Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Denkmale
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Hannoversche Denkmale | Denkmäler

Rudolf von Bennigsen-Denkmal

Karl Wilhelm Rudolf von Bennigsen (1824-1902) war ein liberaler deutscher Politiker. Er war Reichstagsabgeordneter und Präsident des Preußischen Abgeordnetenhauses in Berlin sowie von 1888 bis 1897 Oberpräsident der Provinz Hannover.

Am 10. Juli 1894 wurde Rudolf von Bennigsen Ehrenbürger der Stadt Hannover. Das Denkmal wurde 1907, fünf Jahre nach seinem Tod, von der Nationalliberalen Partei (NLP) am Maschpark vor der Provinzialverwaltung (heute: Nds. Landesmuseum) in Hannover errichtet. Die Einweihung fand am 3. Oktober 1907 statt. Der Architekt Otto Lüer (1865-1947) und der Bildhauer Karl Gundelach (1856-1920), beide aus Hannover schufen ein imposantes Bauwerk.

Rudolf v. Bennigsen-Denkmal | 16.01.1909

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Bronzeskulptur eingeschmolzen und der Rest abgebrochen. Nach Karl Wilhelm Rudolf von Bennigsen ist auch das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer des Maschsees benannt worden. In Berlin-Friedenau wurde die Bennigsenstraße und später in Hamburg-Harburg eine Straße gleichen Namens nach dem Politiker benannt.

Einweihungsfeier des Rudolf von Bennigsen-Denkmals in Hannover am 3. Oktober 1907 | 04.10.1907

Bismarcksäule (Bismarck-Denkmal)

Die Bismarck-Säule wurde mit Hilfe von Spenden aus der Studentenschaft/Burschenschaft finanziert, und in der Leinemasch, in der Verlängerung der Geibelstraße in den Jahren 1903 bis 1904 errichtet. Man gelangte nur über die Elisabeth-Brücke zur Säule. Architekt war der Lindener Alfred Sasse (1870-1937). Alfred Sasse entwarf einen 19,5 m hohen, mit dreistufigem Unterbau versehenen Aussichtsturm mit Feuerschale. Am 18. Oktober 1903 war die Grundsteinlegung. Das Gebäude konnte bis zu einer Aussichtsplattform in 16,0 m Höhe bestiegen werden. Am Turmkopf waren vier steinerne Wappen mit folgenden Motiven angebracht: Reichsadler, Stadt Hannover-Wappen, Landeswappen, Bismarck-Wappen.

Leinepartie mit Bismarcksäule | 18.12.1917

 

Verein deutscher Studenten Hannover | 26.04.1902

Die Bismarck-Säule war jahrelang Ort patriotischer und nationalistischer Kundgebungen, insbesondere mehrfach am 18. Oktober, dem Jahrestag des Sieges über die Besatzungstruppen des französischen Kaisers Napoléon Bonaparte (1769-1821) in der Völkerschlacht bei Leipzig. Vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpften die Truppen der Verbündeten gegen Kaiser Napoléon.

Stahlhelmbund Landesverbandstag - 24.-25. Mai 1930

Am 10. Mai 1933 fand durch nationalistische und nationalsozialistische Studenten die Bücherverbrennung jüdischer und angeblich undeutscher Schriftsteller an der Säule statt. Die letzte Großveranstaltung fand am 24. September 1933 statt. Zur Kundgebung des „Stahlhelm-Bundes der Frontsoldaten“, der sich an diesem Tag offiziell die SA (Sturmabteilung) anschloss, kamen 25.000 Stahlhelm- und Wehrstahlhelmführer sowie mehr als 5.000 Fahnenträger zusammen. Bei der Veranstaltung sollen 150.000 Zuschauer der Parade beigewohnt haben. Im Mai 1935 wurde die Säule auf Anordnung des damaligen Oberbürgermeisters Arthur Menge (1884-1965) abgetragen, da das Bauwerk dem Bau des Maschsees weichen musste.

Bödeker-Denkmal

Hermann Wilhelm Bödeker (1799-1875) war ein evangelischer Pastor in Hannover, der vor allem durch seine gemeinnützige Arbeit bekannt wurde. Als Sohn eines Lehrers in Osnabrück geboren, studierte Bödeker von 1817 bis 1823 Theologie in Göttingen und amtierte seit 1825 als Zweiter und seit 1839 als erster Pastor an der Marktkirche in Hannover. Im Jahr 1851 wurde er Senior des geistlichen Stadtministeriums (entspricht dem heutigen Superintendenten Posten). Hermann Wilhelm Bödeker begründete zahlreiche soziale Stiftungen und karitative Vereine, so auch die Kinderheilanstalt Hannover in der Ellernstraße (heute: Kinderkrankenhaus auf der Bult), das Asyl für unbemittelte alternde Jungfrauen des Mittelstandes, das spätere Schwesternhaus oder die so genannte Bödekerkrippe.

