Die Lindener Schulen
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Humboldtschule (Beethovenstraße) | Humboldtschule (Ricklinger Straße) Die Humboldtschule ging aus einer Realschule hervor, die ihren Unterrichtsbetrieb am 10. April 1899 in den Räumen der damaligen Mittelschule in der Davenstedter Straße aufnahm. Am 14. Oktober 1902 erhielt die Schule ihr eigenes Gebäude in der Beethovenstraße 5. Architekten waren der Lindener Alfred Sasse (1870-1937) und der in Göttingen geborene Architekt Georg Fröhlich (1853-1927). Die Schule trug nun offiziell den Namen Humboldtschule. Die Schule bekam eine Oberstufe und wurde zum Gymnasium. 1908 fanden die ersten Reifeprüfungen statt, und 1926 wurde der Landheimverein Humboldtschule gegründet. Der Verein besaß ein Schullandheim in Ovelgönne bei Celle, das Ende 2006 aufgegeben wurde. Im Jahr 1930 gründete sich der Verein ehemaliger Humboldtschüler. Das Gebäude diente während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter- lager. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) im Jahre 1949 wird das Lager als Ausländerlager No. 55 der HANOMAG mit 150 Insassen aufgeführt. Am 1. April 1949 wurde 50 Jahre Humboldtschule in Hannover-Linden gefeiert. Städt.
Humboldtschule (Beethovenstraße) |
20.07.1904
Landheim der Humboldtschule Hannover Ovelgönne Im Jahr 1958 wird der Elly-Ney-Preis für musisch begabte Schüler ins Leben gerufen. Einmal im Jahr wird der Instrumental- wettbewerb an der Schule durchgeführt. 1960 wird mit dem Neubau der Humboldtschule in der Ricklinger Straße begonnen. Nachdem die Städtische Mittelschule III (Schulgebäude am Lindener Berg) im Rahmen der Koedukation zusammengelegt, und der neu gegründeten Integrierten Gesamtschule Hannover-Linden (IGS Linden) zugeschlagen wurde, wurde auch das Gebäude der Humboldtschule in der Beethovenstraße der IGS Linden zugeteilt. Die Humboldtschule bezog dafür 1962 den Neubau in der Ricklinger Straße. Eingeweiht wurde das Gebäude am 22. Juni, am Geburtstag von Alexander von Humboldt (1769–1859). Im alten Schulgebäude befindet sich heute die Sekundarstufe II der Integrierten Gesamtschule Hannover-Linden. |
Humboldtschule (Beethovenstraße) | 03.08.1959 |
Humboldtschule Hannover-Linden (Ricklinger Straße) |
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Im Jahr 1971 nimmt die Humboldtschule, die bis dahin ein Jungengymnasium war, auch Mädchen auf. 1999 wird die Humboldtschule 100 Jahre alt. Die Schule feiert dieses Ereignis mit einem Festakt in der Aula, einem fröhlichen Kulturabend einer Projektwoche, bei der die Schule verschönert wird, und dem Weihnachtskonzert. Zu den bekannten Absolventen des Gymnasiums gehörte zum Beispiel der Dichter Edzard Schaper (1908-1984). Zur Schule gehört auch der Ruder-Verein Humboldtschule Hannover e. V., der im Schülerbootshaus der Stadt Hannover am Maschsee aktiv. |
Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium (heute: Helene-Lange-Schule)
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Die Helene-Lange-Schule wurde 1884 als Jungengymnasium für 160 Knaben, mit dem Namen Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium (KAVG), in der Eleonorenstraße gegründet. 1887 wurde der Grundstein für das Hauptgebäude und die Turnhalle auf dem Grundstück Falkenstraße 19 gelegt. Ab Juni 1889 konnte die Turnhalle benutzt werden, und am 29. März 1890 wurde mit dem Hauptgebäude das Gymnasium feierlich eingeweiht. Als am 3. September 1898 Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) und die Kaiserin Auguste-Viktoria (1858-1921) zu Besuch in der Stadt Hannover und in Linden waren, wurde der Kaiserin von einem Schüler des KAVG an der Ehrenpforte am Schwarzen Bären ein Blumenstrauß überreicht. Der Schüler bekam zum Dank von der Kaiserin Manschettenknöpfe überreicht. Am 1. Oktober 1908 wurde ein Lehrerseminar eingerichtet.
