Artisten | Varieté und Zirkuswelt | Damen-Theater-Varieté-Ensembles | Damenkapellen
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Damen-Theater-Varieté-Ensembles | Damenkapellen
Damen-Ensembles und auch Damenkapellen waren ein beliebtes Unterhaltungsgenre der Kaiserzeit, es gab sie um 1900 in jeder deutschen Großstadt. Allein in Dresden traten nach 1900 regelmäßig bis zu zehn Damenkapellen auf. Die Auftrittsorte reichten von Kaffeehäusern über Varietés bis hin zu Hafenkneipen mit Unterhaltungsprogramm. Die Dauer der Engagements lag zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten. Nach Beendigung reisten die Ensembles in die nächste Stadt, um dort erneut für eine gewisse Zeit aufzutreten. Die Verträge wurden hauptsächlich über Agenturen oder über Anzeigen in Zeitungen abgeschlossen. Für ein Engagement in einer neuen Stadt benötigten die reisenden Ensembles bestimmte Papiere, wie zum Beispiel Erlaubnisscheine und Führungszeugnisse. Sie mussten auch ihren sittlich-moralischen Lebenswandel erklären. Das Animieren, das sogenannte Bühnensitzen führte häufig zu Vorverurteilungen der Künstlerinnen als Prostituierte. Es kam auch vor, das Musikerinnen und Tänzerinnen unter dem Vorwand eine Konzertreise zu machen, von Mädchenhändlern verschleppt wurden. Die Blütezeit der Damen-Ensembles endete mit dem Ersten Weltkrieg. Danach nahm ihre Zahl drastisch ab.
Dornfels-Barrison-Ensemble | Original Dornfels-Ensemble | I. Mitteldeutsche Varieté-Theater-Truppe
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Das Dornfels-Barrison-Ensemble war eine in Leipzig gegründete Damen-Theater-Varieté-Truppe. Die fünf und später dann sechs Damen traten nach 1902 auch unter dem Namen Original Dornfels-Ensemble und I. Mitteldeutsche Varieté-Theater-Truppe auf. Das Dornfels-Ensemble warb in Zeitungsannoncen als „Das I. in Leipzig gegründete, in Leistungen und fortwährenden Neuheiten ohne Concurrenz dastehende Gesangs-, Tanz- und Verwandlungs-Ensemble Deutschlands“. Impresario (Manager) des Ensembles war Oswald Büttner, seine Agentur/Direktion befand sich um 1901 in Nauenhof bei Leipzig, um 1907 in der Hauptstraße 11, in Leipzig und danach in der Gräfestraße 25, in Leipzig-Eutritzsch. Oswald Büttner war nicht nur der Manager des Dornfels-Ensemble, sondern nannte sich auch Direktor der I. Mitteldeutschen Varieté-Theater-Truppe. Im Januar 1907 trat das Original Dornfels-Ensemble im Wintergarten, Norddeutschlands größter Bierpalast und Concert-Etablissement in Hannover auf. Um 1910 wird als Impresario Max Thierbach, Mühlenstraße 32 in Leipzig erwähnt. |
Original-Dornfels-Ensemble | 25.03.1902 |
6 Original-Dornfels. Impresario O. Büttner |
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Später sind die 7 Maravillas aus dem Dornfels-Barrison-Ensemble hervorgegangen. Barrison Sisters Das Dornfels-Barrison-Ensemble nannte sich nach den berühmten dänisch-deutschen Barrison Sisters. Die Schwestern Lona (Maria Abelone), Sophia, Inger, Olga und Gertrude (1880-1946) sind 1886 aus Dänemark mit ihren Eltern in die USA ausgewandert und wurden dort und in Europa von 1891 bis 1900 durch ihre Doppeldeutigkeiten auf der Bühne bekannt. In ihrem berühmtesten Akt, tanzten die Schwestern aufreizend und hoben dabei ihre Röcke knapp über die Knie, dann fragten sie das Publikum, "Möchten Sie unsere Muschi sehen?" Als das Publikum dies laut grölend bejahte hoben sie ihre Röcke noch höher, sodass ihre Unterwäsche zu sehen war und fünf kleine, lebende Kätzchen schauten aus ihrem Schritt das Publikum an. Die Barrison Sisters lösten sich nach 1900 auf. Nur Gertrude und Lona Barrison starteten eine erfolgreiche Solo-Karriere. Gertrude, die Jüngste wurde eine erfolgreiche Tänzerin in Wien/Österreich. Sie starb 1946 in Kopenhagen/Dänemark. |
Das Borussia-Sextett
Das Borussia-Sextett war ein Berliner Damen-Theater-Varieté-Ensemble. Man trat auch als „Deutsches Gesangs-, Tanz- und Verwandlungsensemble Borussia-Sextett” auf. Impresario (Manager) des Borussia-Sextetts war Max Preiß. Am 13. Dezember 1907 musste er sich vor dem Berliner Landgericht verantworten. Es wurde ihm vorgeworfen, die ausschließlich weiblichen Mitglieder seines Ensembles dazu animiert zu haben, nach der Vorführung militärischer Gewehrexerzitien mit den männlichen Gästen ins Separee zugehen. Wie der Prozess ausgegangen ist, ist unbekannt.