Bödekerstrasse | 11.12.1916

Im Jahr 1848 wurde Hermann Wilhelm Bödeker Ehrenbürger Hannovers. Carl Dopmeyer (1824-1899) schuf das Denkmal Bödekers auf der Nordseite des Turms der Marktkirche. Auch der große Gemeindesaal der Marktkirche ist nach Bödeker (Bödeker-Saal) benannt, ebenso eine Straße in der Oststadt. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde.

Bödeker-Denkmal | 16.08.1913

Hermann Wilhelm Bödeker hatte großes Talent, Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Dazu gründete er zum Beispiel den 1. Norddeutschen Morgenpromenadenbeförderungsverein, eine Runde wohlhabender hannoverscher Bürger, die sich regelmäßig in der Waldwirtschaft Lister Turm traf. Er agitierte auch gegen Tierquälerei (Broschüre gegen Tierquälerei, 1844) und initiierte dadurch die Gründung des Thierschutzvereins der königlichen Residenzstadt Hannover. Schließlich ließ er 15 gusseiserne sogenannte Bödeker-Engel mit Sammelbüchse herstellen, die über die ganze Stadt verteilt die Menschen zum Spenden animieren sollten. Zwei dieser Engel sind auf den Stadtfriedhöfen von Stöcken und Engesohde erhalten.

Ernst-August-Denkmal

Das Denkmal wurde seit 1855 geplant und dann 1856 in Auftrag gegeben. Der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777-1857) wurde mit der Arbeit betraut. Der Rauch Entwurf ist dann von seinem Schüler Albert Wolff (1814-1892) ausgeführt worden. Die Uniform und der Kopf sind nach einem Entwurf des hannoverschen Bildhauers Heinrich Hesemann (1814–1856) gegossen worden. Das Denkmal wurde von der Bronzegießerei Bernstorff & Eichwede gegossen. Die Kosten betrugen 11.000 Taler für Albert Wolffs Modell, 12.000 Taler für den Bronzeguss, sowie 8.400 Taler für den Granitsockel.

Ernst-August Platz | 02.02.1911

Feierlich enthüllt wurde das Denkmal am 21. September 1861. Mehr als 23.000 Festteilnehmer, davon 8.000 Teilnehmer eines Festzuges vom Waterlooplatz nahmen an der Einweihung teil. Auf dem Sockel aus Granit steht: „Dem Landesvater sein treues Volk“, am Bronzefuß: „Geb. 5. Juni 1771. König 20. Juni 1837. Gest 18 Novbr 1851. Errichtet 21. September 1861“.

Ernst-August-Denkmal | 25.09.1983

Ernst-August Denkmal | 03.08.1904

Ernst August Denkmal | 31.03.1916

Wegen des U-Bahn-Baus in Hannover wurde das Denkmal 1971 vorübergehend zum Leineschloss versetzt, kehrte dann aber 1975 zurück. Es fehlt heute der gestufte Unterbau, auch steht es nicht am alten Standort in der Fluchtlinie der Joachimstraße, sondern leicht verschoben zum Hauptbahnhof hin. Das Ernst-August-Denkmal dient vielen Hannoveranern als Treffpunkt, geläufig ist die Formulierung, man trifft sich „unterm Schwanz“.

Hölty-Denkmal

Höltydenkmal | 30.11.1904

Das Denkmal wurde zur Erinnerung an den deutschen, volkstümlichen Dichter Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1776) auf dem St.-Nikolai-Friedhof 1901 aufgestellt

Die Bronzefigur eines Jünglings, an einem Steinsockel mit dem Porträt lehnend wurde 1901 von Otto Lüer (1865-1947), das Porträt-Medaillon stammt von Karl Gundelach (1856-1920), geschaffen. Die genaue Lage des Grabs auf dem Friedhof ist heute unbekannt.

Die Gedenkverse stammen von Nikolaus Lenau:

"Hölty, Dein Freund der Frühling ist gekommen. Klagend irrt er im Hause, Dich zu finden.
Doch umsonst, sein klagender Ruf verhallt in einsamen Schatten."