Begrüßung Ihrer Majestät der Kaiserin... | 12.09.1898 Kaiserin Auguste-Viktoria Gymnasium | 07.07.1901 Es wird berichtet, das zwei Söhne des Schuldirektors, der mit seiner Familie in einer Dienstwohnung in der Schule wohnte, 1912 die Abituraufgaben stahlen um sie dann auf dem Schulhof gegen Geld weiterzugeben. Die Sache flog auf, und der Schulleiter wurde daraufhin strafversetzt. Im Ersten Weltkrieg, 1918 wurde das Hauptgebäude und die Turnhalle für die heimkehrenden Truppen genutzt. 1939 wurde die Schule in eine Mädchen-Oberschule der hauswirtschaftlichen Form umgewandelt und in Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule (KAVS) umbenannt. In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 1943 wurde das Hauptgebäude durch einen Bombentreffer schwer getroffen, dass kein Unterricht mehr stattfinden konnte. Der Unterricht fand an verschiedenen hannoverschen Schulen statt. Nachdem 1948 ein Antrag durch die Schulleiterin zur Umbenennung gestellt wurde, bekam am 9. April 1948, nach langer Diskussion, zum 100. Geburtstag von Helene Lange (1848-1930) die Mädchen-Oberschule den Namen der berühmten Frauenrechtlerin. Das Gymnasium war nun die einzige staatliche Oberschule für Mädchen in Hannover. Ostern 1949 wurde der Unterricht wieder aufgenommen und 1950 die neue Aula eingeweiht. |
Bis 1971 blieb die Helene-Lange-Schule (HLS) weiterhin eine reine Mädchenschule. 1974 wurde der Neubautrakt eröffnet. 1984 feiert die Schule ihr 100jähriges bestehen. Die Eleonorenschule, in der Eleonorenstraße, hat in den Jahren 1975 bis 1985 der HLS auf Grund von Platzmangel einige Klassenräume für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Seit 2004 gibt es eine Außenstelle im Schulzentrum Badenstedt. Zu den bekannten Absolventen des Gymnasiums gehörte der Verleger und Gründer des Polit-Magazins DER SPIEGEL - Rudolf Augstein (1923-2002) und der bekannte Manager Utz Claassen. Die Schule ist bekannt für ihre Schach-, Tischtennis-, Basketball- und Mathematikturniere. Der Schwerpunkt im Unterricht liegt auf den Naturwissenschaften. Es gibt jedes Jahr einen Schüleraustausch in die USA und nach Frankreich. Der Ruderverein, Ruderverein an der Helene-Lange Schule e.V. gehört zu den vier bedeutendsten Schülerrudervereinen der Landeshauptstadt Hannover. |
Helene-Lange-Schule - Oberschule für Mädchen |
Pestalozzi Schule (heute: Grundschule am Lindener Markt)
Die Pestalozzi Schule, heute Grundschule am Lindener Markt liegt etwa 50 m vom Lindener Marktplatz entfernt, in der Davenstedter Straße 14. Ostern 1883 wird die Neue Schule im Dorf Linden gegründet, bestehend aus einer Knabenklasse und einer Mädchenklasse. 