Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2016
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Das Apollokino in Hannover-Linden 1908-2008 von Torben Scheller

Als die Bilder laufen lernten…

Am 1. November 1895 präsentieren die Brüder Max und Emil Skladanowsky den weltweit ersten bewegten Film vor zahlendem Publikum im berühmten Berliner Wintergarten-Varieté. Die ersten „Laufenden Bilder“ erreichten Hannover am 18. August 1896. Im Hannoverschen Tageblatt wurde als absolute Neuheit DIE PHOTOGRAPHIE IN VOLLSTER LEBENSTÄTIGKEIT angekündigt. Im Saal des Gasthauses ZUM EINHORN in der Georgstraße 34. gab es ca. eine halbe Stunde lang im KINEMATOGRAPH LUMIÈRE 8 kurze Filme mit Titeln wie UNKRAUT VERGEHT, IM SEEBAD, SPANISCHE LANZENREITER oder FRANZÖSISCHE KÜRASSIERE. Die Filme liefen mit technisch notwendigen Pausen von morgens 11 bis 1 Uhr und nach der Mittagpause von 4 bis 10 Uhr. Kurze Zeit später gab es auch in der Ständehausstraße 1. ein Theater für „Lebende Photographien“ Im Februar 1897 tauchten die lebenden Bilder auch als Teil der Varieté-Vorstellungen im MELLINI-THEATER auf. Im Sommer 1908, noch vor dem ersten Kinoboom vergnügten sich die Hannoveraner z. B. beim Familien-Tanz-Kränzchen im Saal der SCHAUBURG, guckten die Operette DIE LUSTIGE WITWE im MELLINI-THEATER, welches auch Varieté-Vorstellungen anbot. Im Lister Turm gab es beispielsweise ein großes patriotisches Siegerfest zu Gunsten des Grafen Zeppelinfonds.

     

                Gruss aus dem Mellini-Theater | 1897                         Mellini-Theater Zuschauerraum | 21.12.1923

Einzelne Filmvorführungen gab es zum Beispiel auch im SAALBAU in der Hildesheimer Straße 45., der aber hauptsächlich für Tanzveranstaltungen und Bälle genutzt wurde. Die Filmvorführungen waren damals nur Bestandteile ganzer Abendprogramme, etwa in Kombination mit einer Damenkapelle in der ALTEN FLÖTE, oder auch mit einem Damenringkampf im SAALBAU. Die ersten ortsfesten Kinos gab es 1908, wie das PANAOPTIKUM in der Bahnhofstraße 4., das ein „Theater lebender Photographien“ versprach. Nach der Vorstellung trat FRED ROLOON auf, „der Mann mit der besten Muskelausbildung" und Champion im Gummiziehen. Um sich von der Konkurrenz abzusetzen kündigte etwa das BIOTOPHON-THEATER in der Goethestraße 48. sein Eröffnungs-Gala-Programm, bestehend aus mehreren dramatischen und urkomischen Einaktern am Sonntag, den 6. September 1908 mit dem Hinweis an: VORFÜHRUNG AUF SILBERNER LEINWAND. Das HANSA-THEATER in der Goethestraße 47. warb mit den Slogan SCHÖNSTER KINEMATOGRAPH DER RESIDENZ und dem Hinweis: JEDEN SONNABEND WERDEN SCHON DIE NEUESTEN BILDER VORGEFÜHRT, WELCHE DIE KONKURRENZ ERST SONNTAGS RESP. MONTAGS ZEIGT Aber auch der KINO-SALON in der Goethestraße 2./Ecke Münzstraße hatte eine Silberleinwand und nahm für sich in Anspruch HANNOVERS SCHÖNSTES KINEMATOGRAPHEN-THEATER zu sein mit einem SENSATION-ELITE-PROGRAMM.

      

       Gruß von der Schwanenburg Limmer | 14.08.1903                            Saalbau Konzert-Etablissement
                                                                                                     (Hildesheimer Straße 45.) | 28.12.1906

Der Lübecker Kinounternehmer Arthur Mest vom CENTRAL-THEATER sprach in einer Anzeige am 6. September 1908 sein Publikum persönlich an: UM DEN ZAHLREICHEN WÜNSCHEN MEINER GEEHRTEN KUNDSCHAFT NACHZUKOMMEN, WERDE ICH DIE EINGEFÜHRTEN SONNTAGS-MATINÉE-VORSTELLUNGEN VON 11 UHR BIS 1 UHR WEITER FORTSETZEN UND… UM ZAHLREICHEN BESUCH BITTET HOCHACHTUNGSVOLL ARTHUR MEST.

