Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2012
Brigitte Helm
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Brigitte Helm (1906-1996)

Brigitte Helm, eigentlich Brigitte Eva Gisela Schittenhelm wurde am 17. März 1906 in Berlin geboren. Der Gang zum Film ging eigentlich nicht von Brigitte selbst aus, sondern wurde von ihrer Mutter Gertrud Martha Tews (1877-1955) vorangetrieben. Als Fritz Lang den Film Die Nibelungen drehte, schrieb Brigittes Mutter mit einem beigefügtem Foto der Tochter an Thea von Harbou (1888-1954) in der sie ihr nahelegte, wie talentiert ihre Tochter sei. Eine Einladung folgte und Brigitte spielte nun Fritz Lang (1890-1976) etwas vor. Zwar wurde sie nicht für Die Nibelungen engagiert, dafür aber für Metropolis. Dieser Film stellte gleichzeitig auch den Höhepunkt ihrer Karriere dar. Sie spielte darin eine Doppelrolle, deren Personen sich rein äußerlich nicht unterschieden. So war ein differenziertes Spiel von Nöten, das die gute Maria und die falsche Maria unterstrich.

Portrait und Szenenkarten

1925 schloss sie mit der Ufa einen Zehn-Jahres-Vertrag ab und spielte während dieser zehn Jahre fast nur Hauptrollen. Um nicht auf Rollen als Vamp festgelegt zu werden, klagte Brigitte gegen die Ufa, erzielte einen Vergleich und spielte fortan auch andere Filmrollen. 1930 drehte Brigitte Helm in Die singende Stadt, ihrem ersten Tonfilm. Beim Übergang zum Tonfilm knüpfte sie nahtlos an die vorangegangenen Erfolge an, spielte nebenbei auch in Frankreich und England, wo sie unter anderem auch in ausländischen Versionen ihrer deutschen Filme mitspielte. Es war zu jener Zeit üblich, dass man international erfolgreiche Filme in verschiedenen Sprach- versionen drehte, teilweise auch mit anderer Besetzung, je nach Fremdsprachenkenntnissen der Darsteller.

1935 spielte sie in ihrem letzten Film Ein idealer Gatte mit; trotz Bemühungen der Ufa verlängerte sie ihren Vertrag nicht. Nach einer Unterredung mit dem damaligen Produktionschef Ernst Hugo Corell (1882-1942), der sie umzustimmen versuchte, blieb es bei ihrer Entscheidung. Ein Grund für ihre Entscheidung keine Filme mehr zu drehen, dürften negative Zeitungsberichte gewesen sein, die damals kursierten, nachdem sie mehrere Verkehrsunfälle verursachte und sogar eine Gefängnisstrafe absitzen musste. Sie heiratete 1935 (in zweiter Ehe) den Industriellen Hugo Kunheim, mit dem sie in die Schweiz zog und vier Kinder hatte. Zum Film kehrte sie nicht mehr zurück.

Bis zu ihrem Tod am 11. Juni 1996 lebte Brigitte Helm zurückgezogen im Schweizerischen Ascona.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1927: Metropolis
  • 1927: Die Liebe der Jeanne Ney
  • 1927: Am Rande der Welt
  • 1928: Alraune (Stummfilm)
  • 1928: Die Yacht der sieben Sünden
  • 1928: Abwege
  • 1928: Geld! Geld!! Geld!
  • 1929: Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna
  • 1929: Manolescu – Der König der Hochstapler
  • 1929: Skandal in Baden-Baden
  • 1930: Die singende Stadt
  • 1930: Alraune (Tonfilm)
  • 1930: Gloria (deutsche & französische Version)
  • 1931: Im Geheimdienst
  • 1931: Die Gräfin von Monte Christo
  • 1932: The Blue Danube
  • 1932: Eine von uns
  • 1932: Die Herrin von Atlantis
  • 1932: L'Atlantide
  • 1932: The Mistress of Atlantis
  • 1932: Hochzeitsreise zu dritt

Metropolis | 1927

  • 1932: Voyage de noces
  • 1932: Inge und die Millionen
  • 1933: Der Läufer von Marathon
  • 1933: Die schönen Tage von Aranjuez
  • 1933: Adieu les beaux jours
  • 1933: Spione am Werk
  • 1933: L'Étoile de Valencia
  • 1933: Gold
  • 1934: Fürst Woronzeff
  • 1934: Le secret de Woronzeff
  • 1934: Die Insel
  • 1934: Vers l'abîme
  • 1935: Ein idealer Gatte

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarte / Text

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