Capitol-Hochhaus | Ihme-Brücke-Zentrum | Lindener Gesellschaftshaus | Lindenhof
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Um das Capitol-Hochhaus | Ihme-Brücke-Zentrum und
Lindenhof-Archiv anzuschauen - bitte den Archiv-Link öffnen. Capitol-Hochhaus Das turmartige Gebäude des Capitol-Hochhauses am Schwarzen Bären, das von 1929 bis 1930 errichtet wurde, wird der Stilrichtung der expressionistischen Architektur („Backstein-Expressionismus“) zugerechnet. Es entstand nach Plänen des Architekten Friedrich Hartjenstein (1881-1941). Weitere Gebäude dieser Art und Epoche in Hannover sind das 1926 fertiggestellte Franzius-Institut (damals: Institut für Bauingenieurwesen) an der Nienburger Straße, der 1931 nach Plänen von Prof. Karl Elkart (1880-1959) fertiggestellte Neubau der Stadtbibliothek Hannover an der Hildesheimer Straße (war das erste Bibliotheks-Hochhaus Europas) und das 1927 bis 1928 erbaute Anzeiger-Hochhaus. Das Anzeiger-Hochhaus wurde als Verlagshaus der Verlagsgesellschaft Madsack nach einem Entwurf von Fritz Höger (1877-1949) errichtet. Das Capitol-Hochhaus wurde auf dem Grundstück Schwarzer Bär 2 (früher: Deisterstraße 2) errichtet. Im Jahr 1819 kaufte der Hofarchitekten Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) dem Unternehmer Johann Hinrich Egestorff (1772-1834) das Grundstück ab um sich ein Wohnhaus zu bauen. Kurze Zeit später verkaufte der Hofarchitekt die klassizistische Villa an den Sohn Georg Egestorff (1802-1868), der die Villa als Wohnhaus für seine Familie nutzte. Anfang 1913 wurde das Gebäude abgerissen und das Grundstück bis zum Bau des Capitol-Hochhauses in den Jahren 1929/30 als Lagerplatz genutzt. |
Hochhaus an der Ihme-Brücke | 08.09.1931 |
Hochhaus an der Ihmebrücke (Capitol) | 08.05.1950 |
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Nach dem Krieg wurde im Kinosaal des Capitols ein internationales Theater-Programm zusammengestellt, das sich großer Resonanz erfreute. Auch die englischen Besatzungstruppen nutzten das Capitol für ihre Soldaten. Zunächst waren von der britischen Militärregierung alle Kinos in Hannover geschlossen worden. Aber bald war man auch seitens der Besatzer daran interessiert, den Hannoveranern Abwechslung vom Alltag zu ermöglichen. Der Varieté-Unternehmer Alex Guidos hatte 1945 im Capitol die erste Varieté-Vorstellung Hannovers nach dem Krieg zusammengestellt. Am 25. Dezember 1948 gastierte Lale Andersen (1905-1972) und am 20. Januar 1949 Cläre Waldoff (1884-1957) im Capitol. 1966 wurde das Capitol geschlossen. In den 1980er Jahren wurde das Capitol-Kino zur Diskothek mit Live-Bühne umgebaut und dient seitdem als Auftrittsort in einer Größenordnung von bis zu 2.500 Zuschauern. Gelegentlich werden auch Filme auf einer Großbildleinwand gezeigt. |
Ihme-Brücke
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Erstmals wurde die Brücke 1493 schriftlich erwähnt, sie war lange Zeit die einzige Verbindung zwischen Hannover und der späteren Stadt Linden. Im Jahr 1603 wurde dann die alte Holbrücke durch eine hölzerne neue Brücke mit einem Tor ersetzt. Zu dieser Zeit war der Fluss nicht sehr breit und tief. Erst mit dem Bau des „Schnellen Grabens“, ein Verbindungskanal zwischen dem Leine-Fluss und der Ihme, wurde durch die Wasserzufuhr aus der Leine, die Ihme zu einem großen und schiffbaren Fluss. Den neuen Gegebenheiten war die Brücke aus dem Jahr 1603 nun nicht mehr gewachsen und so wurde sie 1658 durch starken Eisgang zerstört und musste durch ein Provisorium aus Holz ersetzt werden. Bezahlt wurde der Unterhalt der Brücke von der Stadt Hannover, da die Brücke immer wieder beschädigt wurde, beschloss der Magistrat eine Brücke aus Stein zu errichten. |
Neue Ihmebrücke | 13.11.1913 |
Am Schnellengraben | 08.06.1903 |
1695 wurde der Mechanikus Georg Sigismund Schmid mit der Planung und dem Bau einer Steinbrücke beauftragt. Der Bau dauerte wegen Verzögerungen bei der Anlieferung von Baumaterial fünf Jahre. 1700 war die neue, 14 m lange, 10 m breite und auf vier Pfeilern gebaute Steinbrücke fertig. Sie war die erste größere Steinbrücke Hannovers. Zur Verteidigung wurden zwischen den Pfeilern Stauwehre angebracht und Postamentvasen zierten am Anfang und Ende die Brücke.
