Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Brunnen
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Hannoversche Brunnen

Duve-Brunnen

Der Brunnen mit der Figur eines Sämanns wurde 1903 von Georg Herting (1872-1951) entworfen. Ursprünglich befand er sich auf dem Neustädter Markt in der Calenberger Neustadt. Der Duve-Brunnen konnte aufgrund finanzieller Probleme und wegen des Ersten Weltkriegs erst 1916, fünf Jahre später als geplant aufgestellt werden. Der Brunnen soll an den hannoverschen Ratsherrn, Kaufmann und Bankier Johann Duve (1611-1679), dessen Porträt-Medaillon sich auf dem Sockel befindet, erinnern.

Duve Denkmal | 29.07.1929

Duve Brunnen | 04.08.1958

Johann Duve Ratsherr zu Hannover | 22.06.1908

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Bronzestatue, wie auch andere eingezogen und sollte in Hamburg eingeschmolzen werden. Zum Glück wurde die Statue aber nicht einschmolzen und kehrte unbeschadet aus Hamburg nach Hannover zurück. Seit 1953 steht der schöne Brunnen in der Mitte des Leibnizufers, direkt am Flohmarkt, am Fußgängerübergang von der Calenberger Straße zur neuen Mike-Gehrke-Promenade.

Brunnen an der Fluss Wasserkunst

Die Flusswasserkunst war ein Pumpwerk zur Versorgung der städtischen Wasserleitungen an der Leine nahe dem Leineschloss am Friederikenplatz. Die Wasserkunst wurde in den Jahren 1896-1898 von Hubert Stier (1838-1907) und dem Bildhauer Karl Gundelach (1856-1920) im Neorenaissance-Stil mit schlossartigem Turm und Renaissance-Giebel erbaut.

Brunnen an der Fluss Wasserkunst | 20.06.1906

Am 27. Januar 1900 wurde der Brunnen am sogenannten Himmelreich, in der Verlängerung der heutigen Kramarschstraße in Betrieb genommen. Das große Brunnenbecken hatte einen Durchmesser von 13 m.

Im Jahr 1962/63 wurde die Flusswasserkunst bei 'Arrondierung' des Bereichs der ehemaligen Altstadt im Zuge der Anlage des Leibnizufers abgerissen. An der heutigen Wasserkunst am Friederikenplatz sind nur noch fünf Flussgötter-Köpfe von Carl Dopmeyer (1824-1899) aus dem Jahr 1890 übrig geblieben.

Neue Wasserkunst mit Brunnen | 10.08.1900

Brunnen der Flusswasserkunst | 10.07.1916

Gänseliesel - Brunnen

Dieser Brunnen ist einer der ältesten und bekanntesten Brunnen Hannovers. Er wurde von Carl Dopmeyer (1824-1899) 1898 an der Goseriede, (Gänsegraben = niederdeutscher Name der Goseriede, welche schon 1563 erwähnt wurde) am Nordostrand des Platzes Am Steintor errichtet.

Gänselieselbrunnen | 27.08.1910

Das aufwendige Becken und die Säule sind aus Granit, die Bronzegruppe der Märchenfigur des Gänse hütenden Mädchens ist wunderschön ausgearbeitet. Der heutige Standort, etwa 100 m vom ursprünglichen Standort, wurde im Zuge der Umgestaltung des Platzes in den Jahren 1981/82 gewählt.

Gänseliesel-Brunnen | 04.03.1913

Gutenbergbrunnen (Ebhardt-Brunnen)

Der Gutenberg-Brunnen (Ebhardt-Brunnen) wurde von Carl Dopmeyer (1824-1899) und dem Stadtbaumeister Paul Rowald (1850-1920) Anfang 1890 entworfen. Ursprünglich befand sich der von Heinrich Ebhardt zum 450-jährigen Jubiläum der Buchdruckkunst gestiftete Brunnen, mit der Bronzestatue auf dem Friederikenplatz / Eberhardtstraße, gegenüber dem Leineschloss (Niedersächsischer Landtag) am Stadtbauamt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Gutenberg- Bronzestatue eingezogen und sollte eingeschmolzen werden. Die Statue kehrte 1949, aber jedoch ohne den aufwendigen Schmuck (Arme, Beine und die Bibel fehlten) unbeschadet aus Hamburg zurück. Seit September 1949 steht nun die erhaltene und restaurierte Bronzestatue (ohne Schmuck) vor dem Gebäude der ehemaligen Geschäftsbücherfabrik
J. C. König & Ebhardt, Schlosswenderstraße 1-4.