1884 wurde aus der Neuen die Gehobene Schule. Am 1. Mai 1886 zieht die Gehobene Schule in das neu erbaute Schulhaus - Falkenstraße 34 ein, später (um 1869) wurde aus der Falkenstraße 34, die Davenstedter Straße 14. Das Backsteingebäude wurde vom Architekt und Maurermeister Friedrich Knust (1848-1887), genannt Fritz, mit einer Turnhalle errichtet. Auf dem Grundstück betrieb er mit seinem Bruder Karl Knust, der war auch Architekt und Zimmermann, bis ca. 1884 eine Sägemühle/Sägewerk. Ein Teil des Grundstücks wurde dann mit dem neuen Schulgebäude bebaut. Im April 1895 beschließt die königliche Regierung die Erhebung zur Mittelschule. Am 10. April 1899 nahm die Humboldtschule, als Realschule, ihren Unterricht in den Räumen der Mittelschule auf. Im Jahr 1902 erhielt die Humboldtschule dann ihr eigenes Schulgebäude in der Beethovenstraße 5. |
Pestalozzi Schule | Grundschule am Lindener
Markt |
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1903 wurde beschlossen ein neues Schulgebäude für die Mittelschule zu errichten. Im Januar 1906 zieht die Mittelschule in ihr neues Gebäude Am Lindener Berge 12 um. Von 1906 bis 1920 ist die Schule nun eine reine Knabenschule (II. Knabenschule). Nach 1920 wird sie in Bürgerschule 47 umbenannt. Der Betrieb wird im Zweiten Weltkrieg ab 1943 eingestellt, und die Schüler werden auf andere Einrichtungen im Stadtteil verteilt. Das Schulgebäude diente auch als Zwangsarbeiterlager. Es wurden mehrere hundert sogenannte Ostarbeiter und italienische Militärangehörige hier untergebracht. Nach dem Krieg wurde die Schule nun in Pestalozzi Schule umbenannt und später, im Jahr 1972, in Grundschule am Lindener Markt. Seit 1992 wird die Schule als Halbtagsschule betrieben. Von 2005 bis zum Frühjahr 2007 wurde das Schulgebäude für drei Millionen Euro saniert. Am 17. Juni 2011 wurde mit einem großen Schulfest und einer Festschrift das 125jährige bestehen des Schulgebäudes gefeiert. Ab 2012/13 soll aus der Halbtagsschule eine Ganztagsschule werden. |
Grundschule Salzmannstraße
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Die Grundschule Salzmannstraße befindet sich in der Salzmannstraße 3. Erbaut wurde das Schulegebäude, die Aula und die Turnhalle 1899, als Knabenbürgerschule Linden. Architekt war Georg Fröhlich (1853-1927). Später wurde die Schule mehrmals umbenannt in, Bürgerschule 67/68, Mädchenbürgerschule 7 und 8 und Bürgerschule 69/70. 1922 wurde eine moderne Beleuchtungsanlage im Schulgebäude installiert. Ab 1923 wurden die hannoverschen und Lindener Bürgerschulen nochmals umstrukturiert und die Schule erhielt den Namen Bürgerschule 53 und 54, 14 Knabenklassen sowie 14 Mädchenklassen. 1925 wird die Schulküche wird für 850,00,- RM vergrößert. Zu Ostern 1937 werden die Bürgerschule 53 und 54 in die 16-klassige Bürgerschule 53 umgewandelt und es erfolgte ein Umzug in die Hennigesstraße 3 (Bürgerschule 52 - Eichdorfschule). Der Umzug kostete 400,00,- RM. In den Jahren 1937/38 wird die Schule zu einer Berufsschule umgebaut. Es werden Elektriker, Uhrmacher, Former, Dreher, Werkzeugmacher, Schmiede, Bandagisten, Optiker, Fernmeldemonteure, Elektromaschinenbauer und Elektrowickler ausgebildet. 1939 wird ein Erweiterungsbau geplant und die Drehbänke beschlagnahmt. 