Ihmebrücke | 23.06.1916 |
Alte Ihmebrücke - Neue Ihmebrücke | 16.10.1917 |
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1910 begangen die Abrissarbeiten an der Steinbrücke aus dem Jahr 1700 um dann 1911/12 nochmals eine neue Brücke, in Stahlbaukonstruktion zu errichten. Ende 1912 war sie dann fertig. Mit dem Bau der Stadtbahn wurde die Brücke in den 1970er Jahren nochmals verbreitert. 1992 ist die Brücke nach dem Hannoverschen Studenten Benno Ohnesorg (1940-1967), der bei einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien am 2. Juni 1967 erschossen wurde, benannt worden. |
Ihmebrücke | 26.10.1921 |
Ihmebrücke m. Hochhaus | 19.05.1939 |
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Die Brücke wird seit 2008 durch einen Neubau ersetzt. Dieser soll mit einem Hochbahnsteig für die Stadtbahn ausgestattet werden und ende 2012 fertiggestellt sein. Nötig wurde diese Maßnahme, um den Hochwasserschutz zu verbessern. |
Ihme-Zentrum
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Von 1971 bis 1976 entstand, gegen den Widerstand der Geschäftsleute vom Lindener Marktplatz und von der Limmerstraße das „Ihme-Zentrum". Bereits in den späten 1960er Jahren wurde mit den Planungen für den Gebäudekomplex begonnen. Im Jahr 1972 fingen die Arbeiten auf Europas größter Baustelle an. Das übergroße Gebäude entstand bis 1975 auf dem Gelände der ehemaligen Mechanischen Weberei (Lindener Samt/Velvet) und war mit zwei Kaufhäusern, ca. 50 Einzelhandelsgeschäften, vier Banken, 11 Gaststätten, einer Bowlingbahn, dem Verwaltungsgebäude der Stadtwerke AG, 860 Wohnungen, einem Studentenwohnheim und im unteren Parkdeck mit 2.300 Parkplätzen eine eigene Stadt im Stadtteil. Leben, arbeiten und einkaufen in einem zusammenhängenden Komplex war zu dieser Zeit groß in Mode, doch das hielt nicht lange an, Mitte der 1980er Jahre standen viele Geschäftsräume leer und das Ihme-Zentrum wurde zu einem Problemfall. Die Landeshauptstadt Hannover mietete Ende der 1990er-Jahre Büroflächen von über 5.000 m². Unter anderem wurde seinerzeit das Hochbauamt der Stadt aus Innenstadtbüros in das Ihme-Zentrum verlegt. Im Jahr 2002 wurden nach Auszug der Norddeutschen Landesbank (Nord LB) von der Stadt Hannover weitere 5000 m² Büroflächen für städtische Ämter gemietet, in Verbindung mit der Verpflichtung des Vermieters zu einer zügigen Revitalisierung des gesamten Komplexes. |
Unter dem Namen Linden-Park sollte ab Anfang 2011 aus dem Ihme-Zentrum ein neues Einkaufszentrum auf zwei Ebenen werden. Das Projekt sollte im 3. Quartal 2009 fertiggestellt werden. Infolge der allgemeinen Wirtschaftskrise an den Kapitalmärkten geriet der US-Investor, die Carlyle Group mit Sitz in Washington, D.C., USA unter finanziellen Druck. Im Januar 2009 kam es dann zu einem Baustopp als Folge von Nichtbezahlung von Baufirmen und Dienstleistern. Aufgrund von Brandschutzmängeln wurde ein Teil der Tiefgaragen gesperrt. Am 23. Februar 2009 hat der Investor für seine am Umbau beteiligten Projektgesellschaften Insolvenz beantragt. Die Landesbank Berlin (LBB) als Co-Finanzierer des Linden-Park-Projekts war wohl weiterhin an einer Lösung des Problems interessiert. Die Bank setzte einen Zwangsverwalter ein. |
