als Wohnhaus für seine Familie nutzte. Anfang 1913 wurde das Gebäude abgerissen und das Grundstück bis zum Bau des Capitol-Hochhauses - 1929/30 als Lagerplatz genutzt.

Johann Hinrich Egestorffs Produkte waren von so guter Qualität, dass er 1823 zum Hofkalklieferanten ernannt wird.

Vater und Sohn schlossen sich in der Hansestadt Bremen zu einer Kommanditgesellschaft (KG) zusammen und erweiterten ihre einzelnen Betriebe. Georg Egestorff heiratet am 1. März 1827 Johanne Dorothea Haase (1807-1880) aus Hainholz bei Hannover, die Tochter des Unternehmers Rudolph Wilhelm Haase. Dorothea Haase war auch die Enkelin des Gastwirts Wilhelm Christian Friedrich Haase, Eigentümer des "British Hotel", 1746 als "Neue Schänke" erbaut, am Neustädter Markt (Calenberger Neustadt).

Das Ehepaar Egestorff hatte insgesamt sechs Kinder, fünf Töchter und einen Sohn (siehe weiter unten: Das Egestorff-Laporte Mausoleum und das Egestorffsche Erbbegräbnis).

Georg Egestorff gründete 1831 die Saline Egestroffshall bei Badenstedt. Damit fügte er zum Lindener Kalk das Lindener Salz hinzu. Als Georgs Vater, Johann Egestorff am 30. März 1834 nach einem Schlaganfall im Alter von nur 62 Jahren starb, übernahm Georg Egestorff die Leitung sämtlicher Geschäfte.

Georg Egestorff - 1802-1868

Georg Egestorffs Leitspruch lautete:
Gemeinnütziges industrielles Wirken - mein Leben

Am 6. Juni 1835 eröffnet Georg Egestorff, nach dem das Königlich-Großbritannische-Hannoversche Ministerium die Genehmigung erteilt hatte, eine Eisengießerei und eine mechanische Werkstatt, aus der die spätere HANOMAG AG hervorging. Er baute dort Dampfmaschinen, Kessel und Maschinen für industrielle Zwecke, seit 1845 wurden auch Lokomotiven gebaut.

Georg Egestorff besaß ab 1840 eigene Frachtschiffe, später dann auch im Verbund mit anderen Schiffseignern.

Er ließ ab 1841, die überwiegend privat finanzierte Bahnstrecke von Linden nach Haste im Landkreis Schaumburg anlegen, nach dreijähriger Bauzeit wurde die Bahnstrecke 1871 fertiggestellt und 1872 in Betrieb genommen. Als die Bahnstrecke von Hannover nach Hildesheim am 4. Juni 1846 eröffnet wurde, zog die erste Lokomotive, sie erhielt den Namen ”Ernst August” den Zug. Diese Lokomotive wurde von Georg Egestorff aus seiner Fabrik in Linden geliefert. Aus der Fabrik gingen in der Folge die hydraulischen Kräne für Geestemünde bei Bremerhaven und die großen Pumpwerke für die Wasserkunst in Hannover-Herrenhausen (die noch erhaltenen Maschinen sind voll funktionsfähig und wurden von 1861 bis 1864 geliefert) hervor.

Georg Egestorff richtete 1839 eine Kinderbewahranstalt (Warteschule Linden) ein, die am 1. Mai 1839 ihren Betrieb aufnahm. Im gleichen Jahr gründete er eine chemische Fabrik, speziell für die Herstellung von Soda und dessen Nebenerzeugnissen. Während der Märzrevolution 1848 streiken die Arbeiter der Maschinenfabrik drei Tage lang für kürzere Arbeitszeiten, können sich aber nicht durchsetzen. Genau 20 Jahre später, am 30. August 1868 gründen Arbeiter im Gasthaus "Zum Schwarzen Bären", in Linden die Metallarbeitergewerkschaft ”Vulkan-Union” für Linden und Hannover, mit Louis Schulze als Vorsitzenden.