Gutenbergbrunnen | 10.04.1904

Heute befindet sich in dem Gebäude Schlosswenderstraße 1-4 ein Teil der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Gutenberg-Brunnen | 27.12.1911

Leuchtbrunnen im Stadthallen Park

Die Stadthalle (heute Hannover Congress Centrum - HCC) wurde von den Architekten Paul Bonatz (1877-1956) und Friedrich Eugen Scholer (1874-1949) entworfen und in den Jahren 1911 bis 1914 erbaut. Die Stadthalle mit dem Kuppelsaal (3642 Plätze) und dem Beethovensaal (753 Plätze) wurde am 10. Juni 1914 eröffnet. Ein großes rechteckiges Wasserbecken von 94 m Länge und 38 m Breite, bildete das Zentrum diese Brunnens. Am Südende des Beckens erhob sich ein dreistufiges Bassin, das im obersten, runden Becken eine bis zu 18 m hohe, und in fünf Farben beleuchtete Fontäne aufnahm. Am 28. April 1951 wurde im Stadthallenpark die erste Bundesgartenschau (Buga) eröffnet, die Gartenschau dauerte bis zum 31. Oktober 1951 und hatte fast 1,6 Millionen Besucher. In den Jahren 1963/64 wurde der Leuchtbrunnen grundlegend umgestaltet und erheblich verkleinert. Seit Anfang 1980 ist der Brunnen und die gesamte Gartenanlage als Gartendenkmal unter Schutz gestellt.

         

                     Leuchtbrunnen im Stadthallen Park                                    Stadthallenpark | 17.09.1917

Marktbrunnen auf dem Lindener Marktplatz

Der Wochenmarkt, der jeden Dienstag und Samstag auf dem Lindener Marktplatz stattfindet, wird vom historischen „Lindener Nachtwächter" bewacht, ausgestattet mit Hellebarde, Laterne und Signalhorn, zu seinen Füßen sein treuer Hund.

Eigentlich sollte die Bronzestatue des Berliner Bildhauers Hans Dammann (1857-1942) auf dem hannoverschen Holzmarkt in der Altstadt aufgestellt werden.  Dort entschied man sich aber für ein anderes Modell. Der Lindener Magistrat erwarb auf Anraten des Senators Heinrich Stephanus die Figur, mit Hilfe des Lindener Bürgervereins von 1883 und einer Spende des Senators in Höhe von 5000 Reichsmark konnte die Bronzestatue den Hannoveranern abgekauft werden.

         

                                Marktplatz | 31.12.1899                                                 Marktplatz | 23.01.1915

Am Samstag, den 20. September 1896 wurde das Denkmal feierlich enthüllt. Zwei Jahre später dann die Laterne elektrisch beleuchtete. Im Jahr 1914 wurde die Brunnenanlage nochmals um einige Meter in Richtung des neuen Rathauses verschoben.

 

In einem hannoverschen Stadtführer aus dem Jahr 1909 wird der Marktbrunnen wie folgt beschrieben: "In einem Becken aus grauem Granit erhebt sich eine gedrungene gotische Säule aus rotem Granit; auf dieser steht, den wachsamen Hund zu seinen Füßen, der Wächter der Stadt, breitbeinig und hochgereckt, ein Urbild selbstbewussten, auf sich selbst gestellten Bürgertums, in der Rechten das Horn zum hineinblasen ansetzend, die Linke erhoben, den Spieß und die Laterne haltend. Als Wasserspeier sind an dem Säulensockel vier den Buckel krümmende Katzen und vier Fledermäuse angebracht."

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Statur des Nachtwächters eingezogen und sollte eingeschmolzen werden. 1949 kehrte die Figur jedoch unbeschadet aus Hamburg zurück und wurde am 25. Mai 1950, allerdings war der Sockel abhandengekommen, ohne die Symbole der Nacht, wie Kater und Fledermaus auf einem Sockel aus rotbraunem Granit wieder aufgestellt. Mehr über den Lindener Marktplatz.

