Camilla Horn (1903-1996)
Camilla Horn wurde am 25. April 1903 in Frankfurt am Main geboren. Sie war Film- und Theaterschauspielerin. Nach einer Gesellenprüfung als Schneiderin war die Tochter eines Eisenbahnbeamten zunächst in unterschiedlichen Berufen tätig, um sich eine Schauspielausbildung zu finanzieren. Diese absolvierte Camilla Horn schließlich in Berlin bei der Schauspielerin Lucie Höflich (1883-1956) und nahm zusätzlich Tanzunterricht bei Rudolf von Laban (1879-1958). Camilla Horn bekam vorwiegend Rollen als Statistin auf Bühnen und im Film. 1925 wurde sie von F. W. Murnau (1888-1931) für die Rolle des Gretchens in seiner Faust-Verfilmung entdeckt. Dieser Film Faust – eine deutsche Volkssage (1926) war ein derart großer Erfolg, dass sie dadurch einen Vertrag bei den United Artists Pictures (UA) in Hollywood, Los Angles erhielt, der unter anderem eine Zusammenarbeit mit Ernst Lubitsch (1892-1947) und John Barrymore (1882-1942) zur Folge hatte, wobei sie aber fast immer auf den Typ der aufrechten Naiven im Sinne ihrer Gretchen-Rolle festgelegt blieb. 1929 kehrte sie nach Deutschland zurück und konnte dort mit Produktionen in Großbritannien und Frankreich an ihren internationalen Erfolg anknüpfen, da ihre Rollen jetzt eine größere Bandbreite und Vielfältigkeit aufzuweisen hatten. Nach dem Krieg arbeitete Camilla Horn aufgrund ihrer Englischkenntnisse zunächst als Dolmetscherin, dann als Schauspielerin auf der Bühne und auch wieder im Film, aber nur selten im Fernsehen. |
Camilla Horn | 22.07.1927 |
1974 erhielt sie das Filmband in Gold des Bundesfilmpreises für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. 1985 schrieb sie ihre Memoiren Verliebt in die Liebe und 1987 bekam sie den Bayerischer Filmpreis (Darstellerpreis) für Schloß Königswald (1987). Einer Hommage an Darstellerinnen der UFA-Zeit, in dem auch Marika Rökk (1913-2004), Marianne Hoppe (1909-2002) und Carola Höhn (1910-2005) mitwirkten. Ihren letzten Filmauftritt hatte sie 1988 in Pál Erdöss Spinnen (1988).
Am 14. August 1996 starb Camilla Horn in Gilching bei München. Ihr Grab befindet sich in Herrsching am Ammersee.
Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)
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Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann
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www.cyranos.ch |