Georg Egestorff ließ sich 1847/48 durch den Architekten, hannoverschen Baubeamten und Geheimen Regierungsrat Hermann Hunaeus (1812-1893) am Ihme-Ufer, an der Ricklinger Straße 3., eine Villa im Stil der "Hannoverschen Architekturschule" errichten. Das Gebäude besteht heute nicht mehr.

Eisengießerei u. Maschinenfabrik Georg Egestorffs

Feier der Fertigstellung der 5000. Lokomotive | 15.06.1907

Georg Egestorff gründete 1856 eine Zündhütchenfabrik, zuerst wurden Tontauben produziert und dann Zündkapseln für Sprengungen in seinen Steinbrüchen, später auch Zündsätze. Johann Heinrich August Egestorff (1833-1919?), ein Cousin Georg Egestorffs, gegründet 1858 seine Ultramarinfabrik und 1860 eine Asphaltfabrik. Später gehörte ihm noch eine Dampfziegelei in Berenbostel bei Hannover und eine Schwerspat- und Sägemühle in Sankt Andreasberg im Harz.

Georg Egestorff gründet 1862 seine eigene Ultramarinfabrik und im gleichen Jahr schenkt er der Lindener St. Martins Kirchengemeinde ein Stück Land auf dem Lindener Berg.

Da der bisherige Martins-Kirchen-Friedhof nicht mehr ausreichte und deshalb als Beerdigungsplatz geschlossen wurde, brauchte die Stadt Linden einen neuen Friedhof. Dafür bekam er von der Kirchengemeinde das Recht, mit seinen Salzwagen die Badenstedter Straße befahren zu dürfen, so entstand der Lindener Bergfriedhof. 1864 wurde die nach einem Entwurf von Conrad Wilhelm Haase (1818-1902) erbaute Kapelle auf dem Lindener Bergfriedhof eingeweiht. Die Erben Egestorffs schenkten 1871 der Gemeinde Linden ein weiteres Grundstück zur Friedhofs-Erweiterung. Zusätzliche Flächen kamen in den Jahren 1874, 1884 und 1894 hinzu.

Ein Brunnen mit Sandsteinfigur (Friedensengel) wurde 1884 vom Lindener Bildhauer Karl Gundelach (1856-1920) im Zentrum des Friedhofs errichtet. Gut 100 Jahre später 1965 wurde der Friedhof geschlossen. Seitdem ist er öffentliche Grün- und Parkfläche und ist unter Denkmalschutz gestellt.

Verwaltungsgebäude der Hannoverschen Maschinenbau AG vormals G. Egestorff | 02.04.1906

Für seine Arbeiter gründete er Kranken-, Unterstützungs- und Sterbekassen, einen Kindergarten und ab August 1855 eine Volksspeiseanstalt. Die Speiseanstalt wurde auf einem Grundstück an der Hohe Straße 9., dass er für 75 Taler gekauft hatte, errichtet. Insgesamt betrug die Investition für das Haupthaus mit Kesselhaus, 20,0 Meter hohem Schornstein und Nebengebäuden 8000 bis 9000 Taler. Die Anstalt war keine mildtätige Stiftung, sondern arbeitete gegen Erstattung der Selbstkosten. Die Selbstkosten wurden allerdings sehr niedrig gehalten. Da nicht nur Arbeiter aus den Egestorffschen-Betrieben das Angebot der Speiseanstalt nutzten, wurde auch eine Zweigstelle in Hannover gegründete. 1863 finanzierte er in der nun geschlossenen Lindener Speiseanstalt eine Freischule für 80 Arbeiterkinder, die dann später zur Hilfsschule wurde. Eine Kleinkinderbewahranstalt für 45 Kinder kam noch hinzu.

