Freimaurer | Logen

Die Freimaurerei versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden.

Freimaurer | Johannisloge "Zum Schwarzen Bär"

Das Hotel und Gasthaus "Zum Schwarzen Bären" in Linden, beherbergte die Johannisloge "Zum Schwarzen Bär". 1774 gründeten 15 Freimaurerbrüder die Loge in der gleichnamigen Gaststätte unter Leitung des ersten Stuhlmeisters Adolf Ludwig Freiherr von Spörcken (1729-1784). Das Logensiegel bildet einen Bären auf vier Füßen ab. Ab Januar 1779 finden die Logenabende im Albertinischen Haus, in der Seilwinderstraße 4, in der Hannover-Altstadt und nicht mehr in Linden statt.

Ab 1827 nutzten die Johannisloge "Zum schwarzen Bär" und die 1777 gegründete Johannisloge "Zur Ceder" das Logenhaus der 1746 gegründeten Freimaurerloge "Friedrich zum weißen Pferde" in der Köbelingerstraße, in der Hannover-Altstadt. Durch den Architekten und Maurermeister Christoph August Gersting (1802-1872) wurde von 1855 bis 1856 das "Neue Logenhaus" in der Herrenstraße 9., in Hannover-Mitte errichtet.

Loge - Zum Schwarzen Bär, Hannover (Linden) | 10.05.1932

Am 16. Juli 1935 löst sich die Johannisloge "Zum schwarzen Bär" auf Befehl der Nationalsozialisten auf. Letzter Stuhlmeister war der Verlagsbuchhändler Oscar Schmorl (1872-1950), Buchhandlung Schmorl und von Seefeld. 1946 versammeln sich 14 Logenbrüder in einer Gaststätte in der Celler Straße in Hannover-Mitte und Oscar Schmorl übernahm wieder die Leitung der Johannisloge "Zum Schwarzen Bär".

Logenmuseum Hannover für Nord- und Nordwestdeutschland

Am 8. August 1935 wurden die Freimaurerlogen in Deutschland geschlossen und am 17. August 1935 die Freimaurerei durch den Reichsinnenminister Wilhelm Frick (1877-1946) verboten. Die Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP) richtete 1937, im "Neuen Logenhaus", in der Herrenstraße 9., das sogenannte "Logenmuseum Hannover für Nord- und Nordwestdeutschland" ein. Zuvor war das Logenhaus einschließlich des Inventars 1936 der NSDAP zugesprochen worden.

Das "Logenmuseum Hannover" war eine nationalsozialistische Propagandaeinrichtung der NSDAP Süd-Hannover-Braunschweig. Die Ausstellung war auf die Verhetzung der Bevölkerung gegen die Freimaurerei ausgerichtet. Direktor des am 24. April 1937 eröffneten "Logenmuseum Hannover für Nord- und Nordwestdeutschland" wurde W. Scharlach.

Logenmuseum Nord- und Nordwestdeutschlands
4. Grad (Andreas-Lehrlings-Gesellen-Tempel)

 

Die Ausstellungsstücke des "Logenmuseums Hannover" waren die zuvor beschlagnahmten und geraubten Exponate. Direktor W. Scharlach brachte 1937 im Auftrag des Museums die 36-seitige Propagandaschrift “Die Wahrheit über die Freimaurerei“ heraus. Während der Luftangriffe am 9./10. Oktober 1943 auf Hannover wurde das Logenhaus und Museum zerstört.

In Hannover gibt es heute folgende Logen:

Herrenlogen:

Freimaurerloge "Friedrich zum weißen Pferde" gegr. 1746,
Johannisloge "Zum Schwarzen Bär" gegr. 1774,
Johannisloge "Zur Ceder" gegr. 1777,
Johannisloge "Wilhelm zur deutschen Treue" gegr. 1900,
Freimaurerloge "Baldur" gegr. 1906

Johannisloge "Licht und Wahrheit" gegr. 1946,
Johannisloge "Zum aufgehenden Licht" gegr. 1949,
Lodge Bridge of Fellowship gegr. 1973
Freimaurerloge "Georg am Hohen Ufer" gegr. 1987

Damenlogen:

Freimaurerinnenloge "Im Kreise des Granatapfels" gegr. 1999
Freimaurerinnenloge "Infinitas" gegr. 2013

Logenmuseum Nord- und Nordwestdeutschlands
7. Grad (Ritter vom Westen)

diverse Logen

Berlin - Schlüterbau der Großen Loge von Preußen   25.04.1934

Cottbus - Freimaurer-Loge St. Johannes
Zum Brunnen in der Wüste | 1921

Dresden - Freimaurerinstitut Striesen - Lehr- und Erziehungsanstalt... | 08.12.1902

Dahme - Schwesternheim Dahme der Freimaurer-Loge Deutschlands | 01.01.1913

Erlangen - Ehemalige Freimaurer-Loge

Freimaurerloge - Alfred zur Linde in Essen-Ruhr | 14.11.1921

Fürth - Gruss aus Fürth i. B. - Freimaurerloge | 14.04.1899

Hildesheim - Wedekind- u. Tempelherrenhaus | 13.07.1910

Zur Erinnerung an die Fahnenweihe der Loge Immergrün
No. 38 zu Gr.-Weihe den 11. August 1912

Kristianstad (Schweden) - Frimurarehotellet | 06.06.1938

Presse Verein Linz Freimaurer Piusverein | 1910

Berlin-Schöneberg - Ordenshaus der Grossen Loge   25.03.1901

Berlin - Gruss aus dem Logengarten in Gross-Lichterfelde
08.03.1903

Dresden-Striesen - Freimaurer Institut | 18.09.1909

Erlangen - Freimaurer Libanon z.d. 3 Cedern - Meisterloge

Erlangen - Freimaurerloge Libanon z.d. 3 Cedern - Tempel

Flensburg - Freimaurerloge | 22.10.1899

Flensburg - Nordergraben mit Freimaurerloge | 24.09.1907

Gotha - Loge u. Post | 25.05.1904

V.D.F. - 1861 Zur Feier des 50 jährigen Bestehens
des V.D.F. 1911 | 28.07.1917

V.A.O.D. Zur Erinnerung an die 25 jähr. Jubelfeier
der Bavaria Loge München 1. u. 2. Febr. 1905

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann sich gerne beteiligen.
Einfach eine E-Mail an mich senden und mitmachen.

Wikipedia - Die freie Enzyklopädie