Nachtwächterbrunnen auf dem Markt | 18.04.1985

Rathausbrunnen am Markt

Der Marktbrunnen wurde 1881 von Conrad Wilhelm Hase (1818-1902), und die aufwendigen Figuren von Wilhelm Engelhard (1813-1902) nach Entwürfen von Hermann Schaper (1853-1911) erbaut. Der zweischalige Laufbrunnen aus Bronze steht Am Markt neben dem Alten Rathaus und wurde laut Stiftungsurkunde von 113 Bürgern gestiftet.

Am Markt | 15.05.1905

Der Brunnenstock mit einer Fischverkäuferin (mit Karpfen, zur Schmiedestraße hin blickend) und einer Blumenverkäuferin (mit einer Kanne und einem Geldbeutel, zur Dammstraße hin blickend) wurde 1960 von der Mitte des Platzes zum heutigen Standort umgesetzt.

Marktbrunnen | 17.10.1906

Rese-Brunnen (Majolika-Brunnen)

 

Der Rese-Brunnen (Majolika-Brunnen) wurde 1925 von Martha und Hans Poelzig (1869-1936) entworfen.

Der Hamelner Kaufmann Hermann Rese kaufe den Brunnen 1927/28 auf der Gewerbeausstellung in München, 1928 schenkte Rese der Stadt Hannover den nach ihm benannten Brunnen. Erst im August 1929 wurde der Brunnen eingeweiht.

Der Brunnen mit einer expressionistischen Pflanzenskulptur aus Majolika steht an der Fritz-Behrens-Allee nahe der Musikhochschule Hannover, am Emichplatz. Der Resebrunnen gilt als einer der schönsten Brunnen Hannovers, er wird jedes Jahr im Winter durch einen Holzverschlag geschützt.

Resebrunnen

Oskar-Winter-Brunnen

Der Oskar-Winter-Brunnen wurde zum 100-jährigen Firmenjubiläum, am 7. Juni 1896 als Stiftung von einem am Holzmarkt, in der Altstadt Hannovers, ansässigen Unternehmen, welches mit Eisenwaren handelte, errichtet. Inhaber der Firma waren Oskar Winter (1838-1919) und Wilhelm Meier. Die Arbeit ausgeführt hat der Architekt Otto Lüer (1865-1947). Das schmiedeeiserne Gitter wurde erst im Jahr 1914 hinzugefügt. Die Schmiedearbeiten stammen von H. W. Wittenberg.

Die Figur hatte die Gesichtszüge des Eisenwarengroßhändlers Oskar Winters und trug ursprünglich einen Bart. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Figur zum Einschmelzen nach Hamburg verbracht. 1954 schuf Prof. Dr. Friedrich Adolf Sötebier eine neue Figur ohne Bart nach einem Modell.

Schon 1897 wurde nach Oskar Winter die Oskar-Winter-Straße in der List benannt. Die Firma Winter wurde 1796 gegründet.

 

Weissenkreuzplatz | 28.09.1915

Die spielenden Kinder in der Grupenstraße. Die Brunnenplastik aus dem Jahr 1955/56 wurde von Kurt Lehmann (1905-2000) entworfen. Die Modelle waren Lehmanns eigene Kinder.

Brunnen in der Grupenstraße | 24.07.1958

Oskar-Winter-Brunnen | 17.07.1965

Bahnhof | 17.06.1911

Hauptbahnhof bei Nacht,
im Vordergrund der neue Brunnen | 03.10.1959

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Brunnen in Hannover. Wasserspiele und Brunnen in ihren Stadtteilen
Rainer Ertel, Ernst-Friedrich Roesener | Cartoon Concept Verlag Hannover | 1998
Gartenhistorische Dokumentation Beet am Reesebrunnen

Dipl.-Ing. Lidia Ludwig | GDF Hannover Media | 2007
Geschichte der Stadt Hannover II | Dr. Klaus Mlynek, Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche Verlag | 1994
Hannover, Die Grosstadt im Grünen | Fr. Stadelmann | Verkehrs-Verein Hannover e.V. Hannover | 1927
Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Stadtarchiv Hannover
Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart | Dr. Klaus Mlynek,
Dr. Waldemar R. Röhrbein | Schlütersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei | 2009
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