Carl Auen (1892-1972)
Carl Auen wurde am 16. Februar 1892 in Düsseldorf geboren. Carl Auen stand seit 1914 in zahlreichen Stummfilmen vor der Kamera, häufig unter der Regie von Franz Hofer (1882-1945), William Kahn (1888-1943), Leo Lasko (1885-?) und Wolfgang Neff (1875-1936), oft in der Rolle gutaussehender Adliger und Gentlemen. Seinen Erfolg begründeten zwei Spielfilmreihen, in denen er den Kriminalisten Rat Anheim (ab 1917) und den Detektiv Joe Deebs (ab 1919) verkörperte. Den Höhepunkt seiner Karriere bildeten in den 1920er Jahren erfolgreiche Filme wie Frauenschicksal (1922), Lyda Ssanin (1923), Aschermittwoch (1924/25) und Einer gegen Alle (1926/27). Carl Auen gehörte bereits vor der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten dem völkisch gesinnten, antisemitischen Kampfbund für deutsche Kultur und der NS-Betriebszellen-Organisation an. Im Tonfilm, zu dem er 1932 im Alter von 40 Jahren und nach 107 Stummfilmrollen wechselte, trat Carl Auen nur noch in Nebenrollen auf. Dennoch schätzte Joseph Goebbels (1897-1945) ihn genug, um ihn 1933 zum Leiter der Fachschaft Film der Reichsfilmkammer zu ernennen, einer Schlüsselposition in der Personalpolitik innerhalb der nationalsozialistischen Filmindustrie. 1937 spielte Carl Auen im Propagandafilm Togger (1937) einen Kriminalbeamten und übernahm in Richard Eichbergs (1888-1953) Doppelfilm Der Tiger von Eschnapur (1937) und Das Indische Grabmal (1937) zum letzten Mal eine kleine Filmrolle. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Carl Auen Vertreter für Spirituosen. Er starb am 23. Juni 1972 in Berlin.
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Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
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www.cyranos.ch |



