Sammlung - Peter Klasen | Militärs und Politiker des wilhelminischen Kaiserreichs
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Das Militär im Deutschen Kaiserreich Das Heer und die Marine blieben abgesehen von der Bewilligung der nötigen Finanzmittel nach der Verfassung weitgehend der Verfügungsgewalt des preußischen Königs beziehungsweise des Kaisers unterstellt. Die Grenzen der absolutistisch anmutenden „Kommandogewalt“ waren dabei kaum definiert. Es blieb von daher eine der zentralen Stützen der Monarchie. Unterhalb des „obersten Kriegsherren“ existierten mit dem Militärkabinett, dem preußischen Kriegsministerium und dem Generalstab drei Institutionen, die zeitweise untereinander um Kompetenzen stritten. Insbesondere der Generalstab unter Helmuth Karl Bernhard von Moltke (1800-1891) und später Alfred von Waldersee (1832-1904) versuchte Einfluss auch auf politische Entscheidungen zu nehmen. Dasselbe gilt für Alfred von Tirpitz (1849-1930) in Marinefragen. Die Armee richtete sich nicht nur gegen äußere Feinde, sondern sollte nach dem Willen der militärischen Führung auch im Innern etwa bei Streiks zum Einsatz kommen. In der Praxis wurde die Armee allerdings bei den großen Streiks kaum eingesetzt. Gleichwohl bildete die Armee als Drohpotential einen nicht zu unterschätzenden innenpolitischen Machtfaktor. Die enge Verbundenheit mit der Monarchie spiegelte sich zunächst noch im stark adelig geprägten Offizierskorps wider. Auch später behielt der Adel eine starke Stellung unter den Führungsrängen, allerdings drang im mittleren Bereich mit der Vergrößerung der Armee und der Flotte der bürgerliche Anteil stärker vor. Die entsprechende Auswahl und die innere Sozialisation im Militär sorgten allerdings dafür, dass auch das Selbstverständnis dieser Gruppe sich kaum von der ihrer adeligen Kameraden unterschied. Vice Admiral Graf v. Spee |
22.06.1916 Graf v. Spee, Weddigen,
Meyer-Waldeck
Kapitänleutnant Otto
Weddigen Kapitän zur See
Meyer-Waldeck
Fregattenkapitän v.
Müller
Kapitänleutnant von Mücke |
01.06.1914 Zwischen 1848 und 1860 hat die deutsche Gesellschaft das Militär eher mit Misstrauen betrachtet. Dies änderte sich sehr schnell nach den Siegen 1864 und 1871 fundamental. Das Militär wurde zu einem zentralen Element des entstehenden Reichspatriotismus. Kritik am Militär galt als unpatriotisch. Dennoch unterstützten die Parteien eine Vergrößerung der Armee nicht unbegrenzt. So erreichte das Militär erst 1890 mit einer Friedenspräsenzstärke von fast 490.000 Mann ihre von der Verfassung vorgegebenen Stärke von 1% der Bevölkerung. In den folgenden Jahren wurden die Landstreitkräfte weiter umfangreich verstärkt. Zwischen 1898 bis 1911 forderte die kostspielige Flottenaufrüstung Einschränkungen beim Landheer. Großadmiral v. Tirpitz |
16.01.1917 Burggraf und Graf zu
Dohna-Schlodien
Korvettenkapitän Heldengrab Weddingen | 24.11.1915 Bemerkenswert ist, dass sich in dieser Zeit der Generalstab selbst gegen einen Ausbau der Truppenstärke gewandt hatte, weil er eine Verstärkung des bürgerlichen zu Lasten des adeligen Elements im Offizierskorps befürchtete. Das Heer gewann während des Kaiserreichs einen starken gesellschaftlichen Nimbus. Das Offizierskorps galt in weiten Teilen der Bevölkerung als „Erster Stand im Staate.“ Dessen Weltbild war dabei geprägt von der Treue zur Monarchie, dem Vaterland und der Verteidigung der Königsrechte, es war konservativ, antisozialistisch und grundsätzlich antiparlamentarisch geprägt. Dieser militärische Verhaltens- und Ehrenkodex reichte weit in die Gesellschaft hinein. Auch für viele Bürger wurde der Status eines Reserveoffiziers nunmehr zu einem erstrebenswerten Ziel. Von Bedeutung war das Militär zweifellos auch für die innere Nationsbildung. Der gemeinsame Dienst verstärkte etwa die Integration der katholischen Bevölkerung in das protestantisch geprägte Kaiserreich. Selbst die Arbeiter blieben gegenüber der Ausstrahlung des Militärs nicht immun. Dabei spielte der lange Wehrdienst von drei Jahren bei der „Schule der Nation“ eine prägende Rolle. Heinrich Manns Untertan, der Hauptmann von Köpenick oder die Zabern-Affäre machen die Bedeutung des Militarismus in der Gesellschaft deutlich. Generalfeldmarschall v.
Falkenhayn
Generalfeldmarschall von Hindenburg
Generalfeldmarschall von
Eichhorn Aus großer Zeit | Wilhelm II. mit seinen Generälen Generaloberst von Heeringen mit seinem Stabe | 21.02.1916 Überall im Reich wurden die neuen Kriegervereine zu Trägern einer militaristischen Weltanschauung. Welche Breitenwirkung diese entfalteten, zeigt die Mitgliederzahl von mehr als 2,9 Millionen im Kyffhäuserbund im Jahr 1913. Der Bund war damit die stärkste Massenorganisation des Kaiserreichs. Die vom Staat geförderten Kriegervereine sollten die militärische, nationale und monarchische Gesinnung pflegen und die Mitglieder gegenüber der Sozialdemokratie immunisieren. Im Schützengraben | 30.7.1915 Einmarsch in eroberte feindliche Stadt | 03.10.1915 |
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Generalfeldmarschall v.
Bülow
General von Emmich |
19.03.1917
Generalfeldmarschall Freiherr
Colmar
Generalfeldmarschal
General Dankl |
14.11.1914
General v. Linsingen | 17.08.1916 General der Artillerie von
Gallwitz
General der Artillerie von
Scholtz
General der Infanterie von
Beseler |
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Der Kaiser ruft, nun muss ich fort | 01.07.1915 Dem Feinde Trutz, Gott Preis und Ehr! | 12.02.1916 |

Generalstabschef Conrad von
Hötzendorf
Generaloberst von
Woyrsch
General der Infanterie
Litzmann
20.12.1915
10.01.1916
09.06.1916

General von Francois |
14.01.1916 General v. Bissing Gouverneur von
Belgien Feldmarschall Graf
Waldersee
26.05.1915
22.05.1902

General der Infantrie Exellenz v.
Mudra Generaloberst von
Falkenhausen
Generaloberst von
Herringen
01.04.1916
02.06.1915
03.02.1917
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Morgenrot, Morgenrot, leuchtest
mir Mit
Gott für Kaiser und
Reich
Wie könnt ich Dein
vergessen! |
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Infanteriegeneral v.
Kluck
Generaloberst von
Einem
Generalleutnant
Ludendorff Generaloberst Erzherzog
Eugen
General der Infanterie Moritz
Ritter
Manfred Freiherr von
Richthofen Oberleutnant Max
Immelmann
Theodor von
Bethmann-Hollweg |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann sich gerne
beteiligen. Wikipedia - Die freie Enzyklopädie |