1940 wird ein Heizer beschäftigt, werden Verdunklungsvorrichtungen angeschafft und auf dem Dachboden über der Schweißerwerkstatt werden polnische Zwangsarbeiter untergebracht. Am 3. März 1944 wir die Schule durch den Einschlag einer Bombe am Ihme-Ufer beschädigt. Der rechte Gebäudeteil ist strak beschädigt, wird aber durch die Lehrer und Schüler selbst wieder instand gesetzt. 1945 werden weitere polnische und russische Zwangsarbeiter in der Schule untergebracht. Nachdem die Gewerbliche Berufsschule IV in der Ohestraße eröffnet wird, zieht am 28. Oktober 1963 die Volksschule in das Gebäude an der Salzmannstraße 3 ein. 1972 wird die Volksschule aufgelöst und zur Hauptschule. Die Klassen 1-4 gingen dann zur Albert-Schweitzer-Schule in die Fröbelstraße 5. Im Jahr 1978 wird die Orientierungsstufe in Hannover eingeführt. Die Hauptschulklassen wurden zur Hauptschule im Schulzentrum (Schulzenturm im Fössefeld) an der Liebmannstraße verlegt. Einige Klassen verblieben zunächst in der Satzmannstraße, dem Standort der Orientierungsstufe. 1995 wird die Grundschule (Grundschule Salzmannstraße) eingeführt. Die Orientierungsstufe verbleibt weiterhin im Haus. Im Jahr 2000 wird 100 Jahre Salzmannschule gefeiert. 2004 wird in Niedersachsen die Orientierungsstufe wieder abgeschafft. Seit August 2004 ist die Schule eine reine Grundschule mit den Jahrgängen 1-4. 2006 zieht die Kindertagesstätte Pfarrlandplatz, da das Kindergarten- gebäude renoviert wurde in einen Teil der Schule. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten 2007 zog man wieder zurück. |
Städtische Mittelschule III (heute: IGS Hannover-Linden)
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Die Mittelschule III wurde im Jahr 1905 vom Architekten Georg Fröhlich (1853-1927) am Lindener Berge errichtet. Zu Ostern 1883 wird die Neue Schule im alten Dorf Linden gegründet. Ab 1884 wurde aus der Neuen die Gehobene Schule. Am 1. Mai 1886 zieht die Gehobene Schule in das neu erbaute Schulhaus in der Davenstedter Straße 14 (erst Pestalozzi Schule, heute Grundschule am Lindener Markt) ein. Im Herbst 1894 beschließt die königliche Regierung die Erhebung zur Mittelschule. Im Januar 1905 zog die Mittelschule in ihr neues Gebäude Am Lindener Berge 2. Ab dem Schuljahr 1910/11 begann – infolge der allgemeinen Strukturänderung – der Ausbau von der sieben- zur neunstufigen Mittelschule, so dass die Schüler nun nach insgesamt neun Schuljahren Mittelschule, im Alter von 15 Jahren ausgeschult werden konnten. Im Jahr 1920 erhält die Schule - nach Eingemeindung Lindens in die Stadt Hannover - die Bezeichnung Mittelschule III, obwohl sie die älteste der Stadt war; gleichzeitig wurde die Schule der Regierung direkt unterstellt. Am 11. März 1927 erhalten - laut Verfügung des Magistrats der Stadt Hannover die Mädchenklassen die Bezeichnung Stadttöchterschule IV. Die Knaben wurden weiterhin in der Mittelschule III, im selben Gebäude unterrichtet. Der gemeinsame Leiter beider Schulen wird zum Direktor ernannt. Die Turnhalle wird im selben Jahr fertiggestellt. Ab April 1939 wird aus der Stadttöchterschule IV die Mädchen-Mittelschule III. Diese und die Knaben-Mittelschule III werden zu selbstständigen Schulen mit jeweils eigener Leitung.