Königinnen-Denkmal | Prinzessinnen-Denkmal

 

An der Kreuzung Yorck- und Hohenzollernstraße steht auf der Waldseite, auf einem kleinen Platz an der Eilenriede das Königinnen-Denkmal oder Prinzessinnen-Denkmal genannt.

Die Marmorgruppe vom venezianischen Bildhauer Valentino Casal aus dem Jahr 1910 ist eine Nachbildung der von Johann Gottfried Schadow (1764-1850) stammenden Figuren der beiden Schwestern Königin Luise von Preußen (1776-1810) und Königin Friederike von Hannover (1778-1841).

Das Denkmal ist ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) an die Stadt. Der Kronprinz des Deutschen Reiches und Prinz von Preußen Wilhelm (1882-1951) enthüllte es als offizieller Vertreter seines Vaters am 19. Juli 1910.

Prinzessinnen-Denkmal | 10.04.1916

Das Kriegerdenkmal | Provinzial-Siegesdenkmal

Das Kriegerdenkmal, auch Provinzial-Siegesdenkmal genannt stand am Neuen Hause, am Emmichplatz, heute befindet sich dort die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Das Denkmal wurde von Herrmann Volz (1847-1941) im Jahr 1884, zur Erinnerung an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 errichtet. Enthüllt wurde das Monument am 10. Mai 1884. Die aufwendigen Skulpturen, trauernde Hannovera, triumphierende Germania und ein Löwe wurden im Zweiten Weltkrieg, 1941 nach Hamburg zum eingeschmolzen gebracht, das Fundament wurde später abgebrochen.

Kriegerdenkmal u. Neues Haus | 17.10.1912

Weitere Kriegerdenkmal-Karten

Kriegerdenkmal | 25.02.1900

Ein Löwe des Kriegerdenkmals existiert noch, er steht seit 1949 in Bad Lippspringe. Auch Bad Lippspringe musste seinerzeit den eigenen, kleineren Löwen seines Kriegerdenkmals zur Metallspende geben. Als 1948 bekannt wurde, dass er sich im Hamburger Hafen befindet, beschloss man seinen Rücktransport. Doch in den Lagern konnte man vor lauter Löwen den eigenen nicht finden, sodass man sich entschloss, den schönsten und größten Löwen herauszusuchen. Dieser Löwe war jedoch ein Löwe des hannoverschen Kriegerdenkmals | Provinzial-Siegesdenkmals. Der zweite ist bis heute weiterhin verschollen.

Literatur- und Quellenverzeichnis:
Ich bedanke mich für die Recherche bei Herrn Frank Averbeck aus Bad Lippspringe.

Leibniz-Tempel

Der 1787 bis 1790 vom Hofrat Johann Daniel Ramberg (1732-1820) auf einem Hügel am Waterlooplatz errichtete Leibniz-Tempel wurde 1935 als malerischer "point de vue" in den Georgengarten versetzt. Der Tempel wurde durch private und königliche Stiftungen finanziert.

Der Rundtempel, dessen Kuppel von zwölf ionischen Säulen getragen wird, trägt die Inschrift:

"Genio Leibnitii"

Der irische Bildhauer Christopher Hewetson (1739–1799) schuf die ehemals darin befindliche Leibnizbüste aus Carrara-Marmor. Das Leibniz-Denkmal; war das erste Denkmal für einen Nichtadligen in Deutschland.

Am 1. Juli 2010 kehrte eine Kopie der Büste in den Georgengarten zurück und wurde im Leibniztempel aufgestellt. Die Original-Büste steht seit 1982 im Technologie-Centrum Hannover, nachdem sie immer wieder beschmiert worden war.

Leibniz-Denkmal | 22.08.1919

Luther-Denkmal

Die Bronzestatue wurde von Carl Dopmeyer (1824-1899) im Jahr 1899 begonnen und nach dessen Tod im Jahr 1900 von Ferdinand Hartzer (1838-1906) fertiggestellt.

Aufgestellt wurde die Statue an der Marktkirche, an der Turm-Südseite gegenüber dem Platz Am Markt. Ursprünglich war die Figur mit Begleitfiguren aus der hannoverschen Reformationsgeschichte versehen.

Lutherdenkmal | 14.05.1904

Luther-Denkmal | 25.05.1911

Nach dem Krieg im Jahr 1952 wurde die Figur in ihrer heutigen, kleineren Form wieder aufgestellt.