Hannover-Linden | Das Ihmezentrum |
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Die Landesbank Berlin (LBB) hat Mitte 2010 den US-amerikanischen Bauträger Hines mit einer Konzeptfindung beauftragt. Außerdem wird eine Änderung der Teilungserklärung sowie der Gemeinschaftsordnung angestrebt mit dem Ziel, die Wohn- und Gewerbebereiche stärker rechtlich voneinander zu trennen, wodurch das Objekt für Investoren interessanter werden soll. Dafür ist die Zustimmung aller 543 Wohnungsbesitzer nötig. Im Dezember 2011 haben dem etwa 84% zugestimmt. Die Unterschriftensammlung dazu begann im Januar 2011. |
Blick auf das Ihme-Zentrum |
Blick auf das Fernheizwerk und Teilansicht des Ihme-Zentrums |
Lindener Gesellschaftshaus | Lindenhof
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Das Lindener Gesellschaftshaus, später ab 1900 in Lindenhof umbenannt, befand sich laut Adressbuch von 1897 in der Deisterstraße 15 am Schwarzen Bären. Otto Heise war zu dieser Zeit Geschäftsführer des Gesellschaftshauses, er wohnte auch in der Deisterstraße 15, im III. Seitenflügel. Der Lindenhof besaß zehn Kegelbahnen und einen großen Theatersaal. |
Gruss aus Linden-Hannover |
Gruss aus dem Lindenhof | 20.04.1901 |
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Am 24. August 1906 wurde die Bürgerschützen-Gesellschaft zu Linden von 1906 e.V. im Lindenhof gegründet. Im Saal fand am 23. Januar 1907 die Gründungsfeier statt. Der Lindenhof wurde auch das Vereinsheim der Bürgerschützen, dort konnte mit Zimmerstutzen geschossen werden. Am 27. Februar 1911 wurde der Ruderverein Linden von 1911 e.V. als Arbeitersportverein im Lindenhof gegründet. Eine Kegelbahn im Lindenhof dient als Bootshaus für das erste Ruderboot des Vereins. |
Gruss vom Lindenhof ! | 01.02.1903 |
Lindenhof | 03.02.1913 |
Im Jahr 1913 war Theodor Kreimeier Inhaber des Lindenhofs. Der Lindenhof diente im Ersten Weltkrieg (1914-1918) auch als Reserve-Lazarett. Nach Kriegsende hatte die Stadt Linden mehr als 2000 Kriegsopfer zu verzeichnen. Ein Grund weshalb im Lindenhof ein Reserve-Lazarett eingerichtet wurde.
Reserve-Lazarett Hannover-Linden Abt. Lindenhof | 09.02.1917 |
Reserve-Lazarett Hannover-Linden, |
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Kirchner & Griebe, Erste Deutsche Daunendeckenfabrik KG im Lindenhof. Die Unternehmer Kirchner und Griebe übernahmen 1879 die Deutsche Patent-Daunen-Steppdecken-Fabrik von Eduard Frankenberg. Frankenberg hatte vor der Übernahme, seine Fabrik, in der Nordmannstraße 15, in Hannover. Man änderte den Namen in Erste Deutsche Daunendeckenfabrik KG um, und zog in die Deisterstraße 15, ins Haus des Lindenhofs um. |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
sich gerne beteiligen. Adress- und Fernsprechbücher der Stadt
Hannover |




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