Städt. Mittelschule | 23.09.1906 Städtische Mittelschule | 05.04.1914 Im Zweiten Weltkrieg, 1943 wurde das Gebäude bei einem Fliegerangriff schwer beschädigt; der Unterricht musste aber erst nach einem erneuten Bombeneinschlag im Januar 1945 eingestellt werden. Die Schüler und Schülerinnen wurden in die sogenannten KLV-Lager geschickt z. B. nach Friedland in Pommern. Zwischen August und Oktober 1945 kann der Unterricht allmählich wieder aufgenommen werden, die Instandsetzungsarbeiten beginnen und sind im Dezember 1953 abgeschlossen. Am 1. April 1957 erhalten beide Schulen neue Bezeichnungen. Aus der Mädchen-Mittelschule III wurde die Mittelschule VI und die Knaben-Mittelschule III zur Mittelschule III. Beide Schulen wurden zusammengelegt. Bisher hatten die Schulen im Schichtunterricht das Gebäude benutzt, und es wurden je fünf Klassen beider Schulen in die Volksschule Badenstedter Straße 114 ausgelagert. Sie sind dann 1962 geteilt geworden. Die Mittelschule VI zog in die Liepmannstraße und wurde nun die Mittelschule im Fössefeld. Die Mittelschule III verblieb als Mittelschule am Lindener Berg im alten Haus. Ab 1969 heißt die offizielle Bezeichnung Realschule am Lindener Berge (RSLB). Seit einigen Jahren bestand schon zu dieser Zeit an beiden Schulen die Coeducation. 1976 zog die Realschule Lindener Berg ins Schulzentrum Badenstedt. Das Gebäude auf dem Lindener Berg war der gegenüberliegenden IGS Linden Hannover-Linden für ihre Sekundarstufe II, zur Verfügung gestellt worden. |
Volksschule Badenstedter Straße (später: Friederikenschule, heute: Ihmeschule)
Schon 1854 entstand an der Badenstedter Straße 14 eine „Schule für höhere Töchter“. Sie hatte allerdings eher den Charakter einer Mittelschule. Der Architekt und Stadtbaurat Georg Fröhlich (1853-1927), der bereits 1906 das Krankenhaus Siloah gebaut hatte, machte sich in den Jahren 1910 bis 1912 (mit Regierungs- und Baurat Carl Arend) an die Arbeit, und es entstand die Friederikenschule. Im Jahr 1933 wurde die Schule „Volksschule“ mit den Klassen 1 bis 8, 1948 wurde die Schule in „Bürgerschule 48“ umbenannt. 1966 erfolgte eine weitere Umbenennung, und zwar in „Volksschule Badenstedter Straße“. Bis 1976 wurde das Gebäude nach und nach der IGS Linden zur Verfügung gestellt. Am 15. März des Jahres erfolgte der Einzug der Sonderschule Eleonorenstraße in das Schule- gebäude (und die Umbenennung in „Ihmeschule“). Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude in den Jahren 1942-1945 als Zwangsarbeiterlager genutzt. Bis zu 500 Zwangsarbeiter, zumeist italienischer Herkunft wurden hier einquartiert. Die Ihmeschule war nicht die einzige Schule mit Zwangsarbeiterbelegung in Hannover, denn auch andere Schulen, Kirchen und Krankenhäuser wurden durch die Nationalsozialisten Zweckentfremdet.