Vom Tanzsaal zum APOLLO…

Im Jahr 1908 wird aus dem ehemaligen Tanzsaal Sander (vormals der Saal von HENGSTMANNS RESTAURANT) das APOLLO mit 300 Plätzen. Der Tanzsaal SANDER in der Leinaustraße/Ecke Limmerstraße ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem späteren Saalbau Sander, wie das Volksheim des Arbeiterbildungsvereins in den 1920er Jahren hieß. Die erst 23jährige Wilhelmine Kaufmann eröffnete das Lichtspielhaus und Hannovers Arbeiter- bezirk hatte sein erstes Kintopp. Die kurzen Einakter, die auf dem Spielplan standen, stellen den Alltag dar, das boxende Kängeruh sorgte für erste Lacher und mit Tom Mix wurden die Zuschauer zum Westernhelden. Der Name APOLLO setzte sich allerdings erst allmählich durch. In den Anfangsjahren gingen die Lindener zu SANDER, wenn sie "laufende Bilder" anschauen wollten.

Tom Mix

Das Kino war in den Anfangsjahren regelmäßig ausverkauft, es wurden sogar Stehplätze verkauft. Das Publikum informierte sich über das Programm im Vorübergehen in den Schaukästen. Zeitungsanzeigen, wie heute üblich, wurden noch nicht geschaltet. Wilhelmine Kaufmann pflegte niemals selber einen Film anzusehen. Nach dem Aufstehen am Vormittag kam der Friseur täglich ins Haus. Nach etwas Büroarbeit fuhr die Kinobesitzerin mit dem Taxi von der Minister-Stüve-Straße ihre Filmtheater ab und sammelte die Kasseneinnahmen des vergangenen Tages ein. Das Geschäft ging so gut, dass Frau Kaufmann und ihr Bruder weitere Filmtheater übernahmen, wie das VICTORIA-THEATER (233 Plätze) am Schwarzen Bären Nr. 4, 1910 im Hause der bekannten BÄRENHÖHLE. Später folgten jeweils kurzzeitige Übernahmen weiterer Filmtheater wie der Betrieb des LUNA-LICHTSPIELE in der Nieschlagstraße 16/17, 1925 oder des LEHRTER LICHTSPIELHAUSES im Jahr 1935, dem heutigen ANDEREN KINO in Lehrte.

Vermutlich waren das auch Reaktionen auf die inzwischen in unmittelbarer Nachbarschaft zum APOLLO KINO entstanden neuen Kinos. Max Scharnofske eröffnete die Kinos KRONPRINZEN-LICHTSPIELE (350 Plätze) in der Wunstorfer Straße 86, 1921 und bereits fünf Jahre zuvor, 1916 den großen KINO-PALAST (600 Plätze) auf der Limmerstraße 31, vielen Hannoveranern besser bekannt, unter dem Namen "SCHAUBURG-LICHTSPIELE". Die Umbenennung erfolgte 1931 im Zuge der Erweiterung des Kinos auf 1000 Plätze.

Am schwarzen Bären - Bärenhöhle | 25.10.1910

Gruss aus Hengstmann`s Restaurant | 18.08.1904

Tanzsaal Sander

Wilhelmine Kaufmann (1885-1945)

Limmerstraße (Ecke Leinaustraße ) | 05.06.1919

Die Filmprogramme... Der Wiederbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg...

In den Anfangsjahren des APOLLOS bestand das Filmprogramm aus mehreren kurzen Filmen. Die ersten Langfilme gab es ab 1912 mit den großen Filmdiven wie Asta Nielsen und Pola Negri, die für volle Kinoreihen sorgten. Beliebt waren damals auch die Filme mit Sensationsdarsteller Harry Piel. Die Stummfilme wurden am Klavier begleitet, denn die Umstellung auf Tonfilm erfolgte erst Anfang der 1930er Jahre. Fortan gab es sprechende Bilder. Gezeigt wurden in den 1930er Jahren beliebte deutsche Filme wie zum Beispiel DIE DREI VON DER TANKSTELLE mit Heinz Rühmann.