Die Aufstellordnung des Trauerzuges zur Beerdigung
von Georg Egestorff am 29. Mai 1868

Am Ihme-Ufer, am Wohnhaus der Familie Egestorff (Ricklinger Straße 3) betreute der Kunstgärtner Johann Georg Heinrich Egestorff (1835 bis nach 1882), wohnhaft am Schiffgraben 26 in Hannover, ein Cousin Georg Egestorffs, in der Gründungszeit des hannoverschen Zoos in einem Provisorium die Tiere, die bereits vor der Eröffnung eingetroffen waren. Georg Egestorff selbst hatte eine private Vogelsammlung, die auch für die Lindener Bevölkerung kostenlos zugänglich war. Er unterstütze auch finanziell die Gründung des Zoologischen Gartens Hannover, als dieser 1865 erstmals für Besucher öffnete.

Der Kunstgärtner Johann Georg Heinrich Egestorff eröffnete 1867 in der Hinüberstraße 16, in Hannover-Mitte, auch das erste eigenständig betriebene See- und Süßwasser-Aquarium Deutschlands, es war zugleich das größte Aquarium auf dem europäischen Kontinet. Die Anlage war täglich geöffnet, abends mit Gasbeleuchtung. Architekt war Wilhelm Lüer (1834-1870), der auch die Anlagen des Zoologischen Gartens in Hannover entworfen hatte und für das Aquarium erstmals den Grottenstil einsetzte. Am Austernbassin konnten 1877 auch Austern gekauft werden. Nachdem der Aquariumgründer nach 1882 in Russland als verschollen galt musste das Aquarium wegen Insolvenz noch im gleichen Jahr geschlossen werden.

Am 27. Mai 1868 um 4:30 Uhr am Morgen starb Johann Georg Heinrich Egestorff im Alter von 66 Jahren. Die Trauerbotschaft verkündigte noch am gleichen Abend, der "Hannoversche Courier", auf einer halben Seite. Mehr als 3000 Personen umfasste der Trauerzug, der sich von der Ihme-Brücke bis zum Fischerhof bewegte. Fackel- und Fahnenträger, Musik- und Sängercorps, die Arbeiter aus seinen Fabriken, nach Betrieben und Abteilungen geordnet, viele Honoratioren, die Familienangehörigen, Turner und Kinder, die Palmen- und Zypressenzweige trugen, sowie weitere Hannoveraner und Lindener bildeten den Zug.

Nach Georg Egestorffs Tod übernahmen seine Schwiegersöhne, der Oberingenieur und kaufmännische Direktor Alfred Charl Houget (1826-1885) und der Geheime Kommerzienrat und Fabrikant Johann Friedrich August Buresch (1818/21-1885), er war auch Direktor der 1856 durch Georg Egestorff gegründeten "Lindener Zündhütchen- und Thonwarenfabrik", die Geschäfte. Alfred Charl Houget war mit Dorothea Eleonore Georgine Egestorff (1827-1876) und Johann Friedrich August Buresch mit Georgine Wilhelmine Egestorff (1836-1904) verheiratet.

Die Schwiegersöhne beschlossen 1868/69 zusammen mit der Witwe Johanne Dorothea Egestorff die Eisengießerei und Maschinenfabrik für 700 000 Taler an den sogenannten jüdischen Eisenbahnkönig Dr. Bethel Henry Strousberg (1823-1884), eigentlich Baruch Hirsch Strousberg zu verkaufen, und die anderen Unternehmen in Aktiengesellschaften (AG) umzuwandeln. Dr. Strousberg erweitert die Eisengießerei und Maschinenfabrik beachtlich, bevor sie am 10. März 1871 für vier Mio. Mark in die Hände eines Hannoverschen Bankenkonsortiums überging.

Das Wohnhaus des Vaters Johann Hinrich Egestorff stand noch bis in die 1950/60er-Jahre an der Blumenauer Straße, spätere Anschrift Ihmebrückstraße, dann Am Schwarzen Bären. Heute befindet sich auf dem Grundstück ein Teil des Ihme-Zentrums. Nach Johann Georg Heinrich Egestorff ist 1892 die Egestorffstraße in Linden-Mitte benannt worden.