Volksschule - Badenstedter Straße 14 |
Volksschule - Friederikenschule | 03.12.1917 Heute ist die Ihmeschule eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Es werden in den Klassenstufen 1-10 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, deren Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten derart beeinträchtigt sind, dass sie über einen längeren Zeitraum kontinuierliche und umfassende Hilfe benötigen. Vor allem die Förderung der emotionalen, sozialen und kreativen Kräfte ist Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit an dieser Schule. Weitere Friederikenschule | Humboldtschule (Beethovenstraße) | Städt. Mittelschule Karten |
Volksschule Fröbelstraße (heute: Albert-Schweitzer-Schule)
Die Albert-Schweitzer-Schule im Haus Fröbelstraße 5/7 wurde im Jahr 1897 als Volksschule Fröbelstraße vom Architekten Georg Fröhlich (1853-1927) erbaut. In den 1920er Jahren bekam die Fröbelschule den Namen „Bürgerschule 50“. 1922 richtete die Stadt Hannover Weltliche Sammelklassen an der Fröbelschule ein. Da diese Schulform einen enormen Zulauf hatte, wurde das Angebot bald ausgebaut. Im Jahr 1927 erhielt die Schule den offiziellen Status einer Weltlichen Schule. Im Jahr 1933 wurden diese Schulen jedoch von den Nationalsozialisten verboten, und die Schüler wurden auf andere Schulen verteilt. Das Schulgebäude diente während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiterlager. In der Liste des Catalogue of Camps and Prisions (CCP), herausgegeben vom International Tracing Service (ITS) wird das Lager, als Ausländerlager No. 104 mit 400 Insassen aufgeführt. Am 5. Oktober 1959 besuchte der evangelische Theologe, Organist, Musikforscher, Philosoph und Arzt Albert Schweitzer (1875-1965) seine Patenschule in Hannover-Linden. |
Fröbelstrasse (links die Schule) | 06.11.1910 |
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1972 wird die Volksschule Salzmannstraße aufgelöst und zur Hauptschule. Die Klassen 1-4 gingen dann zur Albert-Schweitzer-Schule, in die Fröbelstraße. Im November 2010 stimmte der Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Hannover zu, dass die Grundschule in das ehemalige Schulzentrum Fössefeld in der Liepmannstraße am Rande Limmers ziehen soll. Für den Umbau des Gebäudes werden 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Das Schulzentrum Fössefeld bietet Platz für vier Klassen pro Jahrgang. Die vorher dort untergebrachte Haupt- und Realschule ist mit dem Schulzentrum Badenstedt verschmolzen. Der bisherige Standort der Albert-Schweitzer-Schule in der Fröbelstraße soll vermarktet oder anders genutzt werden. |
Freie Volkshochschule Hannover-Linden
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Die Freie Volkshochschule wurde von Ada Lessing (1883-1953) unter Mitarbeit von Theodor Lessing (1872-1933) gegründet. Die Schule entstand aus dem Bedürfnis nach einer Stätte der Lebens- und Seelenpflege für alle Teile der Bevölkerung. Nach einer halbjährigen Vorbereitungsphase gelang es im Herbst des Jahres 1919 erstmals, einen Teil der Kursangebote (die volkstümlichen Hochschulkurse setzten ihre Arbeit eigenständig fort) unter dem gemeinsamen Titel „Freie Volkshochschule Hannover-Linden“ anzubieten. Mit der Herausgabe des Programmheftes vom Januar 1920 bis Juni 1920 wurde eine ordnende Struktur im Kursangebot sichtbar, die aus einem Nebeneinander von Veranstaltungen ein einheitliches Konzept machte. Am 25. Januar 1920 wurde die Freie Volkshochschule Hannover-Linden feierlich eröffnet. Fast 14 Jahre lang, von 1919 bis 1933, führte Ada Lessing die Geschäfte der Freien Volkshochschule. Für die Sozialdemokraten (SPD) kandidierte sie 1932 für den Reichstag in Berlin. Im April 1933 wurde sie wegen ihrer jüdischen Herkunft entlassen und die Schule durch die Nationalsozialisten gleichgeschaltet. Bereits seit dem Jahr 1926 hetzten die Nationalsozialisten gegen Theodor Lessing, der schließlich seine Lehrerlaubnis verlor und ins tschechoslowakische Marienbad floh, wo er am 31. August 1933 ermordet wurde. Ada folgte ihm ins Exil und erhielt 1937 die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft. Nach dem Krieg kehrte Ada Lessing im Jahr 1946 nach Hannover zurück, konnte allerdings nicht an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Sie wurde später mit dem Aufbau und der Leitung des Lehrerfortbildungsheims Schloss Schwöber bei Hameln beauftragt. Bis zu ihrem Tod 1953 in Hameln hatte Ada Lessing die Leitung des Lehrerfortbildungsheims inne. 2006 erhielt die Volkshochschule Hannover den Namen „Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover“. Am 6. Oktober 2011 wurden zum Gedenken an die Eheleute Lessing, Am Tiergarten 44, in Hannover-Anderten zwei * Stolpersteine verlegt. |
Weitere Lindener Schulen
Eleonorenschule
Die ehemalige Volksschule steht in der Eleonorenstraße 18. Das Backsteingebäude wurde 1883 vom Maurermeister Heinrich Köhler entworfen und hatte als Volksschule 14 Klassen, bis zum Sommer 2002 wurde in dem Gebäude noch unterrichtet. Die Schule hat in den Jahren 1975 bis 1985 der Helene-Lange-Schule (HLS) einige Klassenräume für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Heute wird das Gebäude als Dienstleistungs- und Gewerbezentrum genutzt.
