Elisabeth Bergner (1897-1986)
Elisabeth Bergner, eigentlich geborene Elisabeth Eittel wurde am 22. August 1897 in Drohobycz in Galizien/Österreich-Ungarn, heute Ukraine geboren. Sie war Theater- und Filmschauspielerin und Regisseurin. In der Familie lernte sie als Hauslehrer den Medizinstudenten Jacob Moreno (1889-1974) kennen, dem sie später den Anstoß zuschrieb, an die Bühne zu gehen. Ihre Ausbildung erhielt Elisabeth Bergner an privaten Schauspielschulen sowie am Konservatorium in Wien. Sie debütierte 1915 am Theater in Innsbruck, später folgten Auftritte in Zürich, Wien, München und Berlin. In Wien arbeitete sie auch als Modell für den Bildhauer Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), der sich unglücklich in sie verliebte. Ihre erste Filmrolle, 1922 - erhielt sie in dem Film Der Evangelimann (1922). Der große Durchbruch gelang ihr unter Victor Barnowsky (1875-1952) mit dem Shakespeare-Stück Wie es euch gefällt am Lessing-Theater. Elisabeth Bergner brach reihenweise Männerherzen. Der Duisburger Bildhauer Wilhelm Lehmbruck zählte dazu. Er nahm sich wegen ihrer unerwiderten Liebe am 25. März 1919 das Leben. Mit dem österreichischem Schriftsteller Albert Ehrenstein (1886-1950) hatte sie eine stürmische Affäre. Sie verließ ihn, kehrte zu ihm zurück, ganz nach Belieben. Als er ihr nach einer Auseinandersetzung sagte: "Ich hoffe, dass Gott Dir Deine Grausamkeit verzeiht" antwortete sie "Warum sollte er nicht? Das ist schließlich sein Beruf." |
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Ab 1924 arbeitete Elisabeth Bergner ausschließlich mit dem Regisseur Paul Czinner (1890-1972) zusammen, der auch privat ihr Partner wurde. Als Juden mussten sie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zuerst nach Wien und dann nach London fliehen, wo sie auch heirateten. Sowohl den Umstieg von der Stummfilmzeit zum Tonfilm als auch die sprachliche Anpassung an ihre neue Wirkungsstätte schaffte sie mühelos. Schon 1934 spielte sie Katharina die Große (1934) unter der Regie ihres Mannes. Der Film wurde in Deutschland verboten. 1935 erhielt sie für ihre Rolle, als beste Hauptdarstellerin, in Verlass mich niemals wieder (1935) ihre einzige Oscar-Nominierung. 1940 emigrierten Elizabeth Bergner und Paul Czinner nach Hollywood, doch ihr einziger Hollywoodfilm Paris Calling (1941) war kein großer Erfolg. Sie verlegte den Schwerpunkt ihrer Arbeit wieder auf die Bühne. Nach dem Ende des Krieges arbeitete sie in New York City unter anderem bei dem deutschsprachigen Theater Players from Abroad, bis sie 1950 nach England und 1954 nach Deutschland zurückkehrte, wo sie als Theater- und Filmschauspielerin erfolgreich wirkte. 1962 wurde ihr der Schillerpreis der Stadt Mannheim und 1982 in Venedig der Eleonora-Duse-Pokal verliehen. Ihr Regiedebüt gab sie 1970, drei Jahre später zog sie sich ins Privatleben zurück. Am 12. Mai 1986 starb Elizabeth Bergner in London. Im Jahr 2000 wurde in Wien Hietzing (13. Bezirk) der Elisabeth-Bergner-Weg nach ihr benannt. |
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Collector's Homepage -
www.cyranos.ch |