Schon vor 1905 wurde die Georg-Egestorff-Stiftung mit einem Startkapital von 24.000 Mark für bedürftige aus Linden und Badenstedt gegründet. Im Stiftungsvorstand waren, um 1905 der Geheime Regierungsrat Johann Ernst von Heimburg (1833-1912), der Lindener Bürgermeister Hermann Georg August Lodemann (1869-1944) und der Pastor Ernst Franz Wilhelm Eduard Wecken (1836-1907). Nach dem Pastor ist 1904 die Weckenstraße in Linden-Nord benannt worden.

Rathaus mit Egestorfstr. | 17.07.1915

Das Egestorff-Laporte Mausoleum und das Egestorffsche Erbbegräbnis.

Das Egestorff-Mausoleum, mit dem Gruftgewölbe wurde von Johann Georg Heinrich Egestorff (1802-1868) geplant, in Auftrag gegeben und bezahlt. Der Grabbau aus dem 19. Jhs. wurde aufwendig gestaltet. Wer die ausführenden Handwerker waren, ist leider nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt, in welchem Jahr genau das Egestorff-Mausoleum errichtet wurde.

Am 20. November 1916 wurde Johanne Dorothee Luise Laporte (1837-1916), geb. Egestorff, eine der Töchter Georg Egestorffs, in der Gruft bestattet. Sie war seit 22. März 1866 mit dem Lindener Senator, Justizrat und Obergerichtsanwalt Onno Wilhelm Laporte (1833-1900) verheiratet. Er war von 1873 bis 1876 auch Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und von 1874 bis 1881 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Provinz Hannover 18 (Stade-Blumenthal-Bremervörde-Geestemünde-Osterholz), für die Nationalliberale Partei (NLP). Das Ehepaar hatte drei Kinder, Doris Laporte (1867-1919), Alfred Laporte (1870-1882) und Dr. Georg Laporte (1874-1949). Die gesamte Familie wurde in der Gruft beigesetzt.

Weitere Egestorff-Töchter waren: Dorothea Eleonore Georgine Egestorff (1827-1876), verheiratet seit dem 13. November 1851 mit dem Oberingenieur und kaufmännischen Direktor Alfred Charl Houget (1826-1885). Das Ehepaar hatte eine Tochter und einen Sohn, Pauline Dorothee Hougat (1853-?) und Georg Joseph Houget (1852-?). Sophie Therese Egestorff (1830-1855), verheiratet seit dem 23. November 1848 mit dem Geheimen Oberbaurat Ernst Johann Otto Wilhelm Buresch (1817-1892). Das Ehepaar hatte einen Sohn, Alfred Alexander Friedrich Buresch (1852-1903). Georgine Wilhelmine Egestorff (1836-1904), verheiratet seit dem 15. Juli 1856 mit dem Geheimen Kommerzienrat und Direktor der Lindener Zündhütchen- und Thonwarenfabrik Johann Friedrich August Buresch (1818/21-1885). Das Ehepaar hatte einen Sohn, Friedrich Buresch (1857-1921) und zwei Töchter, Johanna (1858-?) und Margarethe Buresch (1860-1917). Johanne Auguste Egestorff (1839-1927), verheiratet seit dem 20. August 1860 mit dem aus Leipzig in Sachsen stammenden Kaufmann Heinrich Servatius Joseph Rigaux (1827-1897). Es gab auch noch einen Sohn, Johann Rudolf Leopold Egestorff (1834-1836), der aber schon im Alter von zwei Jahren in Linden verstarb.

Das Mausoleum wurde in der Nacht zum 22. September 1943 bei einem Luftangriff zusammen mit der St. Martinskirche durch eine Luftmine zerstört. Die Gruft wurde danach mit einer Steinplatte verschlossen. Die Grabstätte wurde im August 1944 erneut mutwillig zerstört, die Täter haben sogar mehrfach die Gruft aufgebrochen und die Särge geöffnet.