Volksschule Charlottenstraße
Die Volksschule (Bürgerschule) befand sich in der Charlottenstraße 37, in Linden-Süd. Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Architekten Gottlieb Waßmann mit 12 Klassenräumen im Jahr 1870 erbaut.
Volksschule der Gemeinde Neu-Linden (heute: Jugendzentrum Posthornstraße)
In der Posthornstraße 8 befand sich von 1847 bis 1919 die Volksschule der Gemeinde Neu-Linden. Es fanden in dem 1846/47 erbauten Gebäude ca. 200 Schüler platz. Die Volksschule sollte als Ersatz für das Schulgebäude in der Weberstraße 32 dienen. Erbaut wurde die Schule nach Entwürfen des Architekten und Maurermeister Christoph August Gersting (1802-1872). Gersting war während seiner Maurerlehre ein Schüler Conrad Wilhelm Hases (1818-1902). Finanziell wurde der Bau durch die Familie Von Alten unterstützt. 1920 wurde die Schule in Hilfsschule V. umbenannt, und danach 1928 in Bürgerschule V. umgewandelt. Im Zweiten Weltkrieg gab es fast keine Schäden am Gebäude. 1950/51 wird die Schule als Wohnquartier für Wohnungslose genutzt. Ab 1956 wird das Schulgebäude zur Gaststätte umgebaut. Seit 1959 befindet sich dort das Lindener Klubhaus, oder auch Lindener Gesellschaftshaus genannt. Seit Mai 1973 wird das Haus als Jugendzentrum Posthornstraße genutzt. 1980 und in den 1990er Jahren wird das Gebäude nochmals umgebaut und durch Erweiterungsmaßnahmen auch äußerlich stark verändert.
Volksschule Hennigesstraße (heute: Eichendorffschule Hannover, katholische Ganztagsgrundschule)
Die Katholische Eichendorffschule wurde in den Jahren von 1906 bis 1907 als Volksschule Hennigstraße, in der Hennigesstraße 3 erbaut. Die Schule bekam den Namen Bürgerschule 52, Architekt war der in Göttingen geborene Georg Fröhlich (1853-1927). Zu Ostern 1937 wurden die Bürgerschule 53 und 54 (Grundschule Salzmannstraße) in die 16-klassige Bürgerschule 53 um- gewandelt und es erfolgte ein Umzug in die Hennigesstraße 3, in die Eichdorffschule. Der gesamte Umzug kostet 400,00,- RM und als Schulleiter wurde der Lehrer Lüdeke vom Schulamt eingesetzt.
Volksschule Petristraße (heute: Egestorffschule)
Die Egestorffschule in der Petristraße 4/6 wurde als Volksschule Petristraße (Petrischule) 1894 erbaut. Architekt war abermals Georg Fröhlich (1853-1927). Das Gebäude war mit seinen 28 Klassenräumen die größte Schule seiner Zeit in Linden. Das als Doppelschulhaus gebaute Gebäude, mit zwei voneinander räumlich getrennten Bereichen für Jungen und Mädchen, war Maßstab für weitere Schulbauten in Linden und Hannover. 1922 richtete die Stadt Hannover Weltliche Sammelklassen an der Schule (Bürgerschule 44) ein. Rektor der Bürgerschule 44 war um 1925 Wilhelm Uhlig aus der Körtingstraße 9 (Hannover-List), III. Etg. Karl Bornemann, wohnhaft in der Spittastraße 27 (Hannover-Vahrenwald), I. Etg. war zu dieser Zeit als Lehrer an der Schule tätig. 1933 wurden die Weltlichen Sammelklassen von den Nationalsozialisten verboten. Die Schüler wurden auf andere Schulen verteilt. Der Betrieb wird im Zweiten Weltkrieg ab 1943 eingestellt, und die Schüler werden auf andere Einrichtungen im Stadtteil verteilt. Das Schulgebäude diente auch Ausländerkrankenhaus für Zwangsarbeiter.
Botanischer Schulgarten Hannover-Linden
1892 wurde an der Göttinger Chaussee ein Schulgarten errichtet. Der Lindener Lehrerverein hatte darauf gedrängt: Denn durch die Industrialisierung und Verstädterung Lindens hatten immer weniger Kinder Umgang mit der Natur. Um 1919/20 brauchte die HANOMAG AG das Gelände für die Erweiterung ihrer Werksanlagen; der Schulgarten zog an seinen heutigen Standort, am Lindener Berg. Früher befand sich auf dem Gelände einer der Egestorffschen Stollen für den Kalkabbau, der später mit Schutt verfüllt wurde. Den Anfang für den Garten am Lindener Berg bildeten das alte Gärtnerhaus mit seinen zwei Säulen und eine Moorbeetanlage. In den 1930er Jahren entstand aus einer ehemaligen Tongrube der Teich. Dort, wo heute der kleine Nadelwald aufragt, war einst die Endstation einer Drahtseilbahn. Der Hang unterhalb des Teichs ist heute zu Hannovers einzigem Weinberg umgestaltet worden. Als Schulgebäude bekam der Garten ein strohgedecktes Fachwerkhaus, das allerdings im Zweiten Krieg abbrannte. Die Nationalsozialisten stellten die Schulgärten in den Dienst einer "Erzeugungsschlacht", die das Deutsche Reich unabhängig von landwirtschaftlichen Importen machen sollte. zur Produktion von Fallschirmseide wurden im Schulgarten Linden sogar Maulbeerbäume gepflanzt, in denen sich Seidenraupen heimisch fühlten. Zwei Maulbeerbäume stehen noch und sind mittlerweile imposante Baumriesen. Ab den 1960er Jahren wurde der Biologieunterricht theoretischer, bis mit dem wachsenden Umweltbewusstsein in den 1980er Jahren die praktische Naturerfahrung erneut an Bedeutung gewann.
Liste aller Schulen in Linden
Warteschulen - Kinderhorte Warteschule Linden 1839 bis
1851 Real- und Mittelschulen Humboldtschule Gymnasium Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium |
Volksschulen Volksschule Posthornstraße 8, erbaut
1846/47 Privat- und Fabrikschulen Fabrikschule der Hannoverschen Baumwoll-Spinnerei und
Weberei 1856 bis 1887 Dörriensches Töchterinstitut Freie Volkshochschule
Hannover-Linden |
Lehrer und Lehrerinnen aus Linden
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann /
Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Adress- und Fernsprechbücher der Stadt
Hannover * Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind. Die Betonsteine werden an ihrem letzten selbst gewählten Wohnort in den Fußweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift "Hier wohnte..." den Namen, den Geburtstag sowie die Umstände des Todes. Der Künstler Gunter Demnig aus Köln ist Initiator der Stolpersteine. Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. | 09/2010 |