Damen-Ensemble "Costrelly“ Das Ensemble "Costrelly“ war eine vierköpfige Damen-Theater-Varieté-Truppe. Direktor war Carl Beyer de Coster.
Damen Ensemble "Costrelly“ - Buntes Theater |
Borussia-Sextett | 17.01.1912
Gardenia-Ensemble Die sechsköpfige Damen-Theater-Varieté-Truppe trat im Oktober 1912 in Freiberg/Sachsen auf. Impresario (Manager) des Gardenia-Ensembles war Sigismund Gornadi.
Gardenia-Ensemble | 03.10.1912 |
Janietz-Elite-Damen-Blas-Orchester | Janietz-Elite-Damen-Blas- u. Streich Orchester
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Das vor 1908 gegründete Janietz-Elite-Damen-Blas-Orchester aus Finsterwalde in der Niederlausitz (ständige Adresse: Kurhaus Waldfrieden) war ein bekanntes Damen-Orchester. Das Ensemble bestand abwechselnd aus sechs bis zwölf Damen, später kamen auch noch fünf bis acht Herren dazu. Man trat auch als Janietz-Elite-Damen-Blas- u. Streich Orchester auf. |
Janietz-Elite-Damen-Blas-Orchester | 25.08.1910 |
Janietz-Elite-Damen-Blas- u. Streich Orchester | 12.09.1914 |
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Geleitet und gemanagt wurde das Orchester von Herrn Janietz dessen Tochter Marie Janietz auch als Xylofon-Solistin auftrat. Es ist anzunehmen, dass es sich bei dem Orchester um einen Familienverband handelte. Im Oktober 1910 und im September 1914 trat man in Dresden/Sachsen auf. Im Jahr 1932 gab es auch das Attraktions- und Stimmungs-Orchester R. Janietz. |
Elite-Damen-Konzert-Ensemble M. Jankowski
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Das Elite-Damen-Konzert-Ensemble Jankowski oder auch Damen-Konzert-Ensemble Jankowski war vermutlich in Hamburg oder Leipzig/Sachsen zu Hause. Der Orchesterleiter M. Jankowski leitete auch das Erste Damen-Schrammel-Quintett mit der Posthornsolistin Claire Curtess. Man trat mit sechs, sieben oder acht Musikerinnen auf. |
Elite-Damen-Konzert-Ensemble "Jankowski" | 15.4.1912 |
Damen-Konzert-Emsemble "Jankowski" | 26.12.19.. |
Elite Damen-Orchester Das Elite Damen-Orchester von Direktor J. von der Hitz war eine sechsköpfige Damen-Orchester-Truppe.
Elite Damen-Orchester, Dir. J. von der Hitz | 01.08.1911 |
Wiener Damen-Kapelle
Wiener Damen-Kapelle Helene Hofmann | 27.05.1901 |
Literatur- und Quellenverzeichnis
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Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text Wer etwas zu berichten oder zu berichtigen hat kann sich gerne
beteiligen. Der internationale Mädchenhandel: Biographie eines
sozialen Problems | Dietmar Jazbinsek | Berlin |
2002 |