Lageskizze der Grabstellen vom 12. August 1946

Mausoleum der Familie Egestorff (I),
ausgemauertes Erbbegräbnis der Familie Egestorff (II),
Mausoleum der Familie Haspelmath (III)

Heute ist nur noch das Gruftgewölbe erhalten. Der Grabstein des Vaters Johann Hinrich Egestorff (1772-1834), mit Bienenkorb wurde erst später vom Friedhof der St. Martins Kirchengemeinde (Martins-Kirchhof) auf das Gruftgewölbe seines Sohnes umgesetzt. Der Stein ist stellenweise stark verwittert und beschädigt. Dieser Grabstein ist der letzte Grabstein des alten Friedhofs der St. Martinsgemeinde.

Dem Andenken | des geliebten Gatten | und Vaters | J. Egestorff | geb. a. 22. Octbr 1772 | gest. am 30. März 1834 | gewidmet | von seinen dankbaren | Hinterbliebenen

Johann Hinrich Egestorff - genannt Kalkjohann war im aus- gemauerten Erbbegräbnis der Familie Egestorff, etwa in der Mitte des Friedhofs gelegen, 1834 begraben worden.

Auch sein Bruder Jasper Hinrich Egestorff (1775-1834), der eigentlich Leineweber von Beruf war, er leitete ab 1815 die Zweigniederlassungen in der Hansestadt Bremen wurde im gleichen Jahr, am 6. Juli 1834 hier bestattet. Sein Grabstein, bestehend aus einem Sockel in Würfelform mit aufgesetzter Vase war während des Zweiten Weltkriegs nur umgestürzt und nur wenig beschädigt worden. Johann Georg Heinrich Egestorffs Bruder, Johann Carl Ernst Egestorff (1811-1884), er war Fabrikbesitzer und von 1856-1871 Gemeindevorsteher in Linden, wurde ebenfalls im Erbbegräbnis begraben.

Die Martinskirche mit Mausoleum | 08.08.1941

Heute ist nur noch das Gruftgewölbe und der Grabstein des Vaters Johann Heinrich Egestorff vorhanden.

Zur Unterhaltung der Egestorffschen-Grabanlagen wurden 1908 von den Angehörigen 1000,00 Reichsmark (RM) und 1917 fast 3500,00 Reichsmark (RM) an die Lindener Friedhofsverwaltung gezahlt.

Am 16. November 2006 berichtete der Stadt-Anzeiger West der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung über die Egestorff-Gruft. Die Überschrift lautete:"Eine Gruft wird aufpoliert". Die Firma Könecke-Bau GmbH hatte die Mauereinfriedung, den Grabstein Georg Egestorffs und seiner Angehörigen mittels eines Hochdruckreinigers von Graffiti-Schmierereien befreit.

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Ausschnitt Illustrierten Rundschau Nr. 32 / Lageskizze / Postkarten / Text
Harald Bange
/ Abbildung Trauerzug
Jürgen Wessel
/ Foto - Gruftgewölbe und Grabstein

Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann sich gerne beteiligen.
Einfach eine E-Mail an mich senden und mitmachen.

Adress- und Fernsprechbücher der Stadt Hannover
Fritz Dziobek | Hamburg
Eisen, Dampf und Samt | Geschichtswerkstatt Hannover e.V. | 1991
Egestorff | Wilhelm Treue | Niedersächsische Landeszentrale - Heimatdienst | 1956
HANOMAG-NACHRICHTEN - verschiedene Ausgaben | HANOMAG-Nachrichten-Verlag | 1913-1927
Honovere von Wilhelm Winkel | Robert Hille | Hannoverland-Verlag | 1952
Hannoverscher Kurier | Mai 1868
Geschichte der Stadt Hannover I/II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
Stadtarchiv Hannover
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie

Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber.