Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Bruno Kastner
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Bruno Kastner (1890-1932)

Bruno Kastner wurde am 30. Januar 1890 als Bruno Richard Otto Kastner in Forst (Lausitz), Brandenburg, als Sohn eines Steuereinnehmers geboren. Er war einer der beliebtesten deutschen Film- und Theaterschauspieler seiner Zeit.

Nach dem Gymnasium in Fürstenwalde ging er zum Militär, wo er wegen Dienstuntauglichkeit nur 17 Tage blieb. Danach nahm er Schauspielunterricht bei Paul Biensfeldt (1869-1933) in Berlin, wurde daraufhin vom Stadttheater Harburg, in der damals eigenständigen Stadt Harburg (Elbe) bei Hamburg, engagiert. Nach einiger Zeit auf Wanderbühnen wirkte er von 1911 bis 1921 als Chorsänger und Schauspieler in Berlin.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 brachte für den dienstuntauglichen Bruno Kastner den Durchbruch im Film. Wie alle kampftauglichen Männer wurden auch Schauspieler zum Kriegsdienst herangezogen, wodurch Darsteller zu Mangelware wurden. Bruno Kastner wurde 1914 vom dänischen Regisseur Urban Gad (1879-1974) entdeckt, der ihm im Lustspiel Engelein (1914), und dem Nachfolger Engeleins Hochzeit (1914) eine Rolle an der Seite, der großen Asta Nielsen (1881-1972) gab.

Film Sterne Verlag 190/2 | 19.02.1919

Der junge, gut aussehende Bruno Kastner wurde rasch zum Frauenschwarm, dem die Liebesbriefe seiner weiblichen Fans in Wäschekörben zugestellt wurden. Das männliche Publikum fand weniger schmeichelhafte Bezeichnungen wie zum Beispiel “Kleiderbügel“, und löste eine rege Diskussion über Bruno Kastner in Zeitungen und Filmzeitschriften aus.

Bruno Kastner heiratete 1918 die Schauspielerin Ida Wüst (1884-1958), mit der auch gemeinsam vor der Kamera stand und auch Drehbücher verfasste. 1921 wurde Bruno Kastner zum besten Schauspieler Deutschlands gewählt, noch vor Harry Liedtke (1882-1945) und Max Landa (1880-1933). Jeder Film wurde ein Kassenschlager. Zu seinen erfolgreichen Filmen gehören Hilde Warren und der Tod (1917), Der Onyxknopf (1917), Das Herz des Casanova (1919) und Der Silberkönig (1921).

Bruno Kastner gründete 1922 seine eigene Filmfirma, die Kastner-Film GmbH mit der er sich noch besser in Szene setzen konnte. 1924 verunglückte er schwer mit dem Motorrad in Lugano/Schweiz und musste ein Jahr pausieren. Trotz seines Unfalls konnte er weiter erfolgreich beim Film arbeiten. Doch mit beging des Tonfilms wurde es für Bruno Kastner, der durch einen Sprachfehler stark beeinträchtigt war, schwer seine Fans zu halten. Hinzu kam, dass ihm durch das fortschreitende Alter die Rollen als junger und verführerischer Dandy, mit denen er sein weibliches Publikum besonders begeistert hatte, fehlten.

Da Bruno Kastner mit seiner schwindenden Popularität sehr zu kämpfen hatte, setzte er am 30. Juni 1932 in einem Hotelzimmer in Bad Kreuznach mit nur 42 Jahren, durch Erhängen seinem Leben ein Ende.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1914: Engelein
  • 1917: Hilde Warren und der Tod
  • 1917: Der Onyxknopf
  • 1919: Artistentreue
  • 1919: Die goldene Lüge
  • 1919: Das Herz des Casanova
  • 1921: Der Silberkönig
  • 1923: Das Paradies im Schnee
  • 1924: Der Flug um den Erdball
  • 1925: Der Mann, der sich verkaufte
  • 1925: Die vom anderen Ufer
  • 1926: Die Brüder Schellenberg
  • 1927: Der Orlow
  • 1927: Die Dame mit dem Tigerfell
  • 1927: Jugendrausch
  • 1927: Die Pflicht zu schweigen
  • 1928: Freiwild
  • 1928: Angst (Die schwache Stunde einer Frau)
  • 1930: Das Land des Lächelns
  • 1930: Tingel-Tange

Portrait und Szenenkarten

                     

             Film Sterne Verlag 138/1                       Film Sterne Verlag 138/2                       Film Sterne Verlag 138/3

                     

              Film Sterne Verlag 148/1                       Film Sterne Verlag 181/1             Film Sterne Verlag 181/2 | 05.07.1919

Die Goldene Lüge | D 1919 | Ross Verlag 607/2

Artistentreue | Bruno Kastner - Hanne Brinkmann
D 1919 | Ross Verlag 618/2

                     

             Film Sterne Verlag 181/4                       Film Sterne Verlag 190/1                       Film Sterne Verlag 190/3

                     

              Film Sterne Verlag 190/4                       Film Sterne Verlag 191/1             Film Sterne Verlag 191/4 | 17.06.1919

                     

                  Ross Verlag 343/2                                 Ross Verlag 345/1                                 Ross Verlag 346/1 

             

                  Ross Verlag 495/5                                Ross Verlag 921/1                                

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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