      

      Harry Piel in - Was ist los im Zirkus Beely - D 1927                                          Pola Negri

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges musste der Spielbetrieb unterbrochen werden. Durch einen Bombentreffer auf das Nachbarhaus am 26. Oktober 1944 war die Zuwegung mit Trümmern blockiert und der Vorraum samt Kasse zu einem Drittel zerstört. Wenig später, am 25. März 1945 deckte eine Luftmine das Dach der SCHAUBURG-LICHTSPIELE in der Limmerstraße 31. ab. Auf dem Spielplan stand gerade der Filme „Der Weg ins Freie“. Nach der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten 1945 wurden zunächst alle Kinos geschlossen, lediglich das VIKTORIA in der Alten Celler Heerstraße spielt als FOX-CINEMA Filme für die Besatzungstruppen. Am 12. Mai 1945 wurden die ersten Lizenzen für den Betrieb von Filmtheatern vergeben. Bevor die Wiedereröffnung gefeiert werden konnte verstarb Wilhelmine Kaufmann 60jährig im Juni 1945. Ihre Tochter Jutta, die seit frühster Jugend aushilfsweise in den Kinos ihrer Mutter Filme vorführte, und ihr Mann Henk ter Horst (ein gebürtiger Holländer) traten die Nachfolge in der Kinoleitung an. Am 24. Juli 1945 konnten zunächst fünf Kinos in Hannover wiedereröffnen mit Filmen, die von der Militärregierung genehmigt wurden. Es liefen deutsche Vorkriegsfilme, die als unbedenklich eingestuft wurden: ADLER-LICHTSPIELE, Podbielskistraße: DIE SCHWEDISCH NACHTIGALL (1941) CAPITOL, Schwarzer Bär: DIE FRAU MEINER TRÄUME (1944) HERREBHÄUSER LICHTSPIELE, Alte Stöckener Straße 60 a: SOPHIENLUND (1943), KRONPRINZEN-LICHTSPIELE, Wunstorfer Straße 86.: BAL PARÉ (1940) und APOLLO: ZIRKUS RENZ (1943).

Ehepaar ter Horst

Die britische Besatzungsmacht hielt das Kino für das wichtigste Instrument zur Beeinflussung und Information, das zugleich geeignet war, von der Existenz der Nachkriegszeit abzulenken. Entsprechend gab es folgend von den Alliierten produzierte Dokumentarfilme und Wochenschauen. Der Eintritt für das Kino betrug damals 80 Reichspfennig, während Zigaretten 2,50 RM oder ein Stück Butter 250 RM kosteten. Willi Gebhard, ehemaliger Geschäftsführer des Kinos erinnert sich, dass zu dieser Zeit noch zwei Filmkopien aus der Vorkriegszeit im Kino liegen geblieben waren, politisch völlig harmlose Filme („Liebe streng verboten“ und „Der Dschungel ruft“), die sich die Chefin Jutta ter Horst von Zeit zu Zeit privat anschaute. Aus Angst vor den Besatzungsmächten, etwas Verbotenes zu tun, versenkten ihr Mann und Willi Gebhard die Kopien eines Nachts in der Leine.

Das Apollo-Kino ca. 1957

Nach dem Krieg begann die Blütezeit. Die großen Familienfilme liefen in der wenige hundert Meter entfernten Schauburg mit ihren inzwischen 1200 Plätzen. Das APOLLO spezialisierte sich auf amerikanische Filme mit Stars wie JOHN WAYNE, GREGORY PECK oder RICHARD WIDMARK. Das APOLLO war kein Erstaufführungskino, die Filme erreichten das Stadtteilkino erst einige Wochen nach der Uraufführung in einem der Innenstadtkinos. Das Programm wechselte zweimal die Woche, am Freitag und am Dienstag. Nach den sehr guten Geschäften Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre gab es erste Überlegungen, das APOLLO auf 400/450 Plätze zu erweitern. Der Kinosaal sollte um gut 15 Meter verlängert werden. Allerdings kam es nicht zur Umsetzung der Pläne, da gegen Ende der 1950er Jahre das erste Kinosterben durch die Verbreitung des Fernsehens losging.

In den 1950er Jahren stellt Henk ter Horst den Spielbetrieb auf das Breitwandformat um. Große epische Filme wie DIE BIBEL sollen nun die Zuschauer im Kino halten. Aber auch das vergrößerte Bild konnte den sinkenden Besucherzahlen keinen Einhalt gebieten. Immer mehr Zuschauer blieben ihrem Puschenkino fern. Ein Kino nach dem anderen musste aufgeben. Die SCHAUBURG-LICHTSPIELE, einige hundert Meter vom APOLLO entfernt, stellte den Spielbetrieb 1967 ein. Henk ter Horst und seine Frau Jutta ter Horst hingen an ihrem APOLLO und hielten durch.

1973 – das APOLLO wird Programmkino...

