Der Berggarten und das Mausoleum der Welfen in Hannover-Herrenhausen
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den Archiv-Link öffnen. Der Berggarten Der Berggarten wurde 1666 als Gemüse- und Anzuchtgarten für den Großen Garten in Herrenhausen angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Herrenhäuser Schlosses. Die Kurfürstin Sophie (1630-1714), nominell Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, Erbprinzessin von Großbritannien, ist seit 1701 die Stammmutter der britischen Monarchen wandelte den Berggarten in einen Garten für exotische Gewächse um, wofür im Jahr 1686 eigens ein Gewächshaus errichtet wurde. Herrenhäuser Berggarten | 24.06.1904 Berggarten | 18.07.1913 Parallel zur Zucht exotischer Gewächse hatte der Garten auch eine wirtschaftliche Aufgabe: Er diente als Experimentierfeld für die Anzucht südländischer Pflanzen in. Dieses Experiment scheiterte zwar bei der Reiszucht, gelang aber mit der Zucht von Tabakpflanzen und Maulbeerbäumen. So wurden ab 1706 die Seidenraupen der Königlichen Seidenraupenmanufaktur in Hameln mit Herrenhäuser Maulbeerbaumblättern ernährt. Langfristig lohnte sich diese Zucht aber nicht. Ab 1750 übernahm der königliche Küchengarten (gegründet nach 1645) in Linden bei Hannover die Versorgung des Königshauses mit Obst und Gemüse, der Berggarten war seitdem ein Botanischer Garten. Zwischen 1817 und 1820 entstand ein Gartenmeisterwohnhaus, in das 1852 Hermann Wendlands Gartenbibliothek und Herbarium (vom König angekauft) einzogen. Hermann Wendland (1825-1903) war Botaniker und Oberhofgärtner der Herrenhäuser Gärten. Er war ein anerkannter Experte für Palmengewächse und züchtete eine der weltweit größten Palmensammlungen. Er beschrieb und benannte über 130 verschiedene Arten. Heute ist in dem Gebäude auch die Verwaltung der Herrenhäuser Gärten untergebracht. Palmenhaus in Herrenhausen | CDV | 1896 Palmenhaus in Herrenhausen | 26.04.1908 1849 wurde das von Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) erbaute Palmenhaus, das nach fünf Jahren die wertvollste und umfangreichste Palmensammlung Europas beherbergte, eröffnet. Von 1845 bis 1846 wurde der Berggarten durch Mauern und Zäune eingefriedet. Im Jahre 1880 kam das Große Palmenhaus von Richard Auhagen hinzu. Es handelte sich bei dem Gebäude um ein etwa 30 Meter hohes, palastförmiges Gewächshaus aus Glas und Stahl mit Galerien sowie Wasserfontänen, welches das bisherige Gewächshaus ersetzte. Dieses Palmenhaus war seinerzeit das größte Palmenhaus Europas. Palmenhaus | 14.07.1908 Herrenhäuser Palmhaus | 24.09.1912 Nach der vollständigen Zerstörung der Gewächshäuser im Zweiten Weltkrieg begann nach und nach die Wiederherstellung des Berggartens. Als Ersatz für das in den 1950er Jahren abgerissene, berühmte Palmenhaus entstand zur Weltausstellung Expo2000, im Jahr 2000 das Regenwaldhaus. Es beherbergte eine künstliche Tropenlandschaft, in der auch Schmetterlinge, Frösche und kleinere Vogelarten aus tropischen Regionen lebten. Wegen zu hoher Kosten wurde das Regenwaldhaus im Jahr 2006 geschlossen. Es ist in ein Sealife-Aquarium umgebaut worden. Weitere Sehenswürdigkeiten stellen verschiedene Schauhäuser und Themengärten dar. Im Berggarten, der einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands ist, sind 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden. Ebenso die größte Orchideensammlung Europas. Palmenhaus | 18.04.1914 Palmenhaus | 31.08.1937 |
Das Mausoleum der Welfen
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In den Jahren 1842 bis 1847 wurde das Mausoleum nach Plänen des Oberhofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) für Königin Friederike (1778-1841) und König Ernst-August von Hannover (1771-1851) errichtet. Mausoleum Herrenhausen | 04.07.1904 Mausoleum | 04.04.1908 In dem Mausoleum fanden zunächst König Ernst-August von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, 1. Herzog von Cumberland und Teviotdale und Earl of Armagh, Ernst-August war seit 1837 regierender König von Hannover aus dem Geschlecht der Welfen und seine Frau Königin Friederike, Prinzessin von Preußen, Prinzessin zu Solms-Braunfels und Königin von Hannover ihre letzte Ruhestätte. Mausoleum, Herrenhausen | 11.06.1914 Mausoleum | 13.12.1926 Das Gebäude, das sich im Besitz des Prinzen von Hannover befindet, ist aus Pietätgründen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Umbau des Leineschlosses 1957 machte es notwendig, acht weitere Fürstlichkeiten in das Mausoleum nach Herrenhausen zu überführen, darunter Kurfürstin Sophie (1630-1714), nominell Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, Erbprinzessin von Großbritannien und Georg Ludwig I (1660-1727), Herzog von Braunschweig-Lüneburg, ab 1714 auch König von Großbritannien und Irland, Titular-König von Frankreich. Umrahmt wird das Gebäude von mächtigen, über 150 Jahre alten Stieleichen. |
Vor dem Mausoleum befinden sich die Gräber von Ab Oktober 2008 wird das Mausoleum zweimal im Jahr für die Öffentlichkeit geöffnet werden. |
Das Mausoleum in Herrenhausen | Stereofoto | 1895 |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / CDV / KAB / Postkarten / Stereofoto / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Geschichte der Stadt Hannover I/II
| Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag
| 1994 |







