Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Dita Parlo
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Dita Parlo (1908-1971)

Dita Parlo, eigentlich Grethe Gerda Kornstädt wurde am 4. September 1908 in Stettin, heute Polen geboren. Dita war eine ausgebildete Balletttänzerin und hatte 1928 in Deutschland mit Filmen wie Geheimnisse des Orients (1928), Heimkehr (1928) und Die Dame mit der Maske (1928) ihren Durchbruch. In Melodie des Herzens (1929), dem ersten Tonfilm der UFA (Universum Film AG), spielte sie 1929 ihre erste Hauptrolle an der Seite von Willy Fritsch (1901-1973).

 Portrait und Szenenkarten

Nach den Erfolgen in Deutschland wurde Dita Parlo auch im französischen Filmgeschäft tätig und agierte selbstsicher sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Daraufhin erhielt sie auch Engagements in Hollywood, wo sie in Honor of the Family (1931) und Mr. Broadway (1933) allerdings nur mäßig erfolgreich zu sehen war. 1933 kehrte sie nach Europa zurück, heiratete einen Franzosen und drehte fortan nur noch in Frankreich. In den 1930er Jahren spielte Dita Parlo dann in zwei herausragenden Filmen, die auch heute noch zu den Höhepunkten des frühen französischen Kinos zählen.

So war sie in Atalante (1934), Regie Jean Vigo (1905-1934) zu sehen und agierte neben Jean Gabin (1904-1976) in Jean Renoirs (1894-1979) Meisterwerk Die große Illusion (1937).

Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte Dita Parlo gezwungenermaßen nach Deutschland zurück, was das Ende ihrer Karriere bedeutete. Danach war sie als Schriftstellerin tätig und trat nur noch in den zwei französischen Filmen Justice est faite (1950) und La dame de pique (1965) auf.

Dita Parlo starb am 13. Dezember 1971 in Paris.

Im Jahr 1992, mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod, nahm die Popsängerin Madonna, eigentlich Madonna Louise Ciccone - Dita Parlo als Inspiration und nannte ihr Alter Ego in dem Skandalbuch SEX sowie in dem Song Erotica Dita. Auch Dita Von Teese, eigentlich Heather Renée Sweet, verwendet Dita Parlos Vornamen als Hommage in ihrem Künstlernamen.

 

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1928: Geheimnisse des Orients
  • 1928: Heimkehr
  • 1928: Die Dame mit der Maske
  • 1928: Ungarische Rhapsodie
  • 1929: Manolesu - Der König der Hochstapler
  • 1929: Melodie des Herzens
  • 1930: Kismet
  • 1930: Au bonheur des dames
  • 1931: Die heilige Flamme
  • 1931: Menschen hinter Gittern
  • 1931: Tropennächte
  • 1931: Honor of the Family
  • 1931: Tänzerinnen für Süd-Amerika gesucht
  • 1931: Wir schalten um auf Hollywood
  • 1933: Rapt
  • 1933: Mr. Broadway

Ungarische Rhapsodie mit Willy Fritsch | 1928

 

  • 1934: L'Atalante
  • 1936: Mademoiselle Docteur
  • 1937: La grande Illusion (Die große Illusion)
  • 1937: Under Secret Orders
  • 1938: L'affaire du courrier de Lyon
  • 1938: Ultimatum
  • 1938: La rue sans joie
  • 1938: Paix sur le Rhin
  • 1938: L'inconnue de Monte Carlo
  • 1940: L'or du Cristobal
  • 1950: Justice est faite
  • 1965: La dame de pique

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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