Im Jahr 1973, als sich das traditionsreiche letzte verbliebene Stadtteilkino mit "Schulmädchen-Reports" über die Runden schleppte, erschien ein filmbegeisterter Student namens Achim Flebbe (er war Mitglied des hochschulinternen Filmclubs) an der Apollo-Kasse und fragte den Besitzer Henk ter Horst, ob er nicht einmal Filmvorschläge machen dürfte. Der nette ältere Herr ließ den Studenten gewähren und die Idee, fortan anspruchsvolle Unterhaltung für vorwiegend studentisches Publikum zu bieten, bescherte dem APOLLO von heute auf morgen wieder ausverkaufte Vorstellungen.

Am 1. Februar 1973 ging es los mit Stanley Kubricks „2001 Odyssee im Weltraum“. Eines der ersten Programmkinos Deutschlands war entstanden. Aus dem damaligen Studenten ist später der Erfinder und Gründer der CINEMAXX-Kinos geworden. Fortan wurde und wird das Programm mehrfach in der Woche gewechselt und für einen Monat im Voraus veröffentlicht. Jugendliche bemalten die Außenwände des Kinos mit viel bunter Farbe. Nach den Plakatversteigerungen diskutierte das Publikum lange mit den Programmmachern, Regisseure stellten persönlich ihre Filme vor. Die Besucherzahlen sprangen plötzlich von 25.344 Besuchern im Jahr 1972 auf 135.604 Besucher im Jahr 1973.

Von Herbst 1974 bis 1978 war das Kommunale Kino regelmäßig einmal in der Woche zu Gast im APOLLO. Das Kommunale Kino wurde am 12. Oktober 1974 mit einer Veranstaltung im Freizeitheim Vahrenwald eröffnet. Das Gastspiel ende 1978, als das Kommunale Kino seine erste feste Spielstelle in den Kinos am Raschplatz, dem späteren Colosseum bekam.

Henk ter Horst und Achim Flebbe

1983 zog das Kino dann weiter an den heutigen Standort im Künstlerhaus in der Sophienstraße in der Stadtmitte.

Die 1980er Jahre...

Am 5. Mai 1981, in der Nacht von Mittwoch aus Donnerstag, brannte das Hinterhofkino aus. Ein Gast der Spätvorstellung hatte offensichtlich eine Zigarettenkippe fallen lassen. Schnell entschied Henk ter Horst das Kino wieder aufzubauen. Bei der Renovierung wurde auch der bisher verdeckte Stuck an der Decke wieder freigelegt. Mit dem beziehungsreichen Titel "Viel Rauch um nichts" wurde am 1. August 1981 wieder eröffnet. In den 1980er Jahren entwickelten sich klassische Programm- kinospätfilme zu absoluten Knüllern. Ständig mussten die BLUES BROTHERS und DAS LEBEN DES BRAIN wiederholt werden.

      

                  Palast-Theater Saal 1. - ca. 1960                                           Vereinigte Theater-Lichtspiele
                                                                                              Inh. Hagen & Sander (Hildesheimer Straße 11)

Nach dem Tod von Henk ter Horst 1985 führte seine Frau Jutta ter Horst, unterstützt von ihren Töchter Jutta ter Horst und Jennike Lau das Kino weiter bis im Jahr 2001 die Vereinigte Kino Betriebe das Kino übernahmen. Nach der Eröffnung von 3 Multiplexen ab Anfang der 1990er Jahre gab es abermals ein Kinosterben. Die letzten großen klassischen Filmpaläste in der Innenstadt Hannovers, die WELTSPIELE, das PALAST-THEATER, zuletzt zerlegt in 12 kleine und Kleinstabspielstellen, das THEATER AM KRÖPCKE, das THEATER AM THIELENPLATZ und das GLORIA-CENTER mussten schließen. Neben den HOCHHAUS-LICHTSPIELEN überlebte nur das APOLLO dank des unermüdlichen Einsatzes der Familien ter Horst und Lau, die noch heute dank einer fairen Miete den Erhalt des Kinos sichern.

Das APOLLO heute...

