Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Die Kaiserliche Marine
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Sammlung - Peter Klasen | Die Kaiserliche Marine

Die Kaiserliche Marine entstand nach der Reichsgründung 1871 aus der Marine des Norddeutschen Bundes. Sie bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bezeichnet die Marine als Kriegsmarine, an einer Stelle aber auch als Kaiserliche Marine. Für den Marinegebrauch wurde die letztere Bezeichnung am 1. Februar 1872 eingeführt. Den Schiffsnamen wurden – vergleichbar der Tradition in der britischen Marine (HMS = His/Her Majesty's Ship) – das Kürzel S.M.S. (für „Seiner Majestät Schiff“) vorangestellt. Die Marine wurde aus dem vom Reichstag beschlossenen Haushalt finanziert. Im Gegensatz dazu waren für den Unterhalt der Landstreitkräfte die Bundesstaaten zuständig.

                           

  Vice Admiral Graf v. Spee | 22.06.1916     Graf v. Spee, Weddigen, Meyer-Waldeck             Otto Weddigen | 10.03.1916
                                                                    v. Müller, v. Mücke | 06.02.1916            

                          

       Kapitän zur See Meyer-Waldeck                    Fregattenkapitän v. Müller             Kapitänleutnant von Mücke | 01.06.1914
           Gouveneur von Kiautschou          Der heldenmütige Kommandant S.M.S. Emden

Kapitänleutnant Otto Eduard Weddigen (1882-1915)

Otto Eduard Weddigen wurde am 15. September 1882 in Herford geboren, er war Marineoffizier, Kapitänleutnant und U-Boot-Kommandant (U 9 und U 29) im Ersten Weltkrieg.

Für das Versenken von drei gegnerischen Schiffen innerhalb kürzester Zeit wurde Weddigen von Kaiser Wilhelm II. mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. Seine 20 Besatzungsmitglieder erhielten das Eiserne Kreuz II. Klasse. Das Boot U 9 durfte das Eiserne Kreuz am Turm führen.

Heldengrab Weddigen | 24.11.1915

Kapitänleutnant Otto Weddigen | 03.01.1918

    

Drei Wochen später, am 15. Oktober 1914, versenkte er vor Aberdeen (Schottland) den britischen Kreuzer HMS Hawke, wofür er von Kaiser Wilhelm II., am 24. Oktober 1914 als erster deutscher Marineoffizier mit dem Pour le Mérite, der höchsten preußischen Tapferkeitsauszeichnung, persönlich ausgezeichnet wurde. Auch seine Familie war hierzu eingeladen.

Nach einem Fehlschuss, am 18. März 1915, auf das Schlachtschiff HMS Neptune, auf See vor Schottland, wurde das Periskop des U-Bootes (U 29) auf dem Schlachtschiff HMS Dreadnought gesichtet. Es gelang nicht mehr, rechtzeitig auf Tiefe zu gehen. Gegen 13.40 Uhr rammte die HMS Dreadnought das deutsche Boot, welches dabei für kurze Zeit mit dem Vorschiff an die Oberfläche schoss. Dabei wurde die Bootsnummer ausgemacht. Dann versank U 29 mit Otto Weddigen und seiner gesamten Mannschaft. Der 1917/18 gebaute und eingesetzte U-Boot-Kreuzer U 140 erhielt den Namen Kapitänleutnant Weddigen. In der Calenberger Neustadt in Hannover ist nach Otto Eduard Weddigen, das Weddigen-Ufer benannt.

                             

             Kapitänleutnant Weddigen             Kapitänleutnant Weddigen mit Gemahlin               Herford, Geburtshaus von 
                                                                                     12.07.1915                                 Otto Weddigen | 05.05.1942

Frachttauchboot Deutschland, später SM U 155

Die Deutschland war ein deutsches Handels-U-Boot mit einer Nutzlast von 1000 Tonnen Fracht, später als SM U 155 der Kaiserlichen Marine ein erfolgreicher Unterseekreuzer.

Das Frachttauchboot "Deutschland" die Weser
aufwärts nach Bremen

 Das U-Boot wurde konstruiert und gebaut unter Oberingenieur Rudolf Erbach, es wurde am 28. März 1916 vom Stapel gelassen und in das Handelsschiffregister eingetragen. Es kostete mit Einrichtung etwa 4 Millionen Reichsmark. Den Druckkörper baute die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, der Fertigbau erfolgte dagegen auf der Germaniawerft in Kiel.

Kapitän König mit seinen Offizieren und der Manschaft an Bord des Frachttauchbootes "Deutschland" nach dem Eintreffen auf der Wesermündung

                          

Der König der Tiefe und er König der Luft.    Großadmiral v. Tirpitz | 16.01.1917           Admiral von Pohl - Chef des Kaiserl.
         Kapitän König - Graf Zeppelin                                                                         Deutschen Generalstabes | 06.08.1915

                          

       Leutnant zur See Hans Berg der          Burggraf und Graf zu Dohna-Schlodien     Korvettenkapitän Felix Graf von Luckner
            heldenmütige Führer der                        Kommandant S.M.S. Möwe
      Prisenmannschaft S.M.S. "Möwe"

U-Frachtschiff Bremen

Die Bremen ging auf der Jungfernreise verloren. Ihr Schicksal wurde bis heute nicht aufgeklärt. Nach der Fertigstellung durch die Germaniawerft in Kiel wurde das Schiff am 8. Juli 1916 in das Schiffsregister von Bremen eingetragen. Kapitän war Karl Schwartzkopf (18?-1916). Er war Reserveoffizier der Marine, an U-Booten ausgebildet und vor Übernahme der Bremen aus dem aktiven Dienst entlassen worden.

U-Frachtboot Bremen auf hoher See nach Amerika

Am 21. August 1916 verließ die Bremen den Kieler Hafen und machte dann kurz im Helgoländer Hafen Station, um danach die Überfahrt, nach Amerika anzutreten. Auf dieser Reise blieb sie verschollen. Es wird vermutet, dass das Schiff unterwegs eine Havarie hatte und im Atlantischen Ozean versank.

 

Kapitän Schwarzkopf
Führer U.-Frachtschiffes Bremen

                            

       Admiral v. Köster | 11.01.1918                      Exzellenz v. Fischel, Admiral                      Exzellenz v. Knorr, Admiral
                                                                                        27.12.1915                                           24.12.1915

SMS Emden

Die SMS Emden war ein Kreuzer der Kaiserlichen Marine. Die Emden gehörte zur Dresden-Klasse. Am 26. Mai 1908 lief das Schiff vom Stapel. Ihr Einsatzgebiet lag im Fernen Osten.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der Kreuzer zum selbstständigen Handelskrieg in den Indischen Ozean entsandt. Dort konnte die SMS Emden innerhalb von zwei Monaten 23 feindliche Handelsschiffe und zwei Kriegsschiffe versenken oder aufbringen, bevor sie am 9. November 1914 in einem Gefecht mit dem australischen Kreuzer HMAS Sydney nahe den Kokosinseln unterlag. Die Emden war der erfolgreichste deutsche Kreuzer in überseeischen Gewässern und gehört zu den bekanntesten Kriegsschiffen der Kaiserlichen Marine.

 

SMS Kleiner Kreuzer Augsburg

Die SMS Augsburg war ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine, der im Ersten Weltkrieg gegen die russische Flotte eingesetzt wurde. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges legte die SMS Augsburg Minen in der östlichen Ostsee, beschoss die Stadt Libau in Lettland und unternahm Vorstöße in den Finnischen Meerbusen. Bei vier weiteren Unternehmungen kam es am 2. September 1914 zu einem Gefecht mit dem russischen Zerstörer Nowik sowie am 6. September 1914 mit den beiden russischen Panzerkreuzern Bajan II und Pallada.

S. M. Kleiner Kreuzer Augsburg

Bei einem Vorstoß im Januar 1915 erhielt die Augsburg einen Minentreffer und hatte acht Tote zu beklagen. Das Schiff erreichte aus eigener Kraft Stettin, heute in Polen, wo man es notdürftig reparierte. Nach einer gründlichen Überholung in Hamburg war die Augsburg im April 1915 wieder einsatzbereit.

Kreuzer "Emden" | 07.09.1915

 

Kapitän zur See Andreas Fischer,
Kommandant des kleinen Kreuzers - Augsburg -...

Am 2. Juli 1915 nahm die Augsburg am sogenannten Gotland-Raid teil. Im Juli 1916 kam es im Rigaer Meerbusen zu einer Grundberührung. Die Augsburg musste deshalb nach Kiel in die Kaiserliche Werft zur Reparatur. Zugleich wurden die 10,5-cm-Geschütze gegen sechs 15-cm-Kanonen ausgetauscht und die Brücke umgebaut.

Im April 1917 war die Augsburg wieder klar und fuhr weiterhin Einsätze in der Ostsee. Im Oktober war sie bei der Besetzung der Baltischen Inseln (Oesel-Unternehmen) dabei. Nach dem Waffenstillstand mit Russland teilte man die Augsburg im Januar 1918 der Unterseebootsinspektion zu. Seit dem 20. Juli 1918 ersetzte sie den Kleinen Kreuzer SMS Stettin als Führerschiff der Minen- und Räumverbände. Ihr Liegeplatz war nun Cuxhaven, wo sie am 17. Dezember 1918 außer Dienst gestellt wurde.

Die Lüftstreitkräfte

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Text
Peter Klasen
/ Postkarten

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