Schillerdenkmal

Die Überlegung zur Anschaffung eines Schillerdenkmals reifte während der Schiller-Säkularfeiern im Jahr 1859. Am 100. Geburtstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) feierte Hannover den großen deutschen Dichter, auf dem Theaterplatz, wo eine von Ernst von Bandel (1800-1876) aufgestellte Kolossalfigur aus Gips und Leinwand aufgebaut wurde.

     

                       Schillerdenkmal | 06.08.1918                                      Von Alten-Denkmal | 15.03.1909

1863 wurde der Bildhauer Wilhelm Engelhard (1813-1902) von der Stadt beauftragt das Schillerdenkmal zu fertigen. Mit dem Guss wurde die Hof-Bronzegießerei Bernstorff & Eichwede beauftragt, die den geplanten Tag der Aufstellung des Standbildes schon vorab im Bronzesockel festhielt, den „9ten Mai 1863“. Die Statue wurde auf dem Georgsplatz vor dem Lyceum I. aufgestellt. An Schillers Sterbetag den 9. Mai. 1955 wurde das Denkmal entfernt und auf einem städtischen Bauhof eingelagert. Erst im Jahr 1959 wurde es auf der Rückseite des Opernhauses wieder aufgestellt. Im Jahr 1982 wurde das Schillerdenkmal an seinem heutigen Standort, in der Georgstraße, an der Einmündung zur Schillerstraße, in der Fußgänger-Zone aufgestellt.

 

Von Alten-Denkmal

Das Bronzestandbild wurde vom hannoverschen Bildhauer Heinrich Kümmel (1810-1855) 1849 geschaffen. Das Standbild des Generals Graf Carl August von Alten (1764-1840), steht heute vor dem Südflügel des niedersächsischen Hauptstaatsarchivs am Waterlooplatz. General von Alten war der einzige hannoversche Offizier, der in den Koalitionskriegen (1792 bis 1815) einen echten britischen Kriegsverband und nicht nur die Deutsche Legion des Königs führen durfte. Ab 1832 war er Kriegsminister, übernahm 1833 auch das Außenministerium, und war Generalinspekteur der Armee und Präsident des Kriegsgerichts.

Waldersee-Denkmal

Die Steinplastik von Bernhard Hoetger (1874-1949) aus dem Jahr 1916 an der Hohenzollernstraße wurde zur Erinnerung an den hier im gegenüberliegenden Haus wohnenden General- feldmarschall Alfred von Waldersee (1832-1904) errichtet.

Generalfeldmarschall Alfred von Waldersee war in den Jahren 1900/01 Oberbefehlshaber der europäischen Truppen gegen den chinesischen Boxeraufstand.

Hohenzollernstrasse mit Villa Waldersee | 05.11.1904

Waldersee-Denkmal | 30.12.1915

Kurfürstin Sophie Denkmal

1876 wurde das Denkmal für die Kurfürstin Sophie vom Bildhauer Wilhelm Engelhard (1813-1902) erschaffen. Der Standort der marmornen Sitzfigur ist auch gleichzeitig der Sterbeort der Kurfürstin in den Herrenhäuser Gärten.

Wotan-Denkmal

Auch die Wotan-Gruppe wurde von Wilhelm Engelhard (1813-1902) erschaffen. Im Jahr 1888 vollendete er die Skulptur für den germanischen Gott in Kalkstein.

Das Denkmal zeigt den germanischen Gott Wotan mit seinen beiden Wölfen. Die sehr aufwendig gestaltete Skulptur wurde 1901 in der Planckstraße hinter dem Provinzial-Museum (heute Niedersächsisches Landesmuseum) aufgestellt, 1943 entfernt und 1987 wieder am alten Standort aufgestellt.

Tripp-Denkmal

Das Tripp-Denkmal aus Muschelkalk wurde von Georg Herting (1872-1851) im Jahr 1907 für den Gartenamtsleiter der Stadt Hannover Julius Tripp (1857-1907) errichtet. Es stellt Gärtner, Hirte, Quellnymphe und Flora dar. Durch Kriegseinwirkungen ist es nur teilweise erhalten, es steht im Maschpark.

Tripp-Denkmal | 29.02.1916

Kurfürstin Sophie Denkmal | 26.07.1905

Wotangruppe | 25.10.1903

Ehrenmal der Prinz Albrecht Füsiliere Nr. 73

Das Ehrenmal des Füsilierregiment Generalfeldmarschall Prinz Albrecht von Preußen, 1. Hannoversches, Nr. 73 wurde von Wilhelm Friedrich Seeßelberg (1861-1956) im Jahr 1927 geschaffen. Der Sandsteinquader wurde dann 1928 in der Eilenriede, nahe dem Listerturm aufgestellt.

Burckhardt-Denkmal

Das Burckhardt-Denkmal aus dem Jahr 1883 schuf Carl Dopmeyer (1824-1899). Der mit einem bronzenen Portraitrelief ausgestattet Stein für den Forstdirektor Heinrich Christian Burckhardt (1811-1879) wurde in der vorderen Eilenriede errichtet. Forstdirektor Burckhardt war Leiter der Forstverwaltung des Königreichs Hannover und später der preußischen Provinz Hannover. Am 7. Dezember 1879 erlitt er während der Arbeit am Schreibtisch einen Schlaganfall, an welchem er sieben Tage später verstarb. Das Burckhardt-Denkmal befindet sich noch an gleicher Stelle in der Eilenriede.

Burckhardt-Denkmal | 14.07.1902

Ulanen-Denkmal

Das Königsulan-Reiterstandbild, auch Ulanen-Denkmal genannt, aus Bronze, des 13. Königsulanenregiments Hannover wurde im Jahr 1927 vom Bildhauer Ernst Gorsemann (1886-1960) geschaffen. Das Reiterstandbild steht noch heute an gleicher Stelle, an der Bernadotte-Allee, in der Eilenriede.

Steinbock

Der Steinbock in der Eilenriede wurde auch von Ernst Gorsemann 1929 geschaffen. Die Bronzeplastik am Teich, hinter der Musikhochschule Hannover wurde vom Reichsfeldmarschall Hermann Wilhelm Göring (1893-1946) aufgekauft und im Jahr 1936 in der Eilenriede aufgestellt. Das Original wurde vermutlich im Krieg eingeschmolzen. Heute steht eine Kopie aus dem Jahr 1950 in der Eilenriede.

Ehrenmal der 78. Reserve Division

Das Ehrenmal der 78. Reserve-Division steht im Georgengarten, in der Hannover-Nordstadt. Es wurde für die Gefallenen der Division im Jahr 1930 von Otto Winkelmüller errichtet. Die 78. Reserve-Division (Infanterie-Division) war ein 15.000 Mann starker Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg. Die Reserve-Division bestand vom 2. August 1914 bis zum 10. Januar 1919. Das Denkmal ist leider oft Ziel von politisch, motivierten Vandalismus und Zerstörung.

Denkmal der 78. Res. - Division | 25.09.1933

Ehrenmal der 73er beim Listerturm

Ulanendenkmal in der Eilenriede

Steinbock in der Eilenriede | 23.12.191

General von Rosenberg-Denkmal

Heinrich von Rosenberg (1833-1900) wurde am 1. Juni 1833 in Pudisch, in Schlesien geboren. Rosenberg absolvierte eine Ausbildung an der Reitakademie in Hannover und wurde 1866 Eskadronchef im 13. Ulanenregiment Hannover. Von 1850 bis 1880 galt er als der erfolgreichste Jagdrennreiter Deutschlands. Nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 leitete Heinrich von Rosenberg die grundlegende Reorganisation der Kavallerie. Statt auf die Kasernenausbildung legte er den reiterlichen Schwerpunkt auf Distanzritte, solide Dressur und die Springausbildung. Der hohe Ausbildungsstand der preußischen Kavallerie ist ihm zu verdanken. Im Jahr 1893 wurde er zum General ernannt. Die von Rosenberg entwickelten Lehrsätze der Reiterei prägten die Entwicklung des Pferdesports auch noch weit über seine Zeit hinaus.

General Heinrich von Rosenberg starb am 19. April 1900 in Rathenow bei Potsdam. Die Inschrift auf dem Gedenkstein, an der Pferderennbahn in Hannover-Langenhagen, an der Neuen Bult lautet: "Dem kühnen Führer im Kriege, dem Meister in Lehre und Beispiel dem General von Rosenberg die dankbare deutsche Reiterei."

General von Rosenberg-Denkmal enthüllt am 20. April 1902

 

 

Zum Sachsenross | Niedersachsenross

Sachsenross | 27.05.1901

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Geschichte der Stadt Hannover II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
Hannover, Die Grosstadt im Grünen | Fr. Stadelmann | Verkehrs-Verein Hannover e.V. Hannover | 1927
Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Stadtarchiv Hannover
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart | Dr. Klaus Mlynek,
Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
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