Um das Kino für die nächsten Jahre fit zu machen, wurden nun neue französische Hochpolstersessel eingebaut, der Reihenabstand wurde vergrößert, die Platzzahl verringerte sich entsprechend von 300 auf 201 Plätze. Neue Angebote und Serviceleistungen wurden entwickelt. Als erstes Kino in Deutschland führte das APOLLO das KINDERWAGEN-KINO ein, zu dem Eltern mit kleinen Babys kommen. Dabei wird der Film mit verminderter Lautstärke vorgeführt, um die Babyohren zu schützen und der Saal bleibt leicht erleuchtet, damit sich die kleinen Besucher nicht fürchten. Seit Mai 2005 gibt es einmal im Monat den MonGay mit schwulen Filmen, entsprechend seit 2006 auch den WoMonGay. Mit der Firma. DER WEINKONSUM gibt es in loser Folge am Sonntagabend eine Weinprobe im Kino beim VINO-KINO. Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund zeigt das Kino am Sonntag um 14 Uhr pädagogisch wertvolle Kinderfilme zum familienfreundlichen Eintrittspreis von 2,- Euro pro Person. In den letzten Schultagen vor den Sommerferien verlegen ganze Schulklassen den Unterricht ins APOLLO, wenn die SCHUL-KINO-TAGE auf dem Programm stehen. Heute kann man das APOLLO für private Vorführungen mieten, ganz egal ob allein zu zweit oder mit der ganzen Familie Lieblingsfilme anschauen, das Kino für Schulvorstellungen und Firmenpräsentationen buchen.

Am 28. Oktober 2002 feierte DESIMOS Lindener-Spezial-Club seine Premiere im APOLLO und ist seit dem Start die notorisch ausverkaufteste Show der Stadt. Nach der ersten Ankündigung waren die Tickets so schnell vergriffen, das spontan eine zweite Show angesetzt werden musste. Seitdem ist im APOLLO die erste AFTER-WORK-COMEDY-SHOW Deutschlands beheimatet. Dabei ist das Programm immer geheim, der Zuschauer weiß nur, das DESIMO die Show moderiert unter dem Motto: Hauptsache: LIVE, LUSTIG, LINDEN. Seit 2006 werden die monatlichen SPEZIAL-CLUBS ergänzt durch einzelne Liveabende einzelner Solokünstler, wie z. B. Peter Shub, Matthias Brodowy, Heinz Strunk, Bodo Wartke, Desimo...

Schaukasten 100 Jahre Apollo | 2008

 

Apollo | Eingang

Apollo | Saal

Der 100. Geburtstag im September 2008 wurde mit alten und neuen Filmen (aus den Anfängen: Laurel & Hardy Einaktern und dem ältesten erhaltenen Film mit Bildern von Hannover) gefeiert, tollen Live-Veranstaltungen und dem Lieblingsfilm der langjährigen Kinobesitzerin, Jutta ter Horst, denn immer wenn gar nichts mehr ging, bestellte Sie den Anthony Quinn Film ALEXIS SORBAS.

www.apollokino.de

Weitere Lichtspieltheater in Linden und Limmer:

1906/07 Thalia-Theater - Ecke Limmer und Kochstraße
1908 Apollo-Theater - Ecke Limmerstraße 50.
1910 Victoria-Theater - Deisterstraße 8., 
        Direktion Minister-Stüve-Straße 14.,
        ab 1955 Film-Palast, 15. Januar 1962 abgebrannt
1914 Nieschlag-Lichtspiele - Nieschlagstraße 16/17.,
        ab 1918 Luna-Lichtspiele, dann ab 1927
        Modernes Theater, 1943 zerstört
1916 Kino-Palast - Limmerstraße 31.,
        ab 1937 Schauburg-Lichtspiele, 1967 geschlossen
1921 Kronprinzen-Lichtspiele - Wunstorfer Straße 86.,
        am 27. Juli 1938 Wiedereröffnung
1921 Posthorn Lichtspiele - Deisterstraße 66/70.
1930 Capitol - Schwarzer Bär 2., 1966 geschlossen
1946 (?) Scala Lichtspiele - Göttinger Chaussee 277.

Friedrich Fressemann
Kinothechnik und Automatenbau - Wunstorfer Straße 44.

Ricklingen:
Astoria-Theater - Konrad Hänisch Straße 5.
1949 Schauburg Ricklingen - Beekestraße 39.,
Eröffnung am 21. Dezember 1949

Badenstedt:
Odeon Lichtspiele - Badenstedter Straße 220.,
ca. 1965 geschlossen.

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Foto - Schaukasten / Postkarten / Text - Weitere Kinos in Linden und Limmer
Apollo - Studio für Filmkunst / Fotos - Apollo Eingang, Apollo-Saal
Familie ter Horst
/ Fotos - Tanzsaal Sander, Wilhelmine Kaufmann, Ehepaar ter Horst, H. ter Horst u. A. Flebbe
Stadt Hannover / Foto - Apollo-Kino ca. 1957
Torben Scheller / Text

Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